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Lava
28.06.2006, 21:06
So, nun ist es soweit: das Polster auf meinem Konto ist alle. Zu Beginn des Studiums hatte ich da noch über 3000€ drauf, die sukzessive immer weniger wurden und sich auch durch gelegentliche Ferienjobs nie wieder ganz der Höchstmarke annäherten. Bilde ich mir das ein, oder ist das Leben in den letzten Jahren immer teurer geworden? OK, ich bin dieses Jahr zweimal für je 5 Tage im Urlaub gewesen und dann letztes Wochenende auf einem Festival, aber sonst? Ich habe mir dieses Jahr kaum irgendwelche neuen Klamotten gekauft, gehe nie essen, selten ins Kino und auch sonst nicht besonders häufig oder teuer aus, kaufe mir bloß alle paar Monate mal eine CD oder DVD.... wo bleibt das ganze Geld??? Die Telefonrechnung liegt seit Jahren recht konstant und auch das Internet kostet nicht mehr... aber Müll ist teurer geworden und die Rückmeldegebühr auch....
Hoffentlich kommt das Ende des Studiums bald, damit ich endlich was verdiene.

teletubs
28.06.2006, 21:14
alles teuer geworden!!! :-kotz selbst eine kugel eis haben se innerhalb einer woche um zehn cent teurer gemacht!!! :-(
als ich vor sieben jahren meinen führerschein gemacht habe, hatten die spritpreise fast die jetzigen europreise...und damals in DM!!! :-???
mittlerweile ist´s schon fast wurscht, wann du obst und gemüse kaufst: es ist gleichbleibend teuer!!! :-dagegen

die inflation rennt und rennt... und auch mein konto neigt so ja langsam der null euro-marke!!! :-keks

Hoppla-Daisy
28.06.2006, 21:15
Nine, frag lieber nicht, wieviel Geld ich seit Anfang des Studiums "verloren" habe :-kotz

Man will uns ja immer glauben machen, es würde den (T)Euro nicht geben, aber wenn ich mir anschaue, mit welchem Geld ich früher über eine Woche gekommen bin und das mit heute vergleiche, dann spricht das eine deutliche Sprache. Und im Gegensatz zu früher lebe ich heute wesentlich genügsamer, Studi-like eben. Als Nebenbei-Hausfrau erlaube ich mir die Behauptung, dass ich die heutigen Preise sehr wohl kenne - und auch die von VOR dem Euro. Und bin ich früher auch mal essen gegangen, so kann ich mich heute ehrlich gesagt nicht erinnern, wann ich das letzte mal richtig schön essen war.

Heute erst habe ich mir überlegt, ob es überhaupt noch einen Sinn macht, dieses Studium weiter fortzuführen. Mein Erspartes, welches eigentlich für mehr Jahre reichen sollte, ist so gut wie aufgebraucht. Und meine Kalkulation war keine Milchmädchen-Rechnung! Ich werde also noch mehr arbeiten müssen, um überhaupt irgendwie über die Runden zu kommen. Und wenn ich an die Studiengebühren und den Semesterbeitrag denke, wird mir einfach nur übel. Ich wage es einfach nicht, einen Kredit aufzunehmen. Ich habe noch nie einen aufgenommen (außer damals beim ehelichen Wohnungskauf), und ich tu mich wahnsinnig schwer damit.

Daisy, die noch immer entscheidungsunfreudig ist, die aber angesichts der kommenden Studiengebühren wohl bald zu einer Entscheidung gezwungen wird

PS: Ach ja, der Pilawa-Gewinn (der geneigte Leser weiß, wieviel Euronen es waren) ist innerhalb eines Jahres vollkommen aufgebraucht worden. Und ich habe mir NICHTS geleistet, wovon ich sagen könnte: WOW, da haste jetzt mal richtig auf die Kacke gehauen! Es ging alles für's tägliche Leben drauf, was mich mal richtig an:-kotz t

Lava
28.06.2006, 21:18
Im ersten Semester hab ich bei Penny auch einen Wocheneinkauf für weniger als 30DM machen können, jetzte reichen 25€ in der Regel für eine halbe bis dreiviertel Woche....

Hoppla-Daisy
28.06.2006, 21:20
Ich weiß noch, was meine Mutter mir beim Auszug aus der elterlichen Wohnung mit auf den Weg gab: Kind, kauf immer schön bei Aldi ein. Da kannste den Wagen für 100 DM randvoll machen!

Tja, sorry Mutter, heute bekomme ich für 50 € den Wagen noch nichtmal halbvoll!

Flauta
28.06.2006, 21:35
Das einzige positive: man merkt, dass man nicht die einzige ist und alle im gleichen Boot sitzen...
Ich werde angesichts der Studiengebühren auch umbauen müssen und meine Entscheidung ist zugunsten des Geldes und gegen die Wissenschaft, auch wenn ich vor einem Jahr noch erzählt habe, Geld spiele keine Rolle....
Unfreiwillig wird man eines besseren belehrt.
Ich habe mal hochgerechnet, was das Studium im Idealfall (Mindessemesterzahl) noch kosten würde (ohne irgendwelchen Urlaub, Hobby, ausgehen...) und es ist erschreckend....
Ein Kredit schreckt mich auch ab, obwohl man ja nach dem Streik an gewissen Stellen besseren Verdienst hat.......der Gedanke, mit Schulden ins unsichere, mit Zeitverträgen gekennzeichnete Berufsleben zu starten würde bei mir jedes freie Durchschlafen in den Nächten der nächsten 10 Jahren verhindern.... :-nix

Hoppla-Daisy
28.06.2006, 21:37
Ich schlafe jetzt schon nicht mehr ruhig, das kann ich dir versichern!

Flauta
28.06.2006, 21:53
Daisy, das glaube ich Dir sofort! Ich habe sowieso sehr grossen Respekt vor Dir, wie Du das mit Tochter durchziehst. Ich habe (leider) noch keine eigene Familie aufbauen können (mir fehlt noch ein klitzekleines Detail.....ein Mann...) und schon so ist jobben und Studium kaum vereinbar und es ist auch die Frage, in wiefern es es hinterher wirklich wert ist, dass man sich so draufmacht um das Ziel zu erreichen...
Wenn ich in 30 zurückblicke, und merke, dass ich meine gesamte "jugendliche" Studienzeit durchgestresst habe, finanzielle Existenzängste hatte, das nicht geniessen konnte und nur überlebt habe mit der Hoffnung: im nächsten Semester wird es besser....das Leben nicht profitiert habe und bewusst diese Entbehrungen akzeptiert habe damit des "danach" "besser" wird und man mit Tonnen Diensten und Stress merkt, dass das nicht der Fall ist...sein Leben vielleicht verlebt hat....
Dann werde ich mich fragen, ob es das wert war....und ich überlege, wann man die Notbremse ziehen sollte.....obs das wert ist....

....aber das vorher zu wissen......

Hoppla-Daisy
28.06.2006, 21:55
Ein Freund meinte neulich noch zu mir, er würde mich nicht mehr wiedererkennen. Ich sei so ernst geworden. Und er sagte: Fang endlich wieder an zu leben!

Vielleicht hat er damit recht...

Rumpelstilzchen
28.06.2006, 22:31
(...) OK, ich bin dieses Jahr zweimal für je 5 Tage im Urlaub gewesen und dann letztes Wochenende auf einem Festival, aber sonst? Ich habe mir dieses Jahr kaum irgendwelche neuen Klamotten gekauft, gehe nie essen, selten ins Kino und auch sonst nicht besonders häufig oder teuer aus, kaufe mir bloß alle paar Monate mal eine CD oder DVD.... wo bleibt das ganze Geld??? (...)

Bei allem Mitgefühl: in der ersten Jahreshälfte schon zwei Mal verreist? Letztes Wochenende auf einem Festival? Und wie oft ist selten ins Kino gehen? Rauchst Du?

Da sehe ich noch Raum zum Sparen. Urlaube, Klamotten, CDs und was man noch so alles haben will, sind dann eben nicht drin.

Mach Dir doch mal eine Aufstellung über Ausgaben und Einnahmen, schreib Dir jede Ausgabe auf, das verschafft Dir einen Überblick, ob tatsächlich alles teurer wird oder ob bei den Extras noch gespart werden kann.

Die Niere
28.06.2006, 22:38
Also ich find jetzt auch, dass es fürs Heulen ein wenig zuviel Ausgaben und nun einmal zu wenig Einnahmen (bei nicht vorhandenem Nebenjob) gewesen sind. Aber auf der anderen Seite kann ich mir auch kein Urteil erlauben, weil ich weder weiss, was deine Eltern dir monatlich dazugeben, noch was deine Wohnung kostet usw.

Aber auf dem "Ich-hab-zuwenig-Geld"-Ohr bin ich sowieso taub unter bestimmten Umständen. Ich finde, dass wenn man nun mal knapp bei Kasse ist, was wir wohl zum grössten Teil alle waren/sind während des Studiums und sich Dinge nebenher leisten möchte, dann muss man sie sich nun einmal verdienen. BTW ist das Gefühl auch viel besser sich etwas vom selbst verdienten Geld gekauft zu haben und es ist erstaunlich, wie viel intensiver man über eine Ausgabe nachdenkt, ob man nun wirklich diese tätigen muss.

gruesse, die niere
PS: Aber dass die Preise wirklich horrend gestiegen sind, das möchte ich wirklich nicht anzweifeln...

Hoppla-Daisy
28.06.2006, 22:40
Okee, für mich kann ich schon mal antworten:

CD's in 3 Jahren: 4
DVD's in 3 Jahren: keine
Kino in 3 Jahren: 2 oder 3 mal
Nichtraucherin
so-gut-wie-nie-Alkohol-Trinkerin
Abends weggehen: Fehlanzeige ... so selten, dass es nicht zählt

Urlaub dieses Jahr: 1 Woche billig skifahren .... Rest des Jahres: is nich

Das ist wohl kein Luxus....

Lava
29.06.2006, 12:00
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich mich in der sehr glücklichen Lage befinde, von meinen Eltern voll finanziert zu werden. Ich habe Freunde, die brauchen schon 2 Nebenjobs, um über die Runden zu kommen. Ich habe aber auch Freunde, die sich über Geld gar keine Gedanken machen können und sich mal eben nebeinebi einen Beamer und eine 2x3m große Leinwand kaufen können. Ich binfindet mich iim Mittelfeld, würde ich schätzen.

Zu den Fragen. Ich bin Nichtraucher. Ich habe kein Auto. Ich bin dieses Jahr zweimal verreist, aber 1.) waren die Flüge einfach unheimlich billig und 2.) war ich schon lange nicht mehr im Urlaub. Da ich im Sommer ins PJ gehe, war dies meine letzte chance für die nächsten 2 Jahre, nochmal ein paar Tage raus zu kommen.
Ich habe mir dieses Jahr... *nachdenk*... eine CD in Deutschland gekauft und ein paar in England vom Wühltisch. DVDs habe ich mir eigentlich nur welche in Schottland gekauft, auch vom Wühltisch.
Ins Kino gehe ich ungefähr einmal im Monat, aber bei uns gibt es Studentenrabatt, so dass eine Karte an jedem Tag nicht mehr als 5.50€ kostet.

Ich streite nicht ab, dass es Leute gibt, die das noch als Luxus bezeichnen würden, aber ich stelle einfach fest, dass ich mir früher mehr leisten konnte als jetzt. Darum geht es. Ich muss viel viel mehr nachdenken, ob ich mir beim Public Viewing ein Bier für 2,80€ kaufe oder ähnliches....

Wenigstens bin ich heilfroh, dass ich während des PJs keine Studiengebühren zahlen muss. Hätte ich noch ein Semester oder mehr vor mir, würde ich mir ganz bestimmt einen Nebenjob suchen.

Jemine
29.06.2006, 15:28
Ja, ja, das liebe Geld. Es macht echt keinen spaß noch einkaufen zu gehen, bzw. habe ich sofort ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir etwas gönne, was ich nicht unbedingt zum Überleben brauche :-nix Also muss halt gejobbt werden, jedoch gestaltet sich das manchmal echt schwer, weil dazu einfach die Zeit fehlt. MiBi oder arbeiten? :-nix Ich bin aber sehr froh, dass ich immer darauf zählen kann, im Notfall Hilfe von meinen Eltern oder Freunden zu bekommen. Ich will nicht jammern, denn ich hatte geldtechnisch schon weitaus schlimmere Zeiten und es geht jetzt grad bergauf :-)
Mein Freund hat jetzt grad diesen KFW-Studienkredit aufgenommen. Anfangs war ich davon ja so gar nicht begeistert, aber es ist wegen der kommenden Studiengebühren einfach unumgämglich :-nix
Wenn ich dann mal meinen Studienplatz bekomme, werde ich auch in den sauren Apfel beissen müssen, da meine Eltern Studiengebühren in dem Umfang nicht auch noch aufbringen können. Tja, was bleibt einem da noch anderes übrig, als verschuldet ins Berufsleben zu starten? Ich versuche, optimistisch zu bleiben, den Kredit natürlich möglichst klein zu halten und später das Beste draus zu machen. Irgendwie muss es gehn...

funny
29.06.2006, 16:18
Ich gebe Janine Recht. Sie liegt im Mittelfeld.Hier in München gibt es Studenten, die 2000 €uro monatlich zur Verfügung haben und/oder in einer der Eigentumswohnung der Eltern alleine wohnen. Das ist natürlich nicht der bundesdeutsche Studentendurchschnitt, aber die geben in Clubs schon mal so ihre 140 €uro am Abend aus... von daher, es ist wohl nach unten und oben offen.


DIE WELT IST UNGERECHT...

Recall8
30.06.2006, 14:15
Nein, das Studium kostet einfach ne richtige Menge Geld.
Ich habe wirklich KEINE außergwöhnlichen Ansprüche.
Gehe selten überhaupt mal inne Kneipe/Restaurant (nach bestandenen Prüfungen) usw., versorge mich nur durch ALDI.
Habe auch vor dem Studium in weiser Voraussicht ne Stange Geld erarbeitet und der Betrag hat sich mehr als halbiert. Nicht ganz unschuldig daran sind all die Bücher, zahntechnischen Kurse usw. Ich wollte zwar im Sommer lernen aber ich werde nun voraussichtlich 6 Wochen in Dauernachtschicht mein Konto neu beleben... Hach was freue ich mich auf Studiengebühren.

Aber egal: ich bin trotzdem nicht unzufrieden, im Gegenteil.

Hoppla-Daisy
30.06.2006, 21:56
Leute, schafft euch Kinder an!!!!!!! :-dance

Wenn ich das richtig mitbekommen habe (und was man na jeder Ecke, wo Mütter stehen, mitbekommt), dann brauche ich keine Studiengebühren zu zahlen, weil ich ein Kind unter 13 Jahren habe

YEAH!!!! DAS sind doch mal gute Nachrichten!

Flauta
30.06.2006, 22:04
Ich muss gestehen, ich beneide diejenigen, die zum Studium zu Hause wohnen bleiben können.
Nein, ich würde mein Studentenbuden dasein um keinen Fall missen müssen, meine Bude und die Unabhängikeit nicht hergeben wollen...
Aber jeden Monat keine 300€ Miete für 19qm zahlen müssen, weniger Geld für Essen ausgeben müssen durch Mitessen zu Hause......auf die Dauer hochgerechnet kommt da einiges zusammen!! (das wären schon viele Semester Semestergebühren.........).

@ Daisy: ich drücke Dir die Daumen, dass Du an den Gebühren vorbei kommst!! Wenn ich von ANfang an hätte zahlen müssen, hätte ich direkt nach dem Abi entweder arbeiten müssen und aufs Studium verzichten oder in ein anderes Land gehen müssen....in meinem Land bekomme ich keine Unterstützung finanzieller Art......

Sebastian1
01.07.2006, 07:42
Mir ist vorgestern mal wieder so bewusst geworden, wie sehr man sich an dei Europreise gewöhnt hat: Nachmittags bei strahlendem Sonnenschein mit ner Freundin in der Stadt getroffen, eine Apfelschorle getrunken (0,4l) = 3,80 €. HALLO? Wenn ich vor ein paar Jahren 7,50 DM hätte zahlen müssen hätte der Laden mich das letzte Mal gesehen. Inzwischen ist das Normalpreis.
Ich hab das Gefühl, alle Preise haben inzwischen nur das Währungssymbol von DM nach € geändert, nicht aber den Betrag. Der hat sich nur auf meiner Gehaltsabrechnung geändert.
Ich lebe zwar nach wie vor recht komfortabel, befinde mich aber auch seit dem 1. Semester in der Lage, mein Geld selbst verdienen zu müssen. Dass es dennoch komfortabel bleibt liegt nur daran, dass ich eben vorher eine Ausbildung gemacht habe und dementsprechend halt auch nicht schlecht bezahlt werde.
Ab August beginnt das PJ - "nebenbei" arbeiten adieu. Meine Ersparnisse werden definitiv komplett drauf gehen und sicher noch der eine oder andere zusätzliche Euro, den ich hinterher zurückzahlen darf.

Blubb0rfischchen
14.07.2006, 09:21
Hallöchen :-winky

Bevor ich einen neuen Thread zum Thema "Kosten" aufstelle, kram ich mal diesen hier heraus :-D

Es wird ja sehr oft darüber gesprochen, dass das Z-Medizinstudium sehr kostenintensiv ist. Dabei würde mich interessieren, ob sich diese horrenden Summen mehr auf die Bücher, oder aber die Materialien beziehen, die man sich ja wohl selbstständig anschaffen muss.

Da mein Freund Humanmedzin studiert, kann ich da eventuell für einige Kurse dann seine Bücher nutzen, oder gibt es da komplett andere Bücher für Zahni´s? Ich hatte da an Bücher für Physiologie oder Chemie/Physik gedacht?!

Oder muss man immer die aktuellsten Bücher zur Hand haben, so dass ich mir dann im Grunde "seine" Bücher in der aktuellsten Version kaufen muss?

Für eure Antworten danke ich schonmal im Vorraus :-)

Lg

Jenni