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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich verzweifle...



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TomB
03.08.2004, 11:42
Wie versprochen hier der erste Erfahrungsbericht: Ich hatte mich vor 2 Wochen an einer Uni (im Süddeutschen) für Anästhesie beworben und gestern mein Vorstellungsgespräch... War sehr nett. Und zu meiner Überraschung: Sie nehmen mich, wenn die Verwaltung die Stelle genehmigt... :-blush Ich bin völlig unbedarft und unvornereitet ins Gespräch gegangen, die OÄ waren alle sehr nett und ehrlich, was die Arbeitsbelastung angeht.
Jetzt werd ich mich noch an anderen Häusern (nicht-universitär) bewerben.

Allen anderen auch viel Erfolg

dennis28
14.08.2004, 20:11
Die nächste Woche ist die letzte meiner PJ-Zeit und insofern will ich auch mal noch schnell meinen Senf dazugeben :-meinung ... PJ an einem Lehrkrankenhaus mit 500+ Betten machen, wo man sich gegenseitig noch kennt... sich einigermassen schlau anstellen :-)) ... Unterricht bei den Chefs haben... wenn möglich, alle Tertiale dort machen... am Ende hat man zu so vielen Leuten Kontakt gehabt, ihnen vielleicht auch gesagt, dass man gern bleiben würde... wenn alles perfekt läuft, ist eine Bewerbung dann mehr oder weniger noch Formsache... notfalls vielleicht auch zuerst in einer anderen, grösseren Abteilung... Innere etc. ... wenn man erstmal im Haus ist, hat man doch beste Voraussetzungen, letztlich dort zu landen, wo man hin möchte. Nur mal so als Grundprinzip... also bei mir lief es in etwa so und bei vielen anderen jungen AIPs und Assistenten dort ähnlich.

Blöki
28.08.2004, 14:24
Hallo Merve,
hast du schon mal - zumindest als Uebergang - an Daenemark gedacht?
Ich mache gerade in Kopenhagen in der Paediatrie Famulatur und bin total begeistert von der guten Stimmung ohne Hierarchien, den humanen Arbeitszeiten und von der problemlosen Vereinbarkeit von Kindern + Beruf fuer Frauen, so dass das 2. X-Chromosom eben nicht zum Nachteil wird.
Kopenhagen ist wohl nicht so ganz dein Einzugsbereich, aber wenn du im Sueden Daenemarks arbeiten wuerdest, koenntest du auch gut noch in Flensburg oder Schleswig wohnen!
Ich hab mich vor ein paar Monaten mal spontan in Sønderborg bei den Paediatern vorgestellt, weil das mit den e-mail-Anfragen nicht so recht zu klappen schien, und die waren super nett da. Der Chefarzt hat sich gleich Zeit fuer mich genommen, sich skandinavien-typisch nur mit Vornamen vorgestellt und hat u.a. erzaehlt, dass schon einige deutsche Aerzte dort arbeiten und er auch gerne noch mehr einstellen wuerde.
Ich drueck dir die Daumen, egal wo...
Viele Gruesse von Blöki!

nightingale
29.08.2004, 08:03
Hallo Blöki,
wie läuft das denn sprachlich, reicht englisch? Ist dänisch schwer zu lernen (ein bißchen ähnelt es ja dem deutschen...)?
Danke schon mal für deine Antwort :-bee

Blöki
29.08.2004, 09:12
Hallo nightingale,
auch wenn´s jetzt ganz schoen vom eigentlichen Thema abschweift (sorry an alle anderen!):
Theoretisch reicht englisch, weil das alle perfekt koennen und auch bereitwillig uebersetzen - aber die Sprache hier ist halt daenisch, und daher hat man meiner Meinung nach auch deutlich weniger von der Famulatur, wenn man das gar nicht versteht. (Hier wird viel mehr Wert auf´s Gespraech mit den Patienten gelegt!!)
Ist aber gut machbar! Hab vorher 1 Jahr vhs-Kurse gemacht, das reichte fuer die erste Kommunikation hier, und jetzt wohn ich in einer daenischen WG, da lernt man´s super schnell.
Viele Gruesse von Blöki!

Merve
19.10.2004, 20:53
Kurze Rückmeldung

Ich bedanke mich für die vielen Tipps, leider haben sie mir bis dato nicht weitergeholfen. Ich bin nun fast 10 Monate auf Stellensuche, die regionale Einschränkung, plus dem Fach plus der Umstellung AiP --> Assistenz waren ein Genickberecher.

Seit 3 Monaten rutsche ich mehr oder minder in eine knackige Depression, in der Zeit habe ich so gut wie nicht unternommen, deshalb mich hier auch nicht zurückgemeldet. Doch ich versuche mich nun wieder zusammenzureissen und erneut durchzustarten.

:-winky

Merve

Die Niere
19.10.2004, 22:07
Hi Merve,

mensch tut mir wirklich leid um Deine Situation, aber vielleicht solltest Du wirklich einmal darübr nachdenken, für ein Jahr etwas anderes zu machen. Mein Wunsch war und ist ja auch die Pädiatrie, jedoch habe ich mich nun endlich dazu durchgerungen erst einmal ein Jahr normale Chirurgie zu machen, um dann in einer besseren Position auf neue Stellensuche zu gehen.

gruesse, die niere

TomB
20.10.2004, 12:38
Auch ich wollte ja hier meine Erfahrung bei den Berwerbungen posten. Hab inzwischen eine tolle Stelle an einer Uni in Ba-Wü bekommen (Anästhesie). Das ist mal ein ganz guter Anfang. Wo es mich später hinverschlägt (Schweiz wahrscheinlich, Niere weiß Bescheid) kann ich noch nicht sagen. Ich schau mich weiter um und halt die _Augen offen. Die Schweizer planen ja weit im Voraus...

TomB
20.10.2004, 12:45
@Merve: Das tut mir wirklich leid für dich. Aber Päd ist momentan wirklich sehr schwierig, was zu bekommen. Die Hälfte meiner PJ-Kollegen will das machen. Wobei die meisten auch was finden, wenn auch weiter weg, so dass ein Wohnugswechsel notwendig ist...

Merve
23.05.2005, 15:53
Ende gut alles gut, ab 1.6 Facharzt sprich Fünf Jahres Vertrag in der Kinder und Jugend Psychiatrie :-)) Könnte seit 4 Tagen die Welt umarmen... :-love

mar7ini
23.05.2005, 21:31
Auch wenn ich mich an diesem Thread bisher nicht beteiligt habe.. ich freue mich so sehr für Dich, Merve! Gratuliere!! :-party

marta

Merve
23.05.2005, 21:52
Danke Marta :-bee

Neely
25.05.2005, 22:40
HILFE!!!! Bekommt man wirklich erst nach so viel Hickhack eine Stelle?!?!

Ich will ab nächsten Herbst Medizin studieren, aber das klingt irgendwie gar nicht gut. Ich will zwar niemals Pädiatrie machen, aber Orthopäde scheint auch verdammt beliebt zu sein. Mich würden aber auch Allgemeinchirurgie und Urologie interessieren.

Eigentlich dachte ich, es würde bald Ärztemangel herrschen, aber das mit den knappen Finanzen der KH schein einleuchtend...wirklich gute Aussichten...als ob ich nicht schon genug um den Studienplatz zittern müsste...

Merve
26.05.2005, 07:38
Es scheint wieder leichter zu werden, mein Problem war: ich bin örtlich gebunden, sprich konnte mich nicht bundesweit bewerben. Dann hätte ich sicher nicht so lange eine Stelle suchen müssen.

Lass dich nicht entmutigen, meine Geschichte war ein kleiner persönlicher Höllentrip einer AiP-fällt-weg-Betroffenen. Meinem gesamten Semester ging es mehr oder weniger so :-winky

blanko
26.05.2005, 16:12
@ Neely

lass Dich davon nicht beeindrucken. Als ich angefangen habe, haben noch alle gefrotzelt, ich könne doch auch gleich einen Taxischein machen. Die Jobaussichten sind im Moment für 6 Jahre im vorraus noch gar nicht abzusehen.

Bengi
18.06.2005, 14:30
@ Neely

Die jobaussichten sind wirklich noch nicht abschätzbar aber es herrscht wie Du schon sagst ein Ärztemangel und ich habe gelesen das bundesweit gesehen 2010 8000-10000 Stellen nicht besetzt sein werden, weil es zuwenig Ärzte gibt die in die Kliniken wollen. Die geschätzten Zahlen von 8000-10000
ergeben sich daraus, wenn schon alle Arbeitslosen Ärzte eine Stelle haben und ob sich das Ruder so schnell umreißen lässt wage ich zu bezweifeln.


Also Kopf hoch und durch !!!