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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tarifvertrag zustande gekommen....Streik zu Ende???



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Doctöse
25.07.2006, 23:18
Wie es in den Wald hineinruft..........dünnes Eis, auf dem du dich da bewegst, Tom, ganz dünnes Eis.

Evil
25.07.2006, 23:25
*grins* Mit so jemandem brauchst Du Dich gar nicht zu vergleichen, sondern nur mit mir. ;-)

Ich hab mich einfach in verschiedenen Häusern umgehört, und dann wurd mir gesagt "Bewerben Sie sich mal!"

Bei Dir ist das ja wesentlich komplizierter, aber das Pech haben ja nur wenige, insofern bleibe ich bei meiner Meinung.

Tombow
25.07.2006, 23:57
Bei Dir ist das ja wesentlich komplizierter, aber das Pech haben ja nur wenige, insofern bleibe ich bei meiner Meinung.

Kannst ja auch so lange wie du bei deiner Meinung bleibst, auch bei deiner Unterhose bleiben und die nicht wechseln.
:-meinung

Evil
26.07.2006, 00:02
:-D MEINE Meinung gehört normalerweise nicht in die Unterhose, aber das kann ja anderswo anders aussehen... :-))

Tombow
26.07.2006, 00:11
:-D MEINE Meinung gehört normalerweise nicht in die Unterhose, aber das kann ja anderswo anders aussehen... :-))

Soll ich darauf antworten? Vorher im ICQ hast du dich schon gebührend gezeigt, was du bist und wie du bist.

Tombow
26.07.2006, 00:12
gelöscht

netfinder
26.07.2006, 00:14
gelöscht

aja, etwas beherrschung waere angebracht...

Tombow
26.07.2006, 00:16
aja, etwas beherrschung waere angebracht...

Jaja...denjenigen, der schon als studi den chefarztposten anpeilt und schon die erste stelle sicher hat, würde ich das auch anraten.

Pascal
26.07.2006, 05:42
Ärzteschwämme? Das war mal. Und wenn du es noch 100 mal erzählst die Realität sieht anders aus. Ich weiß ja nicht woher dieser Eindruck bei dir stammt, vielleicht wolltest du unbedingt diese eine bestimmte Stelle haben. Das ist dann unter Umständen immer schlecht, aber derzeit kenne ich jedenfalls keinen Arzt der ne Stelle sucht und keine findet. Und sämtliche Statistiken besagen das selbe.

Alzheimer
26.07.2006, 16:41
@ Tombow
Wenn Du Dich bei Vorstellungsgesprächen so gibst, wie im Forum, dann überlege mal, warum es bei Dir nicht klappt. :-meinung
Ich weiß ja nicht in welchen Bereich Du willst und in welcher Gegend Du Dich beworben hast, aber wenn man sich nicht so festlegt müßte man eine Stelle kriegen.

Rugger
01.08.2006, 21:16
Der heutige Tarifvertrag zwischen kommunalen Arbeitgebern, ver.di und dbb ist ein Skandal erster Güte!!!
Von den Arbeitgebern erwartet man ja nichts anderes mehr, vor denen habe ich jeglichen Respekt verloren. Aber das ver.di ungeachtet aller Arbeitnehmerinteressen gemeinsame Sache mit den Arbeitgebern macht, nur um dem MB eine auszuwischen und sich alte Pfründe zu sichern, ist ein Skandal allererster Güteklasse. Was ist mit der guten, alten Solidarität, die doch immer gerade von den Gewerkschaften beschworen wurde. Ich kann gar nicht soviel futtern, wie ich kotzen möchte!!!
:-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz

Rugger

Evil
01.08.2006, 21:25
Bah, das sind doch auch bloß Lobbyisten, und wo der MB ausgeschert ist, wird der halt untergebuttert.
Business as usual in Germany...

Muriel
01.08.2006, 21:40
Hintergrund:
Letzte Woche war in unserem KH (Merheim, gehört zu den Kliniken der Stadt Köln) ein Streik der kompletten Woche geplant. Der Verwatungschef bot für den Montag Gespräche an im Sinne von Verhandlungen mit dem MB, daraufhin Streikaufschub auf Dienstag bei negativem Ergebnis. Montag: Tja, er würd ja gern, aber er darf ja nicht, so der Tenor der Verwaltung... aber vielleicht doch noch mal am Mittwoch reden? Es könnten sich ja noch mal neue Dinge ergeben. Also erneuter Streikaufschub. Dann das Angebot Einzelverträge abzuschließen, was dankend aus verständlichen Gründen abgelehnt wurde (macht den Sinn der Forderungen zunichte, keine Sicherung, was ist mit neuen Kollegen... etc). Was hat also das gebracht? Es wurde eine komplette streikfreie Woche durch die Verwaltung gewonnen (die Gespräche fanden natürlich immer erst ab Nachmittags statt, so dass auch bei negativem Ausgang ein Streik am nächsten Tag von vornherein verhindert wurde.
Dies nun die "Stellungnahme" der kav nw dazu, da kann man nur noch drüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre...


Presseinformation des KAV NW vom 28. Juli 2006

Wuppertal, 28. Juli 2006

Kölner Kliniken gebührt Respekt!

Dank und Respekt zollen die Kommunalen Krankenhäuser in NRW den Kliniken der
Stadt Köln dafür, dass sie sich durch die Schwerpunkt-Bestreikung des
Marburger Bundes nicht erpressen lassen! Seit Tagen versucht der Marburger
Bund in Nordrhein-Westfalen einen vorzeigbaren „Sündenfall“ zu erreichen, um
fälschlich behaupten zu können, dass die kommunalen Häuser dieser
Gewerkschaft die Erfüllung ihrer unersättlichen Gehaltswünsche angeblich
„anbieten“. Anders als in Baden-Württemberg, mit dem Stuttgarter Krankenhaus
und einigen kleineren Häusern, können die Kommunalen Krankenhäuser in
Nordrhein-Westfalen rechnen. Sie wissen, dass der kurzfristig eingekaufte
Frieden über einen Haustarifvertrag sich langfristig als unfinanzierbare
Hypothek herausstellt. Sie wissen vor allem, dass jede Unsolidarität
gegenüber den anderen Häusern im Einzelfall nur die Preise nach oben treibt
und die „Geldgier“ des Marburger Bundes weiter steigerte.

Selbstentlarvend ist die Information, dass die Ärzte an den Kölner Kliniken
mit einzelvertraglich zugestandenen übertarifvertraglichen Verbesserungen
einverstanden gewesen wären; die Funktionäre des Marburger Bundes allerdings
auf einem förmlichen Tarifvertrag bestanden haben. Damit wird noch
deutlicher, was Eingeweihte immer schon wussten: Dem Marburger Bund geht es
nicht um seine Ärzte, sondern um Verbandsprofil in der Auseinandersetzung
mit der Großgewerkschaft ver.di, die sämtliche Personalgruppen im
Krankenhaus vertritt.

Die aktuell ausgesprochenen Drohungen des Marburger Bundes gegenüber ver.di,
bloß keinen Tarifvertrag mit den kommunalen Arbeitgebern für die
Krankenhäuser abzuschließen, offenbart, dass diese Standesorganisation ihre
Rolle als Gewerkschaft völlig überzieht. Inzwischen ist sie nicht mehr damit
zufrieden, dass sie als Tarifvertragspartei von der VKA akzeptiert ist, sie
maßt sich inzwischen auch noch eine Exklusivität für das Personal in den
ärztlichen Diensten an! Selbstverständlich gibt es auch gewerkschaftlich
organisierte Ärztinnen und Ärzte bei den Gewerkschaften ver.di, KOMBA,
dbb-tarifunion etc..

Die Funktionäre des Marburger Bundes haben sich in das irreale Ziel
verrannt, den bei den Ländern erreichten Tarifvertrag für Universitätsärzte
(mit Forschungsfinanzierung) auch bei den kommunalen Krankenhäusern
durchzusetzen. Sie müssen wieder Bodenhaftung mit der kommunalen Realität
suchen und die Erwartungen ihrer Mitglieder dämpfen, statt sie immer weiter
anzuheizen.

Die „profilneurotische“ Auseinandersetzung des Marburger Bundes mit ver.di
können die Arbeitgeber nur bedauern. Die kommunalen Krankenhäuser werden
immer nur ein materiell einheitliches Tarifrecht in ihren Häusern
akzeptieren. Die arrogante Einforderung eines isolierten
Berufsgruppentarifrechts für Ärzte widerspricht den hochgradig
arbeitsteiligen Arbeitsabläufen in einem Krankenhaus. Die Zerstörung des für
die Patienten so wichtigen guten Betriebsklimas und des Zusammenspiels
sämtlicher Dienste im Krankenhaus ist längst eingetreten. Verantwortlich
dafür zeichnet die gruppenegoistische, die Rolle von Ärzten im Krankenhaus
völlig überhöhende Geldgier des Marburger Bundes.

Hinweis: Seit dem 17. Juli besteht über sämtliche bis dato noch streitigen
Fragen zur Arbeitszeit und zu den belastenden Arbeitsbedingungen für
Ärztinnen und Ärzte Konsens! Der Marburger Bund hat diesen Sondierungsstand
leichtfertig zerstört, in dem er am 18. Juli den Verhandlungstisch verließ,
um sich in neuen Kraftproben insbes. gegenüber anderen Gewerkschaften zu
profilieren.

Das verbale Bekenntnis des Marburger Bundes zum Flächentarifrecht ist
heuchlerisch. An jeder sich bietenden scheinbaren „Schwachstelle“ werden
kommunale Krankenhäuser bedrängt, doch Haustarifverträge mit dieser
Ärzteorganisation abzuschließen. Die kommunalen Krankenhäuser in
Nordrhein-Westfalen würden sich durch solche verbandsschädigenden Ausbrüche
niemals unter Druck setzen lassen! Im Gegenteil: Diese Krankenhäuser würden
satzungsgemäß geahndet. Sie müssten sich fortan in der Vereinzelung mit den
erpresserischen Forderungen dieser Ärzteorganisation sowie mit den anderen,
professionellen Gewerkschaften auseinandersetzen.

Es ist gut für alle Krankenhäuser und alle Personalgruppen im Krankenhaus,
insbes. auch für die Patienten und die Krankenkassenbeiträge zahlenden
Bürger, dass die Betriebsleitung der Kölner Kliniken Stehvermögen bewiesen
hat!

ramirez
01.08.2006, 21:53
in dem Zusammenhang der Link zur Streikseite der Kollegen aus Frankfurt-Höchst...

http://www.skfh-streik.de/

T4N3M1
01.08.2006, 21:59
2 gute kommentare in der faz:

Tarifstreit der Ärzte
Ich weiß gar nicht, was Verdi bei diesen Verhandlungen noch zu suchen hat. Der Grund, warum die Ärzte streiken ist doch der Tarifabschluß, den Verdi mit den kommunalen Arbeitgeber ausgehandelt hat. Hier geht es - bei vielen Verträgen - um die Umwandlung des Arbeitsvertrages aus BAT in den TvÖD, durch den die Ärzte Einkommensverluste hinnehmen müssen.
Das einzige was Verdi nun macht, ist, auf Kosten einer Berufsgruppe, die uns wirklich wichtig sein sollte, Machtkämpfe auszutragen. Einen Machtkampf, der nie hätte sein müssen, wenn sich Verdi auch nur ein bißchen um ihre Klientel gekümmert hätte. Das waren nämlich auch einmal die Ärzte. Wenn ich Arzt wäre und von einer Gewerkschaft vertreten werden würde, die mir versucht, einen Einkommensverlust als Verhandlungserfolg zu verkaufen, würde ich mich auch sofort von dieser Gewerkschaft trennen.
Das Ergebnis, was Verdi nun mit den Arbeitgebern "erzielt" hat, gleicht in vielen Fällen immer noch nicht die Nachteile aus, die Verdi den Ärzten eingebrockt hat.
Liebe Ärzte, ich verstehe Ihre Streikabsicht und drücken Ihnen die Daumen.
Die wahren Leidtragenden sind die Patienten und die Ärzte wollen denen weiterhin helfen.


Kollusives Zusammenwirken
Da sitzen doch auf Seiten der kommunalen Arbeitgeber wahrscheinlich Personen, die verdi näherstehen als dem Marburger Bund, und die suchen sich dann einen Tarifpartner zum Vertragsschluss heraus, mit dem sie leichter zu Potte kommen, der aber für die Ärzte keine Vertretungsmacht hat. Zivilrechtlich ist das Handeln von verdi und dbb Tarifunion Handeln ohne Vertretungsmacht, was auch die Kommunen wissen müssen. Da muss das Bundesarbeitsgericht doch seine Rechtsprechung zum Grundsatz "ein Betrieb - ein Tarifvertrag" dringendst überdenken. Die Sache stinkt zum Himmel. Oder ist das Rosinentheorie, auf die sich der Staat berufen darf?

Dr-Pizza
17.08.2006, 18:50
Ich verstehe nicht genau, welche Verbesserungen der Marburger Bund jetzt im Abschluss mit den kommunalen Häusern gegenüber dem verdi-Abschluss erreicht hat...?

Laut Spiegel-Online gelten nun folgende Zahlen:

Auf Basis von 40 Stunden/Woche einschließlich Jahressonderzahlung:

- für einen einfachen Arzt zwischen 3420 Euro bis 4200 Euro

- für einen Facharzt zwischen 4450 Euro bis 5600 Euro

Bei Verdi waren das für den "einfachen Arzt" 3400 Euro pro Monat inkl. Jahressonderzahlung...

Montgomery hat neulich in einem Interview gesagt:

Was Verdi vereinbart hat, ist eine Mogelpackung. Zum einen würden wir unsere Gehaltserhöhung selbst finanzieren, weil wir verpflichtet sind, auf das Weihnachtsgeld zu verzichten und eineinhalb Stunden wöchentlich mehr zu ar
beiten.


Ich finde damit beurteilt er den Abschluss des Marburger Bund ganz treffend...oder..?



Im Vergleich zu dem jetztigen Gehalt beträgt dann die Steigerung aufs Jahr gerechnet um die 2%. Stimmt das :)? :-oopss

Hubschrauberfanatike
18.08.2006, 15:46
Naja ich denke der Abschluß ist schon in Ordnung, wenn er auch umgesetzt wird. Ansonsten ist es halt wichtig das es ein MB Vertrag ist.
Ausserdem musst du den alten TVÖD mit dem jetzigen Vertrag vergleichen. Der Verdi Vertrag ist ja erst entstanden nachdem wir schon 6 Wochen gestreikt haben, und ist vom MB so abgelehnt worden. In der Stufenverweildauer sind ja schon deutliche Unterschiede.
Ausserdem bin ich froh das jetzt der Streik rumm ist. Ich weiss ja nicht wie ihr gestreikt habt, aber wir haben zu den 3 am meisten bestreikten Häusern gehört und das ging schon in das finanzielle.

T4N3M1
23.08.2006, 19:07
... aber wir haben zu den 3 am meisten bestreikten Häusern gehört ...

Wo kann man denn mehr über diese "Rangliste"
erfahren? Welches Haus war denn busdesweit top??

Hubschrauberfanatike
24.08.2006, 09:21
Das ist die Aussage vom Marburger Bund gewesen. Der ich mal glauben schenken will.