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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intubationsübungen



Neujahrsrakete
25.02.2004, 18:02
Hallo,

ich wollte mal gerade in die Runde rein fragen, wer das mit dem Intubieren schon kann und vorallem: wie waren Eure ersten Versuche?
In meiner Anästhesiefamulatur (läuft seit letzter Woche) hatte ich heute die erste Möglichkeit, die Intubation selbst zu machen/ zu versuchen. Aber beim Vorschieben des Laryngoskops habe ich irgendwie Muffensausen bekommen, etwas kaputt zu machen und habe nach kurzem "Stochern" und Suchen der Epiglottis den Versuch erstmal abgebrochen.
Wie war es bei Euren ersten Versuchen? Einerseits braucht man Kraft zum Intubieren, andererseits sollte man ja nicht mit roher Gewalt vorgehen.

Lava
25.02.2004, 18:18
Jeder erste Versuch wird so ähnlich ablaufen, schätze ich... bei meiner ersten Naht - gestern - hab ich auch gezittert wie nie zuvor in meinem Leben. Da hilft nur eins: Angst verlieren und weiterprobieren.

Aber speziell zum Intubieren gibt es doch so Übungspuppen! Kommt man da nicht irgendwie ran zum Üben?

Alles wird gut
25.02.2004, 18:40
Die ersten Versuche gehen auf jeden Fall nicht ganz so einfach, wie es bei den anderen ausschaut! ;-)

Man muss halt soviele Kleinigkeiten bedenken: Wie man die Zunge am Besten beiseiteschiebt, wie man vermeidet die Epiglottis aufzuschaufeln, gleichzeitig den Kopf (des Patienten!) schön überstreckt und vor allem immer in die richtige Richtung zieht und nicht die Zähne abhebelt! :-))

....und genau das lernt man an den Puppen mal überhaupt nicht!

:-meinung

harlekyn
25.02.2004, 19:15
Also ich habs erst mal in der Theorie gemacht und die Praxis sah dann so aus: Oberarzt: Heude du gucken, Morgen du machen! Das Morgen war dann ne Stunde später und wenn mal gerafft hat, dass wenn man mit Sinn und Verstand schafft, man nix kaputt machen kann!
Also immer schön vorsichtig einführen, nicht hebeln, Stimmbänder anvisieren und dann rein damit... :-top :-D
:-meinung

Passt scho...

lore
25.02.2004, 19:48
ich hab da auch erst wenige live-versuche hinter mir, aber ich denke schon, daß das üben an den intubier-übungsköpfen nicht ganz sinnlos ist, allein schon, um sich dran zu gewöhnen, was man in welcher hand hat.

flatliner
25.02.2004, 22:08
Also bisher hab ich das nur am Phantom geübt - da klappte das super! Bei den ersten drei Malen hab ich der Puppe bloß die Zähne "gebrochen". Aber die sagten mir auch, dass die sehr empfindlich sind...

DocMcCool
25.02.2004, 23:29
na, bei Dir will ich mich aber nicht intubieren lassen. Die Zähne brauch´ ich noch ein bißchen...

Ich wollte mal im Präp-Saal fragen, ob die was dagegen haben, dort an den Leichen zu üben. Hab´s aber noch nicht durchgezogen.

Auf die Idee brachte mich damals in meinem Präpkurs ein Student, der ja schon sooo weit war und wohl für irgendein Examen die Sache noch mal üben wollte.


Hat hier jemand das schon mal probiert?

flatliner
25.02.2004, 23:47
@ DocMcCool:

Na - das war doch nur bei den ersten Versuchen...

Gute Idee, die du da hast eigentlich! Ist die Frage ob die, die das zu Entscheiden haben das auch so sehen.

DocMcCool
26.02.2004, 00:08
keine Ahnung, aber fragen kostet ja nichts...


bei den Schwaben hier weiß man nie: oft ist man sehr willkommen und alles ist überhaupt kein Problem, dann ist wieder alles mögliche echt schwierig durchzusetzen, also bürokratisch!

Rico
26.02.2004, 11:03
Zuerst war dieses Rumgestochere an den Phantomen... das taugt eigentlich nur um den Ablauf zu üben, die Intubation bei denen is eiegntlich ja nicht so schwer - mag sein, daß es daran liegt, daß die schon wegen ihres betagten Alters und der vielen Generationen an Studenten, die sich schon an denen versucht haben , so eine richtige "Schleifspur" den Weg zur Glottis anzeigt :-D
(Ungefähr so wie bei den Rea-Puppen, die alle schon schwarze Flecken am Druckpunkt haben).

Meine erste Intubation war dann eine zahnlose ältere Dame mit Malampati I und McCormick I .... das hat ganz gut geklappt....

Bei der ersten mit Zähnen hat der Oberarzt der Patientin dann einen Pflasterstreifen über die überen Schneidezähne geklebt
:-D
Sind aber auch alle dringeblieben.

Im Endeffekt is es wie Blutabnehmen. Am Anfang is es nicht so einfach, aber die Übung macht's! :-top

DocMcCool
26.02.2004, 14:09
Ähnlich heikel stelle ich mir die ersten Versuche bei Liquorpunktion oder Knochenmarkaspiration/-Stanze aus dem Becken vor (O-Ton AIPlerin: "Hm, das war aber tief bei dieser Osteoporose-Oma...").

Irgendwann ist eben immer das erste Mal. Und das haben wir doch alle bis jetzt immer überlebt.

Neujahrsrakete
26.02.2004, 22:14
Heute hats hingehauen mit der Intubation.
Nachdem ich den ersten Tubus gekonnt im Ösophagus versenkt hatte, lag er beim nächsten Versuch dann in der Luftröhre.
Zähne bei den Patienten sind auch noch alle dran.
Weitere Versuche folgen..................oh mannnnnn, das sieht so leicht aus, wenn ein Anästhesist das macht................