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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chirurgie (Gehalt USA, Abu Dhabi)



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Isabella83
29.10.2005, 16:21
Nach meiner gescheiterten Suche bei Goolge, hoffe ich dass mir hier jemand weiterhelfen kann.
Ich würde gerne wissen, wo man als Chirurg besser verdient: Abu Dhabi oder in LA?
Wäre sehr erfreut über eine Antwort!

tigerlilly2005
29.10.2005, 16:36
Also ich war ein semester an der Brown-University die richtig dicke kohle fließt in USA erst nach beendigung deiner residency. der verdienst während der residency ist so 30 000 - 50 000 dollar pro Jahr. dannach stehen alle wege offen.
der orthopedic surgeon hat in brown 1,2 Mio Dollar gemacht
der allgemeinchirurg 800 000 Dollar
vielleicht hilft es dir ja weiter

test
29.10.2005, 17:18
WAs du in USA verdienst kann man so pauschal nicht sagen. Kommt auf den genauen FA an und wo du arbeitest. Allerdings halte ich die Zahlen von tigerlilly nicht gerade für Durchschnittswerte, das sind schon Top5% Gehälter, wenn nich noch höher. Waren das die Gehälter vom Head of Department oder von wem?
Solche Gehälter erreicht man wenn überhaupt erst nach ein paar Jahren als attending.
Ganz gute Infos gibt www.salary.com einfach den gewünschten Facharzt eingeben. Dort hat der Orthopäde ein nation wide average income von 300 000$/ Jahr. In der Regel verdient man an der Uni schlechter als im private practice und in beliebteren Regionen weniger als in Regionen ab vom Schuß. Wenn man auf absolute Gewinnmaximierung im private practice geht sind aber in Ortho, Neurochir auf jeden Fall mehr als eine Million pro Jahr möglich. In den anderen chirurgischen Fächern aber sicher auch deutlich mehr als die salary Durchschnittswerte.

eatpigsbarf
29.10.2005, 17:48
Wobei man definitv auch in Abu Dhabi enorm gut verdienen wird.. grad als Frau, die z.B. dort in die Chirurgie oder in die Gyn gehen wird. Das wird kein Problem. Wird wohl auch etwas einfacher mit dem ganzen Behoerdengerenne, weil das Land weiterhin Aerzte sucht (auch Frauen). Angeblich kriegt man oft sogar Wohnungen mitfinanziert und 1-2 Heimfluege gestellt, je nachdem, wer der Arbeitgeber ist.
Aber, die wollen in den arabischen Laendern oftmals die fertigen Fachaerzte.

test
29.10.2005, 18:36
Ich kenn mich mit Abu Dhabi überhaupt nicht aus. Wen nehmen die denn gerne, wenn du sagst, dass sie gerne Fachärzte nehmen? Aus welchen Ländern am liebsten? Ich denke mal da stehen USA, Kanada, Australien recht weit oben auf der Liste und nicht Deutschland oder liege ich falsch? Wie sind da denn überhaupt die bedingungen um dort zu arbeiten?

Scrotum
29.10.2005, 19:26
Ich hab Angebote aus Abu Dhabi gesehen... war alles so in Richtung 10'000 USD/Monat und Haus... Kann also mit amerikanischen Gehältern bestimmt nicht mithalten.

Isabella83
30.10.2005, 10:25
Also erst einmal danke für die zahlreichen Antworten...ich schau mal auf der Seite salary.com weiter!

Bin mir aber eigentlich sicher, dass die dort auch deutsche Fachärtze in Abu Dhabi suchen! Sie schreien doch geradezu nach deutscher Kompetenz...egal in welchen Milieu!

eatpigsbarf
30.10.2005, 11:10
Jo, die wollen Fachaerzte, die einen guten Ruf haben, und das tun die deutschen ebenso wie die aus den USA, Australien, etc. Man muss Englisch sprechen koennen. Verdienstmaessig kann es gut sein, dass man noch eine Ecke besser gestellt ist, als man das Z.B. aus den USA kennt, da in den reicheren arabischen Laendern (wie z.B. Bahrain oder den VAE) westl. Fachaerzte gesucht werden zur Behandlung der reicheren Oberschicht (und die wollen nunmal westl. ausgebildetes Fachpersonal...).
Wichtig beim Verdienst sind ja auch die Steuern, die anfallen werden (was in den USA uebrigens nochmal eine ganze Ecke ist, plus die selbstzuzahlende Krankenversicherung - die wuerde ich mir AUF JEDEN FALL dort holen) und die ist in vielen arabischen Laendern mit im Angebot enthalten. Plus eben Sachen wie Haus und mal ein Flug nach D. zurueck. Sozusagen mehr im "all inclusive"-Angebot enthalten als in den USA, die viel dazu tun, dass keiner rueberkommt :-).

Isabella83
30.10.2005, 11:13
Ja, und wenn ich dann noch Arabisch lerne, steht mir eigentlich nichts mehr im Weg;-)

test
30.10.2005, 12:21
Wie hoch sind denn die Steuern in den genannten Ländern?
Ich finde die USA mit einem Spitzensteuersatz von 35% ab einem Jahresverdienst von 319 000$ im Vergleich zu Deutschland ziemlich paradiesisch ;-)
Übrigens sind sehr viele Stellen in USA im private practice (und an der UNI sowieso) inkl. Krankenversicherung und einer gewissen Altersvorsorge (zumindest im private practice, denke aber eine private Vorsorge ist trotzdem noch notwendig, bei den Gehältern meiner Meinung nach aber auch problemlos möglich und sinnvoll, ist ja in D auch schon der Fall) :-meinung Auch die Haftpflicht wird sehr oft vom Arbeitgeber übernommen (OB/Gyn vielleicht ausgenommen). Insofern sind die Ausgaben die man in USA hat prozentual eher niedriger als in Deutschland. Zumindest solange man keine Kinder hat, die man aufs College schickt. :-)) :-)) :-))

test
30.10.2005, 12:27
Bin mir aber eigentlich sicher, dass die dort auch deutsche Fachärtze in Abu Dhabi suchen! Sie schreien doch geradezu nach deutscher Kompetenz...egal in welchen Milieu!

Ist das nicht ein Oxymoron. :-)) :-)) :-))

Isabella83
30.10.2005, 14:16
Ein Oxy-was?!
Sorry, aber ich bin weder Deutsche noch bin ich annähernd Studentin:-)

Notdoc
30.10.2005, 14:22
Ein Oxy-was?!
Sorry, aber ich bin weder Deutsche noch bin ich annähernd Studentin:-)Ein Widerspruch:-top

test
30.10.2005, 14:26
Ein Wiederspruch:-top

mit i nicht mit ie ;-) wenn wir jetzt schon mehr auf die Orthographie hier achten sollen :-))
Oxymoron:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oxymoron

Scrotum
30.10.2005, 14:41
Oje! Wenn selbst die geistige Oberschicht nicht mehr weiss, was ein Oxymoron ist, dann kann es um die Bildung wirklich nicht gut bestellt sein. :-? ;-)

eatpigsbarf
30.10.2005, 14:49
Insofern sind die Ausgaben die man in USA hat prozentual eher niedriger als in Deutschland. . :-)) :-)) :-))


Nenene, das ist definitv nicht so. In den USA sind die Lebenshaltungskosten deutlich hoeher als hier in Deutschland. Klar, das faellt bei dem Gealt nichts so auf :-) - gottseidank. Aber in den USA muss man deutlich mehr von besagtem Gehalt bezahlen als bei uns - z.B. sind die kompletten Altersabsicherungen deutlich teurer und viel notwendiger als bei uns, weil das System nicht die Absicherungen bietet, die man bei uns bekommt (auch wenn sie bei uns doch immer weniger werden..). Klar, dafuer verdient man mehr, aber vom Aufwand geht in den USA deutlich mehr Geld fuer sowas weg als bei uns.
Wie hoch der Spitzensteuersatz in z.B. Abu Dhabi ist, weiss ich nicht (interessiert mich auch wirklich ganz und gar nicht, weil ich da nicht hinmoechte). Aber in vielen der Oellaender fallen schonmal riesige Anteile an Energiekosten weg, was sowohl hier als auch in den USA (wenn auch weit weniger als bei uns in Europa) viel kostet. Angeblich soll man auch steuerliche Vorteile bekommen, weil die ja Aerzte suchen. Wobei, wieviel Steuern man da ueberhauot zahlen muss, ist mir nicht ganz klar, da die ja sowieso fast alle staatlichen Kosten ueber das Oel finanzieren und somit nicht so steuerabhaengig sind, wie das hier der Fall ist. Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass dort die Steuern erheblich weniger prozentual sind, als man denkt.

test
30.10.2005, 16:17
Nenene, das ist definitv nicht so. In den USA sind die Lebenshaltungskosten deutlich hoeher als hier in Deutschland. Klar, das faellt bei dem Gealt nichts so auf :-) - gottseidank. Aber in den USA muss man deutlich mehr von besagtem Gehalt bezahlen als bei uns - z.B. sind die kompletten Altersabsicherungen deutlich teurer und viel notwendiger als bei uns, weil das System nicht die Absicherungen bietet, die man bei uns bekommt (auch wenn sie bei uns doch immer weniger werden..). Klar, dafuer verdient man mehr, aber vom Aufwand geht in den USA deutlich mehr Geld fuer sowas weg als bei uns.
Wie hoch der Spitzensteuersatz in z.B. Abu Dhabi ist, weiss ich nicht (interessiert mich auch wirklich ganz und gar nicht, weil ich da nicht hinmoechte). Aber in vielen der Oellaender fallen schonmal riesige Anteile an Energiekosten weg, was sowohl hier als auch in den USA (wenn auch weit weniger als bei uns in Europa) viel kostet. Angeblich soll man auch steuerliche Vorteile bekommen, weil die ja Aerzte suchen. Wobei, wieviel Steuern man da ueberhauot zahlen muss, ist mir nicht ganz klar, da die ja sowieso fast alle staatlichen Kosten ueber das Oel finanzieren und somit nicht so steuerabhaengig sind, wie das hier der Fall ist. Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass dort die Steuern erheblich weniger prozentual sind, als man denkt.

Eine Altersvorsorge kannst du doch abschließen wo du willst, insofern verstehe ich nicht wieso USA da teurer sein soll als Deutschland, da man das ja sowieso privat tut. Ich setze auch keine große Hoffnung in die deutsche Rente, von daher habe ich auch schon privat mit meiner Altersvorsorge begonnen, da man ohne sicher auch in Deutschland nicht viel erwarten darf, wenn wir dann irgendwann in Rente gehen. Zudem kann man privat vorgesorgt aus dem Geld auch mehr machen als der Staat. Und ich sehe eine Altersvorsorge ja auch nicht als Verlustgeschäft sondern in dem Fall ist das ja Vermögensvermehrung/-anlage und ob das bei der staatlichen Rente so der Fall ist, da bin ich mir nicht sehr sicher. Und wer bei so viel Verdienst nichts anlegt is in meinem Augen etwas verrückt.
Und nur durch die fehlende staatliche Altersvorsorge von viel höheren Lebenshaltungskosten zu reden halte ich für etwas übertrieben.
Steuern niedriger, Energiekosten (noch, aber tendenziell werden sie immer niedriger sein als hier) niedriger, Autos deutlich billiger :-)) Wohnen abhängig von der Gegend ähnlich wie Deutschland oder billiger oder teurer :-nix , Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände fand ich persönlich dort deutlich billiger. Also ich würde die Lebenshaltungskosten jetzt mal abgesehen von der Altersvorsorge und nur unter Berücksichtigung dessen was man direkt zum Leben braucht niedriger einschätzen als hier. Ich habe in den 2 Monaten in denen ich dort war viel weniger ausgegeben, wenn ich von der Miete absehe, die ich in D und USA in der Zeit bezahlen mußte, als ich es hier getan hätte. :-meinung Mag aber auch teurere Gegenden geben. :-nix
Irgendwie glaube ich ehrlich gesagt, dass kein LAND DER WELT an das Abgabenniveau von Deutschland heranranreichen kann, wo man schon direkt als ASsistenzarzt mit nem Gehalt von 3000 Euro wenn man Glück hat schon fast 50% wieder abgeben darf. :-meinung

PS: Habe mal den Titel etwas aussagekräftiger gemacht.

Neely
30.10.2005, 17:09
Ich glaube, da versucht gerade jemand, andere für dumm zu verkaufen oder ist es selbst. Ich gehöre ja wirklich nicht zu den Philoanthropen, aber eine derart auf Gewinnmaximierung fixierte Einstellung kann ich nicht nachvollziehen, man muss sich mit der ganzen Sache doch auch irgendwie identizieren können...

Lava
30.10.2005, 17:26
identizieren...

Bitte was? :-))

Isabella83
31.10.2005, 14:38
Aber ob man sich jetzt mit dem Beruf identifizieren kann, hängt ja nicht von dem ORT ab, an dem man seinen Beruf praktiziert!
Die Anforderungen bleiben ja die selben...aber wenn man noch ein bisschen mehr dazu verdienen kann und sich dann auch das Leben außerhalb des Berufs versüßen kann--> wieso nicht?!