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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Steht uns eine Grippe- Pandemie bevor?



Rugger
26.08.2004, 21:27
Nachdem wir SARS im großen und ganzen gut hinter uns gebracht haben, steht die nächste Bedrohung vor der Tür. Laut Meldungen von Spiegel Online wurden kürzlich erstmals Geflügelgrippeerreger in Schweinen gefunden. (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,314158,00.html) Es wird befürchtet, daß dadurch ein neues Supervirus entstehen könnte, welches in den Dimension der spanischen Grippe von 1918 (http://www.quarks.de/grippe/02.htm) (20- 40 Mio. Tote!) wüten könnte. Das die Bedrohung durchaus ernstgenommen wird, bezeugt auch die Meldung, daß US- Behörden einen Notfallplan ausgearbeitet haben. (http://www.quarks.de/grippe/02.htm)
Was denkt ihr, ist die Bedrohung tatsächlich so real?
Ich für meinen Fall denke ja, daß wir schon bei SARS nur ganz knapp an der Katastrophe vorbeigeschrammt sind und es nur eine Frage der Zeit ist, bis uns wieder eine deratige Pandemie in Haus steht. Auf gewisse Art und Weise bin ich zugleich erschrocken, aber auch fasziniert bei dem Gedanken, als Mediziner bei einem solchen Ereignis beteiligt zu sein - muß ich ganz ehrlich zugeben.

Rugger

Scrotum
26.08.2004, 21:39
Ich teile deine Einschätzung, was die Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Pandemie angeht.

Beteiligung von mir als Mediziner an der Behandlung einer hochansteckenden Krankheit, ohne wirkungsvolle Schutzmassnahmen?

Ich würde mich schätzungssweise in meiner Wohnung einschliessen und ne 60-Tage Fastenkur mit heissem Wasser machen...

Froschkönig
26.08.2004, 21:41
Laut Meldungen von Spiegel Online wurden kürzlich erstmals Geflügelgrippeerreger in Schweinen gefunden. (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,314158,00.html) Lustig....vor bereits 2,5 Jahren erzählte mir unser Virologe was von Geflügelgrippeviren in chinesischen Schweinen mit denen sich humane Influenzaviren rekombinieren und somit eben immer neue Typen entsehen...so wie jedes Jahr. Er stellte das damals als den normalen Virus-mutations-Kreislauf dar....SOOOO neu kanns dann ja wohl nicht sein oder ?

EDIT: Okok...erstmals subtyp H5N1...dann bitte aber auch nicht solche Pauschalaussagen treffen ;-)

Rugger
26.08.2004, 21:48
@ Scrotum: ich will jetzt hier nicht den Lachs machen, aber wer soll denn bitte helfen, wenn nicht wir als junge Menschen mit einem kompetenten Immunsystem und einem gewissen Maß an Fachwissen (auch wenn das in der direkten Versorgung wahrscheinlich gar nicht mal so sehr gefragt wäre...)
Okok...erstmal subtyp H5N1...dann bitte aber auch nicht solche Pauschalaussagen treffenWarum sollte nicht ein anderer Subtyp als H5N1 mutieren und auf einmal superagressiv werden?! Ist doch alles andere als ausgeschlossen - aber jetzt bitte nicht das Thema zur Virologie- Diskussion abgleiten lassen! :-top

R.

Froschkönig
26.08.2004, 21:50
Warum sollte nicht ein anderer Subtyp als H5N1 mutieren und auf einmal superagressiv werden?! Ist doch alles andere als ausgeschlossen - aber jetzt bitte nicht das Thema zur Virologie- Diskussion abgleiten lassen! :-top Dazu abschließend: Das "pauschal" bezog sich auf "erstmals Geflügelgrippe-Viren in Schweinen entdeckt" was so absolut falsch ist und seit Jahren bekannt. Aber jetzt BTT ;-)

P.S. jetzt kapier ich: Es sollte bei mir auch "erstmals subtyp H5N1" heißen...war nur ein tippfehler. Klar kann da sonst auch gott weiß was mutieren.

Rugger
26.11.2004, 20:09
Tja, so wie es ausschaut, kommen wir in nächster Zeit um ein Pandemie tatsächlich nicht drumherum... (Quelle hier (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,329741,00.html).) Wenn man mal dazu rechnet, das AlQaida und Konsorten mit ziemlicher Sicherheit in näherer Zukunft einen Anschlag mit A/B/C- (verseuchten) Waffen verüben werden (davon bin ich fest überzeugt!), dann stehen uns zwei Katastrophen ungekannten Ausmaßes bevor.
Tut mir leid, aber auf eine schreckliche Art und Weise bin ich gespannt und fasziniert.

R.

Rico
26.11.2004, 21:14
Wobei ich da eher zurückhaltend bin mit Pandemien und Millionen Toten. Die spanische Grippe ist in den Schützengräben des 1. Weltkrieges mit verwundeten und unterernährten Soldaten auf sehr dankbaren Nährboden gefallen.

Heute wird das zumindest in Europa nicht so schnell gehen. Sollte die Epidemie von Asien ausgehen wird sie dort vermutlich einige Opfer fordern, aber ähnlich wie bei SARS wird das dann (hoffentlich) eingedämmt.

Sidewinder
26.11.2004, 22:17
Ich persönlich bin der Meinung, dass in den Medien viele Dinge einfach zu sehr dramatisiert werden.
Klar muss man aufpassen, dass nicht wieder irgendwelche weltweiten Epidemien ausbrechen, aber oftmals ist es so, dass sich jemand vorsichtig in irgendeine Richtung äußert und von den Medien wird das dann gleich als Todesurteil für ein paar Millionen Menschen ausgelegt!
Also ich würde mal sagen, dass man lieber abwartet als vorschnell urteilt!
Wird sich ja zeigen worauf das hinausläuft, die Medien sind jedenfalls gut in Panikmache!

Froschkönig
26.11.2004, 22:26
oftmals ist es so, dass sich jemand vorsichtig in irgendeine Richtung äußert und von den Medien wird das dann gleich als Todesurteil für ein paar Millionen Menschen ausgelegt!

So sehe ich das auch ! Definitiv zitiert wird in dem Artikel zum Beispiel ein Satz "Alle 20-30 Jahre kam es zu einer Pandemie, jetzt hatten wir seit 36 Jahren keine, also ist es wahrscheinlich bald wieder so weit" (frei umschrieben). Daß sowas ein gefundenes Fressen für die Medien ist, liegt ja wohl auf der Hand :-notify
Bei SARS war auch alles in heller Aufregung und für die betroffenen war es auch sicher eine schlimme Sache, aber so verheerend, wie die Medien es dargestellt haben, war und wurde es nun wirklich nicht !

milz
27.11.2004, 20:00
Alle 20-30 Jahre kam es zu einer Pandemie, jetzt hatten wir seit 36 Jahren keine, also ist es wahrscheinlich bald wieder so weit" (frei umschrieben).Warum sollten sich Pandemien an einen regelhaft zyklischen Plan halten? Ist das Auftreten nicht zu jedem Zeitpunkt gleich wahrscheinlich d.h. chaotisch und nicht vorhersehbar?

Hellequin
27.11.2004, 20:06
Hängt wohl lt. der Von Rugger zitierten Quelle damit zusammen, das die Erreger irgendwann so extrem mutieren, das das menschliche Immunsystem noch über keinerlei wirksamen Antikörper verfügt. Die angegebene Zeitspanne ist vermutlich über statistisch ermittelt worden, wobei man sich dann darüber streiten kann wie genau die ist.

Logo
25.02.2006, 19:22
Moin!

Wollte keinen neue Thread aufmachen, deshalb frage ich mal hier ;-)

Zur Vorgeschichte: Also, meine Freundin kam gerade von ihrem Praktikum auf einem Lehrbauernhof der TiHo Hannover (sie studiert VetMed.) zurück und berichtete mir aufgeregt von den Gefahren von H5N1 und das ihre Profs da ordentlich Wind drum gemacht haben. Exkursionen (Zugvögelbeobachtung mit dem Fernglas - Wie kann ich mich da bitte mehr anstecken als ein Spaziergänger?) werden abgesagt usw.... Jedenfalls haben wir dann ein wenig ergebnislos über die Gefahr einer Pandemie diskutiert.
Dabei wurde deutlich, dass den TiHo Studis wohl ein sehr hohes Gefahrenpotential für Mensch und Tier (gemäß dem momentanen Mediencredo) vermittelt wurde. Für die Tierhaltung kann ich das ja noch insofern nachvollziehen, da eine Nutztier-Epidemie ja erhebliche wirtschaftliche Folgen für Betroffene nach sich ziehen kann.

So nun meine eigentliche Fragen:

Wieso soll H5N1 für die Bevölkerung gefährlicher sein, als jeder andere Influenza-Virus? Meine Recherche bei WHO und Rober-Koch-Institut war da irgendwie nicht so sehr ergiebig.
Prinzipiell ist doch jeder aus dem Kombinationspool neustrukturierte Influenza-Virus ein pot. Pandemie-Auslöser, vorrausgesetzt seine neue, zusammengewürfelte Strukturierung überfordert Immunsystem, AV-Mediakamente und Impfungen, oder nicht?
Warum sollte eine Infektion von Nutztieren zwangsläufig ein erhöhtes Risiko für Menschen nach sich ziehen (Tierhalter und Personen mit engen Tierkontakt mal ausgenommen - da ist es mir ja klar...)?
Die tierischen Produkte werden im Normalfall so bearbeitet/zubereitet das ein Virus keine Überlebenschance hätte (ich denke da bspw. an Denaturierung von Proteinen beim Kochen etc.)...
Desweiteren sollten doch öffentliche Verkehrsmittel (Flugzeuge, Busse, Bahnen usw.) und die allgm. hohe Mobilität infizierter Personen ein weitaus höheres Risikopotential für Pandemien bilden - als erkrankte Tiere oder?

Mein Fazit wäre: Eine Tierseuche ist nicht zwangsläufig ein höheres Risiko für den Menschen - letztendlich entscheidet doch die pathogene Struktur eines jeden Infleuenza-Virus, ob problematisch oder nicht. Damit wäre jeder pathogene Virus potentziell (!!) gleich gefährlich oder ungefährlich (dabei lasse ich die unterschiedlichen Krankheitsverläufe mal ausser acht. Da ist natürlich eine weitere Unbekannte beim großen Würfeln...)

Wäre schön wenn mir mal jemand auf die Sprünge helfen würde :-)

Gruß
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Evil
26.02.2006, 12:18
Wieso soll H5N1 für die Bevölkerung gefährlicher sein, als jeder andere Influenza-Virus? Meine Recherche bei WHO und Rober-Koch-Institut war da irgendwie nicht so sehr ergiebig.
Prinzipiell ist doch jeder aus dem Kombinationspool neustrukturierte Influenza-Virus ein pot. Pandemie-Auslöser, vorrausgesetzt seine neue, zusammengewürfelte Strukturierung überfordert Immunsystem, AV-Mediakamente und Impfungen, oder nicht?
Prinzipiell ja, allerdings rekombinieren in diesem Fall ja Viren, die einerseits hochpathogen sind, durch den "tierischen" Bestandteil aber viele für den Menschen "unbekannte" Antigene besitzen, d.h. es besteht kaum Abwehrlage über AK. Bis sich die gebildet hat, könnte es im Fall der Rekombination eben eine größere Epidemie oder gar Pandemie geben, zumal die Verbreitung unter den Menschen durch die Globalisierung ja sehr gefördert wird.



Warum sollte eine Infektion von Nutztieren zwangsläufig ein erhöhtes Risiko für Menschen nach sich ziehen (Tierhalter und Personen mit engen Tierkontakt mal ausgenommen - da ist es mir ja klar...)?
Die tierischen Produkte werden im Normalfall so bearbeitet/zubereitet das ein Virus keine Überlebenschance hätte (ich denke da bspw. an Denaturierung von Proteinen beim Kochen etc.)...
Die Verbreitung durch Nutztiere ist glaube ich gar nicht das Problem. Abgesehen davon ist H5N1 ja bloß einer von mehreren Kandidaten, aber halt das Virus, was gerade in den Medien gepusht wird.


Ach Leute, und es heißt DAS VIRUS :-))

eatpigsbarf
26.02.2006, 15:59
Wieso soll H5N1 für die Bevölkerung gefährlicher sein, als jeder andere Influenza-Virus?
Prinzipiell ist doch jeder aus dem Kombinationspool neustrukturierte Influenza-Virus ein pot. Pandemie-Auslöser, vorrausgesetzt seine neue, zusammengewürfelte Strukturierung überfordert Immunsystem, AV-Mediakamente und Impfungen, oder nicht?
Warum sollte eine Infektion von Nutztieren zwangsläufig ein erhöhtes Risiko für Menschen nach sich ziehen (Tierhalter und Personen mit engen Tierkontakt mal ausgenommen - da ist es mir ja klar...)?
Die tierischen Produkte werden im Normalfall so bearbeitet/zubereitet das ein Virus keine Überlebenschance hätte (ich denke da bspw. an Denaturierung von Proteinen beim Kochen etc.)...
Desweiteren sollten doch öffentliche Verkehrsmittel (Flugzeuge, Busse, Bahnen usw.) und die allgm. hohe Mobilität infizierter Personen ein weitaus höheres Risikopotential für Pandemien bilden - als erkrankte Tiere oder?
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Mein Fazit wäre: Eine Tierseuche ist nicht zwangsläufig ein höheres Risiko für den Menschen - letztendlich entscheidet doch die pathogene Struktur eines jeden Infleuenza-Virus, ob problematisch oder nicht. Damit wäre jeder pathogene Virus potentziell (!!) gleich gefährlich oder ungefährlich (dabei lasse ich die unterschiedlichen Krankheitsverläufe mal ausser acht. Da ist natürlich eine weitere Unbekannte beim großen Würfeln...)


So, dann gebe ich auchmal das zum besten, was ich gehoert habe :-). Wichtig bei diesem H5N1-Virus ist fuer uns Menschen, dass es gegen ihn (noch) keinerlei Impfstoff gibt, wir uns also ausser mit z.B. Tamiflu nicht gegen ihn schuetzen koennen. Daher droht grade Aelteren und Immungeschwaechten ein nicht unerhebliches Risiko, mit dieser Influenzeform infiziert zu werden und im schlimmsten Falle daran zu sterben.
Gleichzeitig ist bekannt, dass diese Unterart der Influenza wohl sehr, sehr eng mit dem Erreger verwandt ist, der damals die Spanische Grippe verursacht hat, an der ja bekanntlich Hunderttausende gestorben sind. Auch damals war die Urform des Erregers ein Virus, der eigentlich nur Voegel befallen hat, jedoch sich dann (was ja auch jetzt befuerchtet hat) mit dem humanen Influenzavirus in Kontakt gekommen ist, worauf es dann zur Mutation gekommen ist und Menschen befallen wurde. Das war dann die Entstehung der Spanischen Grippe.
Aus dieser Zeit (es gibt noch Gewebeproben, mit denen heutzutage grade wieder viele verschiedense Untersuchungen gemacht wurden) ist dann eben bekannt, wie sehr sich wohl der damalige Erreger und der heutzutage grassierende H5N1-Virus aehneln. Die Gefahr fuer den Menschen besteht dann zusaetzlich zu den nicht vorhandenen Impfstoffen darin, dass bei vergleichbaren Epidemien (eben z.B. der Spanischen Grippe) nicht nur Alte, Kinder und "Schwache" dem Virus zum Opfer gefallen sind, sondern auch viel Junge und Gesunde. Folglich ist es schon ein ziemlich gefaehrliches Virus, dem unser Immunsystem viel entgegensetzen koennen muss, was leider auch junge, gesunde Menschen nicht immer koennen.
Es stimmt schon, dass eine potentielle Tierseuche zuallererst mal am gefaehrlichsten fuer die Tiere ist und danach fuer die Personen, die mit den Tieren engen Kontakt habe. Aber, das humane Influenza-Virus ist weit verbreitet und dadurch besteht die Moeglichkeit, dass die Vogelgrippe mit dem normalen Influenza-Virus Kontakt bekommt und es zur befuerchteten Mutation kommt. Sollte es zu dem Fall kommen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der mutierte Erreger z.B. durch Troepfcheninfektion seinen Weg antritt und sich als Pandemie ausbreitet, enorm erhoeht. Weil in diesem Fall z.B. Gefluegelhalter als Verbreiter wirken koennen. Ich glaube naemlich nicht, dass es eine Influenza-Impfpflicht fuer Landwirte mit Gefluegelhaltung gibt. Folglich muessen die Nutztiergefluegelbestaende geschuetzt werden.
Aber direkt vom Tier fuer die Bevoelkerung ausgehende Infektionsausbreitung sehe ich so eigentlich auch nicht, eben weil das Virus ja tatsaechlich wohl durch Hitze abgetoetet wird. Gleichzeitig allerdings lebt der Erreger in toten Tieren wohl ja nach Temperatur noch bis zu 20 Tage weiter.
Daher ist es so wichtig, tote Tiere relativ zuegig zu entfernen und sich und seine Huehner zu schuetzen.

EzRyder
28.02.2006, 22:35
Zu diesem Thema fällt mir ein interessanter Vergleich zu einer uns allen sicher noch sehr bekannten Hysterie(=BSE) ein:

:-lesen
bis zum Mai 2000 starben nach Angaben des British Medical Journals in G.B. insgesamt 50 Menschen infolge einer neuen Variante der Creutzfeld Jakob Krankheit.

Seit dem Ausbruch von BSE haben bis zum selben Zeitpunkt mehr als 150 Landwirte in G.B. Suizid verübt.

Is aus nem Vortrag eines Statistikprofessors der Uni Dortmund über den irrationalen Umgang mit Risiken in der Gesellschaft.


Meiner Meinung nach ist dass was da in den Medien und den Köpfen vieler Leute abläuft einfach lächerlich, aber es öffnet einem wieder mal die Augen. Ha! Die Wohlstandsbürger sorgen sich um den Angriff der Brathähnchen! Die Sorge einer Weltweiten Pandemie klingt nach Action à la "Outbreak" und ist mal ne andere Platte als immer die gleichen Selbstmörder im nahen Osten, oder schuftende 6jährige in Textilfabriken! Die Langeweile ist einfach unerträglich, also muss man für Abwechslung im Alltag sorgen! Die Vogelgrippe kommt da gerade recht! Man redet sich besoffen um den realen Problemen aus dem Weg zu gehen; denn schließlich verbrauchen die "Verbraucher" die Infos wesentlich gieriger wenn's ihnen an den Kragen gehen könnte und wer will schon "von gestern" bzw. nicht up to date sein? Am besten man ließt nicht zuviel zu dem Thema ;-)

Die seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema interessiert natürlich auch mich und die besagt eben mal schlicht und ergreifend, dass eine Mutation morgen stattfinden kann oder eben in 1000 Jahren nicht! Siehe:


Warum sollten sich Pandemien an einen regelhaft zyklischen Plan halten? Ist das Auftreten nicht zu jedem Zeitpunkt gleich wahrscheinlich d.h. chaotisch und nicht vorhersehbar?

Dachte ich eigentlich auch! Ich denke uns steht keine neue Pandemie bevor.


so long
take it ez

Fraggle
28.02.2006, 23:11
@ eatpigsbarf:

das, was du schreibst, ist ja alles ganz nett, aber irgendwie geht es an der wirklichkeit vorbei:
es existiert ein impfstoff gegen influenza a/h5n1:

(von daher gibt es schon mal eine gute ausgangsbasis für die entwicklung eines humanen impfstoffs gegen einen zukünftigen pandemie-supervirus.)

fraggle

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Impfstoffentwicklung


Sowohl ein Forscherteam um Andrea Gambotto der University of Pittsburgh wie auch eine Gruppe um Suryaprakash Sambhara vom National Center of Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta, beide USA, haben Anfang Februar 2006 neuartige Prototypen eines bislang bei Mäusen und Hühnern zuverlässig wirksamen Vogelgrippe-Impfstoffs gegen A/H5N1 vorgestellt.

Die Mitarbeiter von Andrea Gambotto nahmen harmlose Erkältungsviren (Adenoviren) und bauten diesen ein spezielles Gen des A/H5N1-Virus ein, das auf der Virusoberfläche Teile oder die Vollversion eines bestimmten Proteins des Vogelgrippevirus herstellt (exprimiert). Dabei handelt es sich um das so genannte Hämagglutinin (HA), welches sich auf der Oberfläche aller Grippeviren findet und ihnen dabei hilft, an die Wirtszellen anzudocken, damit sie anschließend in sie einzudringen können.

Bei Mäusen, die mit derart gentechnisch erzeugtem Impfstoff behandelt wurden, waren sechs Tage nach der anschließenden Infektion mit der Virusvariante A/Vietnam/H5N1/1203/2004 keine Erreger mehr nachweisbar, und nach 70 Tagen war auch eine Immunität gegenüber A/H5N1 zu beobachten. Hühner waren sogar schon nach 21 Tagen vor einer Vogelgrippe geschützt, wenn ihnen dieser Impfstoff unter die Haut (subkutan) gespritzt wurde. Nach Aussagen der Wissenschaftler basiert der Wirkstoff auf gentechnisch veränderten Komponenten des lebenden Virus und aktiviere daher das Immunsystem effektiver als herkömmliche Grippeimpfungen.

(...)




weiterlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Influenza_A/H5N1