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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : EXTRA--Erste Live-OP



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LoXia
21.09.2004, 10:34
loool nein. ich sollte von freunden fast schon gezwungen herausfinden ob frauen wirklich echt von unecht unterscheiden können wenn man s nur sieht , naja ergo von rund 20, in dem internetgame, war eine falsch geraten, dass sah bei den männern anders aus, nene bei mir hat keiner getestet.
@-;-

Die Niere
21.09.2004, 14:57
Ich kann behaupten, dass vom reinen Sehen her keiner wirklich jede unechte Brust von einer echten unterscheiden kann...selbst nicht meine weibliche Chefin nach was-weiss-ich-wie-viel-jahren berufserfahrung, jedoch sieht das ganze palpatorisch schon ganz anders aus - dort würde selbst ich mir jetzt nach 4 Monaten "Praxistest" eine sehr gute Quote bescheinigen.

BTW: Der Schönheitschirurg ist wirklich Plastiker und hat wohl einen ganz guten Ruf...warum er denn jedoch einen axillären Zugang gewählt, finde ich ein wenig komisch. Aber wie gesagt...ich habe die Sendung nicht vollends gesehen.

gruesse,die niere

Rico
21.09.2004, 19:10
Aber auch wenn Du meinst die Gerichtsshows wären auf dem absteigenden Ast (doch warum hat man sie jetzt sogar noch zusätzlich ins WE-Programm genommen), haben sie lange genug die Fernsehkultur mitbestimmt. Ob es wirklich schon der absteigende Ast ist weiß ich natürlich nicht, aber angesichts der Schwemme an verschiedenen Shows und der Tatsache, daß man mittlerweile schon beim Ausstrahlen von Wiederholungen angekommen ist (so hat's bei den Talkshows auch angefangen), denke ich, daß der Zenit überschritten ist.

Und selbst wenn sie jahrelang die TV-Landschaft mitbestimmt haben, so kräht doch kein Hahn mehr dannach, wenn der Hype vorbei ist.

Wer redet heute schon noch von "Liebe Sünde" und den ganzen Sex-Aufklärungs-Wasweißich-Sendungen, die uns Anfang der 90er erfreut haben. "Wa(h)re Liebe" hat sich als einziges Format auf irgendeinem entlegenen Sonntagabend-Sendeplatz gehalten.
Anderes Beispiel sind z.b. die ganzen Mysterie-Verschörungs-Formate (zwar größtenteils importiert), angefangen bei Akte X, Profiler, Pretender bis hin zu den minder erfolgreichen deutschen Kopien davon (Namen vergessen).
:-meinung

Genauso wie jetzt nur noch ein paar fernab vom Mainstream rumrennen und UFOs sichten, Regierungsverschwörungen wittern und durch Kornkreisfelder stiefeln, werden in ein paar Jahren den Weg zum Chirurgen deutlich weniger finden.

LoXia
21.09.2004, 22:41
"Genauso wie jetzt nur noch ein paar fernab vom Mainstream rumrennen und UFOs sichten, Regierungsverschwörungen wittern und durch Kornkreisfelder stiefeln, werden in ein paar Jahren den Weg zum Chirurgen deutlich weniger finden."

@ rico
meinst du wirklich das die zahl der op´s (denke mal du hast dich da auf die schönheits op´s bezogen) abnehmen wird ?! meiner meinung nach wird es leider viel oberflächlicher und ein arbeiter muss jung knackig, 50 jahre berufserfahrung... haben und ist wenn er sich nicht genug pusht und umknetet bald vom lukrativen arbeitsmarkt weg. manche tun halt "alles" um am ball zu bleiben. hab gerad nen artikel über nen neues neuropharmaka gelesen mit dem man tage durcharbeiten, lernen und aufnahmefähiger ist. das in kombination mit dem perfekten (operierten) aussehen denke ich werden sich die die es können leisten.
but we´ll see soon.
@-;-

Rico
21.09.2004, 23:07
@ rico
meinst du wirklich das die zahl der op´s (denke mal du hast dich da auf die schönheits op´s bezogen) abnehmen wird ?! Auf jeden Fall wird IMHO die Zahl der via TV dokumentierten/gesendeten sinken, sobald die Schönheitschirurgensendungen zurückgehen.

Da diese Sendungen ja auch eine gewisse Werbewirkung haben, werden wohl auch die auf diesem Wege rekrutierten "Patienten" (Kunden, whatever) weniger werden.
Wie sich das natürlich mit ggf. steigenden zuläufen aus anderen Gründen verrechnet, kann ich natürlich auch nur raten.

Die Niere
22.09.2004, 11:43
Das Zenit der Gerichtssendungen ist natürlich defoinitiv überschritten (aber nach dem zu urteilen, was die Bevölkerung davon hält, kann man es leider nicht als den absteigeneden Ast bezeichnen), was nicht bedeutet, dass sie noch massivst im TV vertreten sein werden die nächsten 2 Jahre. Die Schönheits-OPSen (und ggf. auch andere) sind gerade im kommen und haben ihr Zenit noch vor sich. Natürlich wird in 10 Jahren kein Hahn mehr danach krähen, aber trotzdem geht mir diese medizinische Aufklärung des Laien ein wenig zu weit. Es hat Vorteile, dass der Patient nicht alles weiss...die dadurch entstandende Verunsicherung ist für beide Seiten schädlich - Arzt und Patient.

gruesse, die niere

ehec
22.09.2004, 13:12
oehm... wie meinst du das genau mit der laienaufklaerung und der verunsicherung?

Timba
22.09.2004, 13:42
Hallo Leute! War gestern auch wieder mal vor der Glotze gesessen.

Sag einmal, geht es nur mir so oder ist in dem letzten Halbenjahr das Niveau der Sendungen noch mehr gesunken?

Also irgendwie wirds gerade immmer krasser. Da laufen schon wieder zwei neue "Schönheitsshows" an. Nach dem Motto: Das hässliche Entlein wird ohne Probleme mit etlichen OPs zum Superstar. Pro 7 zeigte gestern eine Vorsendung zu "The Swan-Endlich schön" und auf RTL das gleiche Bild um 21.15 Uhr...wahnsinn.

Das Fernsehen gaukelt mittlerweile nur noch eine Scheinwelt vor (nicht das es das noch nicht schon getan hätte). Leute mit genialen Jobs (RTL-Der Boss, Pro 7 Hire or Fire) und Modell-Look (The Swan und Co.) kämpfen dann noch um Werte wie die bessere Mutter zu sein (Frauentausch) oder wieder der Mann fürs Leben zu werden (Kämpf um deine Frau).

Also ich hab beschlossen ich schalt jetzt dann ab (Hallo GEZ - Gruß an euch ;-) ...neee, beschränk mich dann auf das vernünftige Fernsehen.). Man sollte sich mal den psychologischen Effekt vor Augen führen, den das auf die Leute haben muss....OPs kann man ja mal eben machen, ein wenig spritzen und straffen....wo gibts denn da noch Grenzen?! Wie wärs mal mit einer Ethiksendung...aber da würde weggezappt.

Ich geb Niere da völlig recht in ihrer Aussage.

Rico
22.09.2004, 17:32
oehm... wie meinst du das genau mit der laienaufklaerung und der verunsicherung?Das sind dann Leute, die Du in der Notaufnahme stundenlang mit Engelszungen beschwatzen mußt, wieso sie jetzt ganz dringend ein CT mit Kontrastmitteln brauchen, wo doch Röntgenstrahlen so schädlich sind und KM die Niere in die Dialyse treibt und die soviel Angst vor'm Röntgen haben, daß ihnen ihr Cavathrombus und ihre Lungenembolie nur nachgeordnete Probleme sind.

Leute, die nicht in Narkosen einwilligen, weil sie irgendwo gelesen haben, daß Narkotika noch 6 Monate nach der OP im Blut nachweisbar (sic!) sind.

Leute, die im Fernsehen gesehen haben, wie einer bei der Lap.Galle schier verblutet ist (Aorta mit Trokar angeritzt) und sich ihre sicherheitshalber deshalb trotz Indikation nicht entfernen lassen wollen.

Leute, die Bluttransfusionen aus der (objektiv heutzutage nahezu unbegründeten) Angst heraus ablehnen, sich mit HIV/HepC, etc. zu infizieren und sich deshalb eine potentiell kurative OP bei Karzinom ewig verschiebt, bis dann endlich irgendwann doch die Einwilligung kommt.

Nur mal ein paar Beispiele, die ich so erlebt hab...

Die Niere
23.09.2004, 10:05
oehm... wie meinst du das genau mit der laienaufklaerung und der verunsicherung?Rico hat schon ziemlich viele gute Beispiele genannt, die das Arbeiten bei pseudoaufgeklärten Patienten einfach massivst erschweren. Hinzu kommt noch der Vertrauensverlust des Patienten, wenn er weiss wie es manchmal im Hintergrund läuft - eine ängstliche Einstellung ist dem Heilungsprozess, der Schmerzwahrnehmung, der Erfolgsrate, der Motivation usw. nicht zuträglich.

Wenn der Patient dem Arzt nicht vertraut, macht der automatisch mehr Fehler, weil er sich unter Druck gesetzt fühlt. Desweiteren glaubt der Patient aufgrund fetzenförmiger Informationen über Krankheitsbilder, Therapien und ähnliches vollends bescheid zu wissen und erschwert ein reibungslosen Ablauf von Diagnostik und Therapie durch ewige Diskussionen.

Ich plädiere nicht für den unaufgeklärten Patienten, der alles mit sich machen lässt, aber bitte, wenn Aufklärung, dann im einem professionellen Rahmen von einer professionellen Person (Arzt) und nicht durch Bild, EXTRA und Explosiv - und im schlimmsten Falle dubiosen internetseiten!!!

gruesse, die niere

Rico
23.09.2004, 22:30
und im schlimmsten Falle dubiosen internetseiten!!!Das sind echt die schlimmsten! Da kann ja jeder Depp hergehen und weiß Gott was erzählen (wir erinnern uns an die AIDS-Lüge (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=7363) :-( oder die SARS-Verschwörungstheorien (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=7353)).
Und da jeder Halbaffe mittlerweile mit einem WYSIWYG-Editor eine halbwegs professionell ausschauende Website fabrizieren kann, sodaß die leicht zu Verunsichernden ganz fix den Überblick verlieren, was seriöse Medizin ist und was Verschwörungstheorie...

Ein ganz krasses und erschreckend häufiges Thema sind noch diese ganzen Impfmythen (von macht Allergien, autistisch bis hin zur Schwächung (!!) des Immunsystems). :-nix