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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wartezeitdepression? Laß es raus..!!!



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HonorisCausa
15.06.2006, 07:09
och man ich hab gerade echt das gefühl als wär ich voll der loser:(
als wär ich zu blöd oder so geht´s euch auch manchmal so?

war da etwa Alkohol mit im Spiel??

Deelirium
15.06.2006, 13:35
war da etwa Alkohol mit im Spiel??


Leider nicht:)
ich höre immer vonwegen dann soll ich doch was anderes studieren wenn der Schnitt nicht reicht und das ich ja eh nicht mehr studieren gehe wenn ich erst einmal ne ausbildung mache und blaa blaa blaaa....will aber nüx anderes studieren.

Das ist sowas von ungerecht:(

tschakaaa

*cuddle*
15.06.2006, 13:50
ich kenn das problem mit dem verständnis bzw nicht-verständnis der eltern. mach das jetzt schon über ein jahr mit...
die wollten bei mir nichma, dass ich abi mach geschweige denn, dass ich studiere...jetz solls medizin sein, sie werden mich auch 0 unterstützen...solang ich bafög bekomm, haut das schon irgendwie hin...aber es ist schade, wenn die eltern nich hinter einem stehen.
was andres zu studieren kam bei mir auch nie in frage, dann eher halt "nur" ne ausbildung in dem bereich...

Deelirium
15.06.2006, 13:58
ich will nichts anderes studieren aber wenn ich warte krieg ich vielleicht mit 24 nen studienplatz und bin mit 34 mit meinem facharzt fertig oder so ich finde das schon spät wenn ich so sehe dass viele ich meinem alter jetzt die ausbildung fertig haben und anfangen fest zu arbeiten.

BL4
15.06.2006, 14:23
och man ich hab gerade echt das gefühl als wär ich voll der loser:(

nö, ich sehe die ausbildung inzwischen mehr als eine art chance, sich wissen und erfahrung anzueignen, ohne die man das studium auch schafft, keine frage, aber mit der man auf jeden fall eine viel bessere ausgangsposition hat und vor allem weiss man, worauf man sich mit dem leben im krankenhaus einlässt! Wenn ich einige studierende famulanten und praktikanten sehe, kann ich mir nur an den kopf fassen....

Das alter ist mir inzwischen sowas von egal, dann bist du halt mit 35 erst facharzt und nun? die welt steht dir immer noch sperrangelweit offen...also ma den head up bitte :-)

Und das mit den eltern ist so eine sache, meine haben auch erstmal voll terz gemacht, aber jetzt stehen sie hinter mir und dafür bin ich sehr dankbar. aber auch ohne eltern würde ich meinen weg durchziehen, obwohl das sehr sehr viele abstriche und verluste mit sich bringen würde..... :peace:

Adrenalino
15.06.2006, 20:34
Hallo zusammen
Ich muss Euch mal wieder etwas fragen.
Wie geht ihr mit folgenden Tatsachen um (ignorieren oder...?) ??

Im Studium muss man lernen bis zum Umfallen. Von morgens bis in die Nacht ist ja anscheinend keine Seltenheit.
Wir alle sind wahrscheinlich nicht die Sorte von Leute, die sich regelmäßig gerne stundenlang hinsetzten um stur etwas zu pauken (sonst wären wir hier nicht "Warter", oder? ;-) ). Sicherlich, Medizin ist superinteressant.
Aber irgendwann nervt doch selbst das schönste Thema. Und kaum irgendwo muss man so zeitintensiv pauken wie bei Medizin.
Da kriegt man doch das Kotzen oder auch gleich Depressionen..!?

Genauso ists mit den Arbeitszeiten als Arzt.
Ich glaube, die Verbesserung nach den Streiks werden nicht allzu umfangreich ausfallen...
D.h. zig Nächte durcharbeiten, wenig Zeit für Familie und Freunde, Streß. Und nicht, dass diese Nächte etwas wäre, was man nur "hin und wieder" hätte..
Ich sehs doch an den Ärzten bei uns im Krankenhaus... da kotzt JEDER Arzt ab!
Auch wenn der Arztberuf von der Tätigkeit her sicherlich von uns allen der absolute Lieblingsjob ist. Aber die Bedingungen sind doch echt schon fast unmenschlich!? Dann wird der Traumjob regelmäßig zum Albtraum.

Sich dem Ganzen freiwillig aussetzen wurmt mich ziemlich.
Wie konfrontiert ihr Euch mit diesen negativen Tatsachen?
Ignorieren?
Zum Workaholic werden?

Shakespeareslady
15.06.2006, 20:42
meine antwort: ja!

ich warte schliesslich, weil ich nichts lieber machen möchte als ärztin zu werden, mit allen kompromissen. sicherlich hätte ich auch nichts gegen bessere arbeitszeiten etc., aber das scheint momentan eben nicht zu ändern.
also, warum depressiv werden? ich werde eher traurig, weil ich grad so gar nicht geistig gefordert werde und meine beste freundin im 1. semester ziemlich beneide. auch die lernt schon ewigkeiten und sagt auch, dass es (noch ;-D) richtig viel spass macht.
also warum alles so schwarz malen? ich kenne auch genügend klinikärzte und die schimpfen auch fast alle, aber sie sagen eben auch, dass sie nen top lebensstandard haben und abgesehen davon eben in ihrem traumjob arbeiten.
und: ich kenne auch einige, die halbtags in der klinik arbeiten und mittags die kinder aus der schule holen.
denk mal positiver ;-)
liebe grüsse, julia

MarkusM
15.06.2006, 22:33
Auch ich will mich freiwillig diesen Bedingungen aussetzen.

Wie ich mich damit abfinde? Ich habe mir Medizin herausgesucht und ich möchte es unbedingt machen, denn ich will keine 30-40 Jahre in einem Job arbeiten, der mir keinen Spass macht.

Auch in anderen Berufen ist der Alltag stressig. Das Gras in Nachbars Garten ist nicht immer grüner ;) Ich denke das Setzen von Prioritäten ist ganz wichtig. Damit erspart man sich viel Mühe und Ärger. Und ich hoffe, dass ich mir diese Fähigkeit zwischenzeitlich angeeignet habe.


:-meinung

Xerxes
16.06.2006, 13:14
Wir alle sind wahrscheinlich nicht die Sorte von Leute, die sich regelmäßig gerne stundenlang hinsetzten um stur etwas zu pauken (sonst wären wir hier nicht "Warter", oder?

Das kannst du so nicht pauschaliieren. Ich zum Beispiel hab für fast jede Klausur tagelang durch gelernt und hab dann auch meine 1 oder 2 geschrieben(fast in JEDER Klausur) Ich bin trotzdem Warter, wegen der mündlichen Note, welche aber im Studium beinahe komplett entfällt zu meinem Glück....

Jedenfalls fällt mir auf dass du echt damit haderst ob du überhaupt Medizin studieren möchtest. Die entscheidung kann dir keiner abnehmen. Regelmäßig äußerst du deine starken bedenken. Wobei die Tatasache dass man viel lernen muss nun WIRKLICH nicht in deine Entschedung mit einfliessen sollte... Wir sind doch alle erwachsen. Ganz andere Leute haben vor dir schon dieses Studium absolviert. Was ist dir lieber: 5 Jahre zu pauken und den rest ETWAS zu vernachlässigen und dann einen guten Beruf zu haben oder 45 Jahre als Krankenpfleger dir den A**sch aufreißen (aufreißen lassen)

Nicht nur im Fach Medizin muss gelernt werden. Egal was du studierst. Es ist immer mit enormem Einsatz und vernachlässigung anderer Dinge verbunden.
Ich hab manchmal genau die selben Gedanken wie du aber ich denke nicht daran das viele Lernen als ein Argument gegen MEDIZIN zu bringen ....
Schlag dir das bitte ausm Kopf und mach dich bitte nicht wahnsinnig. Lernen muss man immer wenn man hinterher einen guten Job will nichts kommt dir zugeflogen ... Du hast einen NC von 2,2 Du wirst sicherlich keine Schwierigkeiten mit einem Medizinstudium haben wage ich jetzt mal einfach zu behaupten. Alles andere snid Wartezeitpsychosen mach dir das klar!! soviel dazu

Ist es dein Wunsch nach dem Studium im Krankenhaus zu arbeiten?
Falls nein: Wenn du eine Praxis hast dann hast du geregelte Arbeitszeiten und eien sicheres, stattliches Einkommen(Mein Hausarzt hat sich jetzt einen neuen Porsche gekauft:-love ). Du bist selbstständig.
Die Arbeitszeiten in der Praxis sind auch recht lau. Teilweise von 8-12 und von 14-16 oder so...

Mati
16.06.2006, 13:21
Wartezeitpsychosen, genau so ist das! :-meinung

Davon abgesehen, Praxis, Porsche und laue Arbeitszeiten....das ist aber eher Ausnahme! ;-)

DeKl
16.06.2006, 13:23
@xerxes: tut mir leid, dir widersprechen zu müssen, aber das was du da propagierst, hört sich verdammt nach blümchenwiese und rosaroter brille an. du hinkst ein wenig hinter der realität her bezüglich des lernaufwands, der finanziellen situation in der arztpraxis, der arbeitszeiten usw.

@adrenalino: ja, alles ist richtig kacke, aber es könnte doch trotzdem ein riesen spaß werden, oder? :-))

Shakespeareslady
16.06.2006, 15:01
was heisst schon rosarote brille. sicherlich gibt es auch viele ärzte, denen es nicht so gut geht, aber dann scheine wohl gerade ich einen haufen ärzte erwischt zu haben, denen es RICHTIG gut geht.
wie auch immer, ich kann mich xerves' meinung nur anschliessen.

..und auch ich habe ewig gelernt und "nur" die 2,0 geschafft.

HonorisCausa
16.06.2006, 15:26
was heisst schon rosarote brille. sicherlich gibt es auch viele ärzte, denen es nicht so gut geht, aber dann scheine wohl gerade ich einen haufen ärzte erwischt zu haben, denen es RICHTIG gut geht.
wie auch immer, ich kann mich xerves' meinung nur anschliessen.

..und auch ich habe ewig gelernt und "nur" die 2,0 geschafft.



sch***, hätte in meinem Leben außer der Arbeit auch noch gerne Zeit für Familie, Freizeit, Freunde Urlaub, und soziale Kontakte --> all dies ist mit dem Beruf "Arzt"sehr schwer zu kombinieren, zumindest in den ersten Jahren. (wenn ich da falsch liege, dann bitte berichtigt mich!)

Direkt nach dem Abi war ich so saumäßig motiviert und nun, im Verlauf der Jahre, finde ich immer mehr neue Dinge, die mir im Leben wichtig oder wichtiger erscheinen.........

Frage mich oft, ob das nicht allein schon ein Grund ist meine Krankenpflegeausbildung und Intensiverfahrung sinnvoll zu nutzen und einen anderes Studium im Gesundheitsbereich einzuschlagen.... warum muss ich mir das selber so schwer machen??

LaTraviata
16.06.2006, 16:03
Sicherlich möchte auch ich nicht als "eiserne Jungfer" sterben, die weder soziale Kontakte noch sonstige Dinge, die das Leben schöner machen, pflegen kann...

Ich denke, es liegen schon sehr starke Unterschiede zwischen den Arbeitsfeldern eines Arztes - ob Du als Arzt im Krankenhaus oder in eigener (Gemeinschafts-) Praxis arbeitest, an der Frezeit wird es sich zeigen.
Und ich kenne ebenfalls einige Ärzte, die alles wieder so machen würden und heute durchaus ein annehmbares Leben führen - mit Ehepartner, Kindern und Freizeit! Ein befreundeter Arzt meiner Familie arbeitet beispielsweise 4 Tage in der Woche in seiner Praxis, das Wochenende hat er im Regelfall frei, wenn er möchte, fährt er noch einmal im Monat im örtlichen Notdienst eine Schicht, das war's dann aber auch. Er findet seine Arbeit und sein Leben prima, ist zufrieden, mit dem, was er hat. Und ich bin begeistert davon, daß mir endlich mal jemand mit Freuden "seinen Beruf" empfohlen hat und ich nicht immer wieder auf's Neue dieses "Mach' das ja nicht... scheiXX Bezhalung, zuviel Arbeit!" -Denken von Assistenzärzten eingetrichtert bekomme...
Sicherlich ist was wahres dran, aber andererseits kann es auch auf ein schönes Leben hinauslaufen.
Ich werd's tun - Medizin studieren. Ich kann mir nichts anderes vorstellen. Vielleicht ist's gut so, wer weiß?!

Xerxes
16.06.2006, 16:44
DAS wären dann aber auch die einzigen Gründe wieso man sich gegen ein Medizinstudium entscheidne könnte...
aber doch bitte bitte bitte nicht, weil man "unheimlich viel" zu lernen hat Leute...
Wer sich ein Medizinstudium entgehen lässt, weil er sich denkt das pack ich nicht hat sich meiner Meinung nach mit größter Wahrscheinlichkeit falsch entschieden..

Will niemanden damit angreifen aber ich finds kindisch das in die Entscheidung mit einfliessen zu lassen.
Wie gesagt man muss ÜBERAL viel lernen. Bei Medizin vll. überdurchschnittlich mehr aber wer denkt er wird einen mehr oder weniger gut bezahlten Job haben ohne sich im Studium den Popo aufzureißen irrt sich meiner Meinung nach...

Ich sehe es einfach nicht wo man in der Praxis unheimlich schlimme Arbeitszeiten hat bzw. widrige Verhältnisse wie auch immer geartet..
Was meint ihr damit oder redet ihr nur vom Krankenhausalltag?
Klar man verdient keine mio. im Monat aber die Arbeitszeiten sind doch völlig akzeptabel... was wollt ihr denn noch?

Hab mal beim Zahnarzt Praktikum gemacht und er meinte dass er jetzt viel zu wenig verdient er hätte in den 70ern ne mio. im Jahr verdient und heute "nur" noch 100.000. Meine damalige Lehrerin mit der ich darüber geredet hab meinte dann dass die Ärzte schon immer gemeckert haben. Schon in den 70ern. Gemeckert wird immer, auch wo es EIGENTLICH nichts bis wenig zu meckern gäbe

DeKl
16.06.2006, 16:51
DAS wären dann aber auch die einzigen Gründe wieso man sich gegen ein Medizinstudium entscheidne könnte...
aber doch bitte bitte bitte nicht, weil man "unheimlich viel" zu lernen hat Leute...


JA! :-meinung

Adrenalino
17.06.2006, 12:14
Vielen Dank für Eure vielen Beiträge!
Ich möchte HonorisCausa 100% zustimmen, Du sprichst mir aus der Seele!
Vor allem, weil man eben zunehmend merkt, dass so ein Traumjob vielleicht nicht alles ist. Zeit für sich haben, für Familie und Freunde. Das ist halt schon extrem wichtig; und denke, wird mit dem Alter immer wichtiger. Da bist Du dann nicht immer bereit ALLES für deinen "Traumjob" zu tun...
Das ist dann nicht so wie Xerxes meint, ich hätte nur "Schiss" zu viel zu lernen. Nein, ich frage mich eher ob ich bereit bin, in meinem Privatleben kürzer zu treten. Das ist ein Unterschied. Ich denke, schaffen und überleben werden wir das auf jedenfall. Frage ist nur: zu welchem Preis?
Die Ärzte, die frisch von der Uni kommen, sind immer furchtbar nett und motiviert. Schon nach einigen Monaten werden sie deutlich arroganter wirken zunehmend psychisch abgestumpft.
Und dann die Frage: Gibt es WIRLICH keine einzige Alternative..?
(Bisher bleibt diese Frage für mich zumindest unbeantwortet..)

Zitat von HonorisCausa

sch***, hätte in meinem Leben außer der Arbeit auch noch gerne Zeit für Familie, Freizeit, Freunde Urlaub, und soziale Kontakte --> all dies ist mit dem Beruf "Arzt"sehr schwer zu kombinieren, zumindest in den ersten Jahren. (wenn ich da falsch liege, dann bitte berichtigt mich!)
Direkt nach dem Abi war ich so saumäßig motiviert und nun, im Verlauf der Jahre, finde ich immer mehr neue Dinge, die mir im Leben wichtig oder wichtiger erscheinen.........

Zu dem Hausarztphänomen: Also mein Hausarzt arbeitet ca 6Tage in der Woche..und zwar pro Tag deutlich mehr als 8Stunden...und kotzt darüber auch ab. Das Ding ist nur hier wieder; nen anderen Job, sagt er, würde er trotzdem nicht machen wollen. Achja, er fährt keinen Porsche.. ;-)

Bitte versteht mich hier nicht falsch. Ich möchte keine mieße Stimmung verursachen. Ich fühl mich einfach mit den negativen Seiten konfrontiert, was mich ziemlich wurmt. Deshalb bin ich gespannt wie ihr als Mit-Warter damit so umgeht..

DeKl
17.06.2006, 12:35
das hat meiner meinung nach auch nichts mit dem hier oft kritisierten pessimismus zu tun, sondern mit einer gesunden portion realismus. und selbst wenn es zu pessimistisch gedacht ist, ich denke, daß jemand, der sich alles viel schlimmer vorgestellt hat und es trotzdem durchgezogen hat, weniger probleme haben wird, sich damit abzufinden, als jemand der erstmal gründlich auf die fresse fällt und im kalten wasser nicht so richtig gut schwimmen kann, da nur heimische nestwärme gewohnt ist.

MarkusM
17.06.2006, 12:37
Man muss sich vielleicht immer vor Augen halten, dass es auch anders geht.
Ich kenne genügend Beispiele von Ärzten, denen es a) nicht schlecht geht b) die auch pünktlich Feierabend haben.

Ich für meinen Teil möchte ein Leben mit der Medizin, aber nicht für die Medizin. Und ich bin mir sicher, dass das zu schaffen ist.

Natürlich fragt man sich nach 4 Jahren warten, ob es das alles wert ist. Für mich persönlich auf jeden Fall. Nicht nur weil ich es möchte, sondern weil auch rein objektiv sehr vieles erst mal für das Medizinstudium an sich spricht.

Und zur Zeit geniese ich mein Leben einfach und mache nicht alles vom Studieren abhängig. Nur das Studieren löst nicht die eigenen Probleme. Früher hab ich mir das gerne eingeredet :-))

Und nochmal. Jeder Job hat seine negativen Seiten - auch der Job als Arzt.

Und ich stimme Anima zu :-))

Adrenalino
17.06.2006, 13:31
:-meinung !!!!
Sehr schön, was Du geschrieben hast! Danke MarkusM!


Nur das Studieren löst nicht die eigenen Probleme.
Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt, über dem man sich (besonders) als Warter klar sein muss!


Ich für meinen Teil möchte ein Leben mit der Medizin, aber nicht für die Medizin.
Bingo!

@Anima:
gut gesprochen, Pirat! ;-)