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sloth
30.09.2005, 10:59
Genau das was Nettl beschrieben hat, sehe ich als Gefahr wenn man eine regelmäßige mündl. Beteiligung zur "Pflicht" macht.
Das würde dann zu mehr Meldungen führen aber nicht zwangsläufig zu einem qualitativ besseren Unterrichtsgespräch. Außerdem würden dann wieder viele einfach das wiederholen was schon gesagt wurde um ihre Beteiligung zu bekommen (sie müssen es ja evtl auch wiederholen weil wenn das "richtige" schon gesagt wurde, was sollten die Anderen denn noch sagen? mit Absicht was falsches?)
Mal abgesehen davon, dass in 90 Minuten nicht alle Schüler/innen gleich lange sprechen können (es sei denn man führt genaue Redezeiten ein, "Das Duell" lässt grüßen).
Leider sehen es einige Lehrer halt als bequemsten Weg an, sich nach jeder Stunde kurz zu notieren wer was gesagt hat (ob nun Kreuze, Sterne, was auch immer) und daraus dann die mündliche Mitarbeit zu bestimmen.
In meinen Augen beraubt diese Methode die mündliche Mitarbeit um ihren Sinn. denn es geht ja um Qualität und nicht um Quantität der Beiträge.

nochmal kurz zu "meiner Idee": ich meine nicht dass nur die schlechten Schüler diskutieren sollen. Nur soll auch keiner gezwungen werden zu reden. Ich denke es ist die Aufgabe eines Lehrers darauf zu achten, dass möglichst jeder zu Wort kommen kann. nur wenn sich nun einige Schüler öfter melden und sonst niemand wäre es doch auch nicht fair dann jemanden das Wort zu erteilen der sich nicht gemeldet hat (weil das führt doch dann zu "peinlichen" Momenten wenn derjenige wirklich dazu keine klare Meinung hat). So würde man die Schüler/innen doch eher davon abhalten sich zu melden weil sie nicht wieder was falsches/"dummes" sagen wollen.
Und ich denke in einem Halbjahr wird es jedem möglich sein sich ein paar mal am Unterrichtsgespräch zu beteiligen (enthält er sich ein ganzes Halbjahr dann muss er sich nicht über eine etwas schlechtere Gesamtnote wundern).

regards
sloth

Sebb
30.09.2005, 11:05
Warum sollte ich denn überhaupt noch zur Schule kommen, wenn die muendl. Note meine schriftl. nur verbessern kann?

Ob ich jetzt im Unterricht nicht zu höre, nen schönes Buch lese oder (leise natürlich) 4 gewinnt mit dem Nachbarn spiele .. ist doch sinnlos.
Meine Arbeit schreib ich dann halt 1 und die Sache hat sich gegessen.

Das würde komplett das Schulsystem untergraben wenn muendl. Noten keinen effektiven Einfluss mehr auf die Noten hätten.

tpa
30.09.2005, 11:05
Ich glaube im Prinzip gar nicht, dass das Abitur dazu da ist, irgendeine fachliche Qualifikation zu vermitteln.

Vielmehr ist es meiner Ansicht nach einfach ne Urkunde, die einem bescheinigt wie leistungsbereit man ist und nich wie schlau/intelligent/fachqualifiziert.
Im Studium geht eh alles bei 0 los. Von daher finde ich es (auch für's MedStudium) eigentlich unwichtig, ob man nun Erdkunde LK oder Chemie LK hatte.

Locura
30.09.2005, 11:06
Also ich schätze mal, mit einer geringeren Klassengröße könnte man das Problem, dass man alle Schüler nicht gleichzeitig sprechen lassen kann doch gekonnt umgehen.
Ich war auf ner Privatschule und hatte in einem LK nur 5 weitere Leute sitzen, da kriegt jeder was mit, und jeder kann zu Wort kommen.
Aber ich kann mir vorstellen bei 25 -30 Schülern ist es einfach sehr viel einfacher in der Masse unter zu gehen.
Ich bin für mehr Lehrer.

DjBonsai
30.09.2005, 11:31
Also ich schätze mal, mit einer geringeren Klassengröße könnte man das Problem, dass man alle Schüler nicht gleichzeitig sprechen lassen kann doch gekonnt umgehen.
Ich war auf ner Privatschule und hatte in einem LK nur 5 weitere Leute sitzen, da kriegt jeder was mit, und jeder kann zu Wort kommen.
Aber ich kann mir vorstellen bei 25 -30 Schülern ist es einfach sehr viel einfacher in der Masse unter zu gehen.
Ich bin für mehr Lehrer.

Meine Kurse in der 13:

Bio-LK: 9 Schüler
Englisch-LK: 8 Schüler
Chemie-GK: 4 Schüler
Pädagogik-GK: 14 Schüler

Optimales lernen :-top

Lag aber nicht daran, dass wir zuviele Lehrer hatten, sondern zuwenige Schüler :-nix

Locura
30.09.2005, 11:38
Also wenn so wenig Schüler noch mit im Kurs sind, dann ist es doch viel einfacher zu lernen und sich zu melden.
Und wer es dann immer noch nicht tut ist selber Schuld.
Also wie gesagt, ich halt kurse bis 15 Schüler für optimal.

DjBonsai
30.09.2005, 12:07
Denke ich auch. Unser Geschichts-LK hatte 35 Schüler. Der war wirklich überfüllt und ich bin auch froh, dass ich den nicht genommen habe. 40 % der Leute, die durch's Abi gefallen sind, konnten das dem Geschi-LK verdanken :-nix

mako
30.09.2005, 13:25
@2rang
__________________________________________________ ________________
Na,na, wer wird denn da gleich so ausfallend?
1.) Deine Argumentation, dass aktuelle System in dem Zustand zu lassen, wie es ist, und es darüber hinaus zu seinem Vorteil, nämlich einen möglichst hohen Abi - Durchschnitt mit möglichst geringem Einsatz zu erreichen, auszunutzen, ist nicht besonders überraschend, zeigt es doch eine -naturgemäß- hohe Portion an Bequemlichkeit, die wir alle haben. Ich müsste Dir Recht geben, wenn Du sagst, dass es tatsächlich einfacher ist z.B. mit den Leistungsfächern Ausdruckstanz und Kunst einen besseren Abi - Durchschnitt als mit Alt - Griechisch und Chemie zu erreichen. Jedoch geht dies leider meilenweit an dem vorbei, was ich unter anderem versucht habe zu sagen, nämlich dass "ein Mehr" an studiumsbezogenem Unterricht und Prüfung im Abitur bei gleichen Qualitätsstandards bundesweit (dies schließt das Zentralabitur ausdrücklich mit ein) auch "ein Mehr", also eine bessere Voraussetzung und Motivation zum Studium bedeuten würde. Es mag ja grundsätzlich schon so sein, dass viele Studienbewerber unabhängig von ihren Prüfungsfächern im Abitur zum "Arzt-Sein" geeignet sind (der genannte Maßstab "soziale Kompetenz" kann unter anderem hier ein Maßstab dafür sein), aber dennoch fehlt dann immer noch ein eindeutiges, von vielen gefordertes Auswahlkriterium zum Studium.
2.) Geh' nicht davon aus, dass ich jemand bin, der sich nun nach seiner Absage auf unbestimmte Zeit jedes halbe Jahr neu bei der ZVS bewerben wird. In sofern brauchst Du auch nicht sauer sein, denn ich schmälere Deine Chancen auf einen Studienplatz so nicht ;-) ...
3.) Nur das Studienfach ist erst wirklich hart, was keine verschärfte Zulassung benötigt. Solltest Deine Wahl also noch mal überlegen..

Eva-Marie
30.09.2005, 14:54
Was ist das für ein Gejammere? Wer Medizin studieren will, sollte doch wohl in der Lage sein, in jedem Fach und bei jedem Lehrer, sowohl schriftlich als auch mündlich seine Leistung abzurufen. In Deutschland wird es ohnehin schon viel zu einfach gemacht, in ein Medizinstudium hineinzukommen. Wer es wegen angeblich schlechter Umstände nur zu einem 1.8er Abi bringt, soll sich nicht beklagen. Zwischen seiner Note und einem Spitzenabi liegen schließlich Welten. Wo kämen wir denn hin, wenn zu Zeiten, wo quasi jeder das Abitur nachgeschmissen bekommt,selbst noch Leute mit so schlechten Noten einen Medizinstudienplatz bekommen würden. Wir wollen schließlich keine Zustände wie in Jura und BWL, wo alles nur vermasst und überfüllt ist. Ein gewisser Qualitätsanspruch ist schon nötig und 1.8 ist heute bei 40 % Abiturquote wirklich alles andere als berauschend.

Meridion
30.09.2005, 14:56
TROLLALARM... !

tpa
30.09.2005, 14:57
Was ist das für ein Gejammere? Wer Medizin studieren will, sollte doch wohl in der Lage sein, in jedem Fach und bei jedem Lehrer, sowohl schriftlich als auch mündlich seine Leistung abzurufen. In Deutschland wird es ohnehin schon viel zu einfach gemacht, in ein Medizinstudium hineinzukommen. Wer es wegen angeblich schlechter Umstände nur zu einem 1.8er Abi bringt, soll sich nicht beklagen. Zwischen seiner Note und einem Spitzenabi liegen schließlich Welten. Wo kämen wir denn hin, wenn zu Zeiten, wo quasi jeder das Abitur nachgeschmissen bekommt,selbst noch Leute mit so schlechten Noten einen Medizinstudienplatz bekommen würden. Wir wollen schließlich keine Zustände wie in Jura und BWL, wo alles nur vermasst und überfüllt ist. Ein gewisser Qualitätsanspruch ist schon nötig und 1.8 ist heute bei 40 % Abiturquote wirklich alles andere als berauschend.

:-love du machst mich ganz wuschig :-))

Meridion
30.09.2005, 14:59
Wie man sich doch mit einer Argumentationslinie sofort komplett sozial isolieren kann... LOL... Nach 10 Minuten jeder. "Ach gott, das is doch DIE!" :-))

chrizzle
30.09.2005, 14:59
Nachricht wurde gelöscht

Meridion
30.09.2005, 15:03
Na ich weiss nicht, "Soft Skills" sind doch am Ende im Leben wichtiger als "hard skills". Also zumindest in den allermeisten Bereichen. Wie sagte schon Max Weber: "In der Öffentlichkeit geht es nicht darum wer gut ist, sondern wer gut zu sein scheint."

:D

SidVicious
30.09.2005, 15:06
Was ist das für ein Gejammere? Wer Medizin studieren will, sollte doch wohl in der Lage sein, in jedem Fach und bei jedem Lehrer, sowohl schriftlich als auch mündlich seine Leistung abzurufen. In Deutschland wird es ohnehin schon viel zu einfach gemacht, in ein Medizinstudium hineinzukommen. Wer es wegen angeblich schlechter Umstände nur zu einem 1.8er Abi bringt, soll sich nicht beklagen. Zwischen seiner Note und einem Spitzenabi liegen schließlich Welten. Wo kämen wir denn hin, wenn zu Zeiten, wo quasi jeder das Abitur nachgeschmissen bekommt,selbst noch Leute mit so schlechten Noten einen Medizinstudienplatz bekommen würden. Wir wollen schließlich keine Zustände wie in Jura und BWL, wo alles nur vermasst und überfüllt ist. Ein gewisser Qualitätsanspruch ist schon nötig und 1.8 ist heute bei 40 % Abiturquote wirklich alles andere als berauschend.

Die Eva-Marie mit dem Spitzenabi
bekommt den Platz in HD nie
:-party

Jeder Dichter kriegt eins auf die Lichter

SidVicious

chrizzle
30.09.2005, 15:09
Nachricht wurde gelöscht

chrizzle
30.09.2005, 15:12
Nachricht wurde gelöscht

tpa
30.09.2005, 15:14
Diese mündl. Mitarbeit dient nur dazu, den schwachen Schülern ihr Abi zu retten - was an sich nicht falsch ist - aber man sollte dadurch stärkere Schüler nicht benachteiligen....

:-??? was für'n bullshit!

Gerade in einer Fremdsprache ist die mündliche Mitarbeit als besonders wichtig zu bewerten! Dass du dir zu fein bist, dich mündlich zu beteiligen ist ja wohl nicht die Schuld der 'schwächeren' Schüler.
Ich war auch ein Jahr in den USA und trotzdem nicht von irgendwelchen eitlen Zwängen befallen, die mich davon abgehalten hätten ordentlich im Englisch LK abzusahnen :-))

SidVicious
30.09.2005, 15:24
Daher Mündlich 5 punkte, Schriftlich 15.. also 2-!!!! HALLO?? Ich könnte ihr heute noch dafür...

Ich bin der Meinung, wer es schriftlich bringen kann, der kann das mündlich allemal. Diese mündl. Mitarbeit dient nur dazu, den schwachen Schülern ihr Abi zu retten - was an sich nicht falsch ist - aber man sollte dadurch stärkere Schüler nicht benachteiligen....

Aber naja, was will man machen! Die Welt ist ungerecht, und das an allen Ecken und Kanten. Man kann sich täglich drüber aufregen oder einfach diese Misere akzeptieren....
Hi,
warum hast du nicht einfach deinen Mund aufgemacht?Was ist das denn für eine Argumentation? Ich hätte eine 1 Verdient, weil die anderen mir aber zu dumm waren und ich mich mit ihnen nicht unterhalten wollte habe ich eine 4 bekommen.
Alle die sich hier aufregen hätten es doch einfach besser machen können.
Es gibt Menschen den liegt es mehr zu sprechen und andere schreiben lieber.
Das mir das Reden leichter fällt merkt man an meiner Rechtschreibung. :-keks

Mir hat meine mündliche Mitarbeit immmer geholfen und ich möchte sie nicht missen.
Allerdings finde ich, dass das Abitur einen höheren Stellenwert bekommen würde, wenn es eine mündliche und schriftliche Prüfung gäbe, die einen großteil der Note ausmacht. Die Prüfer sollten von anderen Schulen kommen und keine Information über die schüler besitzen. Natürlich sollten in ganz Deutschland alle das gleiche Abitur schreiben. So wie es im Moment läuft ist es auf jeden Fall unfair.

Gruß
SidVicious

chrizzle
30.09.2005, 15:25
Nachricht wurde gelöscht