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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium mit 50 Jahren beginnen!?



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Scienceman
22.10.2006, 00:21
Und, was ist aus dem Threadersteller geworden?

okulix
22.10.2006, 01:28
Und, was ist aus dem Threadersteller geworden?Der hat vor ein paar Wochen das Physikum bestanden, ist jetzt im 1. klinischen Semester und hat nun keine Zeit mehr zum für nächtlichen Inet-Unfug.:-))

Scienceman
23.10.2006, 00:51
Ist ja geil^^

Plotin
28.10.2006, 15:27
Cooler Thread hier! Muss doch jetzt auch mal in der Mottenkiste graben und meinen Dünnpfiff hier ablassen (ist nicht ganz fair, weil die Autoren wohl kaum noch antworten werden). Also:


also ich muss das mal ganz deutlich ansprechen, ich finde es echt nicht fair dass sich leute die schon so alt sind noch überlegen ins medizin studium einzuschreiben, ich habe mit 18 mein abi gemacht, und kein sehr schlechtes, bin jetzt fast 21, habe keinen studienplatz bekommen,
Wer sein Abi nicht mit 1,0 bestanden hat, muss halt warten mit der Platzvergabe. Faulheit zahlt sich hier nicht aus. Kannst ja eine Ausbildung machen. Die Einserkandidaten bekommen sofort den Platz, alle anderen warten. Der OP hat Jahrzehnte gewartet. Wo ist das Problem?


und das geht so vielen tausenden von jungen leuten so wie mir, wir haben sehr hart gearbeitet bis jetzt, 13 jahre schule,
Mach dich nicht lächerlich! Selbst wer ein 1,0-Abi geschafft hat - was ist das schon für eine Leistung? Das ist gar nichts. "Sehr hart gearbeitet..." - ich schmeiß mich in die Ecke! Eine Zwanzigjährige lamentiert, sie hätte im Leben schon sehr hart gearbeitet... Muhahahahahahaha... ! Hoch die Tassen! Ich könnte mich beömmeln.

:-))


um dann zu wissen dass wir NICHTS damit anfangen dürfen, und wieso? wegen solchen leuten,. die unsere studienplätze auf so eine Weise belegen ,das ist wirklich nicht fair!
Noch so ein Brüller! "Wegen solchen Leuten..." Meine Fresse! Wenn ich so etwas schon lese, kriege ich eine Krise! Du wärst die optimale Ärztin. Mein Empfehlung: Suche dir eine Stelle als Pförtnerin oder geh die nächsten 30 Jahre als Ungelernte bei Opel am Fließband malochen - Hauptsache ein Job, bei dem du dich möglichst wenig mit anderen Menschen verbal austauschen musst.


Was haben die vor? Wenn alles gut läuft sind sie mit 56 fertig, eine facvharzt ausbildung dauert ca. 5 jahre, also mit 61 anfangen arzt zu sein? nein, da ist man in rente, und WIR sind alle arbeitslos, und die Kranken haben leider Pech gehabt, denkt mal gut drüber nach was ein Medizinstudium bedeutet, das ist keine Spaßveranstaltung für alte Leute denen es langweilig ist :-dagegen sucht Euch doch bitte ein anderes Hobby
Ach du Schei*e! Au weia! Einfach nur geil! Zu einer differenziert ausformulierten kritischen Stellungnahme bin ich schon jetzt nach solch einem Statement nicht mehr in der Lage.

Sorry, mein Posting ist gemein und irgendwie überflüssig, weil unsachlich. Aber jeder hat das Recht, sich auch mal auskotzen zu dürfen. Auch ich.

Nichts für ungut.


:-?

Anna-Tomie
28.10.2006, 15:58
hi plotin,
was is in dich gefahren, so eine schreibe :-)) :-)) :-)) :-)) ... ganz ungewohnt
nun ... kurzer beitrag meinerseits zu dieser geschichte.
hab meiner ma kurz von diesem thread berichtet .... sie ist 50 .... sie wollte eigentlich auch immer hm studieren (immerhin hat sie mittlerweile 48 ws :-)) :-)) :-)) :-)) :-))
... kam aber nie dazu .... der wunsch lebte aber weiter ... bis sie meine bücher zu sehen bekam. sie sagt ehrlich, dass sie sich das nicht mehr zumuten möchte ... hat aber vor jedem, der es wagt einen heidenrespekt.
Und alle die vom "studienplatzwegnehmen" reden sei gesagt, es steht nicht zu befürchten, dass die senioren jetzt reihenweise mit awo-bussen ankommen :-)) :-))
Ich finds klasse, wenn sich jemand mit 50 das spendet
gruss die anna

Spark
04.11.2006, 09:21
Es ist ja auch die Frage: selbst wenn man was dagegen hat: wo will man eigentlich die Grenze ziehen? 3 Jahre nach dem Abi? 5 Jahre? 10? Oder einfach bei 30 setzen, weil eine 58jährige die auf der Abendschule ihr Abi nachgeholt hat, 3, 5, 10 Jahre lang auch noch mal anfangen dürfte.

Dann wird die nächste Frage sein (und die Antwort muss nicht bloss einer subjektiven Meinung entsprechen, sondern juristisch bestehen können!): mit welchem Recht hat ein 19jähriger mehr Anspruch auf einen Platz als ein 30jähriger, 40jähriger?

Gerade die VWL-Rechnung als einzig überprüfbares, relevantes Kriterium wird hier zumindest dann sehr schwierig, wenn ältere Bewerber schon volkswirtschaftliche Leistungen erbracht haben. Jugend allein bedeutet in Sachen Investition mitnichten die bessere Bilanz, da täuscht Ihr Euch.

Ich kann jeden verstehen der Frust schiebt weil noch kein Platz in Sicht ist.

Und ich kann verstehen, wenn neben Abiturnote und Wartezeit noch andere Kriterien, zB ein Test, gewünscht werden - nun allerdings die eigene Jugend zu diesem Kriterium machen zu wollen, ist reichlich heikel. (btw, an persönlichen Auswahlverfahren kann man ja auch heute schon teilnehmen...? Warum hats da nicht gereicht?)

Abgesehen davon ist die Gruppe der Leute wo man zumindest zweifeln kann was es noch bringt (ich würde da mal sagen: 45+) nun wirklich nicht so wahnwitzig gross. Eher ein praktischer kleiner Sündenbock, oder?

Ich habe eher den Eindruck, die Spätberufenen sind üblicherweise irgendwo um die 30 wenn sie anfangen. Imo volkwirtschaftlich nicht zu alt, und zudem mit einem breiteren Blickfeld ausgestattet, das diese Klientel oft zu guten, weniger technokratischen Ärzten macht. Und GUTE Ärzte sind vwl auch was wert - nicht nur junge Ärzte (nichts dass da ein Widerspruch wäre, aber es zählt nicht nur EIN Kriterium). Wo ich zum Beispiel selbst sicherlich gerne von einem Neurochirurgen operiert werden würde, der möglichst viel Erfahrung hat (sprich jung ausgebildet wurde), würde ich in Sachen Hausarzt oder Psychosomatiker lieber zu jemandem gehen der Lebenserfahrung und menschliche Einsichten/Reife hat - diese sind zwar nicht ausgeschlossen wenn jemand früh fertig geworden ist, aber ein paar Jährchen im wahren Leben vorgeschaltet sind für mich trotzdem noch ein Pluspunkt).



Und dass hier blutjunge Einserabiturienten, die laut PISA vermutlich mehrheitlich zum begünstigteren Teil der Gesellschaft gehören, und daher neben ihrer Schule nicht unbedingt so viel selber reissen mussten, älteren Bewerbern mit xx Beitragsjahren im Brotberuf, und vielleicht auch viel steinigerem Weg hin zur eigentlichen Berufung (oder auch zum sozialen Aufsteig) mit "Du bist doch gar nich mehr rentabel, mach ma Platz hier, Oppa" kommen... Prost Mahlzeit.

Sprich: formal kaum begrenzbar, volkswirtschaftlich differenzierter als gern behauptet wird, und menschlich auch so ne Sache...

Stagger Lee
04.11.2006, 18:45
Vermeintlich volkswirtschaftlich begründete Argumente in dieser Debatte erinnern mich immer an ein Interview mit Sarah Wagenknecht, das vor einigen Jahren im Fernsehen kam. Der Interviewer fragte sie, wie sie zu den vielen Mauertoten stehe. Ihre Antwort war, daß die BRD in gewisser Weise in der DDR gut ausgebildete Menschen abgeworben und zur Flucht animiert habe. Daher hätte die DDR das Recht gehabt, Flüchtlinge zu erschießen, um volkswirtschaftlichen Schaden von sich abzuwenden.

Volkswirtschaftliche Argumente haben ihren Platz an genau einem Ort: in Debatten über die Volkswirtschaft. Sobald man an Individuen volkswirtschaftliche Maßstäbe anlegt, begibt man sich auf einen rutschigen Abhang in Richtung Dehumanisierung. (Die Nazis haben die Euthanasie von Behinderten volkswirtschaftlich "begründet".) Es erstaunt mich doch, daß nicht wenige angehende Ärzte bereit sind, sich auf solche Argumente einzulassen.

Abgesehen davon ist die volkswirtschaftliche Argumentation in dem Zusammenhang auch lächerlich. Die Menge derer, die sich im fortgeschrittenen Alter ein Studium antun wollen und leisten können, dürfte verschwindend gering sein. Die Behauptung, daß eine marginale Gruppe, deren Anteil an der Stundentenschaft höchstens im Promillebereich liegt, irgendwie in volkswirtschaftlicher Dimension Quelle allen Übels sei, ist absurd. Da stimme ich Spark zu: Wer sowas behauptet, sucht nur einen Sündenbock.

M. Cremaster
08.11.2006, 18:56
Abgesehen davon ist die volkswirtschaftliche Argumentation in dem Zusammenhang auch lächerlich. Die Menge derer, die sich im fortgeschrittenen Alter ein Studium antun wollen und leisten können, dürfte verschwindend gering sein. Die Behauptung, daß eine marginale Gruppe, deren Anteil an der Stundentenschaft höchstens im Promillebereich liegt, irgendwie in volkswirtschaftlicher Dimension Quelle allen Übels sei, ist absurd. Da stimme ich Spark zu: Wer sowas behauptet, sucht nur einen Sündenbock.

Hab auch recht spät mit Humanmed angefangen, im zarten Alter von 29. Davor Ablschluss als Dipl Ing FH, 3 Jahre gearbeitet + 2 Jahre während Studium (steuerpflichtig 30 Wochenstunden).

Wenn die volkswirtschaftliche Vertretbarkeit eines Zweitstudiums hinterfragt wird, kann das nicht nur nach der Gesamtdauer beider Studiengänge beurteilt werden. Im Gegenteil, wer sagt denn dass ich durch diese Entscheidung meinen "Nutzen für die Volkswirtschaft" in Summe nicht sogar erhöhe?

Eckhart
05.02.2019, 17:37
...daß er seinen Kindheitstraum verwirklichen will, aber es wäre schon nicht schlecht, wenn er eine Alternative wie z.B. Gasthörerdasein akzeptiert. Damit wäre allen gedient, oder?


Ich hole diesen uralten Thread mal wieder hoch, weil "Feuerblick" nicht irgendwer ist und Aussagen von jemandem mit knapp 30 Tausend Beiträgen schon einen gewissen Gehalt haben sollten!

Zum Überbrücken und für den Fall, dass ich dauerhaft vielleicht keinen (Human)medizin-Studienplatz bekomme, habe ich mich an mehreren deutschen Unis nach einer Gasthörerschaft für Humanmedizin erkundigt. Übereinstimmend wurde mir gesagt, dass nicht nur die Uni, bei der ich gefragt habe, sondern ALLE öffentlichen deutschen Unis ganz generell KEINE EINZIGE Veranstaltung im Bereich Humanmedizin für eine Gasthörerscahft zugelassen haben. Medizin ist absolut "closed shop"! Ausnahmen werden evtl. z.B. für Pharmaziestudenten gemacht, die einzelne Vorlesungen hören möchten.

Von außen, ohne fachnah eingeschrieben zu sein, no way!

@Feuerblick: An welcher Uni gibt es denn die von Dir vorgeschlagene Gasthörerschaft für (zu) alte Bewerber, die niemand jüngerem den Platz wegnehmen sollen? (Die Meinung ist in dem Quellthread unzweideutig zu erkennen)

Gruß, Ecki

Feuerblick
05.02.2019, 18:18
Warum so aggressiv? Habe ich irgendwo behauptet, dass offizielle Gasthörerschaft möglich ist? Und wenn, habe ich 200x behauptet, dass es 2019 möglich sein soll? Wäre mir neu...
Setz dich halt in Vorlesungen (kontrolliert kein Mensch!) und hör dir an, was da passiert. :-nix
Und hör auf, hier Threadleichen zu fleddern! :-meinung

Btw: Ich stehe dazu, dass jemand mit 50 oder älter kein Medizinstudium mehr beginnen sollte. Bis das Studium nebst PJ beendet ist, winkt schon die Rente. Das steht echt in keinem Verhältnis zu den Kosten, die das Studium verursacht.

Matzexc1
06.02.2019, 09:05
Mit der neuen Abschaffung der Wartezeit erledigt sich das Thema sowieso.

Eckhart
06.02.2019, 17:21
Mit der neuen Abschaffung der Wartezeit erledigt sich das Thema sowieso.

Das sehe ich überhaupt nicht so und zwar aus folgenden Gründen:

1. Die IB-Quote (Talentquote/Eignungsquote) eröffnet einer ganz neuen Personengruppe das Studium

Krankenpfleger, etc. die im 3x oder 4x Alter ihr Abitur z.B. in Abendschule nachholen, aber keine 1,irgendwas erzielen, können sich nun direkt bewerben! Früher hatten sie nicht den passenden NC und noch lange nicht genügend Wartesemester hierfür.

2. Die Vorabquoten wurden auf 20% aufgepumpt und können von den Ländern tlw. mit "beruflich qualifizierten" belegt werden.

Diese Personengruppe sind auch eher ältere Bewerber.

3. An der Zweitstudienquote ändert sich nichts.


50 und drüber wird wohl eher eine sehr seltene Variante sein, aber bei 4x könnten es durch 1. und 2. eher mehr als weniger werden!

Gruß, Ecki

Matzexc1
06.02.2019, 18:23
Hallo Ecki ,

Zu 1:
Das wird eher was für die von 20-30 jährigen werden. Ab 30 sind die meisten bereits mit Familie, und Sesshaftigkeit beschäftigt, für mich ist auch die Frage wieviele dann wirklich noch ein Studium machen wollen das 6 Jahre dauert.
Für mich ist es auch fraglich ob am Ende die Abinote nicht auch hier die große Rolle spielt.

Zu 2:
Wieviele Länder werden sich die Mühe machen, vor allem wo gewisse Berufsgruppen ähnlich stark fehlen wie die Ärztinnen und Ärzte? Die Universitäten haben im AdH auch meist nur die Abinote gelten lassen, obwohl hier einiges möglich gewesen wäre.

Wer gilt am Ende als beruflich qualifiziert? Wurde dazu etwas definiert?

Grüße

Jul4ik
07.04.2019, 19:27
Hallo Ecki ,

Zu 1:
Das wird eher was für die von 20-30 jährigen werden. Ab 30 sind die meisten bereits mit Familie, und Sesshaftigkeit beschäftigt, für mich ist auch die Frage wieviele dann wirklich noch ein Studium machen wollen das 6 Jahre dauert.
Für mich ist es auch fraglich ob am Ende die Abinote nicht auch hier die große Rolle spielt.

Zu 2:
Wieviele Länder werden sich die Mühe machen, vor allem wo gewisse Berufsgruppen ähnlich stark fehlen wie die Ärztinnen und Ärzte? Die Universitäten haben im AdH auch meist nur die Abinote gelten lassen, obwohl hier einiges möglich gewesen wäre.

Wer gilt am Ende als beruflich qualifiziert? Wurde dazu etwas definiert?

Grüße

Zu der Frage, wer als beruflich qualifiziert gilt, kann ich nur sagen: ich studiere als beruflich qualifizierte, sprich habe kein abitur und habe meine hochschulzugsngsberechtigung via anderer qualifikationen erworben (unter anderem ausbildung und berufserfahrung im medizinischen bereich)
Lg

Filia_Boehme79
21.03.2020, 14:33
Ich denke nicht das es zu Spät ist Mediziner zu werden oder das Du länger brauchst als ein 25 Jähriger. Ich traue Dir das zu.
Die frage ist ob du die Zulassung bekommst wenn Du fertig bist. Erkundige dich doch zuerst ob das möglich ist.