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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : österreich vs. ungarn



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Dr. Hibbert
11.07.2005, 22:12
das soll jetzt hier kein kampf der länder werden wollte nur mal fragen was ihr darüber denkt. denn ich habe einen studienplatz in budapest sicher, bekomme aber evtl. mit sehr viel glück auch einen in wien. was würdet ihr bevorzugen? budapest bietet den vorteil, dass man nach deutschland zurück kann aber ist halt sehr sehr teuer. und wien ist ned so teuer aber ich müsste das komplette studium dort durchziehen....

astridos
11.07.2005, 22:15
bist du dir sicher, dass man dort sein komplettes studium durchziehen muss???

han
11.07.2005, 23:38
also, was ich mich eher frage ist, ob ich das studium in österreich überhaupt schaffen würde.
mache mir nämlich grad so ziemlich die gleichen gedanken.

Hawkeye
11.07.2005, 23:43
Ich glaube nicht, dass es in Zukunft so einfach sein wird, von Ungarn zurück nach D zu wechseln...

Sunshine*w
11.07.2005, 23:47
wie kommst du da drauf?

Simon_V
12.07.2005, 00:22
Gegen Österreich spricht dass ein Wechsel während des Studiums auf Grund des unterschiedlichen Aufbaus nicht möglich ist.
Außerdem ist die Frage wie die dich in den Siebe-Prüfungen nach dem ersten Semester sehen, wenn du deutscher bist. Vielleicht setzen die alles daran, erstmal die eigenen Leute ins 2. Semester zu befördern.
Ich denke das Studienklima ist in Buda besser als in Österreich.
Vor allen Dingen weil zum ersten Semester jede Menge Leute zugelassen werden. Da sitzt man wahrscheinlich im Hörsaal wie in ner Sardinen Büchse.

Ein Wechsel aus Budapest nach Deutschland nach dem Physikum sollte kein Problem sein. Die neue Appo ist ja auch dort bekannt und entsprechende Zusatzkurse wurden eingeführt.
Wenns da net mit dem Teufel zu geht müsste das eigentlich alles anerkannt werden.
Ich frage mich viel mehr ob es wirklich kein Problem ist einen Studienplatz in D nach dem Physikum zu finden.

Ich denke dass man in Ungarn ein angenehmeres Studium hat.
Österreich ist natürlich günstiger.

Ich werde mich wohl für Budapest entscheiden!

Dr. Hibbert
12.07.2005, 17:41
...Außerdem ist die Frage wie die dich in den Siebe-Prüfungen nach dem ersten Semester sehen, wenn du deutscher bist. Vielleicht setzen die alles daran, erstmal die eigenen Leute ins 2. Semester zu befördern....

ich denke das siehst du zu pessimistisch. diese prüfungen sind nicht so extrem schwer, denn da sich in österreich jeder einschreiben kann, sind natürlich auch viele faule studienbummler und "ich teste einfach mal medizin" leute dabei. klar muss man lernen, aber mit etwas einsatz schaffst du die prüfungen in österreich garantiert auch. und von einem schlechten klima möchte ich nicht sprechen. ich war am gestern in wien und die österréicher waren echt alle in ordnung. kann man nix sagen. also ich werde mich wohl für wien entscheiden, wenn ich einen platz bekomme.

Neely
12.07.2005, 19:42
Nur eins ist dabei wichtig: Ein Studienplatz allein bringt einem absolut gar nichts, man muss auch einen Platz in den Praktika und Kleingruppenkursen bekommen, und von denen gibt es sehr viel weniger, als es Studienplätze gibt. Ohne die kommt man jedoch nicht weit, ich wäre da sehr vorsichtig.

Ich habe bereits im LPA angerufen und mir wurde gesagt, dass man es sich eigentlich nicht vorstellen kann, dass die in Ungarn das nicht dementsprechend angepasst haben, da der Gegenstandskatalog ja bekannt ist. Dass sie sich bei den Summen, um die es geht, natürlich bemühen werden, ist klar, und solange sie sich bemühen und anpassen ist es definitiv möglich.

Die Gebühren sind halt wirklich das einzige Minus, aber wenn man es irgendwie zusammenkratzen kann, ist es eine sehr gute Wahl, Szeged liegt im Europaranking sogar noch vor Ulm, auch soll sehr viel gefordert werden und die Gruppen sehr klein sein. In anderen Ländern zahlt man noch mehr, ich kenne einen US-Arzt, der für sein Studium 120.000 Dollar hinblättern durfte, da er in der Stadt heimisch war, sind da die Lebenshaltungskosten nicht drin...

Aber Kosten sind letztlich doch ein dickes Minus, wenn man es auch kostenlos oder in einigen Bundesländern zumindest billiger haben zu können.

Dr. Pschy
12.07.2005, 20:09
Ich wuerde das nicht so verkrampft sehen.

Schaun wir uns mal die Fakten an:

Ungarn- und Oesterreichfluechtlinge sind in aller Regel (nicht alle!) abgelehnte Deutsche, die hierzulande prinzipiell nur ueber die Wartezeit ne Chance haben.

Ungarn hat den Vorteil, dass das Studium mit dem in Deutschland korreliert, d.h. ein Zurueckwechseln nach dem Physikum oder nach der Gesamtstudienzeit stellt im Normalfall kein Problem dar. Dagegen stehen zum einen die Kosten und zum anderen der "Auslandsfaktor". Fazit: Wer etwas flexibel ist, den Rockzipfel Mama's auslassen kann und Geld mitbringt ist hier ziemlich richtig.

Die Vorteile von Oesterreich stellen sich geringer dar: Die Studiengaenge sind so oder so ueberlaufen, aufgrund des EuGH-Urteils wird man mit einigen Vorurteilen zu kaempfen haben und das Studium unterscheidet sich komplett vom Deutschen was ein Wechsel sehr schwer bis unmoeglich macht.
Allerdings ist das Studium selbst mit knapp 400 Euronen pro Semester im Vergleich billig, die Staedte (vor allem Wien) sind superschoen, man hat sprachlich nirgendwo Probleme und das Problem mit den ominoesen SIP-Pruefungen nach 1-2 Semester ist eigentlich keines, denn sollte man da durchfallen geht man mit den angesammelten Wartesemestern zurueck nach Deutschland.

Letztendlich muss es jeder selber wissen - ich bin fuer Oesterreich :-))

Dr. Hibbert
12.07.2005, 21:18
...aufgrund des EuGH-Urteils wird man mit einigen Vorurteilen zu kaempfen haben ...

ich glaube nicht, dass irgendjemand denkt, dass du ein schlechterer arzt bist wenn du in österreich studiert hast. genauso könnte man über die ungarn-studienten, dass die sich ihr physicum erkauft haben...totaler schwachsinn in meinen augen...

was mich an österreich aber stört sind die 3 jahre turnus nach dem studium!

Dr. Pschy
12.07.2005, 21:47
Diese Aussage war rein auf das Verhalten oesterreichischer Kommilitionen an der Uni bezogen.
Ich glaube naemlich nicht, dass man hinterher weniger Patienten hat oder dumm gefragt wird, warum man in Austria studiert hat; im Gegenteil, wahrscheinlich wird man hier auf dem Land eher mit uebertriebenem Erstaunen konfrontiert (was nicht minder aetzend ist).

Dr. Hibbert
12.07.2005, 22:17
Diese Aussage war rein auf das Verhalten oesterreichischer Kommilitionen an der Uni bezogen.
...

tjai neider gibt es überall. aber die österreicher, diue ich bis jetzt kennengelernt habe, ich kann es nicht oft genug betonen waren echt in ordnung.

@pschy sind wir etwa bald kollegegen in wien? :-party

Dr. Pschy
12.07.2005, 22:45
Bis auf die Dame im Studiensekretariat waren noch alle Oesterreicher (bisher) nett zu mir. Nur fuerchte ich wird das nicht bei allen so sein, wobei mir das allerdings egal sein kann.

Ich hoffe, dass es in Wien klappt. Geld ist schon bezahlt, warte nur noch auf die Gutschrift und dann ab zu einem der letzten Plaetze ;-)

Dr. Hibbert
12.07.2005, 23:13
wie ist das eigentlich wenn ich in österreich die 6 jahre studium beendet habe kann ich dann direkt in deutschland als assistenzarzt weitermachen oder muss ich erst noch 3 jahre turnus machen?

roletti
13.07.2005, 08:17
mal kurz zu meiner geschichte:
humanmedizin an der uni wien und uni graz dann gewechselt auf zahn - allerdings bin ich da schon auf der klinik und musste keine sip machen!

ich kann allerdings soviel sagen, es gibt eine gewisse anzahl an plätzen dessen muss man sich bewusst sein, die "einstiegsprüfung" nach den ersten beiden semestern ist nicht schwierig vom lerninhalt her, alleine die prüfungsmodalitäten und die bewertung der prüfungen stellen das problem dar - sagen "die jungen"!

lebenskosten in wien sind aber ein horror! bsp. 38 qum (3 gehminuten zum akh) kostet hier € 370,-- (ohne strom und heizung inkl. ca. 420) ausgehen abends - eigentlich sauteuer! kurzum die lebenserhaltungskosten sind wirklich sehr hoch!

aufgerechnet auf die studiengebühren in ungarn und die dortigen fixkosten rechnet sich ein studiumin ungarn immer. zumal der betrieb dort wirtschaftlich orientiert ist und von seinem leumund lebt, es sich eben nicht leisten kann bürokartische hürden aufzustellen. in wien ist das definitiv so, weil eben zugang für alle. ich kann nur von der zahnmedizin berichten, dass man nach dem ablegen des zweiten studienabschnittes bis zu einem jahr wartet auf den dritten abschnitt und nach den praktischen übungen, die vor der klinik zu absolvieren sind die SIP4 und SIP5 machen muss - die sind wirklich ein hammer!!! und erst dann kann man - wiederum nach einer wartezeit von bis zu einem halben jahr am patienten arbeiten! und wenn man dann am patienten arbeitet wird man von den dienstständen tw. wie der letzte rotz behandelt, von einem respektvollen umgang kann hier keine rede sein! großartiges lernt man eigentlich auch nicht zumal die behandlungszeit, im gegensatz zu ungarn nur 1/5 beträgt!!!!!

ich muss zwar alle meine fachprüfungen nochmals ablegen in ungarn, aber das ist es mir wert wenn ich dort ins 5te jahr aufgenommen werde, weil können sollte man ja nachher auch was, es geht ja nicht nur um das runterbiegen des studiums!

der einzige vorteil von wien ist, dass es hier studentenverbindungen gibt! *lol* das wars dann aber auch schon!

Hellequin
13.07.2005, 08:18
Nach der jetzigen Regelung musst du den Turnus machen, da du sonst keine Vollapprobation bekommst. Im Endeffekt kann es dir halt passieren das jemand der in Deutschland auf seinen Studienplatz gewartet hat, trotzdem eher richtig Geld verdient als du.

Dr. Hibbert
13.07.2005, 12:54
sagt mal sind eigentlich in den letzten jahren alle budapest studienten nach dem physicum in deutschland untergekommen? nicht dass man das physicum anerkannt bekommt, aber in deutschland einen platz an einer uni bekommt, wegen überfüllung. und wenn man einen bekommt hat man dann auch chancen bei den renommierteren unis reinzukommen (z.b. münchen, berlin, freiburg, heidelberg, tübingen) oder landet man doch meistens in den eher unbeliebten unis wie z.b. bochum? wäre für erfahrungen und berichte sehr dankbar!

Conse
13.07.2005, 14:29
soweit ich weiß sind die letzten jahre alle studenten aus ungarn untergekommen. die meisten wurden bei den unis ulm und halle aufgenommen. laut gerüchteküche hab ich auch was von der uni heidelberg gehört, ob das stimmt weiß ich aber nicht. ich bin mal gespannt wo nun die leute aus dem 2.studienjahr unterkommen werden. sowie ich nähere informationen habe, kann ich euch ja bescheid geben.

für mich stellt sich die frage welche kapazitäten in D noch vorhanden sind, da jetzt ja auch noch pecs und leute aus den englischen studiengängen hinzukommen. aber das ganze wird sich erst zeigen, wenn wir in einem jahr alle nach D wollen.

mfg conse

Dressman
13.07.2005, 16:56
ich habe gedacht, wenn man den engl. studiengang macht, kann man net wechseln, sondern muss das ganze studium in ungarn machen?!

Conse
13.07.2005, 17:05
falsch gedacht *g*