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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TdL Tarifverhandlungen 2026



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Brutus
04.07.2026, 17:32
Nur dass der MB seinen seltsamen Kurs der letzten Jahre durchzieht. Jetzt gibts ne Mehrheit gegen den Tarifabschluss und die große Tarifkommission winkt den Abschluss trotzdem durch… was für ein Clownsverein -.-

==> Die Große Tarifkommission (GTK) hat sich gestern Abend intensiv mit dem Meinungsbild zum Tarifabschluss mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) befasst. Auch wenn die Ad-hoc-Befragung gezeigt hat, dass viele der Mitglieder, die teilgenommen haben, mit dem erzielten Tarifergebnis unzufrieden sind, hat sich keine ausreichende Mehrheit für eine Ablehnung des Tarifabschlusses ausgesprochen.
:-nix ???

Qwert1133
04.07.2026, 19:30
Naja, "keine ausreichende Mehrheit" bedeutet Alles und Nichts. Es wird seinen Grund haben, warum der MB keine offiziellen Zahlen nennen möchte, man kann sich aber zu 100% sicher sein, dass sie welche genannt hätten wenn über 50% mit Ja gestimmt hätten. Von dem was ich mitbekommen habe gabs eine (kleine?) zahlenmäßige Mehrheit für ein Nein, allerdings war die Beteiligung insgesamt derart niedrig, dass man sich entschieden hat trotzdem zuzustimmen. Die Kommunikationsstrategie ist auf jeden Fall nach den anfänglichen positiven Signalen mit viel Transparenz einfach mal wieder richtig daneben.

Ich denke der MB erhofft sich viel von den vereinbarten Verhandlungen ab dem 01.06.2027 über die strukturellen Reformen zum Tarifvertrag mit der TDL und wollte sich das nicht durch eine Mitgliedervotum, an dem nur ein Bruchteil der Mitglieder teilgenommen haben kaputt machen. Woher aber der Optimismus kommt ist mir schleierhaft.

Dooly
12.07.2026, 12:35
Offenbar kam es nun zur Klage gegen die Uni Greifswald.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/arbeitszeiterfassung-marburger-bund-verklagt-unimedizin-greifswald,greifswald-102.html?fbclid=PAQ0xDSwLjXMxleHRuA2FlbQIxMQABp259 Da8argqHHESQQIWXZ1tJhZhEp_OLEnYoNnPEgwXwPc67C677ic fQXFoH_aem_NkknjDiRWa4NXfzGi9260g

Im Prinzip ist jetzt genau das eingetreten, was ich hier seit Monaten proklamiere. Siehe Diskussion vom 28.02.25 in diesem Thread: Die Kliniken berufen sich darauf, dass eine "elektronische Erfassung" der Arbeitszeit ja bereits z. B. mit Excel-Tabellen vorliege.

Es war m.E. einfach nur völlig fahrlässig, diesen Passus so zu formulieren bzw. "nur" zusammenzustreichen. Mal sehen, was die Juristen jetzt dazu sagen...Die Verhandlung ist gelaufen und hat nen größeren Schaden erbracht als gedacht. Schlimmer, als der gescheiterte Gütetermin in der Sache gegen die TdL, die nun erst in vielen Monaten verhandelt wird. Leider nicht das original Urteil, vielleicht folgt das noch.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/marburger-bund-scheitert-mit-klage-gegen-unimedizin-greifswald,arbeitszeiterfassung-106.html
„Der Marburger Bund vertrat die Ansicht, dass nur durch eine zeitnahe und minutengenaue Erfassung der Arbeitszeit nach dem "Stechuhr-Prinzip" die Vorgaben des Tarifvertrages für eine elektronische Erfassung erfüllt würden. Dieser Auffassung folgte das Gericht nicht und wies die Klage ab.“

Für die jungen Kolleg*innen zu Berufsbeginn tut es mir am meisten leid.

Leckrer
12.07.2026, 14:08
Na Mensch, wer hätte das gedacht.
Es soll ja noch in Berufung gehen, aber bringen wird das aus meiner Sicht selbstverständlich nichts.

Edit: Formulierungsfehler - es soll erstmal noch geprüft werden, ob es weiter in die Berufung geht.

Dooly
12.07.2026, 15:59
Ach ok, das wusste ich noch nicht. Außer dem o. g. (älteren) Bericht hab ich nichts gelesen und es auch nicht weiter verfolgt.