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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das erste Mal im OP - BLACKOUT!



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Leeze
08.04.2005, 19:11
Jetzt noch meine Tipps:
neben gut essen, gut trinken
-durch den Mund atmen (um den Blut-/Zement...geruch nicht zu riechen)
-Bleikittel eng an den Hüften festmachen (so wie Wanderrucksack), dass er nicht so auf die Schultern drückt
-wenn nicht so viel zu tun ist: nicht immer in die Wunde gucken, auch mal "interressiert" woanders hin, z. B. Röntgenbild, Anästhesiemonitor, Instrumententisch
-sich "I will survive" als Ohrwurm angewöhnen und mit den Zehen im Takt wippen
-an was anderes denken, z.B. sich Geburtstags-/Weihnachtsgeschenke für liebe Leute überlegen
-wenn es gehen sollte, sich an den OP-Tisch lehnen, so dass die Beine weniger belastet sind
-zu guter Letzt: sich freuen, dass man noch nicht umgekippt ist!

Erst nachdem ich auf die Art meine Angst überwunden hab, konnte ich mich auf die OPs konzentrieren und mittlerweile bin ich gerne im OP, wer hätte das jemals gedacht

blendi
09.04.2005, 12:53
Ging mir auch schon so. War gleich beim Tag der offenen Tür an der LMU in München. Nach zwei Stunden Führung war unsere Gruppe im Schockraum angekommen (wie sinnig) und dort habe ich dann sehr schnell gemerkt, wie's mir richtig elend wurde. Hab mir dann ein Tisch zum Anlehnen gesucht und mich nurmehr darauf konzentriert in der Senkrechten zu bleiben. Ich weiß von dem, was der Arzt uns über den Schockraum erzählt hat überhaupt nichts mehr. Gott sei Dank habe ich mich dann recht schnell wieder erholt ohne Bodenkontakt aufnehmen zu müssen. :-))

Werwolf
09.04.2005, 21:21
Mein Tip -neben den "Selbstverständlichkeiten" wie ausreichend frühstücken, trinken, evtl Stützstrümpfe (wer´s mag und braucht), ein bißchen auf den Zehen herumwippen, etc. :
grundsätzlich barfuß in die OP-Schlappen steigen! :-)) Dann kann man nämlich während der OP mal kurz den nackten Schweißfuß auf die metallene, wunderbar eiskalte Fußbank :-)) :-) stellen (wenn man denn eine hat...). Das macht wach und fit. Und außerdem hat die Barfußtaktik noch den unschätzbaren Vorteil, daß einem nicht irgendein Schlatz, der während der OP vom Tisch kleckert, die eigenen Socken versaut *schauder, schüttel*. Und so´n bißchen Blut oder sonstiges Zeug auf´m nackten Fuß wasche ich locker flockig ab und find´s nur halb so eklig wie auf der eigenen Socke... :-)) :-meinung

Leelaacoo
09.04.2005, 21:27
Bähäh...igittigitt...dir ist Blut auf nackter Haut lieber als auf OP-Socke??? Hmm...weiß nicht...und eure Fußbank ist immer schön unbeblutet (welch ein Wort...muß ich mir merken :-D )?

Ganz abgesehen von Fußmief :-)) (hat ja nicht jeder, aber wer weiß.... :-D )

LG Lee

Smibo
09.04.2005, 21:35
Hehe, mein MKG Prof meinte in der Einführungswoche für das Examenssemester, dass diese bei der MKG Famulatur im Op gut frühstücken sollen weil 30% der Leute umkippen. Hat sicherlich nichts mit dem Ekel zu tun oder sonstwas nur das lange stehen von einigen Stunden können einige nicht durchhalten. Still stehen Haken halten und das für Stunden....

schorsch_uni_rgsb
10.04.2005, 10:13
gott sei´s gedankt, ich darf beim arbeiten sitzen(zahni)*g*

Loish
10.04.2005, 18:14
gott sei´s gedankt, ich darf beim arbeiten sitzen(zahni)*g*

RAUS hier! :-))

T4N3M1
11.04.2005, 23:50
gott sei´s gedankt, ich darf beim arbeiten sitzen(zahni)*g*

acho so, also kein anästhesist...

Notdoc
12.04.2005, 16:57
Bei meinem OP Praktikum in der RS Ausbildung während des Zivis war es bei mir auch mal kurz vor der Horizontalen.
Da kam aber auch alles zusammen.
Im Winter um halb sieben, natürlich ohne zu Frühstücken mit dem Fahrrad den Berg rauf in die CRONA (Studis im Süden wissen wo ;-)). Dann flott ins warme, umziehen und in den OP. Bei der ersten Einleitung, als der Kreislauf erstmals zur Ruhe gekommen ist hab ich die Patientin im Arm gehalten, die ne spinale bekommen hat und dem Anästhesisten dabei zugesehen, wie er in ihrem Rückenmark rumgestochert hat. Da haben die Gefäße erstmal aufgemacht.
Ich hab dann aber schon gemerkt, dass mir schwindelig wird und nach ner kurzen Andeutung an die Anästhesieschwester wurde ich dann erstmal zu nem Kaffee "genötigt".

Ich hab aber sowieso eher einen niedrigen Blutdruck und es gibt auch andere Situationen, in denen ich dass von mir kenne z.B. an Weihnachten in einer vollen Kirche - 1,5 Stunden eng gedrängt in schlechter Luft stehen.

Smibo
12.04.2005, 17:30
gott sei´s gedankt, ich darf beim arbeiten sitzen(zahni)*g*
warts ab wenn du mal in der Klinik den Haken halten musst und keine Möglichkeit zum sitzen hast :-))

Dedi
12.04.2005, 18:48
Das mit dem Umfallen kann ganz schön ansteckend sein. Habt ihr das auch schon bemerkt? Hab ich in diversen Kursen erlebt, erst fiel lange keiner, dann einer und dann gleich noch zwei...und vor Schreck wurde es mir auch ganz komisch...
So richtig dahingerafft hat es mich zum Glück noch nie, außer als Teenie beim Pop-Konzert :-blush. Dafür war ich im OP mal kurz davor, mir das Mittagessen nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Auch nicht schön.

Lava
15.04.2005, 18:35
Nun erklärt mir mal Folgendes: wieso wird einem noch ungut, wenn man eigentlich schon öfter im OP war und auch schon öfter assistiert hat??? :-nix

Aber ich kenn ein gutes Mittel dagegen: Kaffee!

Bille11
15.04.2005, 18:41
passiert mir noch... :-blush :-blush

grund: mangelhafte vorbereitung(kaffee und cornflakes, schoggi vergessen), manchmal aber auch nur einfach ein schlechter tag mit zu warmem op, zuviel co2 (ich werde laparoskopien nie mögen)...

Haru
26.03.2008, 18:40
was soll man machen, wenn diese Blackout Situationen nicht aufhören wollen ? Studium abbrechen ?
studium mit diesem blackouts durchziehen und dann in die wirtschaft, Forschung ? :-nix

Doctöse
26.03.2008, 18:53
was soll man machen, wenn diese Blackout Situationen nicht aufhören wollen ? Studium abbrechen ?
studium mit diesem blackouts durchziehen und dann in die wirtschaft, Forschung ? :-nix
Es gibt genug nichtoperative Fächer. Und im Studium kann man sich vorm OP drücken, einige haben das zur Perfektion betrieben. Ansonsten gilt, immer schön Stützstrümpfe tragen, vorher bissel was trinken und vor allem essen. Es gibt soviele Leute, die einfach nicht für den OP gemacht sind, deswegen muss keiner das Studium aufgeben :-)

MissGarfield83
26.03.2008, 18:53
Hmm ist mir in meinen Praktika auch schon fast passiert ... bin zum glück immer rechtzeitig abgetreten bevor ich hätte in den Situs kippen können .... nach 7-8h stehen am Stück bei Manschettenresektionen oder mehreren Lobektomien am Stück ist es nicht so ungewöhnlich. Habe mir angewöhnt genug zu trinken und ATS benutzt. Also ich glaube persönlich dass es bei jedem eine andere Ursache haben kann ... bei zuviel Aufregung hilft autogenes Training. Ansonsten halt genug trinken und essen und hoffen dass der Arterielle Mitteldruck nicht absackt ;) ATS helfen gegen schmerzende und geschwollene Beine. Ansonsten im Rahmen der Möglichkeiten sich am Tisch bewegen.

Wenn das alles nicht helfen sollte kannst du trotzdem weiter Medizin studieren ... musst ja keine WB in einem operativen Fach machen :)

lg Isabelle

DrSkywalker
26.03.2008, 19:01
Es gibt genug nichtoperative Fächer. Und im Studium kann man sich vorm OP drücken, einige haben das zur Perfektion betrieben. Ansonsten gilt, immer schön Stützstrümpfe tragen, vorher bissel was trinken und vor allem essen. Es gibt soviele Leute, die einfach nicht für den OP gemacht sind, deswegen muss keiner das Studium aufgeben :-)

Kann man sich im PJ auch um komplett um den OP drücken? Oder liegt das am jeweiligen Haus?

Doctöse
26.03.2008, 19:03
Kann man sich im PJ auch um komplett um den OP drücken? Oder liegt das am jeweiligen Haus?
Das liegt wohl am Haus. Da muss man sich vorher schlau machen. Ich hab auch nicht vor, mich im OP verheizen zu lassen, auch wenn ich echt gern im OP stehe. ;-)

Lava
26.03.2008, 19:07
Hey, ich konnte mich auch nicht um Innere drücken! So muss eben jeder mal leiden :-))

Bille11
26.03.2008, 19:10
du hast keine innere gemacht, sondern 1 tertial rheumatologie - das ist teil der orthopädie wenn du so willst...^^ :-))