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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was hattet Ihr für Abinoten?



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Lava
08.04.2002, 17:01
Deutsch leichter als Mathe?? Das würde ich nicht so pauschal behaupten. Ich finde, das hat viel mit Begabung zu tun. In Mathe muss man eben logisch denken können während für Deutsch auch Fantasie und Abstraktionsvermögen zählen. Außerdem muss man in Deutsch u.U. mehr Fakten wissen (über die ganzen Epochen und deren Vertreter). Ich jedenfalls habe die Erfahrung gemacht, dass die Mathegenies in Deutsch eine 4 oder eine 5 haben konnten, weil sie eben überhaupt gar keinen Schimmer von Literatur haben (und weil es sie meist nicht interessiert). Genauso kann ein Literaturfreak in Physik und Chemie ne Niete sein. Universalgenies gibt es selten... vielleicht 2 oder 3 pro Jahrgang. Und obwohl ich z.B.in Deutsch immer meine 1 hatte, bin ich ziemlich schlecht im Interpretieren. In Deutsch war es bei mir eben Fleiß - bei den Deutsch LKlern oft reines Talent.

08.04.2002, 17:30
Ich finde, dass es bei Deutsch - wie in keinem anderen Fach - sher sehr start auf den Lehrer ankommt, der eine wills so , der andere wieder ganz anders.
Ich war im INterpretieren immer recht gut und schaffe sogar ein paar Mal 15 P., während ich in den unteren Klassen meistens 2er und 3er hatte.

Lava
08.04.2002, 18:00
Stimmt. Wir hatten eine Klasse Lehrerin, die uns das Arbeiten, Denken und die Techniken beibringen wollte. Ein anderer Kurs hatte eine, die nur auf ihr Lösungsbuch vertraut hat und genau das wollte, was da drin stand.
Ich jedenfalls mochte schon immer die Lehrer, die einen fordern, weil sie einem tatächlich was beibringen wollen. Und dmait meine ich nicht den Stoff an sich, sondern Denkweisen, Herangehensweisen, Spaß an der Sache, Fleiß und Ehrgeiz.

08.04.2002, 19:21
Als wenn es hier um das Fach Deutsch ginge. Interessant ist doch, ob man Deutsch und Mathe als Prüfungsfach im Abitur haben MUSS (z.B. Bayern, BaWü) oder einfach abwählen kann. Das ist der springende Punkt.

FataMorgana
08.04.2002, 21:55
Liebe Medizinstudent(inn)en,

meint Ihr nicht, dass jetzt, nach endlosen Diskussionen über dieses Thema, mal wieder ein Blick nach vorn riskiert werden könnte?

Solche rückwärts gewandten Betrachtungen sind ja schön und gut und wichtig, aber sie müssen irgendwann auch ein Ende haben!!!

Oder wollt Ihr im 3. Jahr der Facharztweiterbildung immer noch über grünen Alienschleim aus dem 2. IMPP-Staatsexamen sinnieren? Das taugt doch später eher als Witz denn als Diskussionsstoff! So ähnlich sehe ich es auch mit dem Abi.

:-D

10.04.2002, 09:53
also nu geb ich auch mal meinen senf dazu:

zunächst mal vertrete ich bei der Abinotendiskussion den 2,bla-Schnitt... (bla, da ich es wirklich nicht sehr aussagekräftig finde, wie der Schnitt genau war).
Also nur absolutes Mittelmaß... nicht besser und nicht schlechter. Bis auf meine Eltern hat das nie wieder einen wirklich interessiert (ok, zu meiner Zeit gabs noch den Medi-Test - und deshalb war es wirklich wurscht).
In die Abinote fließen sooooooo viele Noten ein, aus allen möglichen Bereichen - und dem einen liegt das Fach mehr, dem anderen das (mal zu mir, ich hatte die LKs Bio und Päda.... Päda war mein absolut schlechtestes Fach im Abi...) - und ich gestehe, in Sport war ich eine Niete ;-)

Komischerweise hatte ich im Studium nie wirklich Probleme, da mich eigentlich (fast alles) interessiert hat - und das ist für mich das entscheidende, wie engagiert und wie interessiert geht man an das Studium dran, und da ist es völlig wurscht, ob man med oder Jura oder Lehramt Primarstufe studiert oder ob man einen einser, zweier oder dreier Schnitt hat - das entscheidet nur darüber, ob oder besser gesagt, wann man einen Studienplatz bekommt, so!

Und nun zum grünen Alienschleim: Es wird immer ein absoluter Lacher bleiben :-)) - aber wer fragt später schon, ob man den Punkt hatte oder nicht (ich hatte ihn nicht ;-) )

-EL-
10.04.2002, 23:02
Ätsch!

So ne gute Vorbereitung aufs Medizinstudium wie ich hat wohl keiner:

Lks: Auswendiglernen, Auswendiglernen (II)

Gks: Auswendiglernen (III), Auswendiglernen (IV)

Da staunt ihr, gell?

:-top

11.04.2002, 13:12
Du bist im 2. Semster, kennst Flecki et al. bisher nur vom hörensagen und erzählst hier was von Abitur ???
Sorry, aber tickst Du noch richtig ?

-EL-
11.04.2002, 17:28
Also Herr Unbekannt:

1.) Das war ein Witz, ja? Oder meinst Du es gibt irgendwo ein Auswendiglern LK?

2.) Daß das Medizinstudium hauptsächlich aus Auswendiglernen besteht merkt man schon eher früh.

3.) Es ist mir schon klar, dass so ein toller Hecht aus dem x-tausendsten Semester wie Du natürlich ganz genau weiß wie alles so läuft, aber es soll auch andere Leute geben, die ne Meinung haben.

11.04.2002, 20:28
Bin erst in der 11. (BW) und wollte nur mal anmerken, dass unser Jahrgang der erste ist, der das Vergnügen hat die reformierte Oberstufe zu besuchen.
Mathe, Deutsch u. eine Fremdsprache werden jetzt Kerkompetenzfächer genannt u. teilweise fast auf LK- Niveau unterrichtet, hinzukommt ein Neigungsfach (ein Fach deiner Wahl aber natürlich auch wieder mit mehreren Einschränkungen), ein Profilfach (ein Fach aus dem sprachlichen,-oder naturwissenschaftlichen Zug).
In einem der Fächer, indem man schriftl. geprüft wurde, muss man eine mündl. Prüfung ablegen und dann zusätzl. noch eine weitere, die durch einen Seminarkurs ersetzt werden kann.
Mit diesen Prüfungsfächern müssen alle Bereiche abgedeckt werden (Gesellschftswissenschaftlich usw.).
Alles in allem bedeutet das für uns ein Prüfungsfach mehr und nicht wie früher Wochenstundenzahlen von teilweise 26 Stunden, nein, auf uns kommen ca. 32-36 Stunden zu. (Natürlich ist das nichts gegen eure Arbeitszeit).
Natürlich habe ich das System nur kurz und sehr oberflächlich umreißen können aber in Anbetracht dessen, dass nicht einmal das Ministerium bescheid weiß(!!!) und der Leitfaden mehr als schlecht ist, hoffe ich, dass ich meinen Betrag dazu geleistet habe, dass diese Diskussion etwas weiter vorankommt.
Mfg
Kathrin

11.04.2002, 21:12
Hallo

Ich habe in BW Abi gemacht letztes Jahr und 26 Wochenstunden ging auch bei uns nich so einfach. Nur wenn du keine Wahlfächer hattest und Mathe/Erdkunde LK konntest du in einem jahr 26 im anderen 30 haben. Normal waren es aber 30-34 Wochenstunden also heul mal nich hier rum.
Zum nächsten du meintest eine Prüfung mehr? das verstehe ich nicht? Wir hatten schriftlich: 2 LKs + 1 GK und mündlich: 1GK +eins der schriftlichen Fächer! Ich kenne mich mit dem System aus (Mutter is Lehrerin am Gym) und soweit ich das überblicke wird das Niveau dadurch sicher nicht steigen sondern eher sinken. Ich finde sowieso das Niveau sollte höher werden aber die Tendenz ist eher das Gegenteil. Abi ist echt zu einfach meiner Meinung nach. Auch wenn BaWü insgesamt wohl eins der schwereren Abis hat trotzdem sollte es noch anspruchsvoller werden.

12.04.2002, 12:50
Um deine Frage zu beantworten:
Schriftl. Prüfung in den 3 Kernkompetenzfächern+ entweder im Neigungs,- oder Profilfach.

18.04.2002, 12:33
hmm,
also Abi 2000 2,7 in BW
LKs D, Bio
GK M, Eth

z.Z. im 2. Sem. und soweit zufrieden, nur Termi verhauen.

18.04.2002, 13:31
wie hast du denn deinen studenplatz bekommen? hab auch 2,7 bw und bin noch nicht drin!
sach mal...

22.04.2002, 14:14
Ich denke das der frühere einheitliche Medizinereingangstest trotz allem das gerechtere Auswahlkriterium war als heute nur noch alles vom NC abhängig zu machen.

Wo doch die Noten/Leistungen in der ganzen Schulzeit denke ich selbst von Schule zu Schule sogar von Lehrer zu Lehrer alles in allem doch recht unterschiedlich bewertet werden.

Und genauso verhält es sich auch mit den mündlichen Prüfungen an der UNI.

Humaner Prüfer = Glück gehabt = bestanden.
Sch... Prüfer = Pech gehabt = durchgefallen.

Also den NC könnt ihr in der Pfeife rauchen !!!

Nico
22.04.2002, 15:37
Ja, den kann man wirklich in der Pfeife rauchen....

Ich verrat's euch mal: Ich hab ein Abi von 3,0.
Aber ich wollte auch nie Medizin studieren....
Und jetzt mach ich's doch....schon länger. :-)

Erstens kommt es anders - und zweitens als man denkt.

22.04.2002, 15:59
angeblich sind wir nach der Pisa Studie sogar so ziehmlich die schlechtesten was Bildung angeht im Vergleich zu unseren Nachbarstaaten und auch die Noten sind scheinbar bei uns total überbewertet.

Wahrscheinlich wäre es wirklich besser gewesen das ehemalige Schulsystem der DDR zu übernehmen. Wurde glaube ich sogar nachgewiesen das man dort viel mehr gelernt hat.

Obwohl ich im Westen aufgewachsen bin und auch hier zur Schule gegangen bin sprechen die Fakten gegen den tatsächlichen Wert unsere guten Abinoten und zwar in ganz Deutschland.

Also soviel zum Wert der Abinoten !!!

22.04.2002, 16:32
also ich halte von unserem ganzen Schulsystem überhaupt nichts!!

Habe 9 Jahre Hauptschule Abschluß und das nur mit der Note 4,0.
Anschießend Fachschulreife 11 Klasse hängen geblieben, nach Wiederholung auch nur knapp mit der Note 4 abgeschlossen.
Also damals wurde ich echt als letzter "Heuler" angesehen.

Dann habe ich eine Installateurlehre auf dem Bau gemacht und Abi nachgemacht und das mit der Note 2.3 beendet und das Medizinstudium angefangen.

Das Studium habe ich bis jetzt easy durchgezogen und gerade mein 2. Stex bestanden. War wirklich entäuscht wie die so für mich damals auf hohem Potest stehenden 1er Abi-Studis mit ihrem z.T. großen Mundwerk teilweise sich so schwer taten und sogar aufgaben.

Trotz meiner bestimmt damals misserablen Schulbildung und Vorkenntnisse habe ich das jetzt das 2. Stex prima bestanden und denke dass ich die meisten der angeblichen Superstudis locker hinter mir gelassen habe.

Und das als Hauptschueler!!!

Lava
22.04.2002, 17:53
Jetzt möchte ich unser Schulsystem aber auch mal ein bisschen verteidigen (die "Nichtvergleichbarkeit" mal außen vor gelassen). Man kann doch die Schuld nicht nur dem System oder den Lehrern geben! Es hängt - zumindest in der Sek II - auch viel von einem selber ab. Man kann sich auf die faule Haut legen, anwesend sein und tun, was nötig ist oder man kann sich ein bisschen engagieren und versuchen, vielleicht wirklich was zu lernen. Klar geht das nicht bei allen Fächern und Lehrern. Aber wenn ein Lehrer ******* ist oder man ein Fach nicht mag, kann man auch schlecht das System verantwortlich machen. Und wenn einer meint, er braucht für seine Allgemeinbildung unbedingt Mathe, Deutsch und Englisch als Abiprüfungsfach, hindert ihn doch auch keiner daran! Man muss sich halt nur bewusst sein, was Schule eigentlich bedeutet.

15.06.2002, 17:09
Da war doch was...
Aber jetzt wissen wir endlich Bescheid:



Beim innerdeutschen Schulleistungsvergleich im Rahmen des PISA-Tests liegt Bayern mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Bundesländern. Auf den letzten Plätzen finden sich Bremen, Sachsen-Anhalt und das Saarland.

Berlin - Gut zwei Wochen vor der offiziellen Verkündung, berichtet die Nachrichtenagentur dpa vorab über die Ergebnisse des Schüler-Tests. Demnach landet Baden-Württemberg auf Platz zwei des bundesdeutschen Schul-Rankings. Auf dem dritten und vierten Platz sind in etwa punktgleich Sachsen und Rheinland-Pfalz vertreten.

DPA

Im internationalen Vergleich schnitten die deutschen Schüler miserabel ab


Für den deutschen Vergleich hatten die Kultusminister der 16 Bundesländer die Schulleistungen von 50.000 Schülern im Alter von 15 Jahren testen lassen. Schwerpunkte bildeten dabei das Lese- und Textverständnis und die Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften.

Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen landet bei dem Leistungstest im Mittelfeld. "Schlusslichter" bilden das Saarland, Sachsen-Anhalt und Bremen. Die anderen beiden Stadtstaaten Hamburg und Berlin mit ähnlichen sozialen Problemen wie Bremen wurden bei der innerdeutschen PISA-Gesamtwertung ausgeschlossen, weil ihre Schulbehörden nicht für eine ausreichende Testbeteiligung gesorgt hatten. Bremen hat von allen Bundesländern in Deutschland die höchste Zahl an Sozialhilfeempfängern.

Das bayerische Schulsystem ist nach den Erkenntnissen der Schulforschung von harter sozialer Auslese gekennzeichnet. In Bayern schaffen nur 20 Prozent der Schüler eines Jahrganges das Abitur. Im Bundesdurchschnitt sind dies 27 Prozent. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen legen 29 Prozent eines Altersjahrganges die Reifeprüfung ab. Insgesamt gelten diese deutschen Quoten gemessen an den Anforderungen des Arbeitsmarktes im weltweiten Vergleich der Industrienationen als viel zu gering. Das deutsche Schulsystem tut sich bei der Förderung von Kindern aus ärmeren und bildungsfernen Schichten besonders schwer.

PISA (Programme for International Student Assessment) ist der bisher weltweit größte Schulleistungstest, an dem 32 Industrie-Nationen teilnahmen. Untersucht wird dabei nicht nur das Wissen der Schüler, sondern auch ihre Fähigkeit, dieses bei der Lösung lebensnaher Aufgaben anzuwenden. Neben den Leistungen werden zugleich familiärer und sozialer Hintergrund der Schüler erfasst. Die Koordinierung der Vergleichstudie erfolgt durch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Die deutsche Auswertung obliegt dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.

Die innerdeutschen Ergebnisse sollen offiziell erst Ende Juni von der Kultusministerkonferenz in Berlin bekannt gegeben werden. Bei der bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellten weltweiten Wertung hatte die Bundesrepublik insgesamt miserabel abgeschnitten. Deutschland landete unter 32 Teilnehmer-Staaten abgeschlagen auf dem 21. Platz. Fast jeder fünfte deutsche Schüler erreichte beim Lese-und Textverständnis allenfalls die unterste Niveaustufe.

Quelle: www.spiegel.de