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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studium in Ungarn schwerer??( rausgelöst aus der "Keine Motivation mehr!"-Diskussion)



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08.12.2005, 21:19
Das Sein bestimmt das Bewusstsein.
Aber nicht zwangsläufig
Das Bewusstsein das Sein.

Objektivität gibt es auch nicht.

Im Prinzip das Gleiche, wie die Abi-Schwerer-hier-als-dort-Diskussion

:peace:

Gruß LOGO

Pakur
08.12.2005, 21:19
also ich hab auch gehört, dass semmelweiss sehr hart sein soll.Eine gute Freundin von mir hat gerade abgebrochen, was aber auch andere Gründe hatte.

Ansonsten.... halte dieses Vorbereitungsjahr von der Uni eigentlich für Geldmacherei.

Naja, die Profs geben ja auch Nachhilfe für 15-20€ die Stunde.....

test
08.12.2005, 21:23
Ich glaube ihr habt ziemliche Illusionen was das Studium in Deutschland angeht. MC-Klausuren können Hammerschwer sein, wenn die Abteilungen das wollen. Und das Physikum ist im Vergleich zu einzelnen Klausuren ziemlich einfach, weil da genau vorgegeben ist welche Sachen/Themen abgefragt werden dürfen. Diese Beschränkungen haben die Abteilungen halt nicht.

Irgendwie denken schon relativ viele Leute, dass MC Klausuren vom Schwierigkeitsgrad auf NIveau der Führerscheinprüfung liegen. Aber im echten Leben wiederholen sich halt Fragen nicht sehr oft. Und man kann jede Prüfung egal welcher Form von unschaffbar schwer bis kinderleicht machen, dafür spielt die Form meiner Meinung nach keine Rolle.
Hier gibt es auch in einigen Fächern Klausuren mit offenen Fragen. Mag ich persönlich zwar nicht gerade lieber, da es meiner Meinung nach immer subjektiver korrigiert wird als MC. Die Durchfallquoten sind dort aber auch nicht anders als bei den MC Klausuren, je nach Fach eben unterschiedlich. :-nix

Tina_1984
08.12.2005, 21:25
Na das ist doch cool das man eine Themeneingrenzung hat ! Hätte ich nicht gedacht ! Das die Institute schwere Klausuren machen können - das ist ganz klar. Ist hier nicht anders ! Die Neuroanatomietestate in diesem Semester sind bei uns auch der Hammer - aber wie ich schon sagte: ich kann nicht beurteilen ob es in Deutschland schwerer oder einfacher ist... ich kann nur das wiedergeben, was ich am eigenen Leib erfahren habe.

Und ich bin froh darüber, dass ich kein Physikum machen muss - die ganze Chemie und Physik habe ich schon wieder vergessen :-blush

Tina

SidVicious
08.12.2005, 21:25
Ich darf mich zu den glücklichen Zählen, die sowohl in Ungarn als auch in Deutschland studieren durften. Meiner Meinung nach tun sich beide Studienorte nicht viel.Wir alle kochen nur mit Wasser und viel mehr lernen als Deutsche Studenten während oder vor dem Physikum ist glaube ich kaum noch zu schlagen.Andererseits sind die mündlichen Prüfungen in Ungarn nicht zu unterschätzen. Der Stoff ist einfach ein wenig mehr zerstückelt, damit ist vllt jede einzelne Prüfung etwas schwerer als in Deutschland, aber insgesamt hält es sich die Waage, denke ich. :peace:


what you pay is what you get... (ohne wertung!!!!)

Leider ist es nicht so.

Was ein absolutes Manko an der Sote ist, ist dass die Betreuung der Studenten, mit Verlaub, unter aller Sau ist. Die Studienbedingungen in Ungarn sind mit Sicherheit schlechter als in Deutschland.

Gruß
SidVicious


PS: Warum sollten sich Studenten des Vorbereitungsjahres nicht Medizinstudenten nennen ?

studere=sich bemühen/sich interessieren für/sich befassen mit

test
08.12.2005, 21:26
PS: Warum sollten sich Studenten des Vorbereitungsjahres nicht Medizinstudenten nennen ?

studere=sich bemühen/sich interessieren für/sich befassen mit

Damit ist es offiziell :-)) Alle im Forum vor dem Studium dürfen sich Medizinstudenten nennen. ;-)

THawk
08.12.2005, 21:35
Na das ist doch cool das man eine Themeneingrenzung hat ! Hätte ich nicht gedacht !

Um da mal Missverständnissen vorzubeugen: Die wirklich verbindliche Themeneingrenzung wird durch den GK gestellt. Dieser ist allerdings so allgemein gehalten, dass man da wirklich alles drunter fassen kann. Die eigentlich Themeneingrenzung findet also eher "inoffiziell" durch die Fragestellung der letzten Jahre statt. D.h. man orientiert sich (zwangsläufig) an dem gefragten Stoff der letzten Jahre. Und zum Glück für alle Physikums-Schreiber ändert sich der relevante Stoff nur recht langsam. So haben sich z.B. die klinischen Bezüge über mehrere Jahre hinweg in die Physika "eingeschlichen". Ohne diese Kontinuität des IMPP wäre es wohl kaum möglich ein vernünftiges Physikum zu schreiben.

Hellequin
08.12.2005, 21:45
Damit man sich mal ein Bild machen kann wie die "Themeneingrenzung" ausschaut: http://www.impp.de/index.php?id=11

Anatomie umfasst 42 Din A4 Seiten. Physik immerhin noch 15.

Cuff
08.12.2005, 22:29
Damit ist es offiziell :-)) Alle im Forum vor dem Studium dürfen sich Medizinstudenten nennen. ;-)

Im Sinne der vorangegangenen Behauptung: *LOL* !!!

flavour
09.12.2005, 00:02
Also...ganz objektive Beweise wird man dafür wohl nicht anführen können, weil es wohl auch in Deutschland von Uni zu Uni verschieden ist, was verlangt wird, aber die Semmelweis Universität Budapest ist nun mal für ihr hohes Niveau bekannt. U.a. auch deswegen, weil die Tests hier nicht aus Kreuzeln bestehen, auch die Semesterklausuren nicht, sondern alles auswendig gelernt werden muss und in Essayfragen auszuformulieren ist.

Wie ich allerdings feststellen musste haben wir in Chemie, Bio und Physik in 2,5 Monaten 2/3 des Stoffes durchgepaukt, die beim IMPP verlangt werden.

Irgendwie habe ich mich falsch ausgedrückt, oder wir reden leicht aneinander vorbei.

Dass jemand nach einem Vorbereitungsjahr erheblich mehr weiß, als ein frischer Abiturient - unglaublich! Irgendwie auch klar, oder?

Je nachdem können MC-Fragen oder "Essayfragen" (Textfrage hat nicht gereicht?) schwerer oder leichter sein, das lässt sich so nicht klären.

Worum es mir ging: Semmelweiss mag international einen tollen Ruf haben - die Auswirkungen solcher Auszeichnungen auf die VORklinik sind mir bis jetzt noch nie klar geworden. Bitte um Klärung.
:-angel

wuendrik
09.12.2005, 00:35
mit "ich habe gehört", "ich kenne jemanden", "angeblich" und so weiter hat noch nie jemand was gewonnen. ich studiere selber in ungarn und bin ehrlich gesagt nicht so angetan. viele seminar/praktikumsleiter verstehen z.b. die fragen der studenten nicht, d.h. sie sprechen englisch/deutsch ohne es zu verstehen. und dass was wir hier "mehr" lernen ist glaube ich alles nicht so relevant für den medizineralltag. habe da auch ein konkretes beispiel für. ein student hier hat einen platz in göttingen bekommen und wollte sich chemie anerkennen lassen über die uni. er ist am ende beim prof. zeeck gelandet und hat ihm den themenkatalog des chemie instituts gegeben. herr prof. zeeck hat sich angeblich kaputtgelacht über den schwachsinn den wir hier lernen.
ist zwar wieder eine "ich habe gehört" geschichte, aber ich glaube da ist schon was dran.
was mir auch nicht wirklich gefällt ist das verschulte, man kriegt nen festen stundenplan, kann sich nichts legen, die dozenten lesen am anfang der stunde die namen vor und gucken wer da ist usw... fühlt sich einfach nicht wie uni an. ich jedenfalls freue mich wenn ich nach deutschland kann.

die ganze schwerer/leichter diskussion ist doch eh total schwachsinnig, kommt mir manchmal vor wie neid auf beiden seiten ;)

THawk
09.12.2005, 06:34
was mir auch nicht wirklich gefällt ist das verschulte, man kriegt nen festen stundenplan, kann sich nichts legen, die dozenten lesen am anfang der stunde die namen vor und gucken wer da ist usw... fühlt sich einfach nicht wie uni an. ich jedenfalls freue mich wenn ich nach deutschland kann.


Hm, da wirst du wahrscheinlich aber in Deutschland auch enttäuscht sein. Auch hier ist das Med.studium sehr verschult. Man wird in Seminar-/Tutoriumsgruppen eingeteilt, schaut dann auf dem ausgegebenen Stundenplan wann man welche Veranstaltung hat, dort finden auch die Anwesenheitskontrollen wie von dir beschrieben statt (außer bei Vorlesungen natürlich). Also das wird sich imho nicht ändern!

Aber trotzdem kann's spaß machen ;-)

SidVicious
09.12.2005, 06:48
viele seminar/praktikumsleiter verstehen z.b. die fragen der studenten nicht, d.h. sie sprechen englisch/deutsch ohne es zu verstehen. [...] wollte sich chemie anerkennen lassen
[...]
was mir auch nicht wirklich gefällt ist das verschulte, [...]

die ganze schwerer/leichter diskussion ist doch eh total schwachsinnig, kommt mir manchmal vor wie neid auf beiden seiten ;)

Hi,

ich finde die Diskussion ganz und gar nicht schwachsinning. Meiner Meinung nach wird das Studium in Ungarn hier in Deutschland viel zu einseitig gesehen.
Viele haben nur "gehört", dass die Sote eine gute Uni ist. Von deinen o.g. Problemen weiß in Deutschland so gut wie niemand etwas. Das verschulte System, die teilweise schlechten Deutsch/Englisch kenntnisse der Dozenten und der Respektlose umgang mit den Studenten.
Das Studium an der Semmelweis Universität ist sehr teuer und ich finde, bei diesem Preis reicht es nicht einem zu sagen: das und das "Müssen Lernen/Wissen" oder das "seien wichtig für Arzt". Eine gute Betreuung(oder überhaupt eine) würde ich mir da schon wünschen.
Ich denke, wenn es in Deutschland nicht die Probleme mit der ZVS gäbe, dann würde viele Leute sehr viel kritischer mit dem Studium in Ungarn umgehen.

Zu dem nicht annerkannten Chemie-Schein, glaube ich hat dein Freund nur das erste Semester in Ungarn gemacht hat. In Ungarn wird aber im ersten Semester nur die anorganische Chemie gelehrt. Um den Schein in Deutschland zu bekommen brauchst du zusätzlich den organischen Teil.


Viszlat
SidVicious

Binamaus
09.12.2005, 07:13
Hi,
...die teilweise schlechten Deutsch/Englisch kenntnisse der Dozenten und der Respektlose umgang mit den Studenten.
Das Studium an der Semmelweis Universität ist sehr teuer und ich finde, bei diesem Preis reicht es nicht einem zu sagen: das und das "Müssen Lernen/Wissen" oder das "seien wichtig für Arzt". Eine gute Betreuung(oder überhaupt eine) würde ich mir da schon wünschen.

Vislat
SidVicious

Oh ja...das Problem mit dem Verständnis kenne ich doch irgendwoher und der Umgangston ist wirklich ein anderer. Meiner Meinung nach, gewöhnt man sich recht schnell an das teilweise etwas rauhe Klima hier (es ist keineswegs so, dass alle Dozenten ihre Studenten respektlos behandeln, es gibt auch das krasse Gegenteil!) Ich glaube aber, dass einfach die ganze Mentalität hier noch etwas anders ist als bei uns...daran muss man sich eben gewöhnen *g*

Köszönöm szépen SidVicious. Viszlat! :-top

wuendrik
09.12.2005, 10:13
auch wenn das hier wieder als wurfgeschoss verwendet werden kann: herr prof. zeeck musste lachen, weil wir hier viel zu viel machen. chemie wurde ihm anerkannt...

@sid
vielleicht war schwachsinnig das falsche wort, aber ich glaube bei solchen diskussionen konnte eine seite noch nie die andere überzeugen. sämtliche beispiele werden kaputtgeredet mit anderen beispielen, alles auf der "ich habe gehört" und "ich kenne jemanden" basis. die wenigsten kennen nun mal beide seiten im vorklinikum und können deshalb darüber urteilen. das macht die sache natürlich auch etwas langweiliger, da man sich ja nicht mehr so lustig streiten kann ;)

das mit dem scheine hinterher geschmissen bekommen kann ich persönlich aber nicht bestätigen, und hier mal zahlen meines jahrgangs als beispiel anführen. ich studiere im englischen studiengang, am anfang waren wir 125, am ende des 1. semesters rund ~90. im ersten semester hatten wir nur bio,chemie, physik als nennenswerte fächer, das hat noch nicht so viele den kopf gekostet, zu beginn des 2. semesters waren wir ~80. da kam dann anatomie dazu. jetzt im 3. semester sind wir ziemlich genau 71. von diesen 71 sind 36 full-term studenten, d.h. sie haben alles bestanden und alle hauptfächer im 3. semester belegt. die anderen haben z.b. anatomie nicht bestanden und warten auf die nächste runde, andere haben bio/che/phy nicht bestanden und können daher kein physio/biochemie machen usw... ich finde das sagt schon was aus. und im 5. semester sind 6 vom ~30 leuten voll mit dabei.
im deutschen studiengang sieht es besser aus, die sind aber auch insgesamt viel fleißiger als die internationalen. skandinavier in ungarn tendieren halt zum unkontrollierten :-party :-party :-party :-party . aber auch im deutschen studiengang gibts leute die extrarunden drehen. man muss das ganze auch mal weiterdenken: das kapital der ungarischen unis ist ihr guter ruf, denn der sorgt dafür dass es anderswo unkompliziert anerkannt wird. wenn sich jetzt rumspricht dass man hier geld auf den tisch legt und sein diplom bekommt, ist der ruf im arsch, und das will hier keiner. die wenigsten von euch die es mit dem studium ernst meinen würden an so eine uni gehen, so wäre es jedenfalls bei mir.

SidVicious
09.12.2005, 10:49
Hi Wuendrick,

sehr viel anders ist es bei uns in Köln auch nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber soweit ich informiert bin machen 50% der Studenten ihr Physikum nach 5 oder mehr Semstern.
Ich finde es sehr problematisch anhand von Durchfallquoten die Qualität einer Uni zu beschreiben.
Als Beispiel möchte ich hier einmal Deutsche Unis anführen. Die Unis, bei denen die meisten Studenten durch das Physikum fallen haben letztendlich nicht den besten Ruf.Es kommt also hier in Deutschland nicht darauf an, dass möglichst viele Studenten ihr Physikum nicht schaffen, sondern das möglichst viele es schaffen.
In einem Studium soll es nicht darum gehen, den Studenten den Weg zu einer Prüfung so steinig wie möglich zu machen.
Das heißt nicht, dass die Uni die Leute einfach so durch die Prüfungen lassen soll, aber die Vorbereitung sollte dem Prüfungsstoff adäquat sein.
Und gerade die Vorbereitungen auf Prüfungen,oder die Ausseinandersetzung mit dem Stoff, ist für mich das entscheidene Kriterium, ob eine Uni gut oder nicht gut ist.
Wie bereits erwähnt, lassen die Englisch/Deutsch kentnisse der Dozenten teilweise zu wünschen übrig. Eine adäquate Auseinandersetzung mit dem Prüfungsstoff mit Hilfe des Dozenten ist dann nicht mehr möglich.Weiterhin hatte ich, auch bei den gut Deutsch sprechenden Dozenten, selten das Gefühl, dass Fragen zugelassen wurden.

Gruß
SidVcious

PS: Wahrscheinlich hatte Herr Prof. Zeeck recht damit, dass er(dein Freund) zuviel gemacht hat. Für mich ist das kein Prädikatsurteil für die SOTE.

wuendrik
09.12.2005, 11:27
ich wollte damit nur ansatzweise widerlegen dass man hier die scheine einfach so bekommt, das ist nämlich nicht so. die gründe für das schlechte abschneiden liegen meiner meinung nach eher bei den studenten als bei der uni. wenn man am abend vor seiner prüfung in der kneipe bei ein paar bier sitzt und sich denkt "das klappt morgen schon", dann kann es halt auch nicht klappen.
damit wir nicht wieder aneinander vorbeireden: ich stimme dir voll und ganz zu, dass die betreuung hier besser sein könnte, dass durchfallquoten nichts aussagen und dass es nicht toll sein muss wenn man möglichst viel stoff reingedrückt bekommt. wir sind da schon auf einer linie was die sache angeht :)

SidVicious
09.12.2005, 12:08
:peace:

wuendrik
09.12.2005, 15:46
[-::-]

Pakur
09.12.2005, 16:13
[-::-]
ach wie schön,dass sich endlich alle lieb haben :-stud