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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizin- überlegt es euch genau!



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unclejohn
21.06.2006, 11:41
Na, das kommt wohl auf den Studiengang an, mit dem man Medizin vergleichen will. So ist man mit Medizin im Moment z.B. besser dran, als mit Jura oder Biologie...

cu

MarkusM
21.06.2006, 11:48
Gerne zähle ich Dir meine persönlichen Vorteile der Medizin auf (d.h. nicht, dass das für jeden gelten muss):

- generell interessantes & abwechslungsreiches Studium
- Nach dem Studium: viele Berufsmöglichkeiten, d.h. versch. Fachgebiete, aber auch überragend viele Möglichkeiten in der freien Wirtschaft
- Möglichkeit, die Doktorarbeit während des Studiums zu beginnen
- niedrige Arbeitslosenquote
- hohes soziales Ansehen
- Beruf mit Verantwortung
- es ist auch als Arzt möglich a) gut zu verdienen b) einen einigermaßen pünktlichen Feierabend zu haben
usw...

Kurz und knapp: viele Gründe für mich, die für ein Studium sprechen. Natürlich ist das jetzt wieder etwas einseitig. Aber die negativen Seiten haben andere schon genannt ;)

Occipitalis
21.06.2006, 11:52
Nun ist es ja so, dass die Uni-Klinikärzte und auch hoffentlich bald alle anderen Klinikärzte einen neuen Tarifvertrag haben! Habt ihr euch den schon mal angesehen? Der ist nämlich überhaupt nicht schlecht! Bezahlte Überstunden, höheres Grundgehalt (Berufsanfänger etwa 2400), nach dem Nachtdienst kann man einfach nach Hause, ohne bis 12 Mittags weiterzuarbeiten... etc.

Ein Unternehmensberater hat auch eine 80 h Woche, na gut, er bekommt meistens auch viel mehr Geld, aber hart ist es bestimmt schon.

Verantwortung? Klar hat man viel Verantwortung und manchmal ist es bestimmt schwer damit zurechtzukommen, kann ich mir vorstellen, aber die gehört nunmal zum Arztsein dazu.

So, was wurde noch so daran ausgesetzt?
Achja, hartes Studium! Also die Ärzte, mit denen ich gesprochen habe, meinten, wers wirklich will, der schafft es auch auf jeden Fall. Ist halt motivationsabhängig. Außerdem glaube ich nicht, dass andere Studiengänge so viel leichter sind! Vielleicht nicht so viel Auswendiglernerei, aber ohne etwas zu machen kommt man durch kein Studium!

Xanathos
21.06.2006, 11:55
Ich höre hier oft, dass sich die Arbeitsbedingungen für die Ärzte immer weiter verschlechtern. Das lässt sich in Deutschland auch nicht leugnen.
Natürlich haben die meisten eine gewisse Gebundenheit an ihr Land, aber generell kann man sagen: im Ausland gibts durchaus Ärzte die relativ pünktlich Feierabend machen und dabei ganz gut verdienen. Wenn man also bereit ist, ins Ausland zu gehen, kann man auch nen relativ geregelten Arbeitstag haben.

Ansonsten bleibe ich dabei, dass man seine Erfahrungen am Besten selbst macht.
Und ich gebe denen recht, die in ihren vorherigen Posts meinten, dass Med kein Studium in die Arbeitslosigkeit ist. Ärzte braucht man immer, ob nun im KH, in der Forschung, etc.

xOdinx
21.06.2006, 12:02
Ich denke das Medizinstudium ist wohl eins der wenigen Studiengänge, dass man nur machen sollte wenn man sich absolut sicher ist. Man muss sowohl die pros und contras abschätzen aber nicht so einseitig und pingelig. Wenn man sich nur auf die contras fixiert, sollte man es lassen aber nur die schönen Seiten zu sehn, kann gefährlich sein. Letztendlich ist es eine wichtige Entscheidung, die man nur treffen sollte, wenn man sich absolut sicher ist, sonst ist die Chance unterzugehn leider durchaus da.

@threadersteller

Ich finds schon etwas arm, was du hier abziehst. Ich kenn deine Motive nicht und könnte da schon einige Theorien aus den Finger saugen, aber wie heißt es doch "don*t feed the troll". Tu uns alles nen Gefallen und behalt deine Meinung für dich. Es steht zwar jedem frei seine Meinung zu sagen, aber das bei dir ist schon Polemik und bringt hier niemanden was. Du versuchst nur zu provoziern und zu verunsichern und das ist einfach unter alles Sau! In diesem Sinne "Käse zum whine?"

05deinin
21.06.2006, 12:17
Mich persönlich störts ja nicht, was er da sagt und recht hat er doch auch schließlich gibts viele die med studieren weil Papi ne Praxis hat die man übernehmen kann...
natürlich sind die Leute hier im Forum zum größten Teil sehr motiviert, denen kann man nix vormachen, viele warten und haben währenddessen schon praktische Erfahrungen gesammelt oder machen grad ne Ausbildung.

In meinem Praktikum hat mir der OA so davon abgeraten med zu studieren wegen den Bedingungen und dem Geld etc.... Ich hab ihn gefragt, ob er es jemals bereut hat Arzt zu sein. Seine Antwort: An keinem einzigen Tag!!!
Sagt das nicht alles?!
Und wer merkt, dass es ihm der Klinik zu hart ist, der kann doch in die Wirtschaft, vielleicht Pharmaindustrie und dort wirklich viel geld verdienen, es liegt doch an jedem selbst was er draus macht...

xOdinx
21.06.2006, 13:00
Du hast schon recht, aber mich stört nicht was er sagt,sondern WIE er es sagt. Er spricht nur die negativen Seiten an,welche vielleicht stimmen mögen, aber es ist nun mal nur die halbe Wahrheit.
Sich nur die Sachen rauszupicken, die die eigene Meinung stützen und die anderen einfach mal außen vorzulassen ist nun mal keine neutrale Haltung und da er ja anscheinend zum Nachdenken über das Medizinstudium anregen will,sollte er wohl auch alle Aspekte reinbringen. Das tut er aber nicht, also ist es eigentlich reine Hetzerei.

PS: Das mit dem "Papi hat ne Praxis,also muss ich Arzt werden" trifft nicht nur bei Ärzten zu, sondern lässt sich auf nahezu alle Berufszweige projezieren.

05deinin
21.06.2006, 13:09
hast schon recht, so ernst nehm ich das aber nicht :-)

xOdinx
21.06.2006, 13:17
Ist auch besser so,denke ich :-top


Der Typ schreibt eh nur wirres Zeug, jetzt nicht nur hier im thread *g*

Michi5880
21.06.2006, 13:31
Gerne zähle ich Dir meine persönlichen Vorteile der Medizin auf (d.h. nicht, dass das für jeden gelten muss):
...
- hohes soziales Ansehen
...


Wenn du meinst? Hohes soziales Ansehen? Das war vielleicht mal... Heute wird man doch für jeden Sch*** verklagt und steht immer mit einem Bein im Knast.



Nun ist es ja so, dass die Uni-Klinikärzte und auch hoffentlich bald alle anderen Klinikärzte einen neuen Tarifvertrag haben! Habt ihr euch den schon mal angesehen? Der ist nämlich überhaupt nicht schlecht! Bezahlte Überstunden, höheres Grundgehalt (Berufsanfänger etwa 2400), nach dem Nachtdienst kann man einfach nach Hause, ohne bis 12 Mittags weiterzuarbeiten... etc.


Um es kurz zu machen: Du hast absolut keine Ahnung und man sollte besser über solche Dinge, die man nicht versteht, keine großen Reden schwingen.

Der neue Tarifvertrag ist eine Farce!

BTW: ein Schwedischsprachkurs ist in Vorbereitung...

Coxiella
21.06.2006, 13:45
[QUOTE=Medizin-Studi]Wer Medizin studieren möchte, der sollte bedenken:
- längster ...........QUOTE]



..... Also bevor hier weiter Leute als Troll beschimpft werden:
Das ist, so denke ich, als Ratschlag gemeint, was hätte man auch sonst davon...?

Ich muss dem Kollegen ausserdem leider recht geben, all diese Argumente stimmen grösstenteils und wenn ich mich so unter den Kollegen (an einer Uni-kinik) umhöre, steh ich mit meiner Meinung nicht alleine da.....
Wass noch hinzu kommt:
- exponentiell zunehmende bürokratische Arbeit (Zettel, Aufklärungen, Dokumentation, krankenkassenanfragen, etc....)
- Eine Hierarchie ,die sich gewaschen hat (Teamplay = Fehlanzeige)
- Ausbildung = 0, vom ersten Tag heisst es :learning by doing

Sicher es gibt auch Positives (Abwechslungsreich, Keine Arbeitslosigkeit, noch hohes, jedoch zunehmend schwindendes, Ansehen....)
aber, trotzdem muss jeder selber entschieden ob es ihm das alles Wert ist.


Nicht zu vergessen, ohne aufs Gehalt zu schauen: 80h die Woche in der Unternehmensberatung sind keinesfalls mit den 80h im Krankenhaus mit Notaufnahme und Intensiv zur vergleichen....

in diesem Sinne,

coxiella

P.S. Soll ein wirklich gut gemeinter Ratschlag sein, mir hat man im 1 Semester ähnliches gesagt, aber ich habs ja besser gewusst.... :-???

MarkusM
21.06.2006, 13:47
Wenn du meinst? Hohes soziales Ansehen? Das war vielleicht mal... Heute wird man doch für jeden Sch*** verklagt und steht immer mit einem Bein im Knast.

Ich möchte das nicht breit treten, weil es das auch gar nicht wert ist ;-)
Aber der Arztberuf ist und bleibt in der Bevölkerung einer der Berufe mit dem höchsten "Berufsprestige".

Ob das nun in Zusammenhang mit der steigenden "Klage"-Mentalität gebracht werden kann, weiß ich nicht.

Hoppla-Daisy
21.06.2006, 13:49
Da muss ich Markus aber recht geben. Das ist in einem Großteil der Köpfe der Bevölkerung einfach so drin.

MarkusM
21.06.2006, 13:52
Hier nochn kleiner Nachtrag, zum nachlesen:

http://www.ifd-allensbach.de/pdf/prd_0512.pdf

Michi5880
21.06.2006, 13:54
Naja, vielleicht übertreibe ich auch ein wenig... wer weiß?

Liegt wohl an meiner allgemeinen Resignationsphase, dass viele Dinge sich ganz anders darstellen als von mir geglaubt.

Und diese Vorstellungen haben hier einige...

Schimmelschaf
21.06.2006, 14:18
Zu diesem Thema hatten wir schon genug Diskussionen *gerne auf die Suchfunktion verweis* :-oopss

tadeus_t
21.06.2006, 15:04
Лучше лишний раз помыться, чем в полицию попасть! :-music

DrSkywalker
21.06.2006, 19:18
Лучше лишний раз помыться, чем в полицию попасть! :-music

:-meinung dazu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein

Evil
21.06.2006, 19:19
Um es kurz zu machen: Du hast absolut keine Ahnung und man sollte besser über solche Dinge, die man nicht versteht, keine großen Reden schwingen.

Der neue Tarifvertrag ist eine Farce! Deine Empfehlung solltest Du auch selber beherzigen, Du arbeitest auch noch nicht als Assi ;-)

Der Tarifvertrag ist eine Verschlechterung gegenüber BAT, ja, aber er ist immer noch besser als der reine TVÖD, schon allein, weil die Ärzte nominell einen eigenen Abschluß haben.

Hades
21.06.2006, 20:32
:-meinung dazu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein

babbelfish sagt dass es ungefähr das hier heisst "It is better to be washed once again, than in police to get"

tja babbelfish

ohja zum Thema wenns so schlimm ist, dann lasst es doch einfach sein :)