Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Todesschützen von London
Wieso?
ich bin kein Polizist, aber ich kann an dieser Stelle kombinieren, dass jemand, der in einem terrorverdächtigen Haus wohnt, einen langen Mantel im Sommer hat etc etc UND keine Aufenthaltsgenehmigung hat, dass er verdächtig ist! Ich habe nicht schuldig gesagt....
Das mit dem verdächtigen Verhalten würde ich sehr vorsichtig bewerten... nach den Anschlägen liegen bei der Bevölkerung die Nerven blank, da kann man sich (wie man sieht) nicht darauf verlassen, daß die rational handeln.
Zur Klarstellung: ich halte die Polizisten nicht für Mörder, aber das ist eindeutig beschi§§en gelaufen, sowas darf nicht passieren!
@ Leggo1: die ETA bombt zwar weiter, aber das sind keine Selbstmordattentäter... dafür braucht man steten Nachschub (liegt in der Natur der Sache), und den bekommt man nur mit Rückhalt in der Bevölkerung.
Mehr Selbstverliebtheit oder Egozentrik als hier ist mir in Südtirol eigentlich auch noch nicht begegnet...
luckyblue
28.07.2005, 13:35
@DoktorW
Das setzt aber voraus, dass die Polizisten a) die Identität des Mannes und b) seinen Wohnort kannten. War das hier der Fall?
netfinder
28.07.2005, 17:20
c) dass sie bereits vor der Verfolgung wussten, dass sein Visum abgelaufen war
salamanca
29.07.2005, 13:34
Wieso haben die Polizisten eigentlich scharf geschossen, statt sich eines "Tasers" zu bedienen, wie er ja offenbar zu ihrem Equipment gehört (vgl. Tagespresse)?
Weil die ihren Job verfehlt haben.
hallo lucky:
schau mal
hier (http://www.sueddeutsche.de/,polm2/ausland/artikel/670/57613/)
Deine
Salamanca
Hellequin
29.07.2005, 15:36
womit bewiesen wäre:
„Wovon man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen..." (Ludwig Wittgenstein) :-))
Zitat aus dem Artikel:
"Der britische Polizeichef Ian Blair hat den Einsatz der so genannten Taser-Pistole bei der Festnahme des mutmaßlichen London-Attentäters vom 21. Juli, Yasin Hassan Omar, in Birmingham scharf kritisiert.
Die Beamten der örtlichen Polizei seien „ein unglaubliches Risiko“ eingegangen, weil der Hochspannungsimpuls die Explosion einer möglicherweise am Körper Omars versteckten Sprengladung hätte auslösen können, sagte Blair am Donnerstagabend dem BBC-Fernsehen.
Allerdings kenne er die genauen Umstände nicht und wisse nicht, ob die Beamten vor Ort eine Bombe ausgeschlossen hätten."
Aber schön das wir darüber gesprochen haben.:-))
Ich finde diese Diskussion inzwischen höchst albern! Hier wird inzwischen auf der Basis verschiedeener journalistischer Ergüsse geschlussfolgert und gemeckert. Keiner von uns war dabei. Keiner hat Ahnung von Polizeitaktik (btw: in Deutschland wäre dieser Mann auch klar erschossen worden, das geben die Richtlinien so her).
Habt Ihr euch schon mal Gedanken über die Polizisten gemacht, die den Mann getötet haben? Die schlafen sicher nicht mehr entspannt!! Die Waffe ziehen zu müssen und zu schießen ist für jeden das Schlimmste, was ihm in seiner Laufbahn passieren kann!!
netfinder
29.07.2005, 16:50
(btw: in Deutschland wäre dieser Mann auch klar erschossen worden, das geben die Richtlinien so her).
das würde aber nichts an meiner einstellung zu diesem Fall aendern.
das war auch nicht mein Ziel, deswegen hab ich es auch nur beiläufig erwähnt ;-)
luckyblue
29.07.2005, 18:39
Habt Ihr euch schon mal Gedanken über die Polizisten gemacht, die den Mann getötet haben? Die schlafen sicher nicht mehr entspannt!! Die Waffe ziehen zu müssen und zu schießen ist für jeden das Schlimmste, was ihm in seiner Laufbahn passieren kann!!
Woher weißt du das? Bist du jetzt doch Polizist? :-D
unpassender Kommentar Lucky :-???
einer meiner besten Freunde ist Polizei, und da spricht man durchaus über solche Themen! Im übrigen kann man sich das als normal denkender Mensch auch zusammenreimen, dass es so ist ,wie ich geschrieben hab!
ghostwriter
31.07.2005, 16:27
Lassen wir einem britischen Staatsbürger namens John Le Carré (http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E1419F0648444486BB0D4D041635493D3~ATpl~Ecommon ~Scontent.html) das Wort...
Zur Umfrage: Vorfälle dieser Art verstärken den Eindruck, der Entwicklungsvorsprung, den die Bürger moderner Staatsgebilde für sich in Anspruch nehmen, sei durch absoluten Zynismus wesentlich schneller zunichte zu machen, als der moralische Zusammenhalt der islamischen Gesellschaften durch jahrzehntelange unfähige und korrupte Regimes.
Kairo beispielsweise ist eine „Megacity“ von über 15 Mio. Bewohnern, die in weiten Teilen zu jeder Tages- und Nachtzeit SICHER für ausländische und einheimische Frauen und Männer ist. Dieses Attribut kann nicht für alle europäischen Metropolen vergeben werden, ganz zu schweigen von amerikanischen oder asiatischen Städten vergleichbarer Größenordnung.
durch absoluten Zynismus wesentlich schneller zunichte zu machen,
Diese Aussage ist aber nicht nur zynisch, sondern auch falsch.
Hier die relativen Rate für sexuelle Gewalt in verschiedenen Städten/ Ländern: (Zahlen der UNICRI) http://www.samarthbharat.com/unicristatistics.htm
The following figures about sexual incidents in various cities of the developing world are interesting:
Rio de Janeiro 2.1
Beijing 2.4
Johannesburg 2.4
Buenos Aires 4.6
Kampala 6.7
Cairo 10.1
Dar Es Salaam 10.8
Papua New Guinea 11.8
For industrialized countries, the comparable figures are for countries and not for cities. The following figures are from the survey in 1995/1996:
France 0.9
England & Wales 2.0
Finland 2.5
USA 2.5
Canada 2.7
Sweden 2.9
Netherlands 3.6
Austria 3.8
Switzerland 4.6
Figures from cities of Eastern Europe are as follows:
Slovak Republic 0.2
Latvia 0.4
Romania 1.1
Georgia 1.8
Poland 2.1
Estonia 2.2
Slovenia 2.5
Russia 2.5
Czech Republic 4.3
ghostwriter
31.07.2005, 20:18
ich (frau) habe ein jahr in kairo gelebt, mit den leuten geredet und mir angehört, was sie zu sagen haben. weitaus zynischer erscheint es mir doch, vollmundig aussagen aus statistiken abzuleiten & diese dann als wahr zu bezeichnen – hier eine lesbare version aus dem unhdr von 2004!
ob eine epidemiologische Statistik oder eine sich-umhören mehr evidence-based ist, das überlasse ich mal dem geschätzten Leser...
Wobei evidence-based aber auch nicht der Weisheit letzter Schluß ist... wenn ich sehe, wie fehlerhaft Statistiken erstellt und interpretiert werden... :-nix
ghostwriter
01.08.2005, 08:34
@leggo1: kultur als epidemiologie abzuwickeln, ist eine originelle & lebensbejahende sichtweise, die sicher viel zum freundlichen miteinander der beteiligten beitragen wird. die kleine minderheit der epidemiologen sollte aber doch zur kenntnis nehmen, daß andere forschungsinhalte möglicherweise andere investigative methoden erfordern; hier der erstbeste weiterführende google-eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Qualitative_Methode
@dr. evil: ja, ja... trau keiner statistik, die du nicht selbst gefälscht hast...
@leggo1: kultur als epidemiologie abzuwickeln, ist eine originelle & lebensbejahende sichtweise, die sicher viel zum freundlichen miteinander der beteiligten beitragen wird. die kleine minderheit der epidemiologen sollte aber doch zur kenntnis nehmen, daß andere forschungsinhalte möglicherweise andere investigative methoden erfordern; hier der erstbeste weiterführende google-eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Qualitative_Methode
Sexuelle Gewalt als Kultur? Ich denke, wenn man 100 Frauen die Frage stellt: "wurden Sie in den letzten 12 Monaten vergewaltigt?", so wird diese Frage von 95 Frauen in jedem Kulturkreis korrekt verstanden.
Was wir nun mit diesen Zahlen anfangen, das ist Interpretation und dazu habe ich mich in keiner Weise geäussert. Aber ich kann es hier tun: es ist m.E. schlicht falsch eine Kultur der anderen überzuordnen - und dazu gehört auch das Klischee des Islams als Friedenskultur.
ghostwriter
02.08.2005, 12:06
eigentlich haben die Basken ja ein Regionalparlament bekommen und somit ihre begrenzte Souveranität. Das reicht der Bevölkerung dort bei weitem aus, aber die Extremisten sind noch immer nicht zufrieden. Aber lassen wir das mal gelten. Das erklärte Ziel der ETA war die Souveranität des Baskenlands. Das erklärte Ziel Bin Ladens ist die Auslöschung des Westens und die Islamisierung der Welt. Wieweit wollen wir diesen Forderungen entgegen kommen um die Blutrunst zu stillen?? Auch im Fall der ETA, man kann nicht weiter entgegen kommen, bevor es ungerecht wird. Wie du siehst, Verhandlungslösungen haben ihre Grenzen.
:-meinung
(BTW: ich gehe nie mehr nach Südtirol - eine solche Selbstverliebtheit und Egozentrik wie sie dort herrscht ist mir schlicht zuviel....)
ich möchte nicht das argumentum ad personam in die diskussion einführen, aber um unter den gegebenen umständen etwas halbwegs sinnvolles zu antworten, versuche ich es mal so: wenn dir selbst südtirol schon „zuviel“ wird, dann sag doch einfach, daß dir das ganze gerede über kultur am ar$sch vorbeigeht, einfach aus dem grunde, weil dich kulturdifferenzen in deiner lebenszeit & in dem von dir gewählten leben höchstwahrscheinlich ebensowenig persönlich betreffen werden wie die sorgen & nöte der armen südtiroler. aber all das, was deinen jetzigen lebensstil rein theoretisch in frage stellt, ist für dich natürlich eine abstrakte bedrohung, & als gut ausgebildete akademikerin machst du dich daran, deine - aus dir zusagenden zeitungsmeldungen bestehende - meinung zu stemmen. so wie dir geht es millionen anderen, auf ihr persönliches wohlleben bedachter bürgerInnen, & du bist, wie alle anderen, vom gesellschaftlichen ideal nur um millimeter entfernt.
sieh mal, genauso gibt es in den diversen islamischen gesellschaften millionen von frauen, deren hauptlebensinhalt es NICHT ist, sich sorgen wegen der bestehenden vergewaltigungsgefahr zu machen (ist das wirklich das einzige, worüber du dich aufregst?), & die aus einem reichen, tradierten formenschatz der sexualität schöpfen, um spaß im alltag zu haben. sie sind dafür keineswegs auf kulturimporte angewiesen. sehr viele von ihnen fühlen sich persönlich verletzt, wenn sie auf leute treffen, die wie du spürbar eine blockadehaltung dem islam gegenüber einnehmen, um es vorsichtig zu formulieren. sie stehen der westlichen lebensweise mit einer mischung aus angst & bewunderung gegenüber, & es tut weh zu sehen, wie haßtiraden gegen „ihre“ religion sie treffen. sie sehen oft vorrangig die wirtschaftlichen probleme & die permanenten demütigungen ihrer kulturellen identität seit anbruch der kolonialzeit, die sie in ihrer rolle als frau gezwungen sind zu mildern & abzufangen. diejenigen, die opfer der situation geworden sind, verdienen neben mitleid anerkennung ihrer lebensleistung - & das gespräch. wer außer klischees nichts bringt, langweilt bestenfalls.
Dazu fällt mir jetzt wirklich nichts mehr bzw es ist mir zu blöd - zum Glück ist mein Leben nicht so kompliziert!!!!!!!!!!!!!!
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