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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einen Menschen töten um einen anderen zu retten???



Pünktchen
04.02.2004, 19:51
Hi :-))


Hier kommt nun mein beitrag zu den komischen Fragegn :-D
Da ich ja in den letzten Tagen so lange auf sein muss also bis Mitternacht, hab ich gestern auch mal wieder nach langer Zeit Ally Mc Beal gesehn...jaja ich guck das :-)

Dort werden ja immer komische Fälle vor Gericht getragen.

Also nen Mädchen mit Kardiomyopathie hat nicht mehr lange zu leben und wartet auf einen Herztransplantation. Nunja ihr Vater hat seine Ehefrau umgebracht und sitzt nun lebenslang hinter Gittern. Vater will nun seiner Tochter das Herz spenden.


hmmm...komische Sachlage ein Mensch will sein Leben opfern für einen anderen.
Was haltet ihr davon? (Mal abgesehn davon, daß es erfunden ist.)
Welcher Arzt würde denn so etwas zu stimmen?


Pünktchen :-lesen

Hellequin
04.02.2004, 20:35
Tja, ich würde mal sagen, das ich froh bin das das deutsche Transplantationsgesetz so eindeutig ist, und ich nicht über solche Sachen entscheiden muß. Schon allein deswegen weil es wieder die Frage aufwirft, wieviel ein Leben wert ist, und ob ein Leben wertvoller ist als das andere.

@Pünktchen: Was waren den die Argumente für die Transplantation?
*HellequinderkeinenFernseherseineigennennt*

Pünktchen
04.02.2004, 20:41
naja...
er ist zu lebenslang verurteilt, also kann man dem Staat Geld sparen :-D warum sollte er zu sehen wie seine Tochter stirbt während er nutzlos hinter Gittern sitzt sein ganzen restliches Leben???
er könnte einen Menschen (seine tochter) retten

Rico
04.02.2004, 21:35
Unethisch. :-meinung

Das käme einer Wiedereinführung der Todesstrafe gleich.

Kackbratze
04.02.2004, 21:44
Wo wir gerade bei solchen Sachen sind.

Stellt euch vor Ihr seid Vegetarier.
Und euch stellt jemand vor die Frage:

"Ess diesen McChicken, oder ich töte dieses huhn!"
P.S. Er hat ein Huhn....

Was tun?

silva
04.02.2004, 22:22
wenn die menschen, die fleisch essen, die tiere selbst töten müßten oder zusehen, würden sie kein fleisch essen...

ich bin vegetarierin, weil ich nicht das schnitzel sehe, sondern das tier "dahinter" als ganzes, wie es mich anguckt....mit braunen augen und kuschelfell :-blush

für mich ist ein steak, wurst oder schnitzel eben eine tierleiche.

aber das ist eine emotionale, persönliche sache. ich verurteile keien fleischesser, ich fütter meinen hund auch nicht mit rohkost.

silva
04.02.2004, 22:28
ach und wegen dem eigentlichen thema:

wenn der vater sich selbst tötet, dann wärs doch ok mit der transplantation oder? ;-)

Froschkönig
04.02.2004, 22:29
Gesetzteslage ist eindeutig : Wäre aktive Sterbehilfe und die ist verboten, gleich aus welchem Grund !

Da braucht man noch gar nicht mal zur Ethik greifen ;-)

Pünktchen
04.02.2004, 22:40
@frosch
und wenn es keine gesetzesgrundlage gäbe???
wenn Richter nun sagt: die transplantation dürfte staatfinden, wer würde da denn tun? :-notify

Froschkönig
04.02.2004, 22:51
Original geschrieben von Pünktchen
@frosch
und wenn es keine gesetzesgrundlage gäbe???
wenn Richter nun sagt: die transplantation dürfte staatfinden, wer würde da denn tun? :-notify

Das ist eigentlich relativ einfach :

Unsere ethischen und moralischen Vorstellung gründen sich auf die Ansichten einer Mehrheit. Das ist nunmal so. Sollten die das ganz PLÖTZLICH zulassen, ist die Antwort schwierig. Ansonsten mutiert die Situation zum gängigen Alltag und JEDER Herzchirurg würde es machen.

Die Liste der Umgangsformen und Bestimmungen der Gesellschaft, die sich im Laufe der Zeit geändert haben ist lang.
Nimm nur mal den Unterschied zwischen Europa und Amiland :

WIR rümpfen regelmäßig die Nase über Todesspritzen und Gaskammern, bei den Amis ist das völlig normaler Teil der Gesellschaftsordnung. Merkst Du was ?

ehemalige Userin 24092013
05.02.2004, 00:27
Original geschrieben von silva
wenn die menschen, die fleisch essen, die tiere selbst töten müßten oder zusehen, würden sie kein fleisch essen...




Das stell ich mal in Frage....ich hab oft genug zugesehen, wie man ein Schwein geschlachtet hat....oder ein Huhn.
Und nicht nur das, ich hab die Teile dann auch ausgenommen, trotzdem möchte ich niemals auf Fleisch verzichten.
Aber das ist n anderes Thema.

@ Punkt: Absurde Geschichte, aber das gibts bei Alley ja immer, Gott sei Dank gibt es aber Gesetzte, die es verhindern und das ist gut so.
Wenn ich mir allerdings vorstelle, es gäbe die Gesetzte nicht , würde ich drüber nachdenken und dann entscheiden, was ich noch vom Leben zu erwarten habe, was noch kommen kann und wie wichtig mir der Mensch ist, wegen dem ich mein Leben lasse.
Dummerweise kann es selbst dabei all zu schnell zu irgendwelchen Kurzschlussreaktionen kommen, von daher sag ich nochmal manche Gesetzte sind garnicht mal schlecht.


Gruss Kaddel

Sebastian1
05.02.2004, 01:50
Hm, schwierige Frage und für mich auch eine sehr abstrakte Situation. Wenn ich mir mal eine andere ausdenke, zum Beispiel eine Situation, in der ich von 2 Menschen defnitiv nur einen retten kann, dann würde man sich wahrscheinlich trotzdem immer wieder Vorwürfe machen, die Situation hinterfragen und zweifeln, ob man richtig entschieden hat.
Am besten dürfte es wohl sein, erst gar kein Leben opfern zu müssen, oder?
Andererseits, malen wir deine Situation mal weiter aus: Stellen wir uns vor, es geht nicht um eine Fernsehserie, sondern zum Beispiel um das eigene Kind, dass man nur retten kann, wenn sein eigenes Leben opfert, zum Beispiel durch eine Organspende eines lebenswichtigen Organs (abseits aller medizinischen Frage wie Kompatibität etc....)....das kann ich mir ehrlich gesagt gar nicht wirklich vorstellen, weil der Konflikt mit sich selbst so extrem sein würde.....ich denke, jeder würde alles tun, um einen Menschen, der einem so nahesteht auch unter Einsatz seines eigenen Lebens irgendwie zu retten.....ganz schwierig.
ich jedenfalls kann da keine wirkliche Antwort drauf geben und wünsche niemandem, jemals eine solche Situation zu erleben.

Gruß,
Sebastian

harlekyn
05.02.2004, 15:31
Aloha,

also ich wäre schon dafür, weil ein Leben retten, ist denk ich mal besser als keins! Problematisch wäre in diesem Fall aber mal die Durchführung. Wie will man das denn machen? Dem Vater ne Narkose fahren, das Herz entnehmen und dann einfach alles abschalten? Also müßte der Vater entweder Selbstmord begehen, oder er müßte hingerichtet werden.
Aber soetwas zu zulassen, würde viel zu viele Spielräume für weitaus schlimmere Machenschaften eröffnen und würde man endlich die Stammzellen Forschung vorran treiben und vorran treiben lassen gäbe es das Prob nicht...