Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jura und Medizin
Mr. Pink online
11.08.2010, 20:37
ach komm schon, zieh's halt durch!!! Musst eben nebenher noch bisschen jobben! ;-)
Autolyse
11.08.2010, 22:33
Ich haue mir jetzt schon die eine oder andere Nacht im Rettungsdienst um die Ohren, auf den Leistungssport will ich nicht verzichten, aber das ist nicht der Punkt. Eigentlich ist das Geld durchaus da, ich sehe's nur nicht ganz ein zweimal zu zahlen...nochmal genau abwägen.
Ehemaliger User 05022011
11.08.2010, 22:39
...ich sehe's nur nicht ganz ein zweimal zu zahlen...
klar ärgerlich, aber mal ehrlich, dass allein kann dich doch nicht wirklich abhalten, wenn du es wirklich willst und für dich brauchst, um deine Träume und Pläne zu verwirklichen, das Zweitstudium oder ?
Mr. Pink online
11.08.2010, 23:08
Ich will vor allem wissen wie es funktioniert. Im Moment denke ich zwar nicht über ein Zweitstudium nach, aber wenn das gut geht könnte man es sich ja überlegen. Jura stell ich mir da echt hart vor, wegen den vielen Hausarbeiten die anfallen.
Autolyse
11.08.2010, 23:20
klar ärgerlich, aber mal ehrlich, dass allein kann dich doch nicht wirklich abhalten, wenn du es wirklich willst und für dich brauchst, um deine Träume und Pläne zu verwirklichen, das Zweitstudium oder ?
Brauchen tue ich's nicht - man muss nur gut argumentieren, ob das dann auch der Wahrheit entspricht steht auf einem anderen Blatt Papier. Interessieren würde es mich aber, vor allem, ob ich beides auf den Kreis bekomme, und eigentlich hält es sich für die zwei Semester die ich machen würde bis ich zum promovieren aussetze auch in Grenzen...ach Mist, ich denke nochmal drüber nach.
Bensona!
12.08.2010, 09:07
Es gibt hunderte Berufe, in die man als Arzt und Anwalt einsteigen kann, sofern man vom Tellerrand "Arzt" und Tellerrand "Anwalt" mal hinwegsieht.
Die Pharmaindustrie, Consulting Unternehmen, Wirtschaftsprüfer, Kliniken-Leitungen, aber auch der Anwalt, der den Arzt oder Patienten vertritt..
Ich habe mit einen Arzt/Anwalt mal gesprochen und eines lässt sich sagen: Er konnte sich nach Abschluß der beiden Studienangebote von Jobangeboten nicht retten. Nach 3 Jahren in einer Consulting Firma (BCG) hat er dann in die Pharmabranche gewechselt und durfte seinen Facharzt in Pharmakologie machen, während er ein voll bezahltes Gehalt samt Spesen bekommen hat.
Und die erbrchte "Lebenszeit" ist durchaus mit dem Facharzt vergleichbar, wenn nicht weniger. Und ausgebeutet wird er nicht.
Kyutrexx
15.08.2010, 13:38
Kennt eigentlich jemand ein gutes Diskussionsforum für Jurastudenten?
Also sowas wie dieses hier, nur für angehende Juristen?
http://www.juraforum.de/forum/
Ich will vor allem wissen wie es funktioniert. Im Moment denke ich zwar nicht über ein Zweitstudium nach, aber wenn das gut geht könnte man es sich ja überlegen. Jura stell ich mir da echt hart vor, wegen den vielen Hausarbeiten die anfallen.
Da ich mit der Branche und dem Bereich zu tun habe, hier ein paar Gedanken dazu:
- Hausarbeiten im klassischen Sinne gibt es eigentlich nicht
- die meisten Vorlesungen braucht man nicht zu besuchen, de facto reicht es zu den Klausuren zu erscheinen
Fall Jura / Medizin gleichzeitig studieren
Wer vorher NOCH NIE Berührung mit den Rechtswissenschaften hatte wird erhebliche Probleme haben, es "nebenbei" zu studieren:
- der Stoff ist vor allem am Anfang, so man nicht jemanden hat, der es einem erklären kann, total einfach bis überhaupt nicht verständlich - mancher begreift es sofort, andere steigen das ganze Studium lang hinter bestimmte Dinge nicht
- Rechtswissenschaften kann man NICHT auswendiglernen, es ist ein Übungsfach (da unterscheidet es sich deutlich vom Medizinstudium, wo zumindest in einigen Fächern auswendig gelernt werden kann, bspw. Anatomie), das macht es so zeitaufwändig
- die Methodologie der Rechtswissenschaft unterscheidet sich fundamental von der in der Medizin
Fall Jura nach dem Medizinstudium
- möglich, da, wie bereits geschildert, es praktisch keine Anwesenheitspflicht irgendwo gibt; man kann als Mediziner arbeiten und nebenher Jura studieren
Es gibt einige Anwälte, die auch Ärzte sind (bzw. umgekehrt).
Anders als hier geschildert gibt es einen konkreten Anwendungsfall für diese Studienkombination: als Anwalt für Medizinrecht.
Das ärztliche Wissen in der Anwendung gepaart mit den juristischen Kenntnissen dürfte die Chance deutlich erhöhen Fälle zu gewinnen.
So man selbst seine Zulassung als Mediziner neben der als Anwalt hat, kann man sogar selbst Gutachten verfassen und damit Zeit und Aufwand sparen.
Es gibt übrigens eine Weiterbildung zum Fachanwalt für Medizinrecht.
Es hindert einen zudem niemand daran, gleichzeitig als Arzt und als Anwalt zu praktizieren.
In NRW ist es verboten diese beiden zulassungsbeschränkten Studiengänge gleichzeitig zu studieren (so die Auskunft der Uni Köln mir gegenüber).
Mr. Pink online
15.08.2010, 22:26
- Hausarbeiten im klassischen Sinne gibt es eigentlich nicht
Ich weiss zwar nicht was Hausarbeiten im klassischen Sinne sind, aber die Hausarbeiten, die die Juristen bei uns schreiben sind ziemlich zeitaufwendig. Stell mir das neben Medizin ziemlich schwer vor. Also in der Vorklinik würde ich es zumindest ausschliessen.
@Thinker
...liegt meine ich daran, dass beides ZVS Fächer sind.
Ehemaliger User 05022011
15.08.2010, 22:45
Ich weiss zwar nicht was Hausarbeiten im klassischen Sinne sind, aber die Hausarbeiten, die die Juristen bei uns schreiben sind ziemlich zeitaufwendig. Stell mir das neben Medizin ziemlich schwer vor. Also in der Vorklinik würde ich es zumindest ausschliessen.
@Thinker
...liegt meine ich daran, dass beides ZVS Fächer sind.
seit wann ist Jura ZVS-Fach ? in NRW vielleicht, aber für alle anderen Bundesländer doch nicht.
Mr. Pink online
15.08.2010, 22:56
seit wann ist Jura ZVS-Fach ? in NRW vielleicht, aber für alle anderen Bundesländer doch nicht.
ging ja auch um die Uni Köln
Ich habe gerade das zweite Staatsexamen in Jura hinter mir und spiele mit dem Gedanken, noch Medizin zu studieren. Die Vorstellung als Arzt zu arbeiten, finde ich interessanter als die, als Jurist jeden Tag Aktenberge zu bearbeiten.
Da ich fast 30 sein werde, bis ich anfangen kann zu studieren, würde ich gerne ein paar Meinungen dazuhören. Wie ist der Altersdurchschnitt? Kann man nebenher noch arbeiten?
Es gibt ja einige hier, die sich für beides interessieren. Stell ich mir die tägliche Praxis eines Arztes zu schön vor, wenn man das mal ein paar Jahre gemacht hat?
LG
Mr. Pink online
09.09.2010, 20:49
Wie ist der Altersdurchschnitt?
Der Altersdurchschnitt der Studienanfänger dürfte wohl überall bei Anfang 20 sein. Wobei nicht viele dann tatsächlich das Durchschnittsalter haben. Der Schnitt kommt dadurch zustande, dass viele Frischabiturienten mit etwa 20% Wartezeit-Bewerbern anfangen. ;-)
Autolyse
19.04.2011, 23:35
Mal ein Kurzfazit nach dem ersten Semester.
Ich habe eine klare Schwerpunktsetzung pro Medizin betrieben und primär dort die Veranstaltungen besucht und mich in Jura allein auf die AGs beschränkt, was bislang durchaus machbar war, so lange man genügend Auswahl bezüglich der Termine hat. Bis zur Zwischenprüfung scheint das bislang durchaus machbar, da sich genügend AGs in den Randstunden finden, das wird zu den großen Übungen jedoch (hier) definitiv anders und spätestens damit wäre Schluss.
Ich habe 3 von 4 Klausuren bestanden(was schon mal besser als der Schnitt ist :-))), davon eine vollbefriedigend. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit gebraucht habe um mich an die andere Form von Lernen zu gewöhnen, ich merke jedoch, dass mir die Wiederholungsklausur(die eine, die es gab) deutlich leichter fiel als die Abschlussklausuren des ersten Semesters, also ähnlich zu der Eingewöhnungszeit, die ich auch für schriftliche medizinische Prüfungen gebraucht habe. Mein "Schnitt" in Medizin ist abgesackt, jedoch nur geringfügig, und dafür ist weniger die Doppelbelastung maßgeblich als die Tatsache, dass zumindest mir Fächer wie Prävention & Gesundheitsförderung schlichtweg egal sind.
Nachteilig ist jedoch, dass man nicht wirklich viel mit den Kommilitonen im zweiten Studiengang zu tun hat, das geben zumindest bei mir meine sonstigen Aktivitäten schlichtweg nicht her, so lange man nicht völlig vom Informationsschluss abgeschnitten ist, ist es unproblematisch.
Sehr zeitaufwendig war für mich die Hausarbeitszeit, da ich zum Teil in Medizin noch Veranstaltungen besuchen musste, und zudem zwei Hausarbeiten geschrieben habe um möglichst schnell die notwendigen Voraussetzungen der Zwischenprüfung zu erreichen, jedoch ist es absolut machbar die Anfängerhausarbeit in weniger als 3 Wochen zu schreiben, und wir sprechen hier nicht von Vollzeitaufwand.
Fazit bislang: Gucken was das zweite Semester bringt.
medizininteressiert
20.04.2011, 11:41
studierst du Jura (primär) und Medizin (sekundär)? Klingt nach einem spannenden Projekt. Wobei ich es mir fast nicht vorstellen kann, wenn ich den Lernaufwand von Jurastudenten (ohne Zweitfach) sehe.
Autolyse
20.04.2011, 12:55
Anders herum. Ich habe mit Medizin angefangen und nach einem mehr als guten Physikum Jura parallel zum klinischen Studienabschnitt dazugenommen.
Thomas24
29.04.2011, 23:30
Wie verhält es sich mit den Anwesenheitsverpflichtungen in den AG´s, Seminaren etc.? Ist das neben einer VZ/ TZ Beschäftigung überhaupt zu stemmen? Oder gibt es keine wirkliche Anwesenheitsverpflichtung und es genügt, die Klausuren und Hausaufgaben zu bestehen?
Autolyse
30.04.2011, 22:16
Das hängt vom Landesrecht ab und das ist höchst verschieden. Das eine Extrem ist Bayern, in dem die AGs durchweg anwesenheitspflichtig sind. Niedersachsen stellt das andere dar: Es ist nichts anwesenheitspflichtig, man kann also, sofern man nicht in ein Bundesland mit Anwesenheitspflicht wechselt, zum 1. Examen antreten ohne jemals eine Veranstaltung besucht zu haben, wenn man nur seine Klausuren und Hausarbeiten besteht.
Thomas24
30.04.2011, 23:32
Wusste ja, dass der Bildungsföderalismus mitunter merkwürdige Blüten treibt... aber das ist lustig...
Justi-mietze
02.05.2011, 09:29
Also ich beneide die, die beides nebenbei studieren können! Ich hatte ja in den anfangssemestern tierisch viel Zeit, weil die Vorlesungen nicht wirklich häufig waren und die bissl AGs und Scheine waren locker zu schaffen, aber ab ein Jahr vorm Examen (mit Hemmer Kurs) kann ich mir das gar nicht vorstellen, ich habe rund 12 - 14 h am Tag nur fürs Examen gelernt und war trotzdem nur unter den ersten 10 (im gegenteil zu meinem Göttergatten, der Platzziffer 1 ist!)... wie ist da noch ein Lernen in Medizin möglich?
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