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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 25 Jahre familienversichert…und nun? Welche gesetzliche Krankenkasse als Arzt?



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medipassions
19.08.2024, 14:56
Hallo!

Da ich bald aus der Familienversicherung raus bin, stellt sich natürlich die Frage, welche gesetzliche Krankenversicherung sich als frischer Assistenzarzt lohnt.

Wo seit ihr versichert? Was lohnt sich und warum?

Liebe Grüße!

medipassions

Matzexc1
19.08.2024, 15:18
Ich bin bei der Techniker, ich habe sie seit Geburt und sie erstattet mir die Selbstverschreibung von Medikamenten. Sie hat außerdem einen Akademikerlastigen Kundenstamm was ich als Vorteil ansehe

sammy123
19.08.2024, 15:23
Hängt auch davon ab, ob dir bestimmte Leistungen wichtig sind. Ansonsten kannst du einfach eine günstige KK nehmen.

Bussard
20.08.2024, 21:30
Ich bin bei der Techniker, ich habe sie seit Geburt und sie erstattet mir die Selbstverschreibung von Medikamenten. Sie hat außerdem einen Akademikerlastigen Kundenstamm was ich als Vorteil ansehe

Hey, wie funktioniert das mit der Erstattung von selbstverschriebenen Medikamenten? Gerne auch per PN. Ist das beschränkt auf Medikamente des eigenen Fachgebiets?

Tweety8008
20.08.2024, 23:15
Etwas offtopic, aber schau mal rein, was die LKH (eine PKV) anbietet. Die haben spezielle Tarife für Ärzte.

https://www.lkh.de/private-krankenvollversicherung/%C3%A4rzte/

Zahle aktuell all-in 520€/Mo inkl Pflegeversicherung. In der GKV wären es leider über 1000€/Mo.

Kackbratze
21.08.2024, 07:09
Eine PKV die einen "speziellen Ärztetarif" hat. Nunja, das haben vergleichsweise viele, ausserdem heisst "Speziell für Ärzte" nicht zwingend günstiger im Vergleich.

Wenn es die PKV sein soll, muss man wesentlich mehr Vergleiche durchführen. Bei den normalen Kassen sind die Kosten, bis auf der Zusatzbeitrag, relativ klar zu erkennen.

Tweety8008
21.08.2024, 21:43
Eine PKV die einen "speziellen Ärztetarif" hat. Nunja, das haben vergleichsweise viele, ausserdem heisst "Speziell für Ärzte" nicht zwingend günstiger im Vergleich.

Wenn es die PKV sein soll, muss man wesentlich mehr Vergleiche durchführen. Bei den normalen Kassen sind die Kosten, bis auf der Zusatzbeitrag, relativ klar zu erkennen.

Ok, Boss, du musst mich nicht gleich so persönlich angehen. Wenn du nichts vernünftiges beizutragen hast, kannst du meinen Beitrag auch ignorieren.

Kackbratze
21.08.2024, 22:20
Klappts wieder nicht mit dem lesen-verstehen-antworten-Ding?

P.S. Dieses Posting ist ad personam gerichtet.
P.P.S. Hausaufgabe bis Ende der Woche: "nicht jede Information, die nicht dem eigenen Weltbild entspricht muss gleich Kritik sein". Erläutere den Inhalt in einfacher Sprache, erstelle eine Gegenposition und führe danach eine fiktive Diskussion zu der These mit den Teilnehmern "Imanuel Kant", "Shirin David", "Roman Lewandowski" und dir selber.

Tweety8008
21.08.2024, 23:49
War das an mich? Weiteres gerne per PN, wenn du Redebedarf hast.

Matzexc1
22.08.2024, 08:27
Eine PKV die einen "speziellen Ärztetarif" hat. Nunja, das haben vergleichsweise viele, ausserdem heisst "Speziell für Ärzte" nicht zwingend günstiger im Vergleich.

Wenn es die PKV sein soll, muss man wesentlich mehr Vergleiche durchführen. Bei den normalen Kassen sind die Kosten, bis auf der Zusatzbeitrag, relativ klar zu erkennen.

Ich zitiere meine auf PKV und BU spezialisierte Versicherungsmaklerin:
"die richtige Auswahl der PKV ist wie eine Ehe, die falsche Entscheidung und sie bereuen ein Leben lang und hier gibt es fast keine Möglichkeit auf Scheidung '

abcd
22.08.2024, 13:33
Bin mit TK auch zufrieden, Familie ist mitversichert. Ich bin froh damals nicht in die PKV gewechselt zu haben. Von beruflicher Seite: die Barmer ist bei unseren älteren Rehabilitanden recht knickerig, genehmigt erstmal nur 14 Tage.

Evil
23.08.2024, 16:15
Ok, Boss, du musst mich nicht gleich so persönlich angehen. Wenn du nichts vernünftiges beizutragen hast, kannst du meinen Beitrag auch ignorieren.
Bratzes Einwand ist berechtigt, siehe auch den Beitrag von Matze.
Warum Dich das so anpisst kann nicht nur Bratze nicht nachvollziehen.

Faustregel (=Ausnahmen möglich): PKV lohnt sich für junge (bis Mitte 30), gesunde (= ohne bekannte chronische Erkrankungen) Männer in selbstständigem Beruf. Im Zweifelsfall durchrechnen, vor allem mit Blick auf die Beiträge im Rentenalter!

Trenn
23.08.2024, 16:25
Mal aus reinem Interesse, wie viel kostet die (normale, also nicht Basis) PKV monatlich für einen Rentner (z.B. 70 Jahren) mit Art. Hypertonie und Prostata Hyperplasie (also eher auf der gesünderen Seite)in etwa? Man findet nie konkrete Zahlen dazu. Vielleicht hat sich das jemand schon ausrechnen lassen oder hat konkrete, verlässliche Zahlen gehört. Bitte nicht wie ein Anwalt "kommt darauf an" antworten. Danke!

Bonnerin
23.08.2024, 17:06
Mal aus reinem Interesse, wie viel kostet die (normale, also nicht Basis) PKV monatlich für einen Rentner (z.B. 70 Jahren) mit Art. Hypertonie und Prostata Hyperplasie (also eher auf der gesünderen Seite)in etwa? Man findet nie konkrete Zahlen dazu. Vielleicht hat sich das jemand schon ausrechnen lassen oder hat konkrete, verlässliche Zahlen gehört. Bitte nicht wie ein Anwalt "kommt darauf an" antworten. Danke!

Da jede PKV verschiedene Tarife hat, wirst du keine Zahlen fanden, da sie sich eben stark unterscheiden.

Unabhängig davon: es ist völlig egal, was an Krankheiten "dazukommt".

Wenn man in die PKV eintritt, ist das der Zustand, der versichert wird, z.B. mit kleinen Aufschlägen, falls jemand da schon ne Brille hat. Ob irgendwann ein Prostata-Ca, eine Arterielle Hypertonie oder irgendwas dazukommt, spielt keine Rolle.

Was eine Rolle spielt, sind die Altersrücklagen, die man bildet. Das ist ja gerade für Versorgungswerkmitglieder ein schlagendes Argument: Rücklagen bilden, damit die Beiträge im Alter reduziert werden. Wie hoch das ist (oder sein kann) hängt aber eben vom jeweiligen Tarif ab.

Trenn
23.08.2024, 17:50
Aber was heißt das konkret in Zahlen? Ich will's nur wissen, ich werde nicht mehr wechseln (zu alt). Sind es meist so 1000€ (was so viel wie GKV selbstständig ist, also gut stemmbar) im Alter (sagen wir man geht mit 30 gesund rein) oder geht es eher in Richtung 2000€? Es geht mir um Durchschnittswerte, nicht um die Extremfälle. Meinen Versicherungsmakler traue ich nicht mehr, der erzählt immer die alten um zum Abschluss zu kommen.

Matzexc1
23.08.2024, 20:18
Aber was heißt das konkret in Zahlen? Ich will's nur wissen, ich werde nicht mehr wechseln (zu alt). Sind es meist so 1000€ (was so viel wie GKV selbstständig ist, also gut stemmbar) im Alter (sagen wir man geht mit 30 gesund rein) oder geht es eher in Richtung 2000€? Es geht mir um Durchschnittswerte, nicht um die Extremfälle. Meinen Versicherungsmakler traue ich nicht mehr, der erzählt immer die alten um zum Abschluss zu kommen.

Such dir einen Versicherungsberater/in die bezahlst du um deine Fragen beantwortet zu bekommen, oder die Verbraucherzentrale. Beide können da genaueres mitteilen als wir hier

Jukka666
23.08.2024, 21:43
Also ich bin vor 2 Jahren aus der PKV in die GKV und bereue das nicht (zumindest gefühlt, obwohl mit der PKV nie was schlimmes war).

Ich war damals gesund, ein milder Aufschlag aufgrund eines Asthmas wurde fallengelassen.
Mein Beitrag (also das was vom Konto abgeht, ohne Arbeitgeberanteil von etwas weniger als der Hälfte) war bis vor 2 Jahren knapp 500 Euro im Monat (inkl Pflegepflicht). Angefangen 15 Jahre davor mit ca 200 Euro.

Meine Frau ist weiterhin in der PKV (bleibt wahrscheinlich auch), zahlt aktuell 950 Euro.
Wir sind Anfang 40.
selbe Gesellschaft, wohl eher ne bessere Firma…

Ein Kollege (Anfang 60) zahlt ca 1400/Monat.
Berücksichtigen muss man noch Dinge wie Beiträge im Rentenalter etc.

Ich persönlich denke, Beiträge in 20-30 Jahren von eher mind. 1000-1500 sind realistisch, 2000 wird wahrscheinlich zu Spannungen in der Bevölkerung führen.
Ich bin da raus

Tweety8008
23.08.2024, 21:55
Aber was heißt das konkret in Zahlen? Ich will's nur wissen, ich werde nicht mehr wechseln (zu alt). Sind es meist so 1000€ (was so viel wie GKV selbstständig ist, also gut stemmbar) im Alter (sagen wir man geht mit 30 gesund rein) oder geht es eher in Richtung 2000€? Es geht mir um Durchschnittswerte, nicht um die Extremfälle. Meinen Versicherungsmakler traue ich nicht mehr, der erzählt immer die alten um zum Abschluss zu kommen.

IGES Institut Studie: https://www.debeka.de/ueberuns/pressemeldungen/2023/aktualisierte-iges-studie.html

Fazit: PKV Beiträge sind geringer als von vielen immer verteufelt.

Weitere Punkte zu beachten sind:

(1) Ich (und viele andere auch hier) bin bei der Bay Ärzteversorgung. Diese prognostiziert mir, aufgrund meiner Sonderzahlungen, eine Rente von 6000€+ in ca 30 Jahren. Die BÄV zahlt keinen Rentenzuschuss zur Krankenversicherung wie ein Arbeitgeber. Wäre ich bei Renteneintritt in der GKV, wäre ich wohl über der Beitragsbemessungsgrenze und würde vollen 15.5% Beitrag alleine zahlen. In 30 Jahren ist es aufgrund der Politik/Demographie bestimmt noch viel mehr als nur die 15.5%.

(2) Man kann PKV-Beiträge drei Jahre im Voraus zahlen und von der Steuer absetzen und zusätzlich Steuern sparen.

(3) Die Ersparnisse eines PKV-Beitrags kann man im Aktienmarkt gewinnbringend anlegen.

(4) Im Notfall gibt es noch den Basistarif zum GKV-Preis

Tweety8008
23.08.2024, 21:57
Ich persönlich denke, Beiträge in 20-30 Jahren von eher mind. 1000-1500 sind realistisch,

Glaube ich auch. Ich frage mich nur, was die GKV kosten wird.

Wie hast du es geschafft die PKV zu kündigen?

Jukka666
24.08.2024, 06:27
IGES Institut Studie: https://www.debeka.de/ueberuns/pressemeldungen/2023/aktualisierte-iges-studie.html

Fazit: PKV Beiträge sind geringer als von vielen immer verteufelt.

Weitere Punkte zu beachten sind:

(1) Ich (und viele andere auch hier) bin bei der Bay Ärzteversorgung. Diese prognostiziert mir, aufgrund meiner Sonderzahlungen, eine Rente von 6000€+ in ca 30 Jahren. Die BÄV zahlt keinen Rentenzuschuss zur Krankenversicherung wie ein Arbeitgeber. Wäre ich bei Renteneintritt in der GKV, wäre ich wohl über der Beitragsbemessungsgrenze und würde vollen 15.5% Beitrag alleine zahlen. In 30 Jahren ist es aufgrund der Politik/Demographie bestimmt noch viel mehr als nur die 15.5%.

Bestimmt. Allerdings gilt das gleiche sicher auch für die PKV, wo die Beiträge mehr oder weniger von der Willkür einer Firma abhängen und nicht von einem politischen System. Beides fehlerbehaftet, ich bin aber lieber Teil des Ganzen, auch wenn es albern klingt.

(2) Man kann PKV-Beiträge drei Jahre im Voraus zahlen und von der Steuer absetzen und zusätzlich Steuern sparen.

Interessant. Bitte sag mir aber mal einen, der das wirklich macht. M.E. eher theoretisch.

(3) Die Ersparnisse eines PKV-Beitrags kann man im Aktienmarkt gewinnbringend anlegen.

Stimmt. Sparen. Aber auch das sollte man ja unabhängig davon tun. Spricht jetzt nicht mehr für die PKV als dass man zB einen günstigeren Handytarif hat und die Differenz zum teueren anlegt…

(4) Im Notfall gibt es noch den Basistarif zum GKV-Preis

Und der soll doch das schlechteste sein, was es gibt? Quasi Patient 4. Klasse Unterdeck? Sind das nicht die unbeliebtesten mit der schlechtesten Leistungsdeckung in realiter?