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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Todesschützen von London



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Leggo1
25.07.2005, 21:38
immer noch massig Zeit für nen Kopfschuss, wenn die Waffe erstmal geladen und entsichert ist.

Also in so einem Fall hält die Polizei ihre Dienstwaffen wohl in geladenem Zustand bereit ?!


Dass mit der viertelstündigen Busfahrt wusste ich nicht.........

---trotzdem, ich mag nicht glauben, dass........

salamanca
25.07.2005, 21:47
Das habe ich wo geschrieben?:-???
Ich finde es nur sehr auffällig das es keinen Versuch einer Festnahme im Vorfeld gab, sondern das man gewartet hat bis er sich dort befunden hat wo er den größeren Schaden anrichten kann.
@hellequin
du hast doch geschrieben, dass es ziemlich unprofessionell von der polizei war den mutmasslichen terroristen zu verfolgen. logische konsequenz: sie hätten ihn deiner meinung nach besser gleich erschiessen sollen (wenn sie professionell wären...sozusagen...)
hier noch einmal dein wortlaut:

Sehr professionel von der Polizei einen "mutmaßlichen" Selbstmordattentäter 20 Minuten durch London fahren zu lassen

war nicht das eigentliche ziel den verdächtigen zu verfolgen, um das versteck anderer mutmasslichen terroristen aufzuspüren? erst als dieser in die u-bahn rannte und nicht auf die anweisung der polizei, stehen zu bleiben hörte haben die polizisten (zum wohle der allgemeinheit und gemäss den geltenden richtlinien der londoner polizei) geschossen. ich kann da keinen fehler von seiten der polizei erkennen...

Hellequin
25.07.2005, 22:03
Wie üblicherweise interpretierst du wiedermal in die Beiträge von anderen Leuten Sachen rein die da nicht stehen.
Die Polizei kann eine Person auch festnehmen! :-rolleyes


war nicht das eigentliche ziel den verdächtigen zu verfolgen, um das versteck anderer mutmasslichen terroristen aufzuspüren? erst als dieser in die u-bahn rannte und nicht auf die anweisung der polizei, stehen zu bleiben hörte haben die polizisten (zum wohle der allgemeinheit und gemäss den geltenden richtlinien der londoner polizei) geschossen. ich kann da keinen fehler von seiten der polizei erkennen...
Weil der "mutmaßliche Attentäter" bevor er sich mit der mitgeführten Bombe in die Luft sprengt, noch seine Kumpel besuchen geht. Alles klar. Entweder der "Attentäter" wird unmittelbar beim verlassen des Hauses als gefährlich eingestuft (und so würde ich die Äußerungen der britischen Polizei interpretieren), dann lasse ich den nicht in die Ubahn sondern nehme ihn vorher fest(Hervorhebung für Salamanca). Oder der Attentäter stellt keine unmittelbare Gefahr da und ich muss ihn nicht 20 Minuten später töten.

Solara
25.07.2005, 22:06
Mensch,
auch Polizisten sind nur Menschen!!!

Ihr seid mit der Terrorabwehr beschäftigt, 2 Wochen zuvor gab es einen Anschlag mit über 50 Toten, gestern gab es einen Anschlag, bei dem GsD nicht so viel passierte.
Heute verfolgt ihr bei Sommerwetter (!) ein Mann im Wintermantel (!) der aus einem Haus kommt, das ihr eh so aus Verdachtsgründen observiert, der zur U-Bahn (bereits mehrfaches Anschlagsziel) rennt und trotz Aufforderung nicht stehenbleibt ....

was würdet ihr denken??

Warum sie in den Kopf geschossen haben??
Wohin hätten sie denn besser schiessen sollen??
Auf den Oberkörper ??? Wo sämtliche Selbstmordattentäter ihr Bomben umgeschnallt haben (siehe Israel/Beslan) ???

Hätten sie auf die Füße geschossen - wäre der mögliche Attentäter vermutlich noch in der Lage gewesen, seine Bombe zu zünden ... in der U-Bahn ....

So - wie entscheidest du als Polizist ... in Sekundenbruchteilen???

Der Tod dieses Brasilianers ist so sinnlos, so ungerecht - die Schützen werden wohl lebenslang damit kämpfen, Schuld zu sein!!

Aber wie will man es besser machen .... der Terror wird wohl siegen .... indem er ein permanentes Klima der Angst schürt!!

hibbert
25.07.2005, 22:18
Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist, aber jeder Terrorist ist ein Moslem.:-))


Focus

salamanca
25.07.2005, 22:19
@Hellequin
du hast mich allerdings auch nicht richtig verstanden :-)

hier noch einmal chronologisch (für dich Heli:-love ):

1.Situation: Vor der Haustür: Der Mann steht im Verdacht in Verbindung mit den Terroristen zu stehen. er verhält sich unauffällig und könnte die polizei möglicherweise zu einem versteck führen ... (deshalb warten wir erst einmal ab mit der verhaftung und behalten ihn im auge, mit der option ihn ggf. auszuschalten)

2.Situation: im U-Bahnhof: Der Mann rennt in einen U-Bahnhof und überspringt die Ticket Absperrungen. (hat er die Verfolger bemerkt?) Auf Zuruf der Polizei stürzt er sich in Richtung auf einen vollbesetzten Personenzug (die Situation eskaliert, d.h. erst JETZT entsteht ein massives gefahrenmoment).
Was macht ein vernünftig denkender Polizist (vor dem Hintergrund der vergangenen Tage)... richtig, er pustet im das hirn aus dem schädel!!!!!!!!!!!

netfinder
25.07.2005, 22:43
klar, nachdem er den "Terroristen auf dem Bauch liegend vorgefunden hat, knallt er ihm mal ganz einfach, so aus einem Reflex heraus, 5 Kugeln in den Kopf. Sehr wahrscheinlich.
Wie wärs: Ab jetzt wird einfach jeder Typ, der irgendwie komisch aussieht und sich rennend durch die Stadt bewegt, mittels Kopfschuss eliminiert. Achja, die U-Bahn muss er noch benutzen...


und trotz Aufforderung nicht stehenbleibt ....

wo stand jetzt das wieder?


So - wie entscheidest du als Polizist ... in Sekundenbruchteilen???

nach 20 minuten Verfolgung konnten die sich nicht mal Gedanken machen, was sie mit ihm machen wuerden???

salamanca
25.07.2005, 23:05
auf dem Bauch liegend vorgefunden

wo hast du denn das her???


nach 20 minuten Verfolgung konnten die sich nicht mal Gedanken machen, was sie mit ihm machen wuerden???
schau mal was ich da oben geschrieben habe:

...er verhält sich unauffällig und könnte die polizei möglicherweise zu einem versteck führen
Das Ziel der polizeilichen ermittlungen ist es alle attentäter aufzuspüren, glaubst du nicht auch? Sonst können diese doch munter weiter bomben legen...



und trotz Aufforderung nicht stehenbleibt ....
was glaubst du denn, was die polizisten dem mann zugerufen haben.
wahrscheinlich: "schneller, schneller..." *ironiemodus aus*


naja... don't feed the trolls:-))

Gute nacht!

Solara
25.07.2005, 23:36
wo stand jetzt das wieder?






http://http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/298/57241/

luckyblue
26.07.2005, 00:05
Tja ich möchte dich mal sehen, wie du dich fühlst, wenn du über einem Mann steht, von dem du ausgehst, dass er eine Bombe zündbereit auf seinem Körper trägt: ob du denn höflich bittest folgsam zu sein oder ihm das Hirn aus dem Schädel pustet - sonst fliegst du nämlich gleich mit ins jenseits.

Also das ist nun wirklich kein Argument. Die Polizisten sind geschult, gerade in brenzligen Situationen besonnen zu reagieren. Sie müssen darüber hinaus ein höheres Gefahrenpotential für Leib und Leben in Kauf nehmen. Das bringt ihr Job mit sich und das muss ihnen bewusst sein. Wer diese mentalen Voraussetzungen nicht erfüllt, gehört nicht auf diesen Arbeitsplatz.

Der Verfolgte hätte schon dadurch wehrlos gemacht werden können, dass ihm ein Polizist ein Knie ins Genick drückt und Kollegen die Arme und den Körper zu Boden drücken. Dies sollte auch durchaus möglich sein, wenn der Verfolgte schon am Boden liegt und die Polizisten über ihn stehen. Der Verfolgte wurde 'aus nächster Nähe' erschossen.

Da waren halt die falschen Leute zur falschen Zeit am falschen Ort.


Zitat von NETFINDER
auf dem Bauch liegend vorgefunden


wo hast du denn das her???
Dafür spricht, dass die Einschussstellen am Hinterkopf liegen.

Hellequin
26.07.2005, 05:28
1.Situation: Vor der Haustür: Der Mann steht im Verdacht in Verbindung mit den Terroristen zu stehen. er verhält sich unauffällig und könnte die polizei möglicherweise zu einem versteck führen ... (deshalb warten wir erst einmal ab mit der verhaftung und behalten ihn im auge, mit der option ihn ggf. auszuschalten)

Er hat sich ja laut Polizei nicht unauffällig verhalten, dadurch das er eine Jacke trug, so das die Polizei davon ausging das er eine Bombe bei sich hatte.

Außerdem widersprichst du dir selber. Weiter oben schreibst du noch:
Du übersiehst allerdings, dass die Polizei bei weitem mehr Verdachtsmomente hatte als nur das aussehen...
Und jetzt auf einmal ist er unaufällig... :-notify

Leggo1
26.07.2005, 11:24
Da waren halt die falschen Leute zur falschen Zeit am falschen Ort.

Nein, du nimmst für dich in Anspruch zu wissen, wie man die Polizeiarbeit besser macht? Es gibt in London derzeit die Anweisung, im Zweifelsfall genau so zu handeln, wie es die Polizisten gemacht haben und im Polizeikorps hält man sich gemeinhin an Anweisungen von oben. Ich denke nicht, dass es besonnen wäre, einem mit Bomben bestückten Mann in einer voll besetzten U-Bahn zu versuchen das Knie ins Gesicht zu drücken. Das kann gerne mal schief gehen, der Mann könnte sich befreien und innert kürzester Zeit (selbstverständlich bereits scharf gemachte) Bombe zünden. Dann geht es nicht nur um das Leben der Polizisten, sondern um das des ganzen Zuges. Mal abgesehen davon, dass es nicht Aufgabe der Polizei ist, sich in der Devise "in dubio pro reo" zu opfern.

Meiner Meinung nach war die Handlung immer noch korrekt.

zaffaro
26.07.2005, 11:29
Der Verfolgte hätte schon dadurch wehrlos gemacht werden können, dass ihm ein Polizist ein Knie ins Genick drückt und Kollegen die Arme und den Körper zu Boden drücken. Dies sollte auch durchaus möglich sein, wenn der Verfolgte schon am Boden liegt und die Polizisten über ihn stehen. Der Verfolgte wurde 'aus nächster Nähe' erschossen.

Oder eben im Grenzfall gezielte Schüsse bzw. einen gezielten Schuss ins Bein/Knie...

lesenswerter Augenzeugenbericht (http://www.yorkshiretoday.co.uk/ViewArticle2.aspx?SectionID=55&ArticleID=1094380)

Leggo1
26.07.2005, 11:32
Oder eben im Grenzfall gezielte Schüsse bzw. einen gezielten Schuss ins Bein/Knie...

[/URL]

Jetzt mal ehrlich, wir gehen von der Annahme aus, es handle sich um einen Selbstmordattentäter, der kurz davor steht, sich in die Luft zu jagen. Nun schiesst du dem ins Knie! Wie gemein?!! Der braucht sein Knie eh nicht im jenseits, d.h. das ist im Schnuppe egal und gibt ihm im Moment der Verwirrung sogar die Gelegenheit seine Bombe zu zünden!! Das wäre ein fataler Fehler gewesen!!

zaffaro
26.07.2005, 11:48
Jetzt mal ehrlich, wir gehen von der Annahme aus, es handle sich um einen Selbstmordattentäter, der kurz davor steht, sich in die Luft zu jagen. Nun schiesst du dem ins Knie! Wie gemein?!! Der braucht sein Knie eh nicht im jenseits, d.h. das ist im Schnuppe egal und gibt ihm im Moment der Verwirrung sogar die Gelegenheit seine Bombe zu zünden!! Das wäre ein fataler Fehler gewesen!!

Klar, wenn wir von oben genannter Aussage ausgehen geb ich Dir Recht!

Doch jetzt die ganze Sache mal in Bezug zum Augenzeugenbericht betrachtet, da wundert´s mich nimmer wenn man sich hier über die Methoden wundert: 5 Kopfschüsse nach der Fixierung auf dem Boden (nach!) lösen alle Fragen. Meiner Meinung nach war DAS der fatale Fehler...

DoktorW
26.07.2005, 12:18
Also bei dieser Diskussion steht eins fest: Keiner von uns weiß, wie die Situation dort war oder noch ist. Ich nehme an, keiner von uns ist oder war Polizist in einer Spezialeinheit und kann abschätzen, wie man mit solchen Situationen umgeht.
Fakt ist, dass es sehr tragisch ist und noch ein Menschenleben mehr durch die Anschläge ausgelöscht wurde.

:peace:

luckyblue
26.07.2005, 17:45
Man muss nicht Daedalus heißen, um das Flugvermögen eines Mauerseglers von dem einer Graugans unterscheiden zu können. Und man muss kein Polizist sein, um beurteilen zu können, dass diese Special Force ihrer Aufgabe nicht gewachsen war.

salamanca
26.07.2005, 18:33
hi lucky

übrigens der sohn von daedalus, ikarus, ist vom himmel heruntergefallen, weil die konstruktion seines vaters unzureichend war. pass nur auf dass es deinen kindern nicht genauso geht...
:-top


Was man wirklich an den Sicherheitskräfte kritisieren muss ist, dass sie die attentäter vor den jüngsten ereignissen als "harmlos" eingestuft haben. hätte man diese schon vorher aus dem verkehr gezogen, hätte man die 'one-shoot-one -kill' richtlinie auch nicht aufstellen müssen und dieser junge brasilianer wäre wahrscheinlich noch am leben... man muss den sumpf also nur rechtzeitig trockenlegen!

bleibt zu hoffen dass sich das nicht in deutschland wiederholt

im übrigen:
DoktorW, du hast vollkommen recht!

:-dance :-dance :-dance :-dance :-dance salamanca :-dance :-dance :-dance :-dance :-dance :-dance

Evil
26.07.2005, 19:12
übrigens der sohn von daedalus, ikarus, ist vom himmel heruntergefallen, weil die konstruktion seines vaters unzureichend war. pass nur auf dass es deinen kindern nicht genauso geht...
Falsch, Ikarus kam der Sonne zu nahe, wovor ihn sein Vater ausdrücklich gewarnt hat... manchmal sollte man auf andere hören...



Was man wirklich an den Sicherheitskräfte kritisieren muss ist, dass sie die attentäter vor den jüngsten ereignissen als "harmlos" eingestuft haben. hätte man diese schon vorher aus dem verkehr gezogen, hätte man die 'one-shoot-one -kill' richtlinie auch nicht aufstellen müssen und dieser junge brasilianer wäre wahrscheinlich noch am leben... man muss den sumpf also nur rechtzeitig trockenlegen!
Das klingt ja sehr einfach und läßt sich hinterher leicht sagen, aber scheinbar gab es wohl vorher zuwenig Verdachtsmomente. Soll jeder Verdächtige sofort verhaftet werden? Wer ist verdächtig? Kannst Du das entscheiden?

salamanca
26.07.2005, 19:23
Falsch, Ikarus kam der Sonne zu nahe, wovor ihn sein Vater ausdrücklich gewarnt hat... manchmal sollte man auf andere hören...
..richtig, und manchmal sollte man weiter vorausdenken als der Vater es getan hat... beide haben ihren preis bezahlt:

VERTRAUEN IST GUT, KONTROLLE IST BESSER!