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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Höchstalter zu Studienbeginn? Ab welchem Alter machst keinen Sinn mehr?



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Fraggle
18.02.2006, 06:35
Ihr habt ja wohl alle einen an der Klatsche: mit 55 noch anfangen Medizin zu studieren??? Bei einem 30jährigen mit einer Passion würd ich ja noch mit mir reden lassen, aber bei jemanden der noch nicht einmal die trübeste Aussicht hat seinen Beruf 10 Jahre auszuüben???
Nein, also irgendwo müsstet ihr auch mal euer Hirn einschalten!!!

meinst du, dieser ton zeigt uns jetzt, dass du dein hirn eingeschaltet hast ??

OliP
18.02.2006, 07:55
meinst du, dieser ton zeigt uns jetzt, dass du dein hirn eingeschaltet hast ??

Wenn ja ist das aber ein mageres Ergebnis! :-D

DoctorB
18.02.2006, 09:12
Dieses Forum war nicht dazu gedacht, um darüber zu spekulieren wer sein Hirn angeschaltet hat und wer nicht. Schade, dass die ganze Diskussion etwas abdriftet und darüber gestritten wird, wer überhaupt noch studieren darf....

Erfahrungeberichte (s. supergirl17, leisure suit alex, etc) wären da echt hilfreicher, zumal ich als Mediziner in diesem beruf arbeiten möchte. Persönlich glaube ich nicht, dass man seine Erfüllung zu 100% im Job findet, andererseits soll der Beruf aber auch insofern Aussicht auf Erfolg und Aufstieg bieten (eine Familie will ja evtl auch irgendwann ernährt werden)

:-meinung

OliP
18.02.2006, 09:27
...war nicht dazu gedacht, ...zu spekulieren ...Schade, dass .... abdriftet und ...gestritten wird, wer ....darf....

Bleib mal locker Mann, das ist ein Forum, keine Podiumsdiskussion! :-keks


...Erfahrungeberichte (s. supergirl17, leisure suit alex, etc) wären da echt hilfreicher, zumal ich als Mediziner in diesem beruf arbeiten möchte.

Also ich kenne persönlich eine Ärztin, die spät ihr Studium beendete und erst mit Mitte 30 ihre Assistentenzeit angetreten hat. Sie meint, dass es in ihrer Klinik eher auf Persönlichkeit, Motivation und Leistungsvermögen, als auf ihr Alter ankam. Ausserdem hatte sie den Eindruck, dass ihre Lebenserfahrungen ihr im Klinikalltag oft einen Vorteil gegenüber jüngeren Kollegen bescherten.


Persönlich glaube ich nicht, dass man seine Erfüllung zu 100% im Job findet, andererseits soll der Beruf aber auch insofern Aussicht auf Erfolg und Aufstieg bieten (eine Familie will ja evtl auch irgendwann ernährt werden)

Meiner Meinung nach sind sowohl die persönliche "Erfüllung" also auch die Intentionen (wie Erfolg und Aufstieg) etwas sehr individuelles. Da kann man sich wohl nur für sich selbst festlegen, das ist kaum zu verallgemeinern.

:-meinung

DoctorB
18.02.2006, 09:39
Danke für den Keks! Hat glaub ich nix mit "locker vs unlocker" zu tun. Mir bedeutet dieser Thread relativ viel, da ich mir eine objektive meinung bilden möchte. Daher vielleicht auch der posiumsdiskussionscharakter (was'n wort).

Trotzdem Danke für deinen bericht... :-top

dreamchaser
18.02.2006, 11:37
Ich hab bei nem Allgemeinarzt Praktikum gemacht, der eine ganze Zeit Taxi gefahren ist und andere Dinge vor und nach dem Studium gemacht hat. Er hat in verschiedenen Abteilungen gearbeitet, bevor er sich seinen Traum erfüllt hat und sich niedergelasen hat.
Ich denke, man kann in jedem Alter anfangen und noch Arzt werden. Vielleicht ist es heute durchaus von Vorteil, wenn man einen lückenlosen Lebenslauf aufweisen kann - darauf schauen die Chafs nämlich mehr, als auf das Alter (habe ich so erlebt).
Gerade bei Frauen könnte man als Vorteil werten, dass diese oft schon Kinder haben und nicht mehr wegen Familiengründung ausfallen... Und es ist sicher nicht schlecht, vor dem Studium mal über den Tellerrand hinausgeschaut zu haben - ein Medizinstudium ist nciht alles im Leben. Hätte ich gleich nach der Schule mit diesem Studium angefange, wäre ich wohl eingegangen.... :-)

thorsten83
18.02.2006, 11:49
ich denke auch dass das Alter bei Medizin eine nicht sooo wichtige Rolle spielt. Vielleicht sollte man nicht gerade 30 sein, aber wenn man zwischen 20-27 anfängt, ist das kein Beinbruch.

Bei anderen Berufen (z.B. in der Wirtschaft) spielt das Alter eine viel höhere Rolle.

DeKl
18.02.2006, 12:12
es soll ja auch leute geben, die haben ihren beruf erlernt, geld verdient und möchten sich einen traum erfüllen. wer redet davon, daß man unbedingt als arzt arbeiten will, wenn man medizin studiert? ich persönlich will auch nicht unbedingt arzt werden, aber das fach interessiert mich einfach. was ich dann im nachhinein damit mache, ob ich das als nette nebenbeschäftigung sehe und mich 9 monate im jahr in südasien rumtreibe und muscheln sammle, die ich dann zum kamine bauen benutze oder ob ich je nach motivation und finanzieller situation noch was anderes studiere oder vielleicht doch als arzt arbeite, das sind alles so sachen, die weiß ich jetzt noch nicht. ich finde nur, daß man diesen aspekt auch bedenken sollte und nicht, typisch deutsch, nach schema f marschieren sollte.

Wombat
18.02.2006, 12:18
ich denke, dass kann man nicht verallgemeinern. Das muss jeder selber wissen. ich denke, man kann nicht zu spät anfangen zu studieren sondern eher zu früh. Aber das kommt dann auch wieder auf die Person an.

Miramis
18.02.2006, 12:22
ich denke, man kann nicht zu spät anfangen zu studieren sondern eher zu früh. Aber das kommt dann auch wieder auf die Person an.

:-meinung

DeKl
18.02.2006, 12:34
dem mit dem "nicht zu spät, sondern eher zu früh" kann ich auch nur beipflichten!

Niki
18.02.2006, 12:46
...natürlich versucht aber auch jeder seine Situation so zu sehen, dass man nicht unglücklich wird.

So manch einer würde wohl anders darüber denken, wenn er den Platz sofort bekommen hätte.

DoctorB
18.02.2006, 16:31
Ich war auch die letzten zwei Jahre fast mehr im Ausland als im Inland und kann nur sagen, dass in keinen Land so sehr auf einen stringenten Lebenslauf geschaut wird, wie in Deutschland. Total ätzend. Mir kommts hier immer so vor, als müsstest du mit 14 wissen was du mit 40 einmal sein willst (zb: Roland koch: der freak ist 14 eines morgens aufgewacht und wuuste "ich gründe die junge union und werde ministerpräsident" na danke :-winky

Was ich sagen will: So schön das Ausland auch ist, im endeffekt will ich ja hier bleiben und hier arbeiten. Nach dem Abi dachte ich auch "Wow, new generation!! Millenium,blabla..." Im Endeffekt, sind die 68er heute teilweise konservativer als die konservativen damals und entscheiden knallhart. Deshalb bin ich eben immer etwas etwas vorsichtig, wenn man davon spricht, dass immer alles möglich ist. Leider haben selbst Chefärzte nicht immer den Plan, was "in der welt so läuft".... Kommt aber wahrscheinlich eh immer auf den individuellen Fall drauf an!

hol mir jetzt nen :-keks

thorsten83
18.02.2006, 17:03
mal umgekehrt: Was ist denn so schlecht daran, wenn man weiß, was man will?
Ich denke eine genaue Perspektive kann niemals schaden. Man muss ja auch nicht alles planen, aber dennoch sollte man gewisse Ziele im Leben haben, die man erreichen will. Muss ja nicht alles ins kleinste Detail geplant sein.

Sicherlich gibt es auch Leute die einfach in ihren Tag reinleben, ohne sich Gedanken über die Zukunft zu machen.

Mit Perspektive lebt es sich deutlich besser!
:-meinung

DoctorB
18.02.2006, 17:14
Sage ja nix dagegen, einen plan zu haben. Ohne gehts ja auch nicht. Nur hier (BRD) wird es eben kaum toleriert, dass sich ansichten ändern und ein neuer weg immer als versagen interpretiert wird. Das neuseeländische system ist da viel besser. Die meisten studieren nach der schule ersteinmal auf bachelor was ihnen spass macht und machen dann "etwas vernünftiges". BA of fine arts und danach Jura ist durchaus üblich. Hier würdest du gleich als "träumer, spinner, der keine führerkompetenzen hat" etc abgestemplet.

Oben gennantes ist jedenfalls eine subjektive :-meinung Sorry, bin mit mehr und mehr auslandserfahrung einfach etwas enttäuscht über das land, das sich gerne als spitze der innovation verkaufen will. :-nix

VERITAS
18.02.2006, 17:18
Mein Ansehen hat auch sehr gelitten seit ich zu meinem alten "Traum" Medizinstudium zurück gekehrt bin :-))

Ohne geraden Weg ist man in der Tat oft ein kleiner Außenseiter, aber im Prinzip ist es egal, jeder lebt sein leben und auch ein blindes Huhn findet früher oder später ein Korn (oder einen ganzen Haufen)... :-oopss

P.s.
Ich bin halt ein Versager, oder doch nicht :-angel

funny
18.02.2006, 17:22
@Doctor B:

Kann dir da voll zustimmen. :-top Deutschland müsste geistig einfach ein wenig beweglicher werden.

Leisure Suit Alex
18.02.2006, 17:22
Ja, ist mir auch schon aufgefallen, dass z.B. Amis die in Europa das Medizinstudium beginnen meistens auch schon 30 sind, haben vorher in der Armee gedient, haben Bussiness gemacht oder was weiss ich...
Deutschland ist halt noch etwas vom Wirtschaftswunder geprägt, dass jemand nach dem Schulabschluss eine Ausbildung bei AEG oder sonstwas gemacht hat und dann dem Betrieb bis zum Ende treu geblieben ist - Die gleiche Schablone wollen viele wohl auch auf Medizin und alle anderen Bereiche immer noch anwenden. Auf was anderes kann ich diesen Unterschied zu den Amerikanern jedenfalls nicht zurückführen ;-)

funny
18.02.2006, 17:25
... und kaum ist mal eine Phase der Umorientierung oder Dürre oder Veränderung da, kommt der tiefschwarze Pessimismus und das Wissen, dass es auf alle Fälle noch schlimmer werden wird. D wie Depressionen.

DoctorB
18.02.2006, 17:26
@ veritas: Was haste denn "sooo schlimmes" gemacht??

Das erschreckende ist aber vielmehr, dass ich manchmal das gefühl habe, dass die leute, die heute unsere kommilitonen sind, im endeffekt teilweise nicht besser sind. Habe das in meinem erststudium gesehen. Die sind teilweise noch konservativer und starrer in ihrer einstellung, als ihre eltern. Furchtbar!!

Deshalb auch die Umfrage. Will nicht schon wieder auf die schnauze fallen :-blush