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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium parallel zur Krankenschwesterausbildung?



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Loish
07.10.2005, 19:28
Leider sind dies oft die Ärzte, und vor allem die etwas hochnäsigen. Kein Wunder also, dass das Pflegepraktikum "nicht toll" war...
... schon mal was von sozialer Kometenz gehört?
Die lernst Du wohl kaum in den Büchern...
Ich finde ziemlich übertrieben (bzw. sehr anmassend) anhand von einem Forenbeitrag solche Schlussfolgerungen über einen Menschen zu stellen. :-dagegen

Ansonsten weiss ich auch nicht, warum Krankenpfmege nix für Männer sein sollte. Dass Krankenpflege nix für manche Leute ist (ohne, dass diese Leute deswegen schlechtere Menschen wären) ist ja klar. Dass für manche Ärtze Krankenpflege nix wäre mag ja sein und heisst ja noch lange nicht, dass sie schlechtere Ärtze sind. Ich kenne ja auch Krankenpfleger für die Medizin nix wäre und die deswegen keine schlechteren Pfleger sind. So eng verzahnt sie auch sind, es sind immer noch zwei verschiedene Berufe. Auch wenn mir mein KPP viel Spass gemacht hat will ich nicht Krankenschwesten werden. :-nix



PS. Ich selber halte eh nichts von Geschlechterklischees, jeder Mensch hat individuelle Fähigkeiten und Potentiale und von Frauen oder Männerberufen zu sprechen halt ich für Unsinn.
:-meinung

Adrenalino
07.10.2005, 20:19
@Lioness
Dies sollte nicht als Anmaßung gemeint sein!
Ich meinte, daß Pflege den Vorteil hat, auf eine ganz persönliche Art und Weise am und mit dem Patienten zu arbeiten.
Und zwar, indem ich mich dem öffne und das auch mache.
Soziale Kompetenzen und Empathie lernt man eben nicht in Büchern, sondern nur im Umgang mit Menschen. Und genau das ist eben der Job der Pflege!
Das heißt noch lange nicht, dass ich "Imperium" genau das absprechen möchte. Das ist ein Unterschied.
Aber ich lehne es ab, "Pflege" als eine Frauensache darzustellen; Einfühlungsvermögen kann schließlich jeder gebrauchen, sogar auch Männer ;-) .
Und genau das ist ein großes Vorteil der Pflege:enger Menschenkontakt. :-top

Aless
07.10.2005, 21:18
Ich meinte, daß Pflege den Vorteil hat, auf eine ganz persönliche Art und Weise am und mit dem Patienten zu arbeiten.

Ob das ein Vorteil ist, ist Ansichtssache, oder? Klar, dass du das sagst, du bist Pfleger.. ein Arzt würde etwas anderes sagen! bzw. genau das gegenteil!


Soziale Kompetenzen und Empathie lernt man eben nicht in Büchern, sondern nur im Umgang mit Menschen. Und genau das ist eben der Job der Pflege!

Bzw. lernt man das auch wenn man 3 Monate Pflegepraktikum (oder für die "wartezeitler" noch mehr) macht, mehrere Famulaturen, ein PJ und sich ständig um studienorganisatorische Sachen kümmern muss!
Sorry, aber das, was die Schwestern+Schüler da auf Station gemacht haben, konnte ich nach 1 Jahr auch!



Aber ich lehne es ab, "Pflege" als eine Frauensache darzustellen; Einfühlungsvermögen kann schließlich jeder gebrauchen, sogar auch Männer


Es ist dumm Pflege als Frauensache darzustellen (aber lustig , weil sich dann jeder Pfleger beleidigt fühlt! ;-) ), denn es ist keine, genauso wie Kfz-Mechaniker Männerarbeit ist. Selbst wenn Pflege Frauensache wäre... wen interessierts?! Was macht das für ein Unterschied?


Und genau das ist ein großer Vorteil der Pflege:enger Menschenkontakt.

Wiegesagt, Ansichtssache! Ich war mal eine Woche krank (zusammen mit 3-4 anderen Schülern der gleichen Station) habe ständig gelb erbrochen und hatte Durchfall.. und alles nur wg. dem engen Menschenkontakt!
Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht dass auf Stationen die Schwestern und Pfleger eigentlich vergleichsweise wenig Kontakt mit den Patienten haben.. das meiste mit den Patienten machen die Schüler + Praktikanten! (Kommt mit sicherheit aber auf die Station/das Krankenhaus an!)

Baru
07.10.2005, 22:25
Mit engen Menschenkontakt ist wohl nicht nur die physische Nähe gemeint (auch wenn die auch in der Krankenpflege auch eine herrausragende Rolle spielt) sondern auch die psychische Nähe. Die Krankenpflege muß häufig weitaus intimer an den Patienten herangehen als die anderen Berufsgruppen es müssen/dürfen, allein schon bei der GanzKörperpflege...

Seit dem neuen Ausbildungsgesetz der Krankenpflege wurde ja auch nochmal betont, dass eine wichtige Aufgabe der Pflege die psychologische soziale u medizinische Beratung der Patienten zur Gesundheitserhaltung sein soll. Mir ist klar dass dies so garantiert nicht auf allen Stationen stattfindet oder überhaupt erwünscht ist, aber ich denke auch dass die Arbeitsstrukturen der Ärzte im KH so eine Beratung durch ärztliche Seite garnicht ermöglichen.
(In den Arztpraxen kann das natürlich ganz anders aussehen...grade bei Hausärzten)

Dass du mit deinen Fähigkeiten nach einem Jahr eventuell mit einer unmotivierte Schwester oder einem Schüler im ersten Jahr mithalten kannst kann ich mir noch vorstellen,
aber gegen jede motivierte Schwester/Pfleger würdest du alt aussehen weil da dann doch das theoretische Wissen und die praktische Erfahrung zuschlagen würde,auch im Bereich des Einfühlungsvermögens...
(Könnte natürlich auch sein dass du im Bereich der Krankenpflege ein Naturtalent bist, dürfte es ja auch geben, aber davon geh ich erstmal nicht aus ^^)

Adrenalino
08.10.2005, 02:16
Kann Baru nur zustimmen!

@ Aless:
Okay, geht klar...biiiis auf eins:


Zitat von Aless
Bzw. lernt man das auch wenn man 3 Monate Pflegepraktikum (oder für die "wartezeitler" noch mehr) macht, mehrere Famulaturen, ein PJ und sich ständig um studienorganisatorische Sachen kümmern muss!
Bitte nicht falsch verstehen; meinte das nicht so, daß man soziale Kompetenzen -NUR- in der Pflege lernt... ich meinte -ganz besonders- dort!

Wenn Du aber meinst, dass man in 3Monaten das meiste lernt, was man in der gesamten 3jährigen Ausbildung hat (betreffend sozialen Aspekten), möchte ich Dir klar widersprechen. Man bekommt einfach einen anderen Blickwinkel, tieferen Einblick, den man 3Monaten einfach noch nicht hat.
:-meinung
Ich hoffe, ich habe Dein Statement auch so verstanden wie Du's gemeint hast; möchte hier niemanden angreifen.
:-angel

Aless
08.10.2005, 03:24
Mit engen Menschenkontakt ist wohl nicht nur die physische Nähe gemeint (auch wenn die auch in der Krankenpflege auch eine herrausragende Rolle spielt) sondern auch die psychische Nähe. Die Krankenpflege muß häufig weitaus intimer an den Patienten herangehen als die anderen Berufsgruppen es müssen/dürfen, allein schon bei der GanzKörperpflege...

Genau! Aber die psychische Nähe hängt mit der physischen zusammen, es sei denn du redest über einen Lautsprecher mit den Patienten, hälst beim Sprechen mehrere Meter Abstand oder hast telepathische Fähigkeiten! D.h. du "musst" wohl oder übel täglich an den Patienten ran (waschen), egal ob er MRSA, Hepathitis oder AIDS hat! Außerdem lernst du durch den phsysischen Halt - den du als Pfleger geben musst/müsstest - die Patienten und ihre ggf. schlimme Situation zwangsweise näher kennen. --> Adrenalino hat das alles als "Vorteil" bezeichnet! Ich sehe es ganz klar als Nachteil...



Dass du mit deinen Fähigkeiten nach einem Jahr eventuell mit einer unmotivierte Schwester oder einem Schüler im ersten Jahr mithalten kannst kann ich mir noch vorstellen,
aber gegen jede motivierte Schwester/Pfleger würdest du alt aussehen weil da dann doch das theoretische Wissen und die praktische Erfahrung zuschlagen würde,auch im Bereich des Einfühlungsvermögens...

Klar.. ich habe etwas übertrieben ;-) Aber mal ehrlich... so Sachen wie Infusionen anhängen, BZ, Blutdruck, waschen, lagern, sinnlose Patientenberichte schreiben - die sich eh keiner durchliest, Medikamentenstrichliste in der Kurve ;), Stuhlstrichliste usw. das kriegt ja wohl jeder nach ner Zeit so gut hin, dass es i.O. ist, oder? Die "praktische Erfahrung" sammelt man halt mit der Zeit und genau das wollte ich mit dieser Übertreibung ausdrücken!
Und ich finde GERADE was da im bereich des psychischen (wie du sagst "Einfühlungsvermögen") von den Schwester/Pflegern geleistet wird - nämlich sehr wenig - könnte jeder andere auch! (ok.. ist eine Verallgemeinerung, aber es ist doch SEHR oft so, oder nicht?)

Was das theoretische Wissen angeht... naja, man hat da halt seine Standardkrankheiten und weiß mehr oder weniger was man zu tun hat, man weiß eben nur das nötigste! --> SO kam es mir jedenfalls vor, als ich auch Station war! die schwestern/pfleger sind - soweit jedenfalls meine erfahrungen - mehr "praxisorientiert"! z.b. konnte mir kaum eine Schwester RICHTIG erklären, was MRSA ist - aber alle wussten sie, dass man Schutzkleidung tragen muss, das der Patient isoliert werden muss und dass - so wörtlich - "der MRSA-Test 3 mal negativ" sein muss, damit der Patient als "geheilt" gilt! <-- eben nur das nötigste!

Ich respektiere jeden Pfleger/Schwester der jeden Tag aufs neue motiviert arbeitet.. denn ich finde die Arbeit eines Krankenpflegers sehr sehr schwer! Schwerer als die eines Arztes, weil einem nicht mal die "höhere Stellung" bleibt!

--

Ein ganz arroganter Arzt hat einigen Schwestern mal gesagt, er könnte genauso gut in die Stadt gehn, ein paar Penner fragen ob sie mit ihm arbeiten wollen und nach ein paar Monaten Praxiserfahrung wären die genausogut wie die Schwestern ;-)
Daraufhin sind die Schwestern mit einer Videokamera in die Stadt gegangen, haben einige "Penner" gefilmt, und sie sagen lassen "Wir möchten mit Hr. Dr. XXX arbeiten!" Das Band haben sie ihm dann bei seiner Verabschiedung geschenkt :-))

Nur so ne kleine Geschichte am Rande...

Baru
08.10.2005, 12:00
Klar.. ich habe etwas übertrieben Aber mal ehrlich... so Sachen wie Infusionen anhängen, BZ, Blutdruck, waschen, lagern, sinnlose Patientenberichte schreiben - die sich eh keiner durchliest, Medikamentenstrichliste in der Kurve ;), Stuhlstrichliste usw. das kriegt ja wohl jeder nach ner Zeit so gut hin, dass es i.O. ist, oder? Die "praktische Erfahrung" sammelt man halt mit der Zeit und genau das wollte ich mit dieser Übertreibung ausdrücken!


Mag vielleicht stimmen, gilt aber genauso für die normale ärztliche Tätigkeit die auch von jeder Schwester nach ein paar Jahren in ihrem Fachbereich übernommen werden könnte. Bei den meisten Krankheiten werden doch immer die gleichen Standartpräperate und Untersuchungen angeordnet...
Wichtig wird die Ausbildung erst bei den Extremfällen und da könnte kein Pflege-Laie einfach so die Arbeit einer Schwester übernehmen, noch bei einem medizinschen Extrem eine Schwester die Aufgabe eines Arztes.

Dass auf Stationen, auf der ein Patienten nur 3,4 Tage bleibt und dann wieder nach Hause geht, kein so großes Einfühlen stattfindet wird wohl tw stimmen, aber auf Stationen die sich mit frischen Querschnitten oder neurologischen Schäden und Rehabilitation beschäftigen, wird die psycho-soziale Kompentenz der Pflegenden eine enorm wichtige Rolle spielen.
Dort ist es dann nicht mit dem Waschen am Morgen getan sondern der Patient und die Angehörigen müssen von Anfang an begleitet und geschult werden.
(Hab leider kA wie es nun im Stationsalltag in solchen Bereichen tatsächlich aussieht...so sollte aber auf jeden Fall die Zielsetzung der Pflege sein)

Dass keiner aus der Pflege was vernünftig über MRSA erklären konnte ist nicht ganz so gut, aber man sollte immer berücksichtigen dass Krankenpflege kein Kurz-Medizinstudium mit geringerer Kompetenz ist, sondern eine vollkommen eigene Berufsgruppe die eben nicht nur aus der medizinischen Komponente bestehen sollte.

Imperium
08.10.2005, 12:57
Bitte bekommt es nicht in den falschen Hals. Ich bin auch für Gleichberechtigung und denke es kann für einige sinnvoll sein eine Krankenpflegeausb. vor dem Studium zu absolvieren (auch für Männer).

Ich habe hier von den Urinstinkten gesprochen, die noch tief im modernen Menschen verankert sind. Möchte hier keine Endlosdiskussion vom Zaun brechen aber diese sind noch in uns alle verankert und lenken unser Handeln. Frauen können natürlich auch alles was Männer können und umgekehrt aber im Hintergrund schwingt es noch mit. Rollenklischees hin oder her, ich denke es wird immer in manchen Berufen eine Geschlechtsaufteilung geben. Auch wenn es sich jetzt scheinbar erstmal alles vermischen wird.

Meine Pflegeprakrika´s waren im übrigen hervorragend. Da ich auch noch auf aufgrund eines versauten Abis (selbst verschuldet, hatte mal einen ausbaufähigen 1,7er Schnitt in der 11.) warten muss (bin im 7.WS) musste ich neben dem 3 monatigen für das kommende Studium auch noch ein 1,5 monatiges für meine momentane Überbrückungsausbildung machen (MTA).

Schönes WE!

HonorisCausa
08.10.2005, 14:37
habe ständig gelb erbrochen und hatte Durchfall.. und alles nur wg. dem engen Menschenkontakt!


:-keks

************************************************** **********


Was ich noch zur Ausbildung sagen wollte:
Habe kürzlich eine 18 jährige kennen gelernt, die jetzt mit dem Medizinstudium anfängt und gleichzeitig konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass diese Person mit Patienten arbeiten könnte, weil sie einfach noch so "unreif" und "realitätsfern" war.
Ob Krankenpflegeausbildung, oder MTA, oder PTA, oder weiß der Geier --> es kommt nicht NUR auf den Inhalt an, sondern viel mehr gewinnt man durch die Erfahrung, die mit Sicherheit fürs Studium wichtiger ist, als das ansatzweise pflegerische Grundwissen, dass man während des dreimonatigen Pranktikums bekommt. Von daher denke ich schon, dass man eine Ausbildung und dieses Pranktikum nicht im geringsten gleichsetzen kann.

Imperium
08.10.2005, 16:15
:-keks

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Was ich noch zur Ausbildung sagen wollte:
Habe kürzlich eine 18 jährige kennen gelernt, die jetzt mit dem Medizinstudium anfängt und gleichzeitig konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass diese Person mit Patienten arbeiten könnte, weil sie einfach noch so "unreif" und "realitätsfern" war.
Ob Krankenpflegeausbildung, oder MTA, oder PTA, oder weiß der Geier --> es kommt nicht NUR auf den Inhalt an, sondern viel mehr gewinnt man durch die Erfahrung, die mit Sicherheit fürs Studium wichtiger ist, als das ansatzweise pflegerische Grundwissen, dass man während des dreimonatigen Pranktikums bekommt. Von daher denke ich schon, dass man eine Ausbildung und dieses Pranktikum nicht im geringsten gleichsetzen kann.

Ich sehe das anders.
Wenn sie mit 18 jahren ihr Studium anfängt und gut ist, dann schafft sie ihren Abschluss mit 24,5 Jahren (in Brasilien bist du mit 23 fertig und in Australien darfst du erst mit 23 Medizin studieren - du siehst also auch viele Länder sehen es unterschiedlich). Natürlich hat sie dann keine große Erfahrung, allerdings bekommst du sie Stück für Stück in den Famulaturen ab der Klinik. Ab 24,5 oder 25 Jahren sammelt sie schon "ärztliche" Erfahrung und somit ihr ärztliches Handwerk, was wir Wartenden erst ab anfang 30 erlernen. Ob du es nun direkt als Arzt oder vor dem Studium bekommst halte ich nicht direkt für unterschiedlich. Vergleichen wir uns dann mit sagen wir 30 Jahren hat sie 5 Jahre Berufserfahrung im Umgang mit Menschen UND dem Arzt in der Praxis (inkl. Facharzt), dann haben wir nur unseren unbändigen Wunsch erfüllt (wer sagt, dass es nicht auch ihrer war) und Erfahrung in einem unterem Beruf im Gesundheitswesen. Sie würde besser abschneiden, aber vielleicht sind wir die besseren / menschlicheren Ärzte, da wir einige Jahre "gedient" haben und eher mit den Patienten kontakt hatten. Allerdings kann das auch ein Klischee sein, da es auch menschliche Ärzte gibt, die ohne ein Vorberuf praktizieren.
Halte aber deine Aussage für ein Klischee und nicht immer zutreffend.

Aless
08.10.2005, 16:44
:-keks

Und du bist natürlich der harte Mann dem das nichts ausmacht! Ich muss ja auch eigentlich sagen, dass es verdammt geil war sich stundenlang gelb zu übergeben und du hättest bestimmt auch spaß dabei gehabt.. wer hätte das nicht?! Außerdem ist das ja eine wertvolle Erfahrung, die man macht! Oder?




Was ich noch zur Ausbildung sagen wollte:
Habe kürzlich eine 18 jährige kennen gelernt, die jetzt mit dem Medizinstudium anfängt und gleichzeitig konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass diese Person mit Patienten arbeiten könnte, weil sie einfach noch so "unreif" und "realitätsfern" war.

Sie muss ja jetzt auch noch nicht mit Patienten arbeiten! Erstmal muss sie Chemie lernen ;)



Ob Krankenpflegeausbildung, oder MTA, oder PTA, oder weiß der Geier --> es kommt nicht NUR auf den Inhalt an, sondern viel mehr gewinnt man durch die Erfahrung, die mit Sicherheit fürs Studium wichtiger ist, als das ansatzweise pflegerische Grundwissen, dass man während des dreimonatigen Pranktikums bekommt. Von daher denke ich schon, dass man eine Ausbildung und dieses Pranktikum nicht im geringsten gleichsetzen kann.

Klar! Da hast du völlig recht! 3 Monate sind zu wenig!
ABER: 3 JAHRE SIND EINFACH VIEL ZU VIEL! Vor allem wenn es nur darum geht - wie du sagst - Erfahrung zu sammeln.. die sammelst du auch wenn du 1-2 Jahre so in einem Krankenhaus arbeitest bzw. ist man als Arzt früher oder später sowieso gezwungen Erfahrungen solcher Art zu sammeln! Sonst wird man kein Arzt!

Krankenpflege ist ein harter Job... aber die meisten Schüler die ich kennengelernt habe waren so übermäßig stolz auf ihre tolle Ausbildung. Die können ja alle sooooo toll mit den Patienten umgehen, reden usw. VIEL besser als die Ärzte das können! so super finden die sich!
...und dann hört man sie ständig von denn ach so hochnäsigen Ärzten sprechen...

HonorisCausa
08.10.2005, 18:02
Krankenpflege ist ein harter Job... aber die meisten Schüler die ich kennengelernt habe waren so übermäßig stolz auf ihre tolle Ausbildung. Die können ja alle sooooo toll mit den Patienten umgehen, reden usw. VIEL besser als die Ärzte das können! so super finden die sich!
...und dann hört man sie ständig von denn ach so hochnäsigen Ärzten sprechen...

Ich weiß ja nicht wo du deine Erfahrungen gemacht hast, aber wenn mir hier schon Klischees vorgeworfen werden, dann kann ich dir bei diesem Punkt gerne den gleichen Vorwurf zurückgeben.


Und nochmal was grundsätzliches:

Der IDEALFALL sollte so aussehen, dass man natürlich nach dem Abi bzw nach dem Zivildienst sein Studium beginnt. ABER eine Ausbildung ist kein Nachteil.

Aless
08.10.2005, 19:18
Ich weiß ja nicht wo du deine Erfahrungen gemacht hast, aber wenn mir hier schon Klischees vorgeworfen werden, dann kann ich dir bei diesem Punkt gerne den gleichen Vorwurf zurückgeben.


Warum? Ich habe geschrieben "die meisten, die ich kennengelernt habe". Das ist keine Verallgemeinerung, hat also nichts mit Klischees zu tun. Und wieso den "gleichen Vorwurf zurückgeben", ich bin weder Krankenpfleger noch Arzt ;)



Der IDEALFALL sollte so aussehen, dass man natürlich nach dem Abi bzw nach dem Zivildienst sein Studium beginnt. ABER eine Ausbildung ist kein Nachteil.

Sagen wir es so, eine KP Ausbildung vor dem Studium hat Vor- und Nachteile. Oder nicht? 3 Jahre is ne lange Zeit...

Baru
08.10.2005, 19:46
Wenn man aber in den 3 Jahren eh nicht studieren darf, weil man noch nicht genug Wartezeit zusammen hat hat eine KP-Ausbildung keinerlei Nachteile.

Und selbst wenn man studieren dürfte, die 3 Jahre machen innerhalb von mehr als 30 Berufsjahren auch kein Unterschied mehr.
Bei dem aktuellen Ärztemangel wird das Alter auch keinerlei Bedeutung mehr haben bei irgendwelchen Bewerbungen, solange man nicht 3 Jahre auf der faulen Haut gesessen hat.

btw kennt vielleicht jemand eine gute Anatomie-seite über den Verlauf der Arterien und Venen im Körper ?

Loish
08.10.2005, 19:51
Habe kürzlich eine 18 jährige kennen gelernt, die jetzt mit dem Medizinstudium anfängt und gleichzeitig konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass diese Person mit Patienten arbeiten könnte, weil sie einfach noch so "unreif" und "realitätsfern" war.
Na und, dafür hat sie noch ein paar Jahre vor sich, bevor sie mit patienten arbeitet, zum glück. *g*. Und in den jahren hat sie locker die zeit reifer und aufgeweckter zu werden. Die krankenpflegeausbildung ist ja nicht der *einzige* ort an dem man erwachsen wird, ein ganz normales studentenleben reicht da vielleicht auch aus. ;-)
sei mal nicht so hart mit den jüngsten der erstsemester - wer weiss, vielleicht würdest du die dame ein jahr später ganz anders einschätzen.

cruesspih
08.10.2005, 21:15
und wie läuft das dann ab, wenn ich eine krankenschwesterausbildung gemacht habe?
würden meine chancen auf ein medizinstudium dann steigen?
oder ist meine lage komplett aussichtslos?
kennt jemand eine homepage die mich über solche schritte informiert?
ich war schon im BIZ, aber die angeblichen "berater" haben da auch von nix ahnung :(

Imperium
08.10.2005, 21:25
Ich muss zum Teil Aless recht geben, allerdings sind 3 Monate genau die richtige Zeit für das Pflegepraktikum. Im ersten Monat ist alles neu, im zweiten wird es routine aber man lernt noch neues und im dritten zählt man die Tage. Wenn man Glück hat kann man noch OPs sehen (ich durfte bei 10 Stück zusehen u.a. Skoliose am Ende) und morgens auf Vistite etc. pp.
Hatte sogar super Ärzte die ich zum Schluss "geduzt" habe und immer assistieren konnte.

Aber mehr als 3 Monate wären zuviel. Zumindest ging es mir so. Du kennst alles und es langweilt nur noch. Die Ärzte machen das interessante und du bringst den Patienten Säfte und Waschschüsseln.

Ein Ltd. Oberarzt meinte während ich Gemüse geschnitten habe: "Na, das hättest du dir nie träumen lassen, dass du hier mal Gemüse schneiden darfst. Jetzt machen wir mal eine Arbeitskontrolle (hat sich schön bedient, obwohl es für das Personal untersagt ist)". :-))
War aber ein "Netter", nicht dass ihr es noch falsch auffasst. Bei uns haben sich alle bedient. Von der Schwester bis zum Ltd. Oberarzt.

Cranium
08.10.2005, 22:05
Geschlchterspezifisch? Ach was!

Also wärend die Schwestern das Essen servieren und die Pat. waschen und pflegen, ein liebes Wort über die roten Lippen dem Pat zur Nacht reichen,

spielen wir männlichen Pfleger aufm Stationsflur American Football mit Macroclistiere und Ringen nebenbei.
Im Wochenenddienst ist meist auch noch Zeit die Hanteln und den Zugturm am Ende des Flures zu benutzen um unsere drahtigen, muskulösen männlichen Körper den letzten Schliff zu geben.

Die Schwestern pudern sich in der Zeit das Näschen und tratschen ordentlich miteinander.

Das ist die Realität, ihr könnt eure Augen nicht davor verschließen. :-)) :-keks

Baru
08.10.2005, 22:08
@ cruesspih
Durch die Ausbildung selber steigen deine Chancen an den öffentlichen Unis zur Zeit nicht wirklich, an einer Uni gibt es einen 0,2 Bonus auf den NC nach abgeschlossener Ausbildung im medizinischen Bereich, aber das dürfte selten einen Unterschied machen.
Aber man überbrückt damit schon mal gut Wartezeit (3 Jahre von zZt. 4 1/2 ).
Bei der Privatuni Witten-Herdecke bringt eine abgeschlossene Ausbildung garantiert etwas, aber ist auch dort kein Freifahrschein für einen Platz.

Zum Medizinstudiumbewerbung, Wartezeit u NC gibt es natürlich die ZVS-Seite ( www.zvs.de ),
zur Krankenpflege gibts keine direkte Seite, da jede KP-Schule ja ihren eigenen Mist bei der Auswahl der Bewerber machen kann.

Edit:
Cranium, American Football wird gespielt und Gewichte gestemmt ?
Ich dachte man hüpft als Pfleger in Tütü durch die Gegend um seiner rosa Gesinnung ausdruck zu geben...Warum hab ich denn dann jetzt die Ausbildung angefangen ? ^^

Imperium
08.10.2005, 22:16
Die Schwestern pudern sich in der Zeit das Näschen und tratschen ordentlich miteinander.

Omg, wo du es jetzt sagst.
Ich weiß ja nicht wie das bei euch allen war aber das schlimmste an der ganzen Zeit war das ewige Getratsche, um die selben belanglosen Themen wie:
- Ärzte
- Essen (jeden Tag steht was neues zum Futtern auf dem Tisch der Schwestern *ironie*)
- Diät (das Gegenstück zum Essensthema)
- ... (den Rest habe ich erfolgreich verdrängt)