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Lava
31.12.2004, 14:58
gruesse, die niere, die es nun aber sehr albern findet, dass versch. Radiosender "Die perfekte Welle" nicht mehr spielen...

Wie damals nach dem 11.9.01, wo "It's raining man" nicht mehr gespielt werden durfte. :-oopss Das mag albern sein, aber irgendwo kann ich's auch verstehen.

Jemine
31.12.2004, 16:13
Ich bin so unendlich erleichtert!
Habe grade von unseren freunden eine email bekommen, dass ihnen bzw. ihren verwandten aus indonesien nix passiert ist!!!!!!!

Dr.Nemo
31.12.2004, 16:43
Wie damals nach dem 11.9.01, wo "It's raining man" nicht mehr gespielt werden durfte. :-oopss Das mag albern sein, aber irgendwo kann ich's auch verstehen.

Am schlimmsten finde ich aber noch, wenn manche Leute oder auch TV-Sendungen sich dann mit sowas über ein Drama lustig machen..
Da weiß ich nie wie ich reagieren soll.. :-nix :-(

netfinder
31.12.2004, 17:08
bei TV-Sendungen : einfach abschalten^^
bei Menschen : wenns Dir nicht passt, es erklären...

generellspeziell
31.12.2004, 17:25
Die Einstellung der BILD-Urlauber passt perfekt zur sonstigen Einstellung von Reichen, die sich für das Leid der Armen nicht interessieren. (Sie sind reich - auch wenn ein Sexurlauber aus Duisburg vielleicht gerade mal durchschnittlich reich für dt. Verhältnisse ist.)

Sextourismus - häufig zum Sex mit Minderjährigen - ist eine Katastrophe, die sich täglich vor allem in Thailand ereignet.

In Indien gibt es Millionen von Sklaven, obwohl die Sklaverei dort längst verboten ist. Kinderarbeit auch hier - Teppiche, Textilbranche, Fußbälle nähen...

...and we didn't care!

Wir (Deutschen) kaufen Fußbälle, Teppiche, weiß der Geier was noch und fliegen nach Thailand - "Sex gehört dazu" (BILD)

Ich bezweifle, ob die spontane Hilfsbereitschaft dauerhaft die Welt verbessert. Eher gibt's da so einen "Hilfsmuskel", der mal kräftig kontrahiert wird - und dann wieder lange Zeit schlaff dahängt.

1234556
31.12.2004, 17:38
Ich frage mich, ob es nicht gar zuviele Enthusiasten gibt, die gern

hinfliegen möchten und zu wenig, die spenden wollen.
So weit ich die Situation verstehe, geht es vor allem um Medikamente, Trinkwasser und die

ersten Schritte, Behausungen wieder aufzubauen.


Ich frage mich dies nicht, ich bin 112% sicher...

p.s.: Ich las von einer Gruppe Australier, die eigentlich zum Urlaub in die Region fliegen

wollten, jetzt aber nicht stornieren sondern als freiwillige Helfer vor Ort zupacken wollen.


Sowas finde ich gut. Das würde ich auch machen, das hat sehr viel von

Zivilcourage![QUOTE]

oder sehr viel von Dummheit?

[QUOTE=sanderha]
(1)
hey, ich bin nur popeliger PJler, klar, in einem Jahr Ärztin, aber hey, sein wir mal ehrlich,

du würdest kotzen und kopflos hin und herrennen.
(2)
Trotzdem hab ich das Gefühl, irgendetwas tun zu müssen und bin der Überzeugung auch mit den

mageren Kenntnissen, die man von der Uni mitbekommt etwas tun zu können.
(3)
Ich meine, direkte Hilfe dort, wo sie mal wirklich gebraucht wird wäre doch toll.
Ich weiß ja nicht, geht es einigen von euch vielleicht auch so?




(4)
genau das Gefühl hatte ich auch..
(5)
Auch wenn ich nur Erst-Semestlerin bin und irgendwie "nur" Krankenschwester..




(1)+(5)
Du würdest auch als Chefarzt und Leitender Notarzt nicht viel weniger "kopflos hin und

herrennen"
(2)+(4)
"Überzeugung auch mit den mageren Kenntnissen, die man von der Uni mitbekommt etwas tun zu

können." ist eine Ilusion. Egal wie "fett" oder umfangreich Deine Kentnisse sind...es werden

vor Ort ganz andere benötigt und diese sind zu 99.99% eh schon da!
(3)
Wenn Du mit direkt persönlich vor Ort meinst, halte ich dies für eine Zeit u.

Geldverschwendung




ist auch viele Feuerwehrpesonal vor Ort, die sich speziell mit Verschüttungen und

Erdbebenschäden auskennen oder in Bergungsarbeiten...




Wenn ich solche Bilder im Fernsehen sehe surf ich immer stundenlang durchs Interent und suche

nach einer Organisation oder so die mich als Privatperson unkompliziert und unbürokratisch

mitnehmen würde, mitten ins Krisengebiet, damit ich dort irgendwie helfen könnte. Hat irgend

jemand von euch damit Erfahrung? Mal abgesehen vom PJler sein( das hat ja bald ein Ende), gibt

es irgendeine Möglichkeit irgendwo für solche Krisen einzusteigen, ohne gleich tagelange

Vereinsarbeit zu leisten oder auf dauer verpflichtet zu sein.
Wäre sehr interessiert an solchen Organisationen und wäre für Infos jeglicher Art dankbar.


"als Privatperson unkompliziert und unbürokratisch mitnehmen würde, mitten ins Krisengebiet,

damit ich dort irgendwie helfen könnte."

Das Problen an dadran wäre:



Bis man darin als Laie eingearbeitet wird, dauert sicherlich viel zu viel Zeit oder man

bereitet als Laie noch mehr Schaden..


Ausserdem ist das nicht sehr wirtschaftlich und eine solche Organisation wäre zwangsläufig

Pleite...



ist auch viele Feuerwehrpesonal vor Ort, die sich speziell mit Verschüttungen und

Erdbebenschäden auskennen oder in Bergungsarbeiten...



solche Spezialisten ob bei uns als Fw oder DRK oder IKRK etc. gibt es allerdings nicht "ohne

gleich tagelange Vereinsarbeit". Sie wachsen nunmal nicht auf Bäumen...





Möchte aber dafür nicht in irgendeine Organisation eintreten müssen, mit Verträgen und

irgendwelchen stupiden Weihnachtsfeiern. Einfach hinfahren und etwas tun. Aber organisiert,

denn als einzelner läuft man nur kopflos durch die Gegend, oder?


Organisiert ohne Organisation ist fast schon ein Wiederspruch in sich...Alleine wg.

Eigenschutz musst Du eine Mindestausbildung wnigsten als Tagesseminar erhalten, und diese

kostet die Organisation nunmal, also wird die Organistion schon auf ein dauerhafte

verbindlichkeiten hoffen...je teurer diese Ausbildung umso verbindlicher...wobei das eher

weniger als juristischer Vertrag als sodern mehr moralisch als Ehrenwort gehadhabt wird. Vor

stupiden Feiern kann man sich trotzdem drücken...

Euere Adlen Absichten in allen Ehren! ABER!!!
Ich spreche hier mal als Feuerwehrmann und nicht als Medizinstudent. "irgendwie helfen" ohne

"verpflichtet zu sein" wirkt auf mich eher wie "Abenteuer-Urlaub Humanität" Was sollten wir

beim Oder-Hochwasser mit ein Dutzend chinesischen Ärzten, aufpassen, dass die nicht absaufen?

Wie sag ich meinem amerikanischen Kollegen am WTC nach dem 9.11 "Du steht im Trümmerschatten,

ich brauche die Schere S90 und nicht die S130, Saugschlauch und nicht Druckschlauch,

Drehleiter, Steckleiter, Schiebleiter, Spreizer, Rettungszylinder?" Es bleibt in einem solchen

Fällen nichts übrig als zu warten bis die örtliche paramilitärisch, kompliziert und leider

auch bürokratisch Organiserte und leider angesichts des Elends erstmal völlig überfordete

"Rettungsmaschinerie" auf Hochturen kommt, was, aber egal wie schnell und effizient, für die

Betroffenen oft leider viel zu lagsam ist...Es ist an den lokalen Behörden Heldentaten zu

vollbringen, da sie schon alleine wg. d. Ortskentisse u. Sprachbarieren u. Organisation besser

qualifziert sind und nicht an eingeflogenen Hobby-Albert-Schweizern, die "kopflos hin und

herrennen". Was benötigt wird an Personal ist eine auserlesene Handvoll an Experten in den

Bereichen Bergung, Logistik, Komunikation, Infrastrutur etc. oder "normalsterbliche Helfer"nur

dann wenn sie explizte von den Lokalen u.U. auch auf dem Kurzen Dienstweg über persönliche

Kontakte angefordert werden. Sonst brauche die Menschen dort eher Material wie Zelte, Kleidung

Wasseraufbereitung, Nahrung, Medikamte etc...Wem die Lokalen nicht helfen können dem ist nicht

zu helfen, wir können den lokalen fast nur mit Material helfen, organiseren müssen sie sich

selbst, da sie dies viel besser können...Und im gegensatz zu Afrika verfügt dieser Teil von

Asien weitgehend fuktionierendes Staatsysteme!



Ich wette, die USA hätten nicht halbsoviele Probleme, mit einer solchen Katastrophe fertig zu werden.

Da bin ich spätestens seit dem 11.9. nicht mehr so sicher. Was die wirtschaftlichen

Kapazitäten betrifft sicherliche, nicht aber was Katastrophenschutz betrifft. In D (wie in

grossen Teilen der EU) bildet den Rückgrad des KatSchutzes > 1. Mio ehrenamtlicher

"Freizeit/Hobby" Helfer, (übrigens vorwiegend aus technischen und medizinischen Berufen) die

z.B. in SchnellEinsatzGruppen des Roten Kreuzes (SEG DRK) etc. die z.T. auf Knopfdruck via

Pipser von Zuhause oder vom Arbeitsplatz aus innerhalb von Minuten eisatzbereit sind. In den

USA existiert ein kein nennenswerter KatSchutz ausser dieser Nationalgarde. Das amerikanische

Feuerwehrwesen ist wesentlich wirtschaftlicher, kann aber deswegen nur das 08/15

Alltagsgeschäft vieleicht sogar effizienter als wir in GB, F u. D bewältigen, aber da keine

ineffizente "überversorgung" als Reserve-Kapazitäten für den Kat-Fall haben, bricht bei den

Amis bei jedem etwas grösseren unwetter alles zusammen...




Ich habe meine PDL angesprochen, was wäre, WENN ich jetzt darüber fahren würde.. Das ginge

laut ihrer Aussage auf keinen Fall.. Der Stellenplan würde leiden.. Das hat mich dazu noch

sehr schockiert, wie engstirnig lebt man hier??...
Ich werde wohl mir was anderes suchen. Mit so einer Einstellung möchte ich nicht arbeiten...
Vor allem können wir stolz sein, kein ignoranter Mensch zu sein wie meine PDL!!!



Und deine PDL ist ja wohl lachhaft. Stellenplan... Die haben doch nen

Schatten....typisch wir arroganten Deutschen.


Auch wenn die Feurwehren eine grosse Familie sind, so leisten sie auch untereinader nur dann

Amts,- Nachbarschaft,- oder Überregional-Hilfe wenn eigene (organisatorische) Interessen dem

nicht im wege stehen...Ausserdem gibt es nicht ohne Grund für jedem die PFLICHT, dass er

seinen "zivilen" Arbeitgeber von seiner zusätzlichen Tätigkeit im Zivil,- oder

Katastrophenschutz oder SEG zu unterrichten muss, damit dieser nicht böse wie Deine PDL

überascht wird. Der Arbeitgebrer ist, dann verpflichtet denjenigen für Einsätze freizustellen.

So engstirnig sind wir in D nicht, denk an all die Helfer beim Hochwasser...

Dr.Nemo
01.01.2005, 11:01
Ähm Sorry.. Aber bei den vielen Absätzen und Zitaten habe ich den Inhalt und die Aussage dieses Postings nicht verstanden..
Ist ja schön das du mit Fakten und Tatsachen hier um dich wirfst, mir ging es nur um ein gefühl in mir, "irgendwie" helfen zu wollen, das habe ich letztendlich in Form von Spenden gemacht. Das ist das was viele Deutsche taten.

Weißt du.. Eine Freundin vermisst ihren Bruder da.. Da hat das Ereignis eine ganz andere Bedeutung, wenn man die Trauer hautnah erlebt.. :-???

Neeneenee... ich bin nicht leichtsinnig und bei all Betroffenheit realistisch genug, aber danke dir für deine wirren Belehrungen zum neuen Jahr.

*Susan*
01.01.2005, 11:05
Du würdest auch als Chefarzt und Leitender Notarzt nicht viel weniger "kopflos hin und herrennen"

"Überzeugung auch mit den mageren Kenntnissen, die man von der Uni mitbekommt etwas tun zu können." ist eine Ilusion. Egal wie "fett" oder umfangreich Deine Kentnisse sind...es werden
vor Ort ganz andere benötigt und diese sind zu 99.99% eh schon da!


na ja, das mag sein, aber es macht – wenn man als Arzt von Nutzen sein will - natürlich dennoch einen großen Unterschied, ob man schon ein gewisses Maß an Berufserfahrung hat oder nicht

was die Organisation betrifft, denke ich auch, dass es eigentlich nur im Rahmen einer gut organisierten Organisation wirklich sinnvoll ist

Neujahrsrakete
01.01.2005, 11:08
Ähm Sorry.. Aber bei den vielen Absätzen und Zitaten habe ich den Inhalt und die Aussage dieses Postings nicht verstanden.

Die Postings von 1234556 kann man nicht verstehen.
Machen Sie sich da mal keine Sorge, Sr. Steffi ;-) Is normal, wenn man mit 1234556 so seine Probleme hat.
Ich lese seine/ ihre Postings auch nicht mehr aufmerksam durch. Sie sind zu konfus und letztlich, wenn man sich doch mal die Mühe gemacht hat, durchzublicken, verschroben, komisch und irgendwie radikal bis verbittert. Wer weiß, was für ein "Typ" dahinter steckt. Scheint im Leben auf jeden Fall einiges durchgemacht zu haben.

Dr.Nemo
01.01.2005, 11:12
Die Postings von 1234556 kann man nicht verstehen.
Machen Sie sich da mal keine Sorge, Sr. Steffi ;-) Is normal, wenn man mit 1234556 so seine Probleme hat.

Also "DU" reicht mir völlig :o)) Sonst fühl ich mich so aaalt :-wow

Aber danke für deine Beruhigung.. Dachte schon ich sei immer noch vom Silvester-Sekt benebelt *hihi* Habs grad an der Reputation ein bißchen wiederentdeckt.. Na wenn man seinen Namen schon in Zahlen ausdrückt, kann da wenig Emotion mit drinne stecken..

Aber erstmal *Frohes Neues Jahr*

Neujahrsrakete
02.01.2005, 22:12
So, jetzt habe ich mich bei einer Freundin zum Fernsehgucken eingeladen und habe mir den medialen Overkill auch mal gegeben.
n-tv zum Beispiel kann man wirklich nicht lange ertragen.
Ok, ich will nicht motzen. Hinter der ganzen Logistik, die ein Nachrichtensender mit den Reportern vor Ort leisten muß, steckt natürlich jede Menge Arbeit und Kohle. Das Geld muß ja irgendwie wieder reinkommen. Aber eine simple Berichterstattung, ein paarmal am Tag aktualisiert, würde definitiv ausreichen.
Ist halt wie in fast allen Bereichen. Es herrscht die totale Überflutung mit sämtlichen Angeboten. Egal ob Kleidung, Lebensmittel, Medien......die Auswahl wird riesig, die Qualität dramatisch schlechter.

Rugger
03.01.2005, 11:30
Ich kann es nicht glauben. Oder ist das Bildzeitungsmache? [...]
Aber ein paar der Interviewten sind ja wohl...........nein, das kann nicht wahr sein. Das hat sich die Bildzeitung hoffentlich ausgedacht :-???Eben beim Bäcker gesehen: die heutige Bildzeitung.
Vorne drauf ein Photo (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/01/03/flut__tote__deutsche/touristen__bier,property=Bild.jpg) zweier dicker, eckliger (deutscher?) Touristen, die Becks- biertrinkend am Strand stehen, während hinter ihnen die Trümmer zu sehen sind... Unglaublich!

R.

*Susan*
03.01.2005, 11:39
Oh Gott!...Unglaublich!...Da weiß man wirklich nicht mehr, was man noch sagen soll *kopfschüttel*

Rico
03.01.2005, 11:46
Auch wenn das am-Strand-in-der-Trümmerlandschaft-liegen sicherlich angesichts der vielen Toten eine etwas unglückliche Signalwirkung hat, so habe ich doch gestern im Radio ein Interview mit einem Thailänder gehört, der gesagt hat, daß er es gut findet, daß trotzdem noch eineige geblieben sind und dort Urlaub machen (und natürlich Geld ausgeben).
Gerade in Regionen, in denen die Infrastruktur im Hinterland gut erhalten ist (wie z.B. in Thailand) und nicht an jeder Ecke die Not droht, da sind Touristen eben schon wieder das, was sie schon immer waren: Eine beachtlcihe Geldquelle.

Diese Region wird neben den direkten Schäden in Zukunft wohl noch weitere durch ausbleibende Touristen erleiden :-(

Dr.Nemo
03.01.2005, 13:06
Was ich mich grade frage...
Man soll ja eigentlich sehr zügig wieder zum Alltag kommen.. Sprich hier, Tourismus-Branche wieder zum Leben bringen.
So wie ich den Innenminister dort verstanden habe, erhofft er sich das auch..

Aber.. Wie seht ihr das? Wann kann man sagen, Trauerarbeit und Krise ist in der Allgemeinheit überstanden..? Entscheidet sowas das Land?
Ist es wirklich so sinnvoll wieder gleich zum Alltag zurückzukehren? Verdrängt man dadurch nicht bloß die Ereignisse?

Na und von dem Sex-Tourismus hab ich eh immer herzlich wenig gehalten und männliche solo Thailand-Urlauber eher gemieden.. :-?

OliP
03.01.2005, 13:17
...zügig wieder zum Alltag kommen.. Sprich hier, Tourismus-Branche wieder zum Leben bringen... Aber.. Wie seht ihr das? ....Ist es wirklich so sinnvoll wieder gleich zum Alltag zurückzukehren? Verdrängt man dadurch nicht bloß die Ereignisse?

Der Tourismus ist in den meisten Küstenregionen ja nicht mal bloss Nebenbeschäftigung. Er ist sozusagen das täglich Brot dieser Menschen. Ich denke sie haben im Moment gar keine Wahl als so schnell wie möglich in ihren Alltag zurückzukehren um wieder auf die eigenen Beine zu kommen, schon deshalb stellt sich für sie die Frage nach einem Innehalten überhaupt nicht. Tourismus ist dann fast sowas wie die berühmte Hilfe zur Selbsthilfe.
Das dem einen oder anderen hier moralische Bedenken kommen, ist verständlich und sogar begrüßenswert, aber geht momentan an der Realität etwas vorbei.

Vielleicht sollten die betroffenen Staaten noch planen, wie sie zu einem funktionierenen Frühwarnsystem kommen. Könnte ja im Moment über die große Hilfsbereitschaft der westlichen Welt und später über ne Preiserhöhung für die Touris finanziert werden.

Rugger
03.01.2005, 13:22
Ich denke sie haben im Moment gar keine Wahl als so schnell wie möglich in ihren Alltag zurückzukehren um wieder auf die eigenen Beine zu kommen, schon deshalb stellt sich für sie die Frage nach einem Innehalten überhaupt nicht. Tourismus ist dann fast sowas wie die berühmte Hilfe zur Selbsthilfe.Ja, aber ob das gerade mal 8 Tage nach dieser Katastrophe, während im Hintergrund die Trümmer wegräumt werden und es überall nach Leichen stinkt, sein muß, sei mal dahin gestellt! Zum einen halte ich es für pietätlos, zum anderen könnte ich da auch effektiv keinen Urlaub machen.

R.

OliP
03.01.2005, 13:35
...Zum einen halte ich es für pietätlos, zum anderen könnte ich da auch effektiv keinen Urlaub machen....

Logisch, denn du bist ja auch ein Europäer aus dem westlichen Reich. Das du es pietätlos findest und keine Freude am Urlaub hättest, während du mit den Umständen dort unten konfrontiert wirst, finde ich sehr gut.

Was ich meine ist, dass es sicher vielen betroffenen Einwohnern dieser Küstengebiete nicht pietätlos erscheinen wird, dass schon wieder Touristen da sind. Eventuell werden sie sich sogar darüber freuen, wie ja bereits angedeutet wurde s.o.. Denn ausser dem Verlust vieler Menschen, ist das Ausbleiben der Einnahmen und die Zerstörung des Tourismusgeschäftes ein wichtiger Teil des Unglücks, den es eben auch zu Beheben gilt.

Jemine
03.01.2005, 13:40
Man sollte wohl solange warten, bis die Leute da überhaupt wieder in der Lage sind, Touristen zu "betreuen". Solange da nicht alle Leichen vom Strand geräumt sind, könnte ich mich da auch nicht entspannen angesichts der schrecklichen Lage, in der die Einheimischen sich befinden. Man sollte auf keinen Fall anfangen, diese Länder plötzlich zu meiden, aber ein bissel Anstand und Pietät finde ich angebracht. Ich stelle mir das so furchtbar vor, selbst in den Trümmern nach Angehörigen zu suchen, während sich fette (Foto) Touris am Strand aalen. Das wär nicht mein Ding, da käm ich mit meinem Gewissen nicht klar. :-meinung

Rugger
03.01.2005, 13:47
Was ich meine ist, dass es sicher vielen betroffenen Einwohnern dieser Küstengebiete nicht pietätlos erscheinen wird, dass schon wieder Touristen da sind. Eventuell werden sie sich sogar darüber freuen, wie ja bereits angedeutet wurde s.o.Ich kann mir kaum vorstllen, das die Einwohner sich tatsächlich drüber freuen. Viel eher kann ich mir vorstellen, daß es durch die äußeren Umstände halt hingenommen wird, hätten die Bewohner jedoch die Wahl, würden sie meines Erachtens eher darauf verzichten, um vernünftig trauen zu können... (Zumal die Touristen, welche in der Berichterstattung auftauchen, nicht den Eindruck machen, als würden sie die ganze Lage sonderlich differenziert betrachten!)
Aber gut, das ist aus dieser Entfernung mit Sicherheit eine ziemlich akademische Diskussion und Ansichtssache. Und meiner Ansicht nach halte ich Urlaub in den betroffenen Gebieten weiterhin für unangebracht.

R.