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Leggo1
10.07.2005, 11:52
seit dem ÖL-Krieg


Also der Ölpreis war selten so hoch wie jetzt. Von wegen Ölkrieg...

zotteltroll
10.07.2005, 12:07
Aber warum eigentlich haben die Leute gegen den Irakkrieg demostriert?

Wie du schon beschreibst ... Zeitgeist?! Die selbe fragwürdige Haltung, die z.B. Atheisten und katholisch nicht unbedingt sattelfeste Jugendliche zum Papstbegräbnis rennen lässt? Hauptsache dabei. Käme ein Krieg und wäre der medienwirksam nur entsprechend unterfüttert, so würden die Pazifisten von gestern mit dem Victory-Zeichen posieren ...

ehec
10.07.2005, 12:10
kritisiert ihr jetzt ernsthaft demonstrationen gegen krieg? mit der begruendung, dass das ja alle nur machen, weils gerade "in" ist?


edit: ach ja, staendig "zeitgeist" zu schreien, ist auch nur eine andere erscheinungsform eben desselben :-)

Rico
10.07.2005, 12:29
da nun jeder von London redet
möchte ich mal von Baghdad erzählen:-sleppy siehe
hier (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=193642&postcount=57)

Seit wann passiert das alles?
seit dem ÖL-Krieg Doppel-:-sleppy
1995 Anschlag auf einen US-Stützpunkt in Saudi-Arabien (7 Tote)
1996 das gleiche nochmal (19 Tote)
1998 Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam (224 Tote)
2000 Anschlag auf den Zerstörer Cole im Jemen (17 Tote)
2002 Anschlag auf eine Synagoge auf Djerba (19 Tote)
2002 Anschlag auf ein von Israelis besuchtes Hotel in Mombasa (18 Tote)
2002 Anschlag auf Hotels in Bali (mind 190 Tote)

Jaja... Quaida-Terror gibt es erst seit dem Golfkrieg... ganz klarer Fall... Du hast's echt kapiert....

Wer ist verantwortlich?
B & B ( Bush and Blair )Doch immer noch der, der die Bombe legt, bitteschön!

Rico
10.07.2005, 12:32
kritisiert ihr jetzt ernsthaft demonstrationen gegen krieg? mit der begruendung, dass das ja alle nur machen, weils gerade "in" ist?Demonstrationen gegen den krieg sind ja schön und gut, aber die Golfgkrieg-demos haben halt mal die Motive der Demonstranten schonungslos offen gelegt:

Die Schüler sind exakt (!!) bis zum Beginn der Osterferien demonstrieren gegangen (sowieso vorwiegend vormittags).
Die Studenten (seit Dekanden diejenigen, die die Flagge des Pazifismus hochhalten) sind gleich daheim geblieben, weil bei Kriegsbeginn schon Semesterferien waren und nach den Ferien der Krieg rum war...

Solche Werktagspazifisten kannst Du doch nicht ernst nehmen....

Loish
10.07.2005, 13:20
kritisiert ihr jetzt ernsthaft demonstrationen gegen krieg? mit der begruendung, dass das ja alle nur machen, weils gerade "in" ist?

Ich kritisiere nicht die Kriegsdemo an sich, sondern die Gründe weswegen eine solche Demo bei einzelnen Kriegen zustandekommt.
Rico: :-)) :-top

ehec
10.07.2005, 13:55
nicht die demo an sich, sondern nur die gruende, aus denen demonstriert wird... mal ganz abgesehen davon, dass eine demo per se immer aus einer sehr heterogenen gruppe besteht und es sowas "die" studenten, "die" schueler etc nicht gibt, und es demzufolge auch schwer wird, einer solchen gruppe von leuten eine einzige motivation zu unterstellen, seid ihr also der meinung, dass alle nur hingegangen sind, weils gerade schick und in ist? nun ja, wirklich unrecht habt ihr damit bestimmt nicht, aber muss man denn gleich full-time-ngo-aktivist sein, um sich das recht zu verdienen auf die strasse zu gehen und seine meinung kund zu tun? das ist doch etwas weltfremd, eine demonstration und deren teilnehmer zu verurteilen, nur weil es einen gewissen common sense gegeben hat...


ehec.

Miss
10.07.2005, 14:17
Also, der Thread hat sich jetzt irgendwie zu Haarspalterei bezüglich Gut und Böse entwickelt (mal ein bißchen überspitzt ausgedrückt).

Natürlich finde ich es auch besser, wenn die Menschen nicht nur mal n bißchen demonstrieren gehen, weil das gerade alle machen. Im besten Fall sind sie nämlich auch über andere Dinge informiert, die auch aktuell sind, aber gerade mal nicht in den 20Uhr-Nachrichten sind -und am allerbesten sind sie noch politisch engagiert.

Andernfalls sind sie mir nicht involviert und qualifiziert genug, um ihre Betroffenheit mit einer öffentlichen Aktion zu demonstrieren. (Vorsicht, Ironie!)

So, wer ist jetzt noch dabei und darf demonstrieren ?

Also, ich nicht...zähl mich durchaus zu den bißchen interessierteren, dem Weltgeschehen über die Formeleins-Ergebnisse hinausgehend folgenden Menschen, aber eigentlich dürfte ich in dem Sinne dann auch nicht mehr den Mund aufmachen.
Ich kann leider nicht immer dabei sein, aber manchmal gehe ich auch demonstrieren und manchmal bin ich besonders betroffen, auch wenn ich sonst auch betroffen bin (es ist echt eine total blöde Angewohnheit, daß man sich für alles immer rechtfertigen muß, eigentlich darf man nichts besonders schlimm finden, weil es immer was gibt, was noch schlimmer ist, und das ist dann politisch inkorrekt

Mich hat das z.B. auch genervt, daß bei dem Tsunami alle aus ihren Löchern kamen. Die Politiker haben sich beweihräuchert, weil der eine soundsoviele Millionen gegeben hat und der nächste noch mal doppelt so viel und so weiter und so fort...und praktisch wurde kaum mehr Geld vergeben, sondern das Budget wurde nur umgeschichtet, und ein paar Ländern haben dann halt mal dieses Jahr weniger bekommen (was habe ich da gelesen, der wahre Verlierer war Afrika). Mich hats genervt, daß alle jetzt aufschrien, auch die, die sich sonst für gar nichts interessieren. Aber im Endeffekt, immerhin dann. Die sind genauso wenig perfekt wie die meisten von uns. Manche brauchen eben ein bißchen mehr, um wachgerüttelt zu werden.

Und ich kanns eigentlich auch gut nachvollziehen, wenn man sich nochmal anders Gedanken macht, weil man denkt "das hätte jetzt ich sein können".
Ich finde das macht halt wirklich nochmal n Unterschied, ob ich morgens in meinen Bus steig und zur Uni fahre, und der fliegt in die Luft, als wenn ich in Bagdad unterwegs bin...das ist Kriegsgebiet (wie auch schon jemand sagte). HH irgendwie nicht, und London auch nicht. Das ist wirklich was anderes, da ist man sich dieser Gefahr wirklich nicht bewußt, da müßte ich ja permanent angst haben.

Und zu sagen, man brauch/soll nicht demonstrieren gehen, weil es eh nichts nutzt, weil man eh nichts ändern kann....hallo?? Wenn immer alle so gedacht hätten, dann wäre wirklich noch nie was verändert worden.
Haben Demos nur eine Berechtigung, wenn sie Aussicht auf Erfolg haben?? Kann man das berechnen?


Okay, so viel erstmal...ich hab die Hälfte vergessen, und über Inkorrektheiten möchte ich eigentlich auch nicht aufgeklärt werden.

Loish
10.07.2005, 14:19
nicht die demo an sich, sondern nur die gruende, aus denen demonstriert wird...
danke, so klingt das schon viel leserlicher. :-)


mal ganz abgesehen davon, dass eine demo per se immer aus einer sehr heterogenen gruppe besteht und es sowas "die" studenten, "die" schueler etc nicht gibt, und es demzufolge auch schwer wird, einer solchen gruppe von leuten eine einzige motivation zu unterstellen...
da hast du völlig recht, und ich habe es auch nie so gesehen. wenn es so rübergekommen ist, als würd ich "alle" oder "die" meinen (denn geschrieben habe ich es ganz sicher nicht), dann tut es mir leid


, seid ihr also der meinung, dass alle nur hingegangen sind, weils gerade schick und in ist?
Ja, genau! Ach Mist.... nein, natürlich nicht "alle" - aber das hatte wir ja schon.


nun ja, wirklich unrecht habt ihr damit bestimmt nicht, aber muss man denn gleich full-time-ngo-aktivist sein, um sich das recht zu verdienen auf die strasse zu gehen und seine meinung kund zu tun? das ist doch etwas weltfremd, eine demonstration und deren teilnehmer zu verurteilen, nur weil es einen gewissen common sense gegeben hat...
vermutlich hast auch du da nicht unrecht. wobei ich es nicht "verurteilt" habe, sondern kritisiert... bzw als Heuchlerei abgestempelt, was in gewisser Weise vielleicht genau so schlimm ist. Ich finde es ja nicht schlimm, wenn jemand demonstriert etc... ich finde es nur schlimm, dass man nicht sagen kann - ich nicht, weil wegen bla bla - ohne, dass Leute sich aufspielen, als wären sie bessere Menschen als du, weil "sie ja was tun" (was in dem Fall der Anit-Irak-Kriegs-Demo eben schlicht gelogen war).
Was weltfremd ist und was nicht, darüber kann man sich lange streiten. Im Endeffekt würds ja drauf hinauslaufen, dass du älter und daher klüger als ich bist (whohoh!) daher.... :-dance lassen wirs am besten.
Ich wollt ja hier nur zeigen, dass zotteltrolls Meinung es durchaus verdient hat erst genommen zu werden und nicht gleich als Arsch**-Meinung "verurteilt" werden muss. :-nix

Loish
10.07.2005, 14:33
Miss, ich finde deinen ganzen Beitrag da oben auch toll geschrieben und so... wobei man zu meiner Verteidigung sagen muss, dass es eben auch schwerer ist gegen den Strom zu argumentieren als so.
Nur kurz dazu, um Mißverständniss aus dem Weg zu räumen:

Und zu sagen, man brauch/soll nicht demonstrieren gehen, weil es eh nichts nutzt, weil man eh nichts ändern kann....hallo?? Wenn immer alle so gedacht hätten, dann wäre wirklich noch nie was verändert worden.
Haben Demos nur eine Berechtigung, wenn sie Aussicht auf Erfolg haben?? Kann man das berechnen?
Es ging nicht um Demos, die "nix ändern können" - weil die Übermacht so groß ist etc... oder weils "halt nix bringt", wie Studiengebührendemos etc etc....
das finde ich ja gut! Ich bin ja kein Demo-Gegner, der nie hingeht, um Himmels willen.... Flagge zeigen ist ja gut und nützlich, aber manchmal ist es einfach nicht mehr notwendig.
Wenn ich jetzt demonstrieren gehen würde mit nem Schild, dafür, dass Frauen auch als eigenständige Menschen angesehen werden (Mittelalter und so *g*).... dann wär das ja gut und schon. Aber es würde halt nix nützen, weil eh alle der selben Meinung sind. Und eh alle wissen, dass alle der Meinung sind. So ähnlich sah ich das mit Irak-kriegs-demos auch.
Aber weil ich diese Demos kritisiert habe solltet ihr nicht daraus schließen, dass ich alle kritisiere!
:-)

Jemine
10.07.2005, 15:26
@ Miss und Lioness: :-meinung

Seltsam, dass "Abstufungen" im Empfinden von Geschehnissen immer irgendwie begründet werden müssen, nur, damit man nicht sofort missverstanden wird... :peace:

Miss
10.07.2005, 15:27
Wenn ich jetzt demonstrieren gehen würde mit nem Schild, dafür, dass Frauen auch als eigenständige Menschen angesehen werden (Mittelalter und so *g*).... dann wär das ja gut und schon. Aber es würde halt nix nützen, weil eh alle der selben Meinung sind. Und eh alle wissen, dass alle der Meinung sind. So ähnlich sah ich das mit Irak-kriegs-demos auch.
Aber weil ich diese Demos kritisiert habe solltet ihr nicht daraus schließen, dass ich alle kritisiere!
:-)
Um welchen Irak-Krieg gings eigentlich ursprünglich? der aktuelle oder der 90/91?
Beim früheren kann ich mich noch dran erinnern, daß wir Schüler durch die Straßen gezogen sind und "Kein Blut für Öl" geschrien haben. Ja, das war damals so, ich hatte wenig Ahnung, aber es gab durchaus welche, die da mehr wußten.
Und jetzt? "Natürlich" hats nicht viel gebracht, der Irak-Krieg wurde nicht aufgehalten, das zu hoffen gewagt haben auch nur die größten Optimisten, ABER es war doch trotzdem mal gut, daß man die Leute auf die Straßen, in die Öffentlichkeit gekriegt hat.
Ich finde, auch wenn man wahrscheinlich nichts ändern kann, ist es trotzdem wichtig, seine Meinung kundzutun. Es hat doch auch einen verbindenden Charakter...wenn man ganz allein in seiner Stadt mit ein paar Leuten demonstriert (kommt demos nicht von Volk?), dann kommt man sich doch ein bißchen einsam und verlassen vor...wenn das aber ein großer Teil der Welt auch tut, dann hat man ein bißchen mehr das Gefühl, das richtige zu tun. Gemeinsam sind wir stark. (okay, ich hör auf mit Platitüden :-)) )
Und überhaupt ;-)

Kann jetzt sein, daß wir ein bißchen aneinander vorbeireden.
Aber im Endeffekt kann ich eigentlich ganz gut damit leben, daß unsere Meinung sich nicht hundertpro decken ;-) so ist das halt. Und so schlimm ist Deine Meinung ja Gott sei Dank auch nicht.

Schönen Gruß Miss

Loish
10.07.2005, 16:15
Kann jetzt sein, daß wir ein bißchen aneinander vorbeireden.

Das glaub ich aber auch.


Aber im Endeffekt kann ich eigentlich ganz gut damit leben, daß unsere Meinung sich nicht hundertpro decken ;-)
Geht mir genauso ;-)

Und so schlimm ist Deine Meinung ja Gott sei Dank auch nicht.
Deine ja auch nicht.
:peace:

Somit *mit einem seufzer der erleichterung in der reihen* sei das Off-topic beendet und lasset uns wieder über "Terroranschläge in London" reden...
:-))

lilxbee
10.07.2005, 17:13
Rico du zählst anschläge im arabischen raum auf.. die nur auf US basis usw stattfanden..

doch gib mir ein datum.. wo ein anschlag gegen irakische zivilisten vor dem ÖL-Krieg passiert ist.
Ja Er bleibt für mich der ÖL-Krieg, nur ein weiterer Auslöser für Fanatiker, die immer mehr Hass gegen USA und GB entwickeln. Terror bekämpft man nicht mit Terror.. und wenn the President seine Politik nicht anders ausrichtet, wird er zwar weitere Kriege gegen weitere Entwicklungsländer gewinnen, aber sein Name auf der liste der meist verhassten Menschen wird weiter steigen und er zieht gleich sein Land und seine Verbündeten mit.. und wie wir auch sehen.. unschuldige britische Bürger, Menschen die wahrscheinlich mit dessen Politik sowieso nicht einverstanden ist

und was sind nun die folgen... Mehr hass gegen Islamisten.. indirekt gegen Moslems.. ich merke es schon dass sogar in der Gym. Oberstufe meiner schule die beiden begriffe verwechselt werden.

als Gegenzug startet bald USA eine neue offensive gegen Talibanmitglieder irgendwo im Busch von Afghnisten... Diese werden neutralisiert.. leider hunderte von Unschuldigen gleich mit.. und der Hass gegen USA wächst

und Bald wird schon der Nächste Anschlag auf Europa geplant.. gott weiss wo.. Rome? Paris? oder vielleicht Berlin?

Das ganze verläuft weiter .. Kettenreaktion die nicht enden wird. Ein Teufelskreis im wahren Sinne des Wortes


Macht nicht die Attentäter dafür verantworlich.. sondern die ganzen umstände die zurzeit herrschen

Vergleicht es einfach mit dem Auslöser zum ersten Weltkrieg..
war wirklich der Anlass für den Krieg .. dass ein serbischer Fanatiker den Ösi Thronfolger erschossen hat? ganz und gar nicht .. Begründung wäre dafür zu Multikausal und hätte eine Bandbreite von 50 Jahre Politik


mein Ziel war es nicht hier das Thema zu verfehlen.. nur ich reagiere etwas zu emotional ..und nun versuche ich mein letzter Post etwas zu konkretisieren.

Leggo1
10.07.2005, 17:36
Macht nicht die Attentäter dafür verantworlich.. sondern die ganzen umstände die zurzeit herrschen.

Aber sicher doch!!! Wie Rico eben gesagt hat, haben diese Anschläge wenig mit Bush, Blair, Irak, Afghanistan, Taliban usw. zu tun. Das sind nur Aufhänger. Bin Laden und seine blutigen Brüder haben schon lange zuvor Anschläge gegen westliche Institutionen ausgeführt!

Und natürlich hat es früher im Irak keine islamistischen Suicid-bombings gegeben, als Saddam noch da war. Jetzt ist das Land aber unter westlichem Einfluss und deshalb ein Ziel für die blutigen Brüder. Aber das ist ja logisch und sicherlich nicht die Schuld der Allierten. Man könnte den Eindruck bekommen, die amerikanischen Soldaten würden heimtückische Bombenanschläge auf Linienbusse in Bagdak verüben.

Rico
10.07.2005, 18:27
.... anschläge im arabischen raum auf.. die nur auf US basis usw stattfanden.. Schon klar, wes Geistes Kind da spricht.... :-???
doch gib mir ein datum.. wo ein anschlag gegen irakische zivilisten vor dem ÖL-Krieg passiert ist. Es ist doch völlig wumpsegal, wo die Quaida ihre Anschläge durchführen und wer ihnen zum Opfer fällt. Ob das nun irakische Zivilisten sind, die zufällig an einem Rekrutierungsbüro vorbeilaufen oder ob es Australier sind, die auf Bali in eine Disko gehen. :-meinung
Fakt ist, die Terroristen bringen Menschen um, dort wo es ihnen zweckmäßig erscheint. Wenn in Spanien Wahlen sind, dann wird der Anschlag dort durchgeführt und wenn man meint, ihm Irak weiter den Einfluß der Alliierten schwächen zu können, dann wird eben im Irak ein Anschlag verübt.

Früher war es natürlich wenig zweckmäßig im Irak oder in Afghanistan die Bevölkerung, die ja eh unter der Knute des jeweiligen Despoten stand, auch noch mit Anschlägen zu malträtieren. das dies jetzt nach der Befreiuung der Fall ist, das darf man den Befreiern nicht vorwerfen.
Es darf kein Argument sein, die Taliban oder Saddam weitermachen zu lassen, bloß weil dadurch das Land zur Zielscheibe der Terroristen werden könnte - denn das würde heißen, vor dem Terrorismus zu resignieren.

Ich stimme Dir zu, daß das Terrorismusproblem nicht alleine mit militärischer Gewalt gelöst werden kann. Es sind Maßnahmen zur Bildung und Versorgung der Schichten, aus denen die Terroristen ihren Nachwuchs rekrutieren nötig, damit diese einsehen, daß es nicht lohnt, dem örtlichen Warlord hinterher zu rennen und sich als Selbstmordattentäter zur Verfügung zu stellen. Allerdings kann es durchaus nötig sein, für derartige Maßnahmen zunächst ein fruchtbares Umfeld zu schaffen und dies ist oftmals nur militärisch möglich. Wie will man politische Bildung in ein Land wie Afghanistan tragen, in dem die Taliban versuchen, die Bevölkerung diesbezüglich dumm zu halten und gemäß ihrer Islamauslegung zu fanatisieren?
Ein Haus, das brennt muß zuerst gelöscht werden, bevor man anfangen kann, den Brandschutz zu erhöhren.

lilxbee
10.07.2005, 23:49
kollege rico

die NUR bezieht sich eher auf Basis ( armee ) als auf US .. hab mich vielleicht ein wenig fehlerhaft ausgedruckt.

nur ich bin mir sicher dass nicht nur AL KAIDA hinter den ganzen Anschlägen steht.. zumindest nicht in irak

im irakischen fernsehen zeigen sie seit monaten .. fast täglich Verbrecher ( ehemalige US-Panzer brecher, Menschen Metzgern und Mitwirkende in verschiedensten Anschläge )

diese männer scheinen zum größten teil nicht mal im klaren zu sein was sie tun..
sie bekommen eine Belohnung zwischen 5 $ und 10.000 $ und müssen dafür ihre Jobs erledigen. nach dem Regel.. Befehl ausführen dann nach Begründung verläuft alles Problemlos für den Auftraggeber

Heiliger Krieg und Leben nach dem Tod gilt nur noch für die selbstmordattentäte.. alle anderen sind nur noch Teil-zeit beschäftigte.. bzw üben ihre Anschläge nebenbei aus um etwas Geld zu verdienen in einem Land wo geld verdienen ohne Korruption und Schwarz markt sehr schwer ist.

ich bin selber ein iraker..
ich bin gegen die US-Herrschaft ( dies ist für mich keine Befreiung ) aber auch gegen den Heiligen Krieg und jeglicher form von Terror
ich muss zugeben.. dass ich sympathie entwickelt habe für die jenigen die sich als Widerstandskämpfer bezeichnet haben.. das is aber klar... Niemand möchte von einem fremden regieren lassen. Nun gibt es solche Helden nicht mehr..

Notdoc
11.07.2005, 19:26
London fährt Fahrrad (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,364728,00.html)

Notdoc
12.07.2005, 12:06
Amateurvideo ist ein Trojaner

http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,364830,00.html

hibbert
12.07.2005, 15:37
Ich finde es zum Teil schon bezeichnend, dass in den USA von der Europäischen Arabischen Union gesprochen wird. Ich kann mir auch vorstellen, was andere Länder von uns denken müssen. Ich glaube, dass in Amerika ganz einfach mit solchen Menschen anders verfahren wird. Wer dort offentlich von den Ungläubigen und deren Schicksal im Feuer predigt(Weltspiegel, vergangene Woche VIDEO (http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag.asp?uid=yzz7qfkx6bhql2ko)), hat dort die längste Zeit gelebt. Aber hier nicht, natürlich nicht, hier wird hasspredigen wohl noch als kulturelle Bereicherung angesehen. Sowas kann ich persönlich nicht mehr nachvollziehen. Solche Menschen sollte man mit einem Arschtritt wieder rausbefördern. Man kann nicht in ein Land kommen, deren Gastfreundschaft ausnutzen(Sozialhilfe, Kindergeld etc.) und dabei deren Bevölkerung als Ungläubige oder Todgeweihte bezeichnen. Wozu das nun alles führt, kann man ja den aktuellen Geschehnissen entnehmen.
Ich bin jetzt auch nicht mehr sicher ob diese Meinung rechtsgerichtet ist, oder einfach normal. Sehe ich da etwas verkehrt?