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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Über die Studiengerechtigkeit



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yuro
01.10.2005, 12:08
Das ist es Pascal! :-top Find ich auch witzig, dass ausgerechnet diejenigen, die sich zu Spitzenabiturienten oder "High-Potentials" ernennen und noch nie Medizin studiert haben, der Meinung sind, dass Medizin nichts für 1,3ler und abwärts ist. Was man sich alles auf seine Abinote einbilden kann.
Und schaut doch mal. Die Herren Nobelpreisträger hatten tatsächlich nicht alle in HD oder anderen von euch zu "Eliteunis" ausgerufene Unis studiert und hatten erst recht nicht alle ein Abi von 1,0. Und mal was nicht Medizinisches. Einstein ist mal sitzengeblieben und hatte ein für euch grottenschlechtes Abi.

babosa
01.10.2005, 12:37
meiner meinung nach sollte es so sein wie in vielen anderen Ländern auch...und wie es auch bei uns in Deutschland schon war.

Ganz einfach: einen MEDIZINERTEST

den gabs schon vor langer zeit mal und in Italien gibts ihn immer noch.

Jeder müsste sich diesem Test stellen, bei jedem würde das Wissen kontrolliert werden und vor allem auch der Wille das zu Studieren. Ich persönlich würde lieber einen Studenten nehmen der davor schon mal Praktika oder sein Zivi im Gesundheitswesen abgeliefert hat oder im besten Fall schon eine medizinische Ausbildung hinter sich hat. Denn von diesen Leuten weiss man genau das sie sich dafür interessieren, schon mal bissel reingeschnuppert haben und wissen auf was sie sich da einlassen.

Die Abitursnote sagt nix über einen Menschen aus. Im Abitur gehts rein ums Lernen und Kapieren. Ich denke als Arzt sollte man nicht nur Lernen können sondern vor allem auch mit Menschen um gehen können und logisches Verständnis haben.
Und mir tut es leid das ein 2,0 Abitur Heutzutage schon als "schlecht" abgestempelt wird. 2,0 bedeutet immer noch GUT und nicht schlecht.

DjBonsai
01.10.2005, 13:41
ad 3)
Wer Medizin studieren will muß schon ein perfektes Abi haben. Wo kämen wir denn hin wenn man mit ner 1,8 oder sogar schlechter Arzt werden dürfte. Dreck, ich glaub du hast recht. Ich werde mich am Dienstag gleich vom 3. Stex abmelden. Geht leider nicht früher ist nämlich Wochenende und am Montag ist Feiertag. Mit meinem 2,1 Abi und das auch nur in NRW weis ich wenigstens das noch. Gut dann werde ich eben nicht Arzt. Schade eigentlich, macht mir eigentlich ja doch Spaß, und ich hab im Studium auch jede Prüfung beim ersten Versuch bestanden, aber wenn ihr sagt, daß man mit so nem miesen Abi nicht Medizin studieren sollte. Hättet ihr mir das nur früher gesagt.


*looooool*

Wirklich schade...tut mir echt Leid für dich. Ich hoffe, du findest auch noch einen passenden Beruf ;-) :-party

OlMightyGreek
01.10.2005, 14:40
Der erste Punkt war vermutlich nicht ernst gemeint und der Medizinertest wurde damals abgeschafft, weil die Ergebnisse in hohem Maße mit den Abinoten übereinstimmten...

warum nicht ernst gemeint? Alle mosern (ich auch) herum, dass die leistungsbewertung nicht gerecht ist. Lassen wir die leistung außen vor! Auf dass auch leute mit 4,0 Medizin studieren können ohne lange zu warten! Wir sind alle gleich! One nation under god! Wir werden die pfeiler der leistungsbewertung zum bersten bringen! Holt die mistgabeln, skalpelle und fackeln heraus und lasst uns nach dortmund ziehen! :-dafür :-))

mako
01.10.2005, 20:40
Ok, auch wenn meine kurzen Gedankengänge zum Anfang dieses Threats erfolgreich bis auf Seite 13 zerfaselt worden sind, und sich hier Personen zu Wort gemeldet haben, bei denen ich als Patient wahrscheinlich um mein Leben fürchten müsste, weil sie wahrscheinlich Ihrem übersteigerten Ego alles andere unterordnen werden, fand ich den letzten Beitrag von OlMightyGreek am geilsten, he he..

OlMightyGreek
12.10.2005, 15:48
Auch auf die gefahr hin nicht gemocht zu werden, werde ich eine sich mir neu eröffnete sichtweise über mitbewerberinnen und mitbewerber auf jeweils studienplätzinnen und studienplätze darstellen (ich hoffe das ist jetzt im sinne der sprachlichen geschlechtlichen gleichstellung der worte korrekt :-))):
Ich sitze in einem Sani-Kurs und wir "lernen" momentan diverse dinge über anatomie. Es sitzen auch eine hand voll Medizinstudentinnen und Medizinstudenten in spe unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern (ok, ich benutze wieder nur noch gattungsbegriffe :-))) Ich kanns aber nicht verstehen, dass eben diese Leute an der einfachsten Anforderungsstufe I, der reinen Inhaltswiedergabe, scheitern. Man lernt nichts detalliert, keine tieferen ursachen usw., nur Begriffe und grobe Definitionen, z.B. "Diffusion", Gasaustausch zwischen z.B. Alveolen und Kapillaren. *plopp* Wenn man jetzt den Begriff "Diffusion" zum ersten mal in seinem Leben gehört hat, und das dann auch nicht nur bei der Diffusion so bleibt sondern auch andere Dinge einfach unbekannt sind..... Warum sind solche Leute denn ebenso qualifiziert medizin zu studieren?
Da das jetzt so klingt, als hielte ich mich für den qualifiziertesten Menschen auf erden: Nein, das tue ich nicht, aber ich stelle mir die Frage, dass wenn es immer heißt "es sollte jeder Studieren können und Wissenslücken können ja im studium geschlossen werden", wieso bin ich denn dann nicht nach der 10. für 3 Jahre in Urlaub gegangen um danach Medizin zu studieren? Ich kann ja alles nachlernen. Ich muss ja gar nichts wissen. Latinum ist ja sowieso keine Voraussetzung mehr, auch wenn es wirklich das Lernen und vor allem "nicht Vergessen" von Fachbegriffen und Bezeichnungen fördert.
So will Deutschland also international wettbewerbsfähig bleiben. Eine Powerausbildung an den Unis, die theoretisch aus einem Affen einen Arzt macht. Supi.
Meist sind diejenigen, die dann recht borstig werden, wenn man ungespielt einfach verdutzt reagiert, weil sie einfach elementare Dinge - fast allgemeinbildung - nicht wissen, auch die, die eben eine von mir als "Ausdruckstanz und Kunst- Abitur" titulierte Urkunde in der Hand halten.

So jetzt klopp ich noch nen Insider heraus, für diejenigen, die das hier lesen, die mich kennen und der selben ansicht sind: "HÖHÖHÖHÖ" *PROST*! :-party

Bitte lest die Ironie zwischen den zeilen mit, aber fasst diesen beitrag andererseits auch als kritik, vielleicht auch nörgelei und schrecken vor der realität aus ;-) salü und: bleibt unbedingt ab dem versterben der aktuellen arztgegerationen gesund :-))

mako
13.10.2005, 12:34
:-dafür :-dafür :-dafür :-dafür :-dafür :-dafür :-dafür :-dafür

moonshine
13.10.2005, 17:31
Außerdem offenbart mündliche Mitarbeit wie wenig problematisch es für einen ist vor anderen zu reden, vor anderen sich (präzise) auszudrücken - eine Fähigkeit, derer jeder Arzt fähig sein sollte. Die Komponente "soziale Kompetenz" wird hier imho generell gnadenlos unterschätzt.

by/e unico

Bei dieser Diskussion muß ich jetzt an meinen ehemaligen, bescheuerten Deutschlehrer denken, der mir in der 12. damals prophezeit hat, dass ich das Abitur wegen seinem Fach nicht schaffen würde- da ich seinen Unterricht grottenschlecht fand, bin ich einige Male seinem grandiosen Unterricht ferngeblieben. Er hat mir (nicht nur mir !) angedroht, im mündlichen 0 Punkte zu geben.

Der Typ war einfach zum kotzen. Beschwerte sich über mangelnde Mitarbeit, und wenn dann mal jemand, der sich selten mündlich beteiligt hat, aufgestreckt hat, wenn nahm der gute Kerl dran ???? Na "seine Mädels", die jede Stunde geredet haben. Quantität vor Qualität !

Die mündliche Note sollte abgeschafft werden - oder nur Einfluß nehmen, wenn sie keine negativen Auswirkungen auf die schriftliche Leistungen hat. Das würde auch so manchem Tyrannen das Handwerk legen bzw. zumindest erschweren - ich denke da konkret an einen ehemaligen Englischlehrer meines Bruders und eines Freundes, die von Hr. B. an unterschiedlichen Gymnasien unterrichtet worden sind, und beide die gleichen Erfahrungen machten. Wer vorher eine 2 hatte, hatte plötzlich eine 4 oder schlechter. Die mündlichen Noten hat der willkürlich festgelegt (teilweise stärkere Gewichtung als 50 % - laut einem Mitarbeiter des Oberschulamtes ist der Lehrer dazu berechtigt !)wenn er es jemanden so richtig dicke geben wollte.... . Und als Schüler/Eltern ist man machtlos. Seltsamerweise hat Hr. B. aber schon wieder das Gymnasium verlassen.

:-dafür Ich spreche mich dafür aus, dass zur Beseitigung einer "anderen Misere" das Beamtentum in Hinblick auf die Lehrerschaft abgeschafft wird !

OlMightyGreek
14.10.2005, 05:26
0 Punkte? für bloße körperliche anwesenheit gibts ja schon 1 Punkt. :-))

Niki
14.10.2005, 11:51
Erfahrung?? :-))

OlMightyGreek
14.10.2005, 15:31
Erfahrung?? :-))

nö.. die schlechteste note, die ich je in meiner zeit aufm gymnasium bekommen hab war 6 Punkte. und zwar genau 2x, sonst bewegte sich meine leistung im 2-stelligen bereich: einmal im sport leichtathletikkurs, weil wir nur liefen und ich mich einfach geweigert habe jede woche bei wind und wetter durch den wald zu laufen. und einmal halt in meiner erdkundeprüfung. Hier.. mako hat den kurs rechtzeitig verlassen. :-)) Wenn ich mich jetzt weiter zu diesem kurs äußere, kommen bestimmt fragen, die zu beantworten ich keine lust habe. Aber ein sprung von 15 Punkte mündlich auf 6 Punkte mündliche prüfung.. naja.
Und zur gerechtigkeit: Wir hatten ein dezernentenabitur. Nix mit "ist nicht schlimm", in schei*e schwimmen ist nicht schlimm!

Worauf du wohl hinauswolltest: Ich bin kein wartender schwachkopf der meckert, weil er schlecht ist und keinen studienplatz bekommt. ;-)