Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arztfamilien
Papa ist Apotheker, nachdem er das Medizinstudium wg. nicht bestandenem Physikum geschmissen hat. Gut so, ich könnte ihn mir auch echt nicht als Arzt vorstellen! :-D
LaraNotsil
21.02.2006, 14:09
Mama: Abteilungsleiterin im Einzelhandel/Vertreterin vom Chef
Papa: sozusagen ein unstudierter Architekt, der an ner Menge Brücken und U-Bahnen in Köln beteiligt ist. Compi-Programme hat er für seine Firma auch schon entwickelt. Weiß aber immer noch nicht, wie man seinen Beruf nun genau nennt. Ich vergess das immer :-nix
Ansonsten bin ich die Erste, die Medizin studiert, allerdings studieren meine Cousine (Lehramt) und mein Cousin (Jura/BWL) auch. Meine Schwester zieht dann im Sommer nach (Grafikdesign oder Informatik).
little_lunatic
21.02.2006, 14:16
mütterlicherseits:
Großvater : Künstler, Zauberer, trat in Variete, Zirkus und Theater auf
Großmutter: auch Theater, Zirkus, Variete, Gesang, Assistentin, war öfters im Radio, hat gedichte und geschichten in büchern veröffentlicht, bin ihr größter fan ;-)
Mutter: Physikerin, mitlerweile nachilfelehrerin
väterlicherseits:
Urgroßvater: Dampfwalzenfahrer (yeah!)
Großvater war bei der Post beschäftigt
Vater: Biblothekar, Physiker
Bruder: Phyisikstudent (fast fertig)
und ich das böse schwarze schaf das von kunst zu medizin geschwankt ist und jetzt wartesemester sammelt.
alles sehr gemischt auch wenn die nähesten verwandten ALLE Physik studiert haben oder gerade tun. Ich denke mir zwar dass es für Bewerbungen vorteile hat wenn die Eltern Ärzte sind andererseits gibts bestimmt mächtig Druck, dass man die Praxis übernimmt oder man studiert med obwohl man eigentlich was ganz anderes machen will. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich finde WIE jemand ist aber ehrlich gesagt wichtiger als WAS jemand (beruflich) ist. Erinnert mich an die "Royal Tenenbaums": Seine Familie kann man sich nicht aussuchen.
Ich bin auch lange die einzige weit und breit in der Familie gewesen, die an die Uni gegangen ist. Lange wurde ich auch als Sonderling kritisch beäugt - von den eigenen Verwandten! Als ich damals auf's Gymnasium ging hat meine Oma zu meiner Mutter gesagt: "Ein Mädel braucht nichts lernen ausser Hauswirtschaft!" - - - Steinzeit ahoi! Gott sei Dank hat sich Mutti davon nicht beeindrucken lassen. Danke Mutti! ;-)
Allerdings hat sich die Lage etwas entspannt, seit meine Cousine Dolmetschen Italienisch und Französisch (oder so) studiert. Sie hat jetzt die Rolle des Familiensonderlings übernommen und Oma posaunt überall herum, dass ihre Enkelin eine richtige Ärztin ist.
Alles wendet sich irgendwann zum Guten!
Bei mir:
keine Akademiker weit und breit.
Muttern ist fast in Ohnmacht gefallen als der GRundschullehrer meinte "die ist was fürs Gymnasium". Habe als erste der Familie ein Gym. von innen gesehen.
Dann die Uni, Erststudium, kam gut voran...dann Gehen in Richtung Promotion...Skepsis...Frauen haben eigentlich zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen....unvereinbar mit Karriäre...
Aus diesem Grund musste meine Mutter, auf dem Land aufgewachsen in die "Mädchenschule" Haushalt und etwas Komptabilität lernen, hat im Radio gearbeitet bis ich zur Welt kam, seitdem Hausfrau (seit sie aber weiss, dass andere "Kinder" im Dorf auch am promovieren sind, findet sie, das soll ich dann auch tun, um denen in nix nachzustehen :-))
Mein Vater hat es immerhin auf ein Jahr Gymnasium gebracht....ist mit Latein aber mangels Arbeit durchgefallen. Dann Mittelschule, technische Schule und Ausbildung zum Schlosser. Hat aber dann das Staatsexamen bestanden und ist heute Gemeindebeamter und in einer Karriäre, für die man heutzutage Abi braucht.
Mein Grossvater väterlicherseits war Steinmetz, der andere Opa Schmelzarbeiter, beide Omas Hausfrauen.
Mein Kusin will studieren, meine Schwester wird Krankenschwester, meine Kusine ist im Gym. Klassenbeste...
Also weder Ärzte noch sonstige Akademiker...
und den Satz der väterlichen Familienseite: " Wo hat das Kind nur seine Intelligenz her, das muss bei der Geburt verwechselt worden sein..." kann ich einfach nicht mehr hören..... :-nix
Flauta
p.s. das musikalische Talent habe ich aber aus der Familie geerbt (Väterlicherseits gab einen Orchesterfagottisten und gibt eine Pianistin)
Sunshine*w
21.02.2006, 17:06
Alle alle studiert...nur klein Sunny hat keinen Dr. vor ihrem Namen :-keks aber vielleicht ja irgendwann mal... ;-)
(allerdings nicht alles Ärzte...)
Grosseltern väterlicher Seits:
Kfz-Meister und Hausfrau
Grosseltern mütterlicher Seits:
Sparkassendirektor (das war in den 50ern noch was) und Hausfrau
Vater ist habil. Psychologe
Mutter ist Ärztin
Sohn musste 4 Jahre auf Studienplatz warten, Eltern fanden es nicht so toll und machen mich jetzt, da ich studiere, immer noch an. Find sie trotzdem toll und bin stolz auf sie, allerdings steht mir sicherlich keine Uni-Karriere bevor.
Dann will ich mich auch mal outen:
Großeltern väterlicherseits habe ich nie kennengelernt, sie sind früh gestorben.
Mein Vater ist dann im Heim aufgewachsen und hatte keine erfolgreiche Schulkarriere. Dann ist er zur Bundeswehr gegangen und wurde der beste Techniker und Bordmechaniker.
Großeltern mütterlicherseits: Ich kanns mir nie merken. Die Oma war beim Fernmeldeamt und der Opa beim Finanzamt und noch irgendwas vorher/nachher oder so.
Meine Mutter war zuerst auf dem Gymnasium und wurde dann von ihrem Vater abgemeldet, "weil eine Frau sowas nicht brauch". Dann wollte sie Hebamme werden und hätte den Ausbildungsplatz auch gehabt, bis ihr Vater sie schon wieder abmeldete. Sie sollte Geld nach Hause bringen und fing beim Fernmeldeamt an zu arbeiten. Von dem Geld musste sie 2/3 abgeben. Dann lernte sie meinen Vater kennen, heiratete und war über Jahre die beste Mama der Welt. :-)
Nach ihrer Scheidung musste sie 3 Kinder alleine ernähren und machte mit 40 Jahren eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten und ist inzwischen selbständig mit einem Verein und Buchhaltungsbüro.
Davor hab ich echt Respekt.
Geschwister: Bruder arbeitslos, Schwester Hotelfachfrau aber leider auch gerade ohne Job (hat aber ab April wieder einen).
netfinder
21.02.2006, 18:37
Eltern Mediziner,
Familie mütterlicherseits: Großeltern: beides Mediziner, Tante: Apothekerin, deren Mann ebenfalls; Onkel: Mediziner
Familie väterlicherseits: Opa: Mediziner, 2 Onkel: Mediziner, einer Pharmavertreter
Neben mir studieren bis jetzt noch ein Bruder Zahnmedizin, 3 cousins Medizin
Hm, dann geb ich auch mal meinen Senf dazu.
Großeltern väterlicherseits: Schlosser/Eisenbahner, Hausfrau
Großeltern mütterlicherseits: Beamter (weiß nich so genau wo), Hausfrau
Vater: Dipl.Ing. Elektrotechnik
Mutter: Erzieherin
Brüder: einer studiert Architektur an der FH, der andere is Koch-Azubi
In meiner Familie gibts keinen mit Bezug zur Medizin. Da hat sich auch jeder gefragt, woher ich das hab. Es hat mal wieder alles seine Vor- und Nachteile. Bin die einzige, die aufm Gymnasium war und immer noch die einzige, die an der Uni is.
Auf der einen Seite wurde ich unterstützt, frei nach dem Motto "das Kind kann das, das muß man fördern". Auf der anderen Seite war da oft genug Unverständnis "wofür brauchst du dies und jenes jetzt wieder??". Für lange Lernzeiten war zum Glück immer Verständnis.
Bei meinem Alten wechselt die Einstellung. Meist ist er stolz auf mich, weil ich irgendwann mal Ärztin sein werd, manchmal gibts aber Zoff ohne Ende, wenn ich was haben muss "du hast auch noch 2 Brüder".... :-keks
Meine Brüder ticken da verschieden. Für meinen kochenden Bruder bin ich sowas wie ne Heldin, der vergöttert mich manchmal und gibt vor seinen Freunden oder in der Schule gern mal mit mir an :-wow
Mein Architektur-studierender Bruder bezeichnet mich gern als "elitäre Socke" und bedenkt mich oft mit "netten" Sprüchen.
Die größte Lobby hatte ich immer bei meinen Großeltern, ohne sie hab ich echt zu kämpfen, seit nem halben Jahr leb ich quasi mal wieder voll an der Rebellenfront :-((
Aber was beklag ich mich, im Endeffekt zieh ichs alles durch und ich bin stolz drauf, dass ich ein mittlerweile prächtiges Nervenkostüm hab. Sicher wär mir etwas mehr familiärer Rückhalt lieber, aber ich bin ja nicht ganz ohne, und den Rest Rückhalt bekomm ich anderweitig :-)
Wie heißt es so schön: Man kann sich seine Familie nunmal nicht aussuchen..... Wohl aber seine Freunde. Ich mach einfach das beste draus :-)
Eltern Mediziner,
Familie mütterlicherseits: Großeltern: beides Mediziner, Tante: Apothekerin, deren Mann ebenfalls; Onkel: Mediziner
Familie väterlicherseits: Opa: Mediziner, 2 Onkel: Mediziner, einer Pharmavertreter
Neben mir studieren bis jetzt noch ein Bruder Zahnmedizin, 3 cousins Medizin
Ui :-)
@ doctöse:
Ich weiß, wovon Du redest. Meine Schwester fühlt sich zwar nicht vernachlässigt, aber hat Minderwertigkeitskomplexe, weil sie "nur" Hotrelfachfrau ist. Sie hätte gerne studiert, aber durch eine Lernschwäche ist ihr das immer sehr schwer gefallen.
Ich wusste schon immer, dass ich Medizin machen will. Als meine Eltern sich trennten, fing ich mit kleinen Schülerjobs an und ab dem 16.LJ habe ich regelmäßig Wurst verkauft. :-blush So musste meine Mutter mir kein Taschengeld bezahlen und musste also nach dem Abi auch meine Wartezeit (1 Jahr) nicht finanzieren. Eher umgekehrt: Ich habe ihr den kompletten Unterhalt meines Vaters gegeben, quasi als Miete.
Nun ja, jedenfalls wünscht sich meine Bruder jetzt auch, dass er auf seinen Traumjob warten darf. Allerdings hält er es nicht für nötig, wenigstens jobben zu gehen und liegt mit seinen 21 Jahren meiner Mutter auf der Tasche.
"Du hast ja schließlich auch auf deinen Traumjob gewartet." Hallo? Ich habe 1 Tag in 2 Wochen frei gehabt, weil ich soviel arbeitete.
Ich hoffe, dass irgendwann noch was aus ihm wird. :-((
teletubs
21.02.2006, 20:33
bin und werd wohl auf längere sicht auch die erste und einzige bei uns in der sippschaft bleiben, die sich ein studium antut bzw. angetan hat! :-blush
paps eltern: hausfrau und ähm, keine ahnung als was mein opa fungiert hat
mums eltern: landwirte in der lpg
paps: gelernter schlosser
mum: ok, ich gesteh...op-sister ;-)
ansonsten nischt studiertes bei uns...
Smartinchen
21.02.2006, 21:18
Ich habe meine Wurzeln in der Arbeiterklasse und bin stolz drauf. :-))
Ebenso :-)) Aber entweder sind die Umfrageergebnisse nicht repräsentativ oder die geschätzten 70% Arztkinder meines Semesters sind Zufall...
Hm, keine Ahnung, was jetzt Vor- und was Nachteile hat. Mir geht's manchmal auf'n :-keks , dass meine Eltern nicht nachvollziehen können, dass...
...man im Studium nunmal Geld benötigt anstatt welches zu verdienen (komme aber dank Bafög ohne ihre Knete aus).
...man für ein einziges Buch auch mal an die 100 Euro ausgibt und das nichts mit Verschwenderitis zu tun hat.
...einen Schein nicht zu bekommen nicht gleichzusetzen ist mit in-der-Schule-sitzenbleiben.
Desweiteren gibt's Verwandte, die's für reinen Mumpitz halten, ein Mädel studieren zu lassen *winkzuDedi*.
Meine Vorfahren sind alles Bauern so weit der Stammbaum reicht - und der ist lang ;-). Nur meine Mutter - die hat als Mädchen vom Hof in den 70ern Medizin studiert, das war in der Tat ein bißchen revolutionär. Praxis, die ich übernehmen könnte, hat sie aber keine, außerdem hat sie mir vom Medizinstudium immer eher abgeraten (zu viel Arbeit, zu wenig Geld, zu ungeregelte Zeiten, zu familienfeindlich - man muß sagen, sie hatte recht :-(( , aber Spaß macht's trotzdem).
Lg, Ute
larastra
22.02.2006, 00:12
Sorry, mit Akademikern kann ich in meiner Familienanamnese nicht dienen.
Vielleicht bin ich da sogar ein wenig stolz drauf. ;-)
ist bei mir genauso :-top :-dafür
Meine Eltern sind zwar Akademiker, allerdings Geisteswissenschaftler. Mein Vater hat Geschichte, Germanistik und Theologie studiert, meine Mutter Geschichte, Politikwissenschaft und Slawistik.
Die Eltern meiner Mutter hatten eine Süsswarengrosshandlung, mein Grossvater väterlicherseits war Lehrer (allerdings kurz nach dem Krieg mit so einem Kurzstudium), meine Oma stammt von einem Bauernhof und war dann Hausfrau...
Mein Papa ist jetzt an der Uni, meine Mama war Lektorin in einem Schulbuchverlag, jetzt ist sie aber zu hause, da ich einen behinderten Bruder habe...
Ich bin die erste Medizinerin, habe noch einen Bruder der Europäische Wirtschaft studiert...
Hallo,
ich habe mitbekommen, dass sich wohl manche User auf den Schlips getreten fühlen wegen des therads. Das wollte ich nicht und es tut mir leid.
Ich hatte nicht vor, "Nicht-Arztfamilien" zu diskriminieren oder im umgekehrten Fall, "Arztfamilien". Auch wollte ich meine Leistungen nicht in den Himmel loben oder mich gegenüber meinen Geschwistern toll darstellen. Ich liebe meine Familie und meine Geschwister, und dieser ganze thread hat einfach nur auf meiner Neugierde aufgebaut. Ich wollte wissen, ob Kinder von Ärzten das Studium irgendwie anders angehen, zB ob sie andere Motivation haben.
Wie gesagt, ich wollte niemandem zu Nahe treten.
Gruß
larastra
22.02.2006, 23:28
@hez
ich glaub nicht dass sich jemand auf den schlips getreten gefühlt hat. mir kam es einfach so vor als würde dich das interessieren und wer lust hatte zu antworten der hat das getan und wer nicht der hat das bleiben lassen. ich glaub da brauchst du dir keine gedanken zu machen.
Don Genaro
23.02.2006, 06:52
Medizinischer Bezug in der Familie:
Mutti: Psychologin, Sozial-Paedagogin
Tante: Krankenschwester
Onkel: Heilpraktiker
Cousine: Krankenschwester
Onkel: Lateinlehrer (Terminologie und so) :-top
Onkel: Bulle (hmmm..... :-nix)
Jetzt faellt mir das erst auf....
Ich: Rettungssanitaeter, Rettungsassistent, Medizinstudent in Spe :-))
teletubs
23.02.2006, 07:02
@hez
ich glaub nicht dass sich jemand auf den schlips getreten gefühlt hat
DITO!
und wenn wa mal ehrlich sind: egal, ob arztkind oder net..das studium wird dir net hinterhergeschmissen! :-meinung ok, das eine oder andere kann seine vorteile haben...aber es gleicht sich irgendwo immer aus!
schönen tag noch! :-winky
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