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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chirurgie (Gehalt USA, Abu Dhabi)



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Doktor_No
31.10.2005, 14:45
momentan scheint es ja so zu sein, dass arabische staaten wegen der "verstimmung" zwischen den usa und einigen ländern der arabischen welt gerne auf europäische, hier dann auch deutsche fachärzte zurückgreifen. wer weiss wie lange noch?

GOMER
31.10.2005, 15:18
Ein Oxy-was?!
Sorry, aber ich bin weder Deutsche noch bin ich annähernd Studentin

Ein Widerspruch


LOL!!


Aber zum Thema arabischer Raum: Ich kann nur wiederholen, was ich an anderer Stelle schon mal betont habe: Bitte trennt Euch von der Vorstellung: "Ich brauch Kohle, ich geh in die Emirate."
In allen Bereichen (egal ob Med., Architektur, Ingenieurwesen, etc.) gilt: Die Scheichs wollen was sehen für Ihre Kohle, guter Wille allein reicht nicht. Man muß Facharzt (am Besten mit OA-Erfahrung und Schwerpunkten) sein und gute Referenzen vorweisen, die zahlen nicht 10.000$/Monat um Euch fortzubilden, das machen die nur mit ihren eigenen Leuten.

Doktor_No
31.10.2005, 17:39
exakt, und die eigenen leute kommen gerne her und machen hier ihren facharzt als gastarzt, kosten die kliniken hier nix und gehen dann zurück (ich will das absolut nicht abwerten, nur die fakten nennen). in der uro im pj hatten wir mehr gastärzte als assis, so ist die wirklichkeit...

eatpigsbarf
31.10.2005, 17:49
Jo, ist hier genauso mit den Gastaerzten. Sind bei uns auch sehr viele - aber, warum auch nicht? Schliesslich kann jeder, der plant, seinen FA im Ausland zu machen und sich dann doch entscheidet, wieder nach D. zurueckzugehen, in die gleiche Rolle kommen. Aber so einige Nachteile bringt das schon mit den Gastaerzten mit sich...
Klar, und dass man fertiger FA sein sollte, versteht sich von selbst. Als Assi verdient man nirgendwo die Riesensummen - wobei, das wusste auch jeder von uns, bevor er mit dem Studium angefangen hat :-). Jaja, wie heisst es so schoen: Lehrjahre sind keine Herrenjahre?

Doktor_No
31.10.2005, 18:41
sehe ich etwas anders: mir ist unverständlich, dass es möglich ist, als gastarzt hier seinen op-katalog abzuarbeiten, das ganze möglichst schnell, weil visum nur 2 jahre gilt usw., dann kataloge abgestempelt werden die teilweise gar nicht erfüllt wurden, damit die botschaft/der präsident etc. zufrieden sind und weiterhin stipendien fliessen, während die "einheimischen" assis nicht in den op kommen, weil dort gastarztinvasion herrscht. von oftmals nur rudimentär vorhandenen deutschkenntnissen mal abgesehen. wenn ich als assi ins ausland gehe, muss ich in den allermeisten staaten einen sprachtest machen, in den ländern die für die meisten von uns interessant sind, ergo commonwealth, usa, kanada sowieso. bei gleichzeitig schon miserabler ausbildung in deutschland als assi und oftmals befristeten verträgen ist die gehandhabte wirklichkeit mE nach nicht akzeptabel. als beispiel: ich hatte das zweifelhafte vergnügen, 3 stationen mit insgesamt 60 betten tagsüber als dolmetscher zu handeln, weil als stationsärzte 2 syrer und 1 nigerianer vorhanden waren, die deutschsprechenden assis in ihren sprechstunden waren und die oberärzte mit anderen gastärzten im op... wenn dann noch die schwierigkeit auftaucht, dass auch englisch eher wenig hilft und ich ausser einigen schimpfworten und anmach-sprüchen kein arabisch kann, kommt man schnell ins schwitzen... wohlgemerkt: als pj! so etwas finde ich total daneben.

eatpigsbarf
31.10.2005, 21:14
Das sehe ich komplett genauso. Grad, dass dort oft wirklich die rudimentaersten Deutschkenntnisse fehlen - ich aber wirklich ueberall sonst auch Sprachkenntnisse vorweisen muss. Das ist auch etwas, was ich gar nicht verstehe (und auch gewiss nicht verstehen will!), wie die hier ueberhaupt an den Gastarztplatz rankommen.
Gleichzeitig verstehe ich aber, dass diese Gastaerztplaetze wichtig sind -wenn sie an deutschsprechende Aerzte vergeben werden. Und dieses "Katalog abarbeiten" finde ich auch unter aller Kanone. Problem ist eben, dass diese Plaetze leicht missbraucht werden.
Aber gleichzeitig haben viele der Aerzte trotzdem mein Verstaendnis, grad wenn sie diese Plaetze nutzen, um sich hier eben ein Standbein zu verschaffen, weil in ihrem jeweiligen Heimatland die Bedingungen schlecht sind.

Doktor_No
01.11.2005, 10:30
na dann sind wir uns ja einig. ein syrischer gastarzt hat mir mal erzählt, dass es für einen deutschen facharzttitel in syrien das doppelte gehalt gibt, wenn man sich niederlässt ist es noch mehr wert... er hat auch gemeint, in ländern wie syrien und co. werden nur privilegierte ärzte, andere bekämen gar nicht erst eine möglichkeit dazu.

christoph1982
26.05.2006, 12:17
Ich glaube, bei den Gehältern würde es sich doch lohnen in die USA zu gehen. Ich studier gerade Psychologie in Wien und sammel Wartesemester. Wenn ich fertig bin, will ich noch ein flottes Medstudium dranhängen. ....Und bei den Gehältern auf www.salery.com verführt es mich von einem Dasein als neurochirurg in den USA zu träumen. *g* .... Da liegt der Gehaltsmedian bei 360.000$ ... Selbst wenn da 1/3 Steuern und 1/3 Vorsorge draufgingen wäre ich immernoch stinkereich und verdammt angesehen. *ggg* ist nicht sehr idealistisch die Einstellung, ich weiß, aber be sooo viel Kohle schon verdammt verführerisch. :-dance

bartmaniac
29.01.2011, 19:28
1. Abu Dhabi und Dubai:
NUR und ausschliesslich Fachärzte > 3 Jahre Erfahrung gesucht, je mehr chirurgie, Kinder, Gyn, desto besser.

Nicht Commenwealth Länder (D) müssen eine Facharztprüfung auf Englisch machen, oder können nur als temporary arbeiten.

Das Residency Visum gibt es nur mit Vertrag eines Arbeitgebers.
Deutschland gilt zwar als Land mit guten Ärzten, aber deutsche Ärzte vor Ort gelten (JE NACH ARBEITSPLATZ/HAUS) nicht als erste Adresse, oder besser nicht als besonders förderungswürdige Nation!!!!!
Obwohl bi 2020 ca. 1800 Ärzte gebraucht werden (aktuell 800!) werden NICHT die Gehälter von z.B. Saudis bezahlt.
Vielmehr gilt das "Package" als zu vereinbaren:
Gehalt, Housing Allowance, Tickets, Kindersupport, Rückkehr Geld etc. sind teilweise gesetzlich verankert.
Staatliche Häuser mit Scheich im Hintergrund zahlen IMMER besser, private sind variabler und flexibler aber mit weniger Gehalt!
Viel Glück.
Bartmaniac:-stud

Die Niere
29.01.2011, 20:03
Und dann bleibt weiterhin interessant, wieviel man effektiv verdient. Die bisherigen Zahlen haben mich jetzt noch nicht so beeindruckt...insbesondere wenn man von den Top5% absieht und immer auch daran denkt, was zum Beispiel Versicherung und Co so in den USA kosten.

lg, niere

Cuber
27.10.2013, 06:25
Wie sind die momentane Lage in Sachen Gehalt in den USA aus? Ist der Lebensunterhalt dort unterm Strich günstiger als in Deutschland?

Nurbanu
27.10.2013, 11:52
Du wieder mit deinem Geld.

Lebensunterhalt hängt von dem Ort ab, an dem du lebst. Auf dem Land günstiger als in NYC oder LA.

Spitzenverdienst im Gegensatz zu Deutschland, aber du kannst mit der deutschen Approbation nicht einfach so in den USA anfangen als Arzt zu arbeiten.

Und jetzt lern wieder für's Abi, ja?

Muriel
27.10.2013, 15:02
Das hat doch noch drei Jahre Zeit ;-)

Anne1970
27.10.2013, 15:09
Und jetzt lern wieder für's Abi, ja?

:grins:

Cuber
27.10.2013, 17:13
Du wieder mit deinem Geld.

Lebensunterhalt hängt von dem Ort ab, an dem du lebst. Auf dem Land günstiger als in NYC oder LA.

Spitzenverdienst im Gegensatz zu Deutschland, aber du kannst mit der deutschen Approbation nicht einfach so in den USA anfangen als Arzt zu arbeiten.

Und jetzt lern wieder für's Abi, ja?


Wo ist denn das Problem wenn ich mich frühzeitig erkundige? Also ist es allgemein gesehen in den USA schon attraktiver?

EVT
27.10.2013, 17:17
als resident nicht unbedingt, danach schon. aber im moment befindet sich vieles im umbruch wegen obamacare, also muss man abwarten.
so einfach ist es nicht, als arzt in die usa zu gehen.

Nurbanu
27.10.2013, 20:28
Wo ist denn das Problem wenn ich mich frühzeitig erkundige? Also ist es allgemein gesehen in den USA schon attraktiver?

Das einzige, dass dich interessiert, ist das Einkommen. Irgendwann wirst du merken, dass Geld nicht ewig die Motivation aufrecht erhält. So ein bisschen Spaß und Interesse sollte man schon haben. Stichtwort: intrinsische und extrinsische Motivation. Und das nicht alles so läuft, wie man es sich erhofft. Mach lieber ein Abi 1,5 und besser, ansonsten musst du vielleicht warten, oder die ein oder andere Zusatzquali zwecks Notenboni erwerben, welche dir wieder Jahre raubt.

Ach ja, man muss viel arbeiten. Abends und nachts arbeiten. Am WE arbeiten. Eklige Dinge tun. Bereitschaftsdienste machen. Tja, das Geld fällt nicht vom Himmel.

Kackbratze
27.10.2013, 20:56
Ach ja, man muss viel arbeiten. Abends und nachts arbeiten. Am WE arbeiten. Eklige Dinge tun. Bereitschaftsdienste machen. Tja, das Geld fällt nicht vom Himmel.

Das sieht im Fernsehen immer anders aus...

Nurbanu
27.10.2013, 21:26
Aber es heißt doch "Reality-TV" :-oopss

Kackbratze
27.10.2013, 21:37
Ich bin aber nicht bei "Charite - Tag und Nacht" dabei, da ist es sicherlich noch einfacher...