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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine Lebensentscheidung



Haru
14.03.2004, 20:30
Hallo zusammen, es würde mich freuen, wenn Ihr euch etwas Zeit nehmen würdet, um meinen Beitrag zu lesen, denn ich wüsste gerne Eure Meinung dazu :

Ich studiere im ersten Semester Medizin, habe gerade Semesterferien, habe von vier Klausuren drei bestanden, von zwei Anatomie Testaten eines bestanden.
Seit meiner Zivi Zeit war es immer ein Wunsch von mir Medizin zu studieren, um Arzt zu werden, auch wenn in der Schule die Naturwissenschaften nicht meine große Stärke waren, sondern sehr stark die Sprachen und Fächer wie Politik und Geschichte, wofür ich mich auch Privat sehr interessiere. Ich habe mir einfach gedacht, dass das Arztwerden nicht an den Naturwissenschaften scheitern kann und hatte mir vorgenommen, die Vorklinik mit Fleiss und Motivation zu bestehen, um dann in der Klinik den etwas angenehmeren Teil der Medizin kennen zu lernen.
Seit geraumer Zeit kommen allerdings erste Zweifel auf, ob ich dieses Studium überhaupt will, ich finde nämlich das Lernen für die Naturwissenschaften ziemlich anstrengend, wenn nicht sogar sehr sehr langweilig, es gibt kaum einen Tag, an dem ich mich konzentrieren kann, ohne an meine Zweifel zu denken. An dem Ziel, Arzt zu werden hat sich nichts geändert, vielmehr erscheint mir der Weg dorthin sehr fragwürdig und die Befürchtung, dass es in der Klinik nicht besser wird, bestärkt meine täglichen Zweifel umso mehr...

Jetzt will ich mich auch beim Auswärtigen Amt für den sogenannten Diplomatischen Dienst ( Laufbahn : gehobener Dienst ) beworben, habe im Laufe des Medizinstudiums diverse Infos gesammelt, Veranstaltungen besucht, und letzte Woche erfahren, dass ich ab Oktober 2005 einen Platz kriegen könnte, wenn ich das Auswahlverfahren bestehe. Kurz zur Erklärung : Diese Ausblidung umfasst ein Fachhochschulstudium - drei Jahre mit Schwerpunkten in Recht, Wirtschaft, Politik und Sprachen mit Praktika usw. - später arbeitet man an Botschaften, oder der Zentrale etc. )
Ich bin natürlich jetzt vollkommen hin und her gerissen, was ich machen soll, das Medstudium hinschmeissen, und nach Berlin gehen ( wäre aber erst Oktober 2005 ) oder diese einmalige Chance sausen lassen und lieber Arzt werden, in einer Ausbildung von über sechs Jahren...
Meinem Umfeld habe ich davon noch gar nichts erzählt ( auch nicht meinen Eltern ), da alle davon ausgehen, dass ich mal ein "Herr Doktor" werde, was ja nichts schlechtes ist, aber meine Interessensgebiete nicht vollständig abdeckt.
Vielleicht mache ich mir auch nur Illusionen, wenn ich sage, dass ich zwar Arzt werden will, aber den Weg bis dahin als sehr unangenem empfinde, möglich , dass ich auch vom Arzt-sein enttäuscht sein werde, genauso wie vom bisherigen Studium.
Was meine Fähigkeiten betrifft, wäre ich im Auswärtigen Amt wohl besser aufgehoben, auch wenn ich Zweifel habe, mein sehr gutes Abi einfach so für ein FH-Studiun zu "verschenken".
Ich habe mir auch schon überlegt, erstmal mit Medizin weiterzumachen, weil ja auch nicht feststeht, ob ich für das andere genommen werde, aber einfach so ohne Ziel zu studieren ist mir auch zu doof.

Ich weiss einfach nicht mehr weiter, wie ich diese "Lebensentscheidung" handhaben soll, ich liege stundenlang im Bett wach und grübele vor mich hin, schreibe pros und contras auf, aber ohne Ergebnis - beides hat seinen Reiz - die einzige Angst, die ich habe, ist von der Medizin enttäuscht zu werden, was beim Auswärtigen Amt nicht so wäre, da bin ich einfach dichter bei den Themen.

Würde mich sehr über eure Meinungen und vielleicht auch Ratschläge freuen...

Alexs
14.03.2004, 21:16
Also am Weg dahin Arzt zu werden sollte es nicht scheitern, man muss das halt hinter sich bringen, und für das Medizinstudium muss man halt sehr viel lernen, auch Dinge die einen vielleicht nicht interessieren, ist ja in der Schule auch so, da ist das Ziel das Abitur ;)
Aber im Grunde kann ich oder wohl auch die Anderen das jetzt nicht so beurteilen, ich hab vom Botschafterdasein nicht soviel Ahnung, aber vielleicht ist das auch nicht so toll, und läuft in der Realität nicht wirklich so ab wie du vielleicht denkst.
Man sollte immer das Sprichwort vor Augen haben: "Es ist nicht alles Gold was glänzt"
Aber wenn du wirklich darüber informiert bist, und auch weisst dass Botschafter 100%ig das Richtige für dich ist, dann würde ich es an deiner Stelle doch dem Medizinstudium bevorzugen.

Pascal
14.03.2004, 21:35
Im Endeffekt kannst eh nur du das entscheiden. Aber mal meine Gedanken zu der Sache.

Du sagst selbst, das die Naturwissenschaftlichen Sachen zu lernen dich langweilt. Sicherlich ist das kein absoluter Hinderungsgrund. Ich kenne zwar eure Chemie, Bio und Physik Kurse nicht aber ich behaupte einfach mal, das sie eh nicht viel mit dem späteren Beruf oder dem Studium zu tun haben. Von daher kann man sich da getrost durchbeisen wenn man da schwächen hat. Die Sache bei dir ist nur das du sagtst das es dich langweilt. Man muß nun schon sagen das die Art des lernens auch später eher in Richtung Naturwissenschaften geht, und auch das Wissen was du später brauchst ist je nach Fachrichtung eher in diese Richtung angehaucht. Von daher kann man sich schon fragen ob es wirklich das richtige für einen ist. Womit ich dir aber nicht sagen will, daß es nix für dich ist.

Was die Andere Schiene angeht. Wenn dich das interessiert, warum nicht? Das hört sich eigentlich gar nicht schlecht an, und ich würde nicht von auf der FH sein Abi verschwenden reden, besonders nicht wenn es direkt vom Auswärtigen Amt ne Art Kombi Ausbildung ist. Und ne Laufbahn in Richtung Staatssekräter ist ganz schön was nettes. Es gibt da Jungs die in einigen Ministerien seit den 60ern sitzen. Die haben einige Regierungen kommen und gehen sehen und sind da geblieben. Minister kommen und Gehen Staatssekretäre halten die Zügel in der Hand. Das war immer so und wird sich auch nicht ändern.

Aber mal ganz im Ernst. Wenn dich das interessiert und du dich durch das Studium quälen müstest (jetzt mal überspitzt) dann würd ich mir die Sache gut überlegen.

Haru
14.03.2004, 22:11
Danke für die ausführlichen Antworten, vielleicht sollte ich dazu noch sagen, dass man mit dieser Ausbildung und diesem Studium nicht zum Botschafter ausgebildet wird, sondern primär zu einer Art ständigem Vertreter des Botschafters. Natürlich kann man nach einer gewissen Zeit, meist nach 10-15 Jahren zum Botschafter - vielleicht mit viel Glück - auch zum Staatssekretär aufsteigen, aber primär ist das nicht so gedacht - das ist mir aber klar, stört michauch nicht...

Aber es ist schon so, dass ich diese Entscheidung selber treffen muss, dachte nur, dass ihr das ganze vielleicht von einer anderen Seite seht, oder ich was nicht bedacht habe, deshalb meine Schilderung hier...

schönen abend noch

ehemalige Userin 24092013
14.03.2004, 22:30
Deine andere Alternative würde ja erst zum Oktober 2005 losgehen, wie wärs, wenn Du Dir dann einfach das zweite oder auch dritte Semester noch anschaust und die Geschichte mit dem Diplomatischen Dienst nebenher laufen lässt?

Wenn Dir das Studium dann ganz gefällt, kannste das weitermachen oder Du lässt es dann und studierst was anderes.

Manchmal braucht man einfach n bissle länger, um sich vollkommen sicher zu sein...oder auch mal das Einschlagen eines "falschen" Weges.


Gruss Kaddel

Feuerblick
14.03.2004, 22:46
Genau das hätte ich auch vorgeschlagen. Ist doch egal, ob du ohne konkrete Beschäftigung vor dich hindümpelst oder ob du einfach weiterstudierst ohne konkretes Ziel. Vielleicht nimmt dir alleine der Gedanke "In eineinhalb Jahren ist es vielleicht vorbei" einiges vom momentanen Druck, dieses Studium machen zu müssen. Und naja, das Studium ist eben ein kleines bißchen nervig und trocken, aber glaub mal nicht, daß Jura und Politik so rasend spannend sind... Interesse hin oder her, aber auch das staubt beim Lernen.
Anders gesagt: Mit der Entscheidung, erst mal weiter zu machen und abzuwarten, wie es mit einem Platz in diesem Studiengang wird, vergibst du dir auf keinen Fall irgendeine Chance.
Allerdings würde ich dir raten, mit Freunden (die dich besser kennen als wir) und vielleicht auch mit deinen Eltern (auch die kennen dich besser) über deine Pläne und deine Gedanken zu reden. Sie können dir vielleicht ein paar Pros und Contras nennen, die du übersehen hast und die hier keiner sehen kann, weil wir dich nicht kennen....

Pascal
14.03.2004, 22:53
Seht ihr, hatte ich gar net bemerkt, das da noch Zeit ist.

micca
14.03.2004, 23:15
ich bin der meinung, man sollte seinem herzen folgen. nur du weisst, was du gerne machen möchtest. ich habe die erfahrung gemacht, dass man sich oft von leuten, die man schätzt, zu sehr beeinflussen läßt und man dann geneigt ist, etwas zu machen/ "durchzuziehen", obwohl man längst spürt, dass das eigentlich nicht das richtige ist.
ich habe ja 4 jahre eine ingenieurwissenschaft studiert und war dabei sehr erfolgreich, aber es mich hat so sehr gelangweilt und ich habe mich so sehr durch die prüfungsvorbereitungen gequält. heute ärgere ich mich, daß ich nicht eher gewechselt habe.
ich wünsche dir den nötigen mut, eine entscheidung zu treffen, die dich glücklich macht. viel erfolg.

micca

airmaria
15.03.2004, 01:53
Ich löse so etwas immer gerne mit den extremen Möglichkeiten:


a) Du traust Dich nicht, das Studium aufzugeben:

1. Du schaffst es aber auf lange Sicht nicht und musst es irgendwann abbrechen: ewige Vorwürfe und Nachtrauern um die verpasste Chance wären die Folge

2. Du beendest das Studium, aber der Beruf macht Dir nachher keinen Spaß: wie 1.

3. Das Studium und der Medizinberuf sind o.k., aber Du zweifelst immer noch, ob das andere bessere gewesen wäre


b) Du entscheidest Dich für die Ausbildung
(machst natürlich bis zum Beginn mit dem Studium weiter, für eventuelle Sinneswandel, auch spätere)

1. es läuft so, wie Du es Dir vorstellst

2. es ist blöd: Du kannst immer noch das Medizinstudium wiederaufnehmen


Die Lösung ist eindeutig!

"Mary" airmaria

shanti
15.03.2004, 10:28
Also ich selbst stand auch mal vor einer etwas ähnlichen schwierigen Situation, und von daher kann ich es nur zu gut nachvollziehen, dass Du Dich mit der Entscheidung herumquälst und grübelst und gerne andere Meinungen hören möchtest.
Jedoch würde ich Dir auch raten, auf Deine "innere Stimme" zu hören - sofern Du sie im Moment denn auch hören kannst, und nicht zu aufgewühlt bist... :-))
Stelle Dir beide Alternativen am besten auch immer wieder ganz genau bildlich vor, versuche Dich richtig hineinzuversetzen, und fühle, womit Du Dich wohler fühlst, was Dein sehnlicher Wunsch ist, was Dich begeistert.
Überlege natürlich aber auch realistisch, etwa ob Dir die Fächer liegen, ob Du eine Chance hast, angenommen zu werden, und gib Deinen Studienplatz nicht früher auf, als nötig - sofern Du Dich dagegen entscheidest - denn Du könntest Dich vielleicht doch noch mal umentscheiden...
Ich wünsche Dir eine gute Entscheidungsfindung!

Leelaacoo
15.03.2004, 14:56
Hallo.
Es ist allgemein so, daß viele nach den ersten Semestern zweifeln, ob es überhaupt Sinn macht, sich da durch zu quälen...ich wollte sogar noch nach dem Physikum abbrechen...
Das kann verschiedene Gründe haben:
1. Du schreibst, du hättest ein sehr gutes Abi. D.h. du bist daran gewöhnt, einer der Besten zu sein und nun triffst du im Studium auf Probleme (Klausur nicht bestanden, Fächer liegen dir nicht, andere sind besser etc.) Das kann ganz schön am Selbstbewußtsein zerren, v.a. wenn man sich vorher über seine Leistungen definiert hat. wenn das so ist, laß dir gesagt sein: Nicht alle Überflieger im Studium sind dafür geeignet, später am Patientenbett zu stehen, viele Ärzte, die ich persönlich bewundere und für sehr fähig halte, sind teilweise ducrh mehrere Staatsexamina geflogen...es ist also sekundär. Du könntest trotzdem ein guter Arzt sein.
2. Naturwissenschaften: sind öde....vor allem im ersten Semester. Aber mit dem Präpkurs kommt das Interesse häufig von selbst und sogar Biochemie kann man manchmal noch was abgewinnen, wenn man es von der klinischen Seite aus betrachtet. Durchbeißen kann man sich immer, und wenn man noch nie Reaktionsgleichungen verstanden hat (siehe mich). Und ich kann nur sagen: In der Klinik wirds eindeutig besser!
3. Man ist sich unsicher, ob der Beruf für einen geeignet ist. Das kannst du aber nur herausfinden, wenn du schon ziemlich weit bist, denn gerade Famulaturen bieten dir einen kleinen Einblick, aber davor kommt nun mal die Vorklinik. Das Pflegepraktikum ist zwar auch im Kh, aber ich finde, die ärztliche Sicht der Arbeit mit dem Patienten kann man da nur sehr schwer einschätzen...trotzdem...ich würde dir empfehlen, dein Pflegepraktikum noch zu machen (hast ja noch Zeit) um wenigstens die Atmosphäre und die Arbeit kennenzulernen. Vielleicht fällt dann für dich die endgültige Entscheidung dafür oder dagegen. Außerdem, wenn du weitermachst, brauchst du das Praktikum sowieso und wenn nicht, schadet es deinem Lebenslauf sicher nicht.

Aber keine Angst vor Entscheidungen, schließlich sollst du ja mind. 30 Jahre in einem Beruf arbeiten, da ist das Studium sowieso sekundär.

LG Lee

Haru
15.03.2004, 18:21
Also bei den meisten Punkten hast du schon Recht. Ich habe mein Pflegepraktikum schon absolviert, es war auch ein Grund für mich Medizin zu studieren...soviel dazu.

Im Moment tendiere ich dazu, erstmal weiterzumachen, mich aber trotzdem für das andere zu bewerben und abzuwarten...

Nur komme ich mir dabei etwas komisch etwas zu studieren, was vielleicht nur zweite Wahl für mich ist, und was ich vielleicht sowieo mal abbrechen werde...Das befördert nicht gerade die Motivation, auch für die Nachschreibeklausuren zu lernen

Und bei den Naturwissenschaften ist es ja so, dass die nie wirklich enden auch nicht in der Klinik, eine gewisse Begeisterung muss dafür denke ich im Beruf auch dabei sein - und die fehlt bei mir

Dein Argument, immer gewohnt zu sein, zu den besten zu gehören, spielt da sicher mit hinein, und gerade im Bereich der Naturwissenschaften werden ich wohl immer zu den "Versagern" gehören, wohingegen ich bei dem anderen bestimmt besser wäre.

Feuerblick
15.03.2004, 18:51
Da kann ich dich nun wieder beruhigen! Das, was du an Naturwissenschaften später wirklich brauchst, ist so wenig, daß du dir da keine Sorgen machen mußt. Reaktionsgleichungen und Co. kannst du getrost vergessen und nur wenige Ärzte können dir den genauen Wirkmechanismus eines Medikamentes erklären oder genau auf Anhieb sagen, wie man nun bestimmte Dinge im Labor untersucht. Also, dieses Argument gegen das Studium zählt nicht!

Poro
16.03.2004, 07:59
... wenn man das so liest, hat man das Gefühl, dass du innerlich deine Entscheidung schon selber getroffen hast und zwar, dich lieber dem Auswärtigen Amt zu widmen. Vielleicht musst du es dir selber nur noch richtig bewusst machen. Du hast ja schon selber sämtlich Vorteile von dem FH aufgezählt. Und es scheint dich ja nun wirklich sehr zu interessieren.

Viel Glück bei der Entscheidung!

Leelaacoo
16.03.2004, 08:39
Jup, ich denke auch, du hast dich innerlich schon entschieden. Aber selbst wenn du abbrichst, hast du ja trotzdem noch die Möglichkeit zurückzukehren, wenn du es dir anders überlegen solltest...und verschwende ja keine Gedanken an andere, die vielleicht von dir erwarten, Arzt zu werden. Was hast du denn davon? Ich habe selbst im Freundeskreis jemanden gehabt, der sich durchgequält hat weil die Erwartungen von außen kamen...das ist leider sehr sehr traurig ausgegangen...und das ist es nicht wert, Medizin ist auch nur ein Beruf und du solltest den wählen, mit dem du glücklicher bist...nicht andere, die sehen häufig nur die Prestige und nicht die innere Einstellung, die man ja zweifelsfrei für jeden Beruf braucht.
Also, viel Glück bei Allem...LG Lee

Haru
16.03.2004, 18:29
Um ehrlich zu sein, habe ich noch keine Entscheidung getroffen, aber mein Gemütszustand ist folgender :
Es steht 50,5 % zu 49,5 % für das Auswärtige Amt, ich habe also noch nichts offen entschieden.
Ich habe sogar heute erst für die Chemie Nachschreibeklausur gelernt, auch wenn ich mich nicht besonders gut konzentrieren konnte. Denn da kamen wieder zwei Gefühle in mir hoch :
Einnerseits : du willst Arzt werden, zieh diese blöden Naturwissenschaften durch! und
Andererseits : deine Fähigkeiten liegen eigentlich woanders, warum verschwendest du dein Talent was du für Sprachen, Geschichte und Politik etc. hast.

Im Moment ist es glaube ich so, dass mein Kopf sagt : Medizin, das ziehst du schon durch, die Vorklinik kann man locker überstehen und bestehen, und mein Herz sagt : AA, das passt besser zu dir, damit werde ich glücklich...

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mich einfach nicht von der Vorstellung trennen will, Arzt zu werden...

Danke nochmal für die vielen Antworten !

Chrissie
17.03.2004, 19:56
Hey...
vor gut zwei Jahren stand ich vor einer ähnlichen Entscheidung- damals hatte ich mich für ein Studium in Berlin entschieden mit dem Ziel im diplomatischen Dienst des Auswärtigen Amtes zuarbeiten. Nach einem Semester VWL, Poltik, Völkerrecht, Englisch usw. habe ich mich dann für die Medizin umentschieden. Für die Diplomatenausbildung braucht man ein abgeschlossenes Hochschulstudium- egal welches... also hast du auhc mit Medizin die Chance im diplomatischen Dienst zu arbeiten (okay, es wird wohl nicht so leicht, sich gegen die Juristen, BWLer usw. durchzusetzen... aber trotzdem) und auch z.B. über die Weltgesundheitsorganisation hast du die Möglichkeit in der internationalen Politik mitzumischen... vielleicht sollst du auch etwas anderen Varianten des Arztberufes mal überlegen...

außerdem gibt es viele Simulation von UN-Sitzungen &Verhandlungen (z.B. in Berlin diverse model united nations conferences) wo man schon mal einen Einblick in die oft tagelangen Verhandlungen und die Problematik der Diplomatie bekommt... viellciht findest du da ja was in deiner Nähe

viel Erfolg bei deiner Entscheidung

liebe Grüße
Chrissie