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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegepraktikum - kein Bock auf Po wischen und Füße waschen



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*Sihaya*
13.09.2005, 09:08
Jopp...mir hat nie jemand erklärt, wie Infusionen wirklich angeschlossen werden. Trotzdem habe ich mich dadrum gekümmert. Auch an Port-Systemen, die regelmäßig mit Heparin gespült werden müssen usw.
Ehrlich ohne Einweisung? Dir hat niemand erklärt, wie man es machen muss, aber man hat es dich machen lassen?? Also, was haben die sich denn dabei geacht?? Das ist das andere Extrem zu "gar nix lernen dürfen" - aber in meinen Augen genauso schlecht! :-dagegen

flavour
13.09.2005, 11:52
Jopp...mir hat nie jemand erklärt, wie Infusionen wirklich angeschlossen werden. Trotzdem habe ich mich dadrum gekümmert. Auch an Port-Systemen, die regelmäßig mit Heparin gespült werden müssen usw. Da verliert der heilige Gral recht schnell seinen Zauber.
Wie lange man letztendlich das Pflegepraktikum machen muss, ist sicherlich eine Frage, die man nicht eindeutig klären kann.

Je nachdem, welche Schwester Dienst hat, mache ich das auch.
Einige sagen "ok, danke", andere "WAS? DAS DARFST DU NICHT!!".

Deine Verallgemeinerungen nehmen langsam überhand.
Wer während dem Pflegepraktikum kein üppiges Zivigehalt erhalten hat (im Gegensatz zu Dir), sieht das Ganze wohl auch eine Spur anders.

Picknicker
13.09.2005, 12:16
Wer während dem Pflegepraktikum kein üppiges Zivigehalt erhalten hat (im Gegensatz zu Dir), sieht das Ganze wohl auch eine Spur anders.
Üppiges Zivigehalt?? Bei mir waren es damals ca. 450 DM (monatlich), Arbeitszeit dafür von 6.00-14.00 Uhr, teilweise auch am WE. Also, am Geld kann´s nicht liegen, daß man das Ganze eine Spur anders sieht...

netfinder
13.09.2005, 12:28
naja, +450 DM monatlich im vergleich zu z.B. -150 monatlich ist doch schon ganz nett, oder?

:-)) :-))

*Sihaya*
13.09.2005, 12:54
Weißt du, Bonsai.... ich hasse ja diese Art von Angeberei, aber jetzt sag ichs halt doch - ich durfte auch ZVKs entlüften und Infusionen richten und anhängen und s.c. spritzen und Blut abnehmen und Medis richten und Verbände machen...... (NACH genauer Erklärung und Anweisung und erst mal nur unter Anleitung). Und ich bin ja froh drum, dass ich das schon kann, oder zumindest schon mal gemacht hab. Ich war im OP, ich hab diverse Untersuchungen gesehen, ich war auf Visiten mit dabei. Und ich find ja auch, dass ich viel gelernt hab, wie man nen Patienten lagert, oder im Bett hochschiebt ohne sich weh zu tun, oder das Bett frisch macht während er drin liegt etc.... manches hab ich gut gelernt, anderes gar nicht - aber wie gesagt, das KPP ist keine Krankenpflegeausbildung.
Und *obwohl* mein Praktikum so klasse war und ich so nen Glück hatte usw, finde ich, dass drei Monate genug sein müssen. Zumal ich kein Geld dafür bekomme. (und das ist ein Argument!)
Wie gesagt, man könnte ja noch ein bisschen bei den Physiotherapeuten mitgehen, und im Labor mitarbeiten.... etc etc.... aber wozu denn noch? Und wie viel denn noch? Es ist ein Praktikum, keine Ausbildung, und für nen *Einblick* reichen drei Monate völlig aus. Wer mehr machen *will* kann das ja tun - aber als Pflicht? :-dagegen
Und was das Verständnis für die Pfleger angeht - das ist IMO durch ein längeres Praktikum nicht erzwingbar und nicht nicht mal beeinflussbar.
Wie schon gesagt!

Und weißt du, nur weil du nen super Zivi hinter dir hast, hast du dir nicht schon gesichert, dass du später ein toller Arzt sein wirst und später super mit der Pflege klar kommen wirst. Ich meine, KPP ist nicht alles, da kommt doch noch viel, viel mehr. :-nix

Der_Südwester
13.09.2005, 13:35
Ehrlich ohne Einweisung? Dir hat niemand erklärt, wie man es machen muss, aber man hat es dich machen lassen?? Also, was haben die sich denn dabei geacht?? Das ist das andere Extrem zu "gar nix lernen dürfen" - aber in meinen Augen genauso schlecht! :-dagegen

Genau das denke ich mir auch ! Allerdings war es bei mir ähnlich, die "Einweisungen" sind oft sehr spärlich ausgefallen.


Zitat von DjBonsai:Jopp...mir hat nie jemand erklärt, wie Infusionen wirklich angeschlossen werden. Trotzdem habe ich mich dadrum gekümmert. Auch an Port-Systemen, die regelmäßig mit Heparin gespült werden müssen usw.

Wenn es auf Station ein bisschen stressig zughet - was ja meistens der Fall ist - hat kaum noch eine Schwester Zeit und Muse die Fragen eines Praktikanten zu beantworten. Die Arbeitskraft wird jedoch gerne voll ausgeschöpft, was eben auch Bereiche umfasst, in denen man sich nicht auskennt und auch keinerlei Erfahrung hat.
Und an dieser Stelle liegt meiner Meinung nach ein riesiges Problem. Man wird irgendwann doch mehr oder minder dazu verleitet Fragen nicht zu stellen oder man bekommt schlichtweg keine hilfreiche Auskunft. Wenn man sich nun von dem "nörrischen Gebelle" einer Schwester, der es gerade selbst an Überblick mangelt abschrecken lässt den Mund auf zu machen kann das für alle Beteiligten weitreichende Folgen haben.



Was passiert zum Beispiel, wenn ein Praktikant einem Patienten der nüchtern bleiben muss versehentlich Essen ausgibt und diese Tatsache auch noch unbemerkt belibt?
Da gibts später bei der Darm-Op eine unangenehme Überreschung !

Sowas darf einfach nicht vorkommen und entzieht sich meiner Meinung auch jeglicher Rechtfertigung.



Und dennoch sind solche unnötigen Fehler im wirkliche simplen Aufgabenbereichen vorprogrammiert. In der Praxis wird leider so manches mal am
"heiligen Gral" vorbeigerannt !

:-meinung

DjBonsai
13.09.2005, 13:49
Was passiert zum Beispiel, wenn ein Praktikant einem Patienten der nüchtern bleiben muss versehentlich Essen ausgibt und diese Tatsache auch noch unbemerkt belibt?
Da gibts später bei der Darm-Op eine unangenehme Überreschung !

Sowas darf einfach nicht vorkommen und entzieht sich meiner Meinung auch jeglicher Rechtfertigung.


Ganz genau. Sehe ich auch so. Ich habe mich da mich natürlich immer wieder abgesichert und die Finger von Dingen gelassen, die mir doch zunächstmal zu unübersichtlich waren, was die Verantwortung betraf. Dennoch macht das sicherlich nicht jeder so. Wenn man einfach die Anweisungen der Schwestern ausgeführt hätte, wäre da schon oft was in die Hose gegangen, was gerade in diesem Bereich, wo es um Menschen geht nicht passieren sollte....jedenfalls nicht so dumme Fehler, wie das Essen bei einer Darm-OP oder ähnlichem.

SidVicious
13.09.2005, 13:54
Hi,

ich glaube ich fände es sehr gut, wenn es Schwestern geben würde, die sich um die Studenten kümmern. Die vieleicht eine EInweisung bekommen, was der Student zu lernen hat und welche Aufgaben er zu erfüllen hat.
Ich habe noch 2 Monate KPP gemacht und denke das dies auch aussreichend war. Kürzer als 2 Monate fände ich zu wenig und mehr als defenitiv zu viel. Das KPP abzuschaffen glaube ich wäre eine Katastrophe. Ich habe ein paar Kommolitonen die ihr "KPP" im Ausland "gemacht" haben. Ich war schon sehr erstaunt als sie in Physio das erste mal RR gemessen haben. Pulsmessen war auch nicht gerade ihreärke. ch finde es kann von einem Studenten erwartet iwerden 2 Monate lang jeden Morgen 2 Stunden RR und 'Puls zu messen. Schließlich ist das noch eine sehr gut Übung. Klar bei jemandem mit einem RR von 120/80 ist das nicht so schwer, aber was ist wenn der Druck 90/70 und der Puls bei 55 ist? Ich fand die erfahrung sehr gut ,as nicht jede Messung laut und eindeutig war.
Ich finde es auch sehr gut, dass Studenten in der Grundpflege arbeiten. Ich hatte vorher noch nie einen Dekubitus gesehen. Außerdem habe ich sehr viel mehr Achtung vor dem Beruf der Krankenpfleger. Vorher dachte ich die würden nur Pflege machen und Kaffee kochen.Ich fand es schon sehr bemerkenswert wie Konzentriert viele PflegerInnen ihre arbeit verrichtet haben.Dieses ist mir aber erst nach einem Monat aufgegenagen. Sie hatten Schlichtweg keine Zeit Betten zu machen und RR zu messen. Da finde ich es voll Ok ungelerntes Personal dazu einzusetzen.

GRuß
SidVicious

Smartinchen
13.09.2005, 15:00
ich glaube ich fände es sehr gut, wenn es Schwestern geben würde, die sich um die Studenten kümmern. Die vieleicht eine EInweisung bekommen, was der Student zu lernen hat und welche Aufgaben er zu erfüllen hat.


Das würde ich auch gut finden. Wenn man 10 Leute nach ihren Tätigkeiten im Krankenpflegepraktikum fragt, bekommt man 10 - teils vollkommen verschiedene - Antworten: Der eine tut nichts außer putzen und Betten machen, der nächste wird wirklich in die Krankenpflege eingewiesen und wieder ein anderer war hauptsächlich nur mit dem Arzt oder im OP unterwegs.

Oft hat man auch das Gefühl, die Schwestern wissen gar nicht, was sie mit dem Praktikanten anstellen sollen und wieso der überhaupt da ist.
Es gibt ja auch so ein Infoblatt des LPA, auf dem der Zweck des KPP erklärt wird (und das man noch erweitern könnte), wieso landet das nicht auf den Stationen?? Den Pflegedienstleitungen ist das Blatt doch bekannt, oder? :-nix

Elluschka
13.09.2005, 15:48
-------

Hessejung
13.09.2005, 16:00
Ich kenne ein Mädel, die musste sich während ihrer Krankenpflegeausbildung von einer ehemaligen Klassenkameradin, die Medizin studierte, an den Kopf knallen lassen "noch ein A....-Abwischer mehr". Sie hat sie daraufhin sofort stehen lassen. Leute wie diese Medizinstudentin verdienen es überhaupt nicht, Arzt zu werden.


Solchen Leuten gehört das A****loch zugenäht!!!

HonorisCausa
13.09.2005, 16:52
Na was soll man schon zu solchen Dingen sagen? ich habe auch erst kürzlich eine Medizinstudentin kennengelernt, die mir ganz klar sagte:" Also eigentlich wollte ich nie Medizin studieren, schon allein weil man da manchmal so ekelige Dinge machen muss, aber ich hatte einen 1,2er Abi und da mußte ich ja entweder Jura oder Medizin studieren." Und das hat sie mir so ernst erzählt, dass es wirklich keinen Zweifel an ihrer Aussage gibt....

Es gibt genügend Pappnasen, die Medizin studieren, aber das gibt es wohl in jedem Studium...

Da hilft nur Ohren auf Durchzug stellen und seinem eigenen Ziel folgen! :-meinung

Petzi
13.09.2005, 17:53
Ich finde das Krankenpflegepraktikum sehr sinnvoll. Am Besten man absolviert es gleich vor dem Studium, dann hat man einmal richtig Einblick gewonnen, wie das alles so abläuft in einer Klinik, und ob man selber dem ganzen gewachsen ist.
Ich habe mein Pflegepraktikum in einem kleinen Krankenhaus absolviert, mir wurde vieles erklärt und gezeigt von Ärzten, aber vor allem vom Pflegepersonal. In der Früh hab ich geholfen die Patienten zu waschen, Windeln wechseln, Betten machen, Frühstück austeilen, Bettlägrigen Essen eingeben usw. Danach wenn ich meine Arbeit gemacht hatte, und sonst nichts war durfte ich mit in den OP oder mit zur Visite.
Für mich waren die 2 Monate das schönste was ich bis jetzt in dem Studium machen durfte, Vorklinik ist ja trocken genug.
Ich glaub das Problem vieler hier in diesem Thread ist, dass sie meinen nur weil sie Medizin studieren oder Medizin studieren wollen, sind sie von vorneherein was Besseres und schweben auch zu diesem Zeitpunkt schon in wie der Halbgott in Weiß durch die Station, aber es sollte einem eben bewusst sein, dass man im Pflegepraktikum ein PRAKTIKANT ist, kein Famulus oder PJ oder sonst was.
Als Praktikant steht man eben ganz unten in der Hirarchie und auch zu Recht weil man ja auch noch gar nichts kann-ich wusste bis dahin z.B. nicht wie man Blutdruck misst. Wenn einem diese Rolle bewusst ist, und man nett zu den Schwestern und Ärzten ist, sind die einem doch dann wohlgesonnen, und nehmen sich etwas Zeit für einen.

DjBonsai
13.09.2005, 20:37
Es gibt genügend Pappnasen, die Medizin studieren, aber das gibt es wohl in jedem Studium...

Da hilft nur Ohren auf Durchzug stellen und seinem eigenen Ziel folgen! :-meinung

Naja...ich hoffe schon, dass ich im Studium die Leute treffe, die Meidzin auch aus Interesse studieren und dann einfach genauso froh sind, wie ich, wenn ich endlich einen Studienplatz sicher habe.

Acyan
17.09.2005, 19:49
*editiert*

Shakespeareslady
18.09.2005, 19:58
huhu,

also ich hab das kpp heute beendet und ich weiss leider gar nicht, was so viele hier gegen das "hintern abwischen" haben. natürlich wars für mich auch mal unangenehm und sicher besonders am anfang, aber mal 2 gedanken:
1. auch wenns dann eure kinder sind und es ein komischer vergleich sein mag, aber da gibts auch windeln, halt nur mal ein paar nummern kleiner.
2. wenn einige hier wüssten, wievielen pflegebedürftigen menschen das verdammt unangenehm ist, wenn sie sich auf der toilette etc. helfen lassen müssen, würden sich viell. auch einige etwas weniger darüber aufregen.

warum kann das ganze nicht unter "erfahrung" verbucht werden? jedes mal helft ihr einem solchen menschen, abgesehen davon werden sicher die meisten von uns (wenn auch wohl erst sehr spät mal) selbst auf so etwas angewiesen sein.

ich hab ne sehr liebe alte dame jeden morgen frisch gemacht, die sich geschämt hat, sich von nem jungen mädchen waschen zu lassen, weil sie mir das nicht "zumuten" wollte. sie hat täglich mit ihrem tod gerechnet und sich trotzdem über sowas gedanken gemacht und diese ausgesprochen. 2 tage später war sie nicht mehr da und glaubt mir: auch ich hab mich geschämt, dass so eine schwerkranke alte dame sich im endstadium noch über sowas nen kopf machen muss.

Acyan
18.09.2005, 23:34
*editiert*

Rico
19.09.2005, 00:20
Ich frage mich, warum in den Spitälern nicht solche modernen Toiletten mit Wasserstrahl eingesetzt werden (der sozusagen das Po-Reinigen übernimmt). Dann liesse sich die für beide Parteien unangenehme Situation vermeiden.Klar, die Leute können nichtmal gerade auf der Toilette sitzen und Du glaubst, ihnen da den Hintern sauber kärchern lassen, löst das Problem?

Vorstellungen haben die Leute.... :-???

Und wer trocknet den dann? Oder is da ein Fön integriert? Ansonsten müssten die Leute ja mit nassem Hintern zurück ins Bett tröpfeln, wenn sich niemand findet, der mental bereit ist, ihnen den Hintern abzuwischen...

Da krieg ich doch am späten Abend glatt nochmal ne Extrasystole, wenn ich sowas lese... :-(

DjBonsai
19.09.2005, 00:55
Klar, die Leute können nichtmal gerade auf der Toilette sitzen und Du glaubst, ihnen da den Hintern sauber kärchern lassen, löst das Problem?

Vorstellungen haben die Leute.... :-???

Und wer trocknet den dann? Oder is da ein Fön integriert? Ansonsten müssten die Leute ja mit nassem Hintern zurück ins Bett tröpfeln, wenn sich niemand findet, der mental bereit ist, ihnen den Hintern abzuwischen...

Da krieg ich doch am späten Abend glatt nochmal ne Extrasystole, wenn ich sowas lese... :-(

Warum regst du dich denn so auf? Da steckt doch ein unglaubliches Entwicklungspotential hinter.

Da gab es doch auch mal diese Waschmaschinen für Hunde. Die könnte man auch für den Menschen entwickeln. Man, würde das Zeit sparen in der Grundpflege :-))

Adrenalino
19.09.2005, 16:22
Mann Mann... in was für einer Welt lebt eigentlich Acyan?
Das hast Du nicht ernsthaft vorgeschlagen, oder?! :-???
Wie wärs mit nem BWL Studium.. vielleicht biste da besser aufgehoben.

Wenn Du (ZITAT) "mental einfach noch nicht so weit für Tätigkeiten wie Po abwischen, Intimrasur, Toilettengang mit Patienten etc.:" bist...
bist Du dann bereit für die Medizin???

Schon gewusst, dass auch Ärzte digitales Ausräumen vornehmen müssen? Weißt Du, was das ist...?

Bitte überdenk das noch mal, was Du hier in diesem Forum schon alles von Dir gelassen hast...
:-meinung