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zahnmedizina
07.05.2005, 14:27
:-angel :-))

war ja nicht so gemeint! wollt nur sagen dass die im Vergleich zu uns nit viel in ihre Ausbildung investiern haben müssen (von der Zeit her

medimädchen
07.05.2005, 15:05
Ich will auch endlich GELD GELD GEEEEEEEELLLLLLLLLDDDDDDD!!! :-keks

Dedi
07.05.2005, 16:13
Hier, ich will mich nicht alleine ärgern:
http://www.welt.de/data/2003/10/06/178558.html

Meine Lieblingssätze sind folgende (O-Ton):
"Im Gesundheitswesen wird im Gegensatz zu den Klagen von Lobby-Verbänden gut verdient." Ich liebe so verallgemeinernde Aussagen. Es ist fast künstlerisch, wie man mit einem Wort (Lobby-Verbände) gleich einen negativen Touch in diese Aussage bringt. :-???

"Politiker wie Krankenkassen verweisen darauf, dass es nicht Aufgabe der Beitragszahler sei, jedem Heilberufler ein zufriedenstellendes Einkommen zu sichern. Vielmehr gehe es darum, eine gute Behandlung der Kassenversicherten zu gewähren." Jawoll! Uns ist es sch***egal wenn Praxen pleite gehen. Zum Glück haben die Ärzte dank ihres Berufsethos trotz allem ein (erzwungenes?) Lächeln übrig. Und wenn sie die Behandlung verweigern verklagen wir sie eben.

:-??? :-??? :-???
OK, ich gebe zu, ich neige heute ein wenig zur Theatralik ;-) .

medimädchen
07.05.2005, 16:23
Zum Thema Gehalt kann ich noch folgendes hinzufügen:

Habt ihr überhaupt bedacht, das in gut ein paar Jahren mindestens 20% eures potentiellen Gehalts für Anwaltskosten drauf gehen werden - "Krieg ich keine Heilung, verklag ich den Arzt" - ich glaub dieser Trend wird noch viel schlimmer in den nächsten Jahren....womit wir wieder weniger Geld haben *heul* :-lesen (ich hätte doch Jura machen sollen)

blendi
07.05.2005, 16:56
Naja, aber als gerade fertig gewordener Jurist, wirst du entweder in einer renommierten Großkanzlei total aufgearbeitet (hmm, eigentlich eine Parallele zur Klinik) oder du gehst in eine Wald-und-Wiesen-Kanzlei und darfst dort Nachbarschaftsstreitigkeiten bearbeiten. Oder du bist der Überflieger und kommst in den Staatsdienst... ausgesorgt. :-))

Leelaacoo
08.05.2005, 10:32
Noch schöner machts ja die BILD...haben einen Artikel (darf man das Gekritzel überhaupt Artikel nennen???) gebracht, wo reißerisch darauf aufmerksam gemacht wird, was die bösen bösen geldgeilen Ärzte für furchtbar hohe Summen bei der KV abrechnen können...und dazu eine Beispielliste (was eigentlich nur zum Heulen war): Anamnesegespräch (10 min)= 1,35€, Geburt = ca.100€, Blut abnehmen = ca. 60 cent...ja hallo??? Können die da nicht den Stundenlohn berechnen??? Wo ist da Geld? 10 min für 1,35€???
Könnt mich kringeln (wenns denn ein Witz gewesen wäre...a propos Mechaniker...habe fürs Glühbirnenwechseln an einem Scheinwerfer für ca. 3 min Arbeit über 30Euro gezahlt.... :-(( ).

:-keks
:-keks
:-keks

LG Lee

Dr. Pschy
08.05.2005, 11:22
Hab den Artikel auch gelesen. Hat mich sehr amuesiert, hab aber Gott sei Dank die Liste als Widerspruch zu dem Geschmiere im Artikel gesehen.

Achja, du faehrst wegen ner Scheinwerferbirne wechseln in die Werkstatt? :-(( :-(( :-((

Leelaacoo
08.05.2005, 11:25
Achja, du faehrst wegen ner Scheinwerferbirne wechseln in die Werkstatt? :-(( :-(( :-((

:-)) Man kann nicht alles können :-)) Dafür kann ich für 60 cent Blut abnehmen :-party

LG Lee

Präpmaus
08.05.2005, 13:20
Man kann nicht Alles können. Habe auch den Rasenmäher zur Reparatur gebracht. Arbeitszeit wurde im 10-Minuten Takt abgerechnet...

Entscheidend ist wohl nicht das Brutto oder Netto-Einkommen, sondern der Verdienst pro Stunde. Bei den Arbeitszeiten als Arzt wohl 10 Euro netto pro Stunde... Für das Geld wird kein Mechaniker / Handwerker was tun !!!!

test
08.05.2005, 15:13
Zum Thema Gehalt kann ich noch folgendes hinzufügen:

Habt ihr überhaupt bedacht, das in gut ein paar Jahren mindestens 20% eures potentiellen Gehalts für Anwaltskosten drauf gehen werden - "Krieg ich keine Heilung, verklag ich den Arzt" - ich glaub dieser Trend wird noch viel schlimmer in den nächsten Jahren....womit wir wieder weniger Geld haben *heul* :-lesen (ich hätte doch Jura machen sollen)


Wieso sollte das so werden? bisher bekommen die meisten Angeklagten Ärzte Recht, es sei denn, sie handeln grob fahrlässig. In dem Haus, in dem PflPr gemacht habe, gab es wohl öfter mal ne Klage aber erfolgreich sind die wohl fast nie.
Wieso sollte sich an der Rechtssprechung also etwas ändern nur weil mehr geklagt wird?? Außerdem ist ja ne Rechtschutzversicherung in Deutschland fast schon Standard. :-nix
Und selbst in Ländern wie den USA wird geplant die Klagerei gesetzlich stärker einzuschränken, weil das einfach kontraproduktiv ist. :-nix

Evil
08.05.2005, 15:41
Achja, du faehrst wegen ner Scheinwerferbirne wechseln in die Werkstatt? :-(( :-(( :-((
Hängt vom Auto ab, bei meiner alten Karre kann ich das selber, bei so modernen Dingern kann man ja z.T. nochnichtmal mehr die Motorhaube öffnen (ich mein, ich hätt mal sowas über einen neuen Audi gehört...)

Achja, das Gehalt ist zwar eigentlich für Berufsanfänger in Ordnung, andererseits dauert eine normale Berufsausbildung nicht unbedingt 7 Jahre (Jura jetz mal ausgenommen.....)

medimädchen
09.05.2005, 07:31
Wieso sollte das so werden? bisher bekommen die meisten Angeklagten Ärzte Recht, es sei denn, sie handeln grob fahrlässig. In dem Haus, in dem PflPr gemacht habe, gab es wohl öfter mal ne Klage aber erfolgreich sind die wohl fast nie.
Wieso sollte sich an der Rechtssprechung also etwas ändern nur weil mehr geklagt wird?? Außerdem ist ja ne Rechtschutzversicherung in Deutschland fast schon Standard. :-nix
Und selbst in Ländern wie den USA wird geplant die Klagerei gesetzlich stärker einzuschränken, weil das einfach kontraproduktiv ist. :-nix

Zugegeben es ist vielleicht latent übertrieben, aber sooo utopisch nun auch weider nicht - und was die Kosten angeht ...der Anwalt fordert immer noch seine Prozente vom Streitwert. Und ob ich ne Rechtsschutzversicherung hab oder nicht...auch die kostet wieder....und unterm Strich mit Studenlohn 10€ (siehe oben) bleibt er (abzüglich Anwalt/Rechtsschutz) bei 7,45€.
:-)

Thomas24
13.05.2005, 18:24
Achja, das Gehalt ist zwar eigentlich für Berufsanfänger in Ordnung, andererseits dauert eine normale Berufsausbildung nicht unbedingt 7 Jahre (Jura jetz mal ausgenommen.....)

D´accord... also für einen Berufsanfänger ist das Gehalt ja nicht sooo schlecht. Vor allem nicht vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Konjunktur :-D

Man darf allerdings nicht vergessen, das in den meisten akademischen Berufen mit steigender Erfahrung, Zusatzqualifikationen, oder bei Personalverantwortung sich das Gehalt (und Zusatzleistungen) beträchtlich erhöhen können- in der BAT Hierarchie gibt´s das aber nicht.
Da steigen alle 2 Lebensjahre deine Bezüge höchstens minimal an (sofern dein Arbeitgeber überhaupt noch nach BAT zahlt...), und nach dem Facharzt durchbricht man auch nicht gerade die pekuniäre Schallmauer :-???

Ich habe eine Freundin, die zur Zeit in einem Traineeprogramm einer Bank ist- da verdient sie in etwa dasselbe wie ich (d.h. ohne Dienste kommt man mit 1600-1700/Monat netto raus). Mittlerweile hat sie aber ein Angebot bekommen, das Traineeprogramm vorzeitig zu verlassen und als Analystin im Research zu arbeiten = Gehaltserhöhung, da mehr Verantwortung.

Während ich mich für sie freue, weiss ich, das ich in einigen Jahren trotz mehr Berufserfahrung und vielleicht auch mehr Verantwortung trotzdem finanziell keinen grossen Schritt nach vorne gemacht haben werde (mal vorausgesetzt ich bleibe im öffentlichen Gesundheistwesen oder in Deutschland).

Fazit: für einen Berufsanfänger ist BAT 2a vielleicht ok, aber wenn man bedenkt, das für viele von uns die Perspektive einer Niederlassung nicht mehr bestehen werden dürfte, und das KH somit eine Lebensstelle werden kann, sieht es schon nicht mehr so rosig aus... :-((

Goal
13.05.2005, 20:05
Man bedenke vor allem dass man einen Haufen Bafög zurückzuzahlen hat und somit das Gehalt um einen weiteren Grad minimiert ist. Wenn weiterhin viele Ärzte auswandern, dann besteht die realistische Chance, dass die Vergütung fairer wird. Man beachte, dass auch die Lehrerschaft bzgl. der Vergütung um eine Stufe befördert wurde um die Attraktivität des Lehrerberufs anzuheben. Außerdem soll Ulla ja bereits schon in Österreich Ärztenachwuchs werben. Oh Gott, das ist so lächerlich!!!

el_corazón
14.05.2005, 00:21
Man bedenke vor allem dass man einen Haufen Bafög zurückzuzahlen hat und somit das Gehalt um einen weiteren Grad minimiert ist.

Naja, im schlimmsten Fall sind das max 10000 Euro bzw Monatsraten á 105 Euro, die machen das Kraut auch nicht fett.
Als Berufsanfänger ist das Gehalt völlig OK und man sollte auch nicht ständig jammernd mit den Fingern auf andere Berufsgruppen zeigen, die mehr verdienen, schließlich hätte man ja auch Lehramt, etc studieren können.

Ich wäre aber auch dafür, dass man anstatt des rigiden BAT ein leistungsbezogeneres Vergütungssystem einführt, das nicht allein an das Alter gekoppelt ist.

Blumenmädchen
14.05.2005, 15:25
Naja, im schlimmsten Fall sind das max 10000 Euro bzw Monatsraten á 105 Euro, die machen das Kraut auch nicht fett.


...das trifft nur zu, wenn man man nach dem 1.4.2001 angefangen hat zu studieren. Für die, die vorher schon Bafög bekommen haben, kann das Sümmchen auch leicht ein bisschen höher liegen... aber zum Glück muss man ja erst ein paar Jahre nach dem Berufseinstieg mit dem Zurückzahlen beginnen.

dr. hansolo.clp
02.08.2005, 09:38
Selten so viel Unfug gelesen.
Ich habe meine "AssiZeit" zwar schon hinter mir - allerdings verdienst Du in der Facharzt Ausbildung schon. Deshalb ist es etwas "gewollt polemisch" diese als Ausbildungzeit mit der Studienzeit zu vergleichen.

Wahrscheinlich sollten sich die zukünftigen Ärzte ernsthaft überlegen, ob sie Arzt wegen des Berufs werden wollen, oder ob sie vielmehr sofort den Mercedes nach Ihrer Ausbildung bestellen wollen.
Auch völlig unbelegte Äußerungen, was die nervliche Belastung in anderen Berufen angeht, beweisen wieder einmal, dass die Medizinerzunft (mich eingeschlossen) keine wirkliche wissenschaftliche Ausbildung geniest. :-D
Meine Frau (Gymnasiallehrerin A13+ Vergütung) verdient deutlich weniger als ich, hat auch 5,5 Jahre studieren müssen und ist abends oft "fertiger" als ich. Sicherlich auch nur ein Einzelfall - aber Berufswahl ist eben auch eine Intelligenzentscheidung.

Auch die ganzen "Im-Ausland-ist alles-besser" Jammerer, haben in diesem schönen Europa jederzeit die Wahl die Gelegenheit beim Schopf zu packen und eben nach England zu gehen. Komisch, dass die ganzen Marburger-Jungs dies zwar gerne drohend anführen, aber dann doch keine 5 Euro für das Bier bezahlen wollen. Aber in England ist eben alles besser.

Ich kann mich in Freiburg jedenfalls nicht beschweren - habe immer genug Geld verdient - zumindest deutlich mehr als einige Architekten im Freundeskreis, die genauso lange wie ich studiert haben. :)

Zudem wird eines oft vergessen: Studieren ist ein großes Stück Lebensqualität. Ich hätte mit 15 keine Ausbildung machen wollen. Ich hätte nicht als "Kind" bereits 8 Stunden jeden Tag arbeiten wollen. Ich bin froh, dass ich studieren "durfte" und zwar umsonst! Schaut euch doch mal die Studiengebühren in England oder Amerika an, da sind die 500 Euro, die hierzulande debatiert werden geradezu lächerlich. Immer mit der "Ausbildungsdauer" zu argumentieren und diese auf zukünftige Gehälter umzulegen ist nicht nur peinlich sondern geradezu moralisch unvernünftig. Aber mit der Moral ist es in Zeiten der "Heuschrecken" :-D eben so eine Sache.

die chondropathia
02.08.2005, 10:21
@d.h.c. - endlich mal ein Deutscher, der die Dinge realistisch sieht und ins positive Licht rückt, DANKE DAFÜR !

Vll schaffst du es ja auch, dass ich den TVöD positiv sehen kann... :-D

Leisure Suit Alex
02.08.2005, 10:33
Kann mich Dr.HanSolos Meinung nur anschliessen :-top

zonk
02.08.2005, 15:28
Klar das viel rumjammern ist doof und das wir in "good old germany" darin zur Weltspitze gehören sowieso. Trotzdem finde ich es richtig, dass sich die Ärzteschaft nach über 30 Jahren mal wieder zu Wort meldet und dass es auch wirklich nötig ist.
Schaut euch mal die Jungs und Mädels von der IG-Metall an (naja der Vergleich ist nicht der Beste). Die streiken ja fast schon jährlich und machen in viel größerem Maße auf die aktuellen Probleme "ihrer" Angestellten aufmerksam und finden durch ihre Protestaktionen auch Gehör. Aber was dagegen im öffentlichen Dienst abgeht...naja.