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Die Niere
30.06.2006, 00:46
Hi,

mir ist heute mal wieder etwas passiert, was mich an ein Thema erinnert hat, dass mir eigentlich schon lange auf der Zunge brennt und ich schon immer mal hier diskutieren wollte. Das Verhalten von Einzelkindern.

Kann man jemanden ansehen, ob er Einzelkind ist? Sind Einzelkindern anders? Gibt es Möglichkeiten aus seinem Einzelkindverhalten herauszukommen? Was sind typische Verhaltensweisen eines Einzelkindes?

Eines vorweg...ich bin auch eins und es gibt mit Sicherheit genug Leute, die mich für ein A****loch halten und sich über diesen Status dementsprechend überhaupt nicht wundern. Und doch möchte ich behaupten, dass ich eben die typischen Verhalten NICHT an den Tag lege. Aber was sind diese Verhalten?

Ich kenne einige Einzelkinder die die unten beschriebenen Verhaltensweisen mal mehr und mal weniger ausgeprägt zeigen oder gezeigt haben und (abgesehen davon, dass ich diese Verhaltensweisen wie die Pest hasse) dementsprechend zu dem Schluss gekommen, dass bei Menschen mit einem solchen Verhalten die Wahrscheinlichkeit für ein Einzelkinddasein erhöht ist und vice versa.

Kennt ihr auch die Menschen, die nach einem Kinobesuch, anschliessendem Essen bei McDoof und dem Schlürfen eines Cocktails, der Meinung sind auf den Cent genau auszurechnen, was nun jeder zu zahlen hat? Da drehen sich mir die Zehennägel bis unters Knie. Oder das ewige durch 2 teilen...oh man...dann zahl ich hier halt das Kino und du danach meinen Burger. Und wenn ich dann nen Euro mehr ausgegeben habe, dann wird sich das beim nächsten Treffen halt wieder armotisieren. Die Lebenszeit, der Aufwand und die Qualität des Gespräches über diesen einen Euro wär mir viel zu schade.

Ganz schlimm sind natürlich die, die zwar sich gegenseitig immer wieder was bezahlen (Ich Kino, Du McDoff, Ich Cocktail, Du Bus...), aber dabei IMMER besser wegkommen und man nach einer Zeit merkt, dass dies kein Zufall ist, sondern durchaus berechnend.

Oder übel sind auch die Menschen, die zu Besuch kommen und der Meinung sind, da man sich ja als Gast hier aufhält, bekommt man alles bezahlt. Ich persönlich halte es zwar wirklich so, dass meine Gäste nichts bezahlen müssen (ich rede zum Beispiel davon, wenn man gemeinsam einkaufen geht und dann der Gast anbietet, für die Gastfreundschaft, die Waren zu bezahlen oder so...) , weil sie nun einmal Gast sind, aber nehme natürlich die Geste sehr freudig zur Kenntnis. Dies zeugt ja auch nur von Wertschätzung für das, was man ihnen bietet. Auch mag ich es einfach nicht, wenn man dann weggeht und derjenige meint, weil er keine schweizer Franken besitzt, dass man jeden Cocktail, jedes Kinofilm und jedes Sushi für ihn bezahlt.

Oder Menschen, die als Gast in deiner Wohnung Ansprüche stellen, die ihnen in meinen Augen einfach nicht zustehen. Damit meine ich jetzt nicht ein sauberes Klo oder immer einen Shiraz bereit zu haben. Es geht mehr darum, dass sie die Schuhe anbehalten obwohl man sie darum gebeten hat sie auszuziehen oder eine Beschwerde, dass man nach einem strengen Arbeitstag bis um 10:30 Uhr geschlafen hat obwohl der Gast schon seit 9 wach ist (unter umgekehrten Umständen hätte ich in der Zeit längst Brötchen besorgt) - er würde sich langweilen. Auch das Anspruchsdenken immer Programm geboten zu bekommen...in meinen Augen unverständlich und vermessen.

Dann gibt es noch die Menschen, die einen bei alles einspannen und der Meinung sind, meine kostbare Zeit ohne Rückfrage einfach miteinzuplanen. Ich finde so etwas geht nicht. Ich weiss mich schon zu benehmen und biete meine Hilfe sehr gerne an, wenn ich Zeit habe und mir der Mensch auch etwas bedeutet. Aber nach einer Einladung kann einem nicht 15 Minuten nach der Ankunft eröffnet werden, was man jetzt noch alles vor der grossen Party zu machen hat, damit das klappt. Ganz übel die Zeitgenossen, die sich dann als den grossen Verteiler aufspielen und selbst nur wenig den Finger krümmen.

Ich fahre recht oft mit meinen Auto zu verschiedenen Events und wenn es sich mal um eine grössere Reise handelt, finde ich, dass es zur guten Erziehung gehört, dass man einem Fahrtgeld anbietet. Mir geht es nur um die Geste, denn seitdem ich Arzt bin, kann ich es mir in der Regel leisten und möchte die Euros von Menschen ohne oder mit weniger Gehalt als ich garnicht haben. Aber meine Erziehung hat es mir eingebläut, dass ich den Fahrer frage, was er denn haben möchte...oder noch besser, ich rechne es ungefähr aus und biete es dann an. Wie und was man macht, spielt keine Rolle, man muss nur die Wertschätzung zeigen und den Willen. Mehr muss nicht sein.

Ich gebe zu, ich schreibe mich hier ein wenig in Rage...sorry...nicht bös nehmen, bin nur emotional aufgewühlt :-D. Man könnte auch latent angekotzt dazu sagen.

Auch finde ich es eine Frechheit, wenn solche Menschen die Gruppendynamik sprengen, in dem sie immer nur das machen wollen, was sie sich grad wünschen. Es gibt solche Personen, die das auch fast immer hinbekommen. Es geht nicht darum etwas zu tun, was man verabscheut, sondern vielmehr um Kompromissbereitschaft und mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn diese Personen für die Gruppe nicht mal zurückstehen können und auf etwas verzichten, dass sie unter normalen Umständen gerne hätten...

So genug geredet...wer ne Meinung dazu hat...immer druff.

gruesse, die niere

Deelirium
30.06.2006, 02:08
Ich denke nicht dass das unbedingt nur bei einzelkindern der fall ist, dass man sich sehr selbstverliebt benimmt, bzw. egoistisch. Hängst viel mit der Erziehung zusammen.



liebe grüße

McBeal
30.06.2006, 06:28
Hm, ich bin leider (wollte immer Geschwister haben und das war von meinen Eltern eigentlich auch so geplant) auch ein Einzelkind und muss sagen, dass mich diese ständigen Vorurteile einfach nur ankotzen. In der Schule bin ich damit oft konfrontiert worden und auch heutzutage werde ich noch immer blöd angeschaut, wenn ich sage, dass ich keine Geschwister habe. Ich hasse diese Frage schon sehr und komme mir immer vor, als müsse ich "gestehen", dass da keine Geschwister sind und wäre irgendwie dafür verantwortlich und hätte es mir so ausgesucht. DAS ist es, was mich ankotzt.
Die Verhaltensweisen, die die Niere anspricht, habe ich eher bei einer Freundin erlebt, die die älteste von vier Geschwistern ist und deren Familie nicht viel Geld hatte. Klar habe ich sie gern mal eingeladen, nur hatte ich als Teenie auch nicht mehr Taschengeld als sie und sie ging einfach davon aus, dass ich als einziges Kind arbeitender Eltern (ihr Vater wurde arbeitslos) verpflichtet sei, für sie zu zahlen.
Was bei mir stimmt, ist, dass ich bei vielen Partys eine der ersten bin, die geht, bin immer so müde :-) und mein Freundeskreis ist ist sonst sehr hartnäckig und feiert bis in die Puppen. Allerdings fahre ich meistens selbst, sodass dann keiner mit muss.
Was dk. bemängelt kenne ich auch eher von anderen, hat aber weniger mit Einzelkind oder nicht zu tun: unkreative bzw. gar keine Geschenke gibts eher von männlichen Freunden, wobei mir auch jemand mal dann am nächsten Tag beim Aufräumen und putzen und vorher beim Aufbaeuen geholfen hat, als er nichts für mich hatte, das fand ich dann auch in Ordnung.
Ich gehöre immer zu den kreativen Schenkern, die sich wahnsinnig Gedanken machen und sogar Geld noch kreativ verpacken und bin auch oft diejenige, die Sammelgeschenke etc. besorgt.
Also, mein klares Veto: (un)sozial zu sein hat nicht damit zu tun, ob man Geschwister hat oder nicht (bin da allerdings nicht objektiv ;-) )!

LG,
Ally

Evil
30.06.2006, 09:00
Ach Niere, was Du da beschreibst, ist schlicht und ergreifend schlechtes Benehmen, das kommt glaubbich genausogut bei Geschwisterkindern vor.

Ich glaube, daß Einzelkinder (im Durchschnitt, wohlgemerkt!) vielleicht verwöhnter und vor allem egozentrischer sind, einfach weil sie nicht schon sehr früh lernen mußten zu teilen und auch mehr Aufmerksamkeit der Eltern bekamen.

In erster Linie ist das alles aber Sache der Erziehung, Du selber schreibst ja oft "ich bin so erzogen worden, daß...". Und wenn die Eltern da halt Mist gebaut haben, ist es egal, ob Einzelkind oder nicht.

Gruß, Evil (Mittlerer von Dreien :-peng )

Die Niere
30.06.2006, 09:01
Also, mein klares Veto: (un)sozial zu sein hat nicht damit zu tun, ob man Geschwister hat oder nicht (bin da allerdings nicht objektiv ;-) )Da ich ja, wie oben beschrieben, auch Einzelkind bin, weiss ich von welchen Vorurteilen du spricht, aber umso mehr bringt es Spass, diesen die Stirn zu bieten.

Aber ich habe nur behauptet, dass das Einzelkind sein mit einer höheren Wahrscheinlichkeit verbunden ist, solche Verhaltensweisen zu zeigenn und vice versa - Vorurteile wollte ich hier nur in geringem Masse schüren ;-)

gruesse, die niere, die das frühe scheiden von McBeal auf Parties kennt, aber erzähl doch mal was Ally... :-D

Wombat
30.06.2006, 09:19
Ich denke mal, wenn man sich so wie oben beschrieben verhält und Einzelkind ist, dann heitßt es: Ah typisch Einzelkind... hat man 7 Geschwister, dann heißt es: Ah, so ein Arsch... ;-)

Druide
30.06.2006, 10:12
Hi,

mir ist heute mal wieder etwas passiert, was mich an ein Thema erinnert hat, dass mir eigentlich schon lange auf der Zunge brennt und ich schon immer mal hier diskutieren wollte. Das Verhalten von Einzelkindern.

Kann man jemanden ansehen, ob er Einzelkind ist? Sind Einzelkindern anders? Gibt es Möglichkeiten aus seinem Einzelkindverhalten herauszukommen? Was sind typische Verhaltensweisen eines Einzelkindes?

Eines vorweg...ich bin auch eins und es gibt mit Sicherheit genug Leute, die mich für ein A****loch halten und sich über diesen Status dementsprechend überhaupt nicht wundern. Und doch möchte ich behaupten, dass ich eben die typischen Verhalten NICHT an den Tag lege. Aber was sind diese Verhalten?

Ich kenne einige Einzelkinder die die unten beschriebenen Verhaltensweisen mal mehr und mal weniger ausgeprägt zeigen oder gezeigt haben und (abgesehen davon, dass ich diese Verhaltensweisen wie die Pest hasse) dementsprechend zu dem Schluss gekommen, dass bei Menschen mit einem solchen Verhalten die Wahrscheinlichkeit für ein Einzelkinddasein erhöht ist und vice versa.Welcome to the Club! Ich bin auch Einzelkind!


Kennt ihr auch die Menschen, die nach einem Kinobesuch, anschliessendem Essen bei McDoof und dem Schlürfen eines Cocktails, der Meinung sind auf den Cent genau auszurechnen, was nun jeder zu zahlen hat? Da drehen sich mir die Zehennägel bis unters Knie. Oder das ewige durch 2 teilen...oh man...dann zahl ich hier halt das Kino und du danach meinen Burger. Und wenn ich dann nen Euro mehr ausgegeben habe, dann wird sich das beim nächsten Treffen halt wieder armotisieren. Die Lebenszeit, der Aufwand und die Qualität des Gespräches über diesen einen Euro wär mir viel zu schade.Das sehe ich genau so wie du. Ich verabscheue diese Verhaltensweise auch. Aber ich kenne sehr viele NichtEinzelkinder, die dieses Verhaltensmuster viel öfter an den Tag legen, als wir Einzelkinder.


Ganz schlimm sind natürlich die, die zwar sich gegenseitig immer wieder was bezahlen (Ich Kino, Du McDoff, Ich Cocktail, Du Bus...), aber dabei IMMER besser wegkommen und man nach einer Zeit merkt, dass dies kein Zufall ist, sondern durchaus berechnend.

Oder übel sind auch die Menschen, die zu Besuch kommen und der Meinung sind, da man sich ja als Gast hier aufhält, bekommt man alles bezahlt. Ich persönlich halte es zwar wirklich so, dass meine Gäste nichts bezahlen müssen (ich rede zum Beispiel davon, wenn man gemeinsam einkaufen geht und dann der Gast anbietet, für die Gastfreundschaft, die Waren zu bezahlen oder so...) , weil sie nun einmal Gast sind, aber nehme natürlich die Geste sehr freudig zur Kenntnis. Dies zeugt ja auch nur von Wertschätzung für das, was man ihnen bietet. Auch mag ich es einfach nicht, wenn man dann weggeht und derjenige meint, weil er keine schweizer Franken besitzt, dass man jeden Cocktail, jedes Kinofilm und jedes Sushi für ihn bezahlt.

Oder Menschen, die als Gast in deiner Wohnung Ansprüche stellen, die ihnen in meinen Augen einfach nicht zustehen. Damit meine ich jetzt nicht ein sauberes Klo oder immer einen Shiraz bereit zu haben. Es geht mehr darum, dass sie die Schuhe anbehalten obwohl man sie darum gebeten hat sie auszuziehen oder eine Beschwerde, dass man nach einem strengen Arbeitstag bis um 10:30 Uhr geschlafen hat obwohl der Gast schon seit 9 wach ist (unter umgekehrten Umständen hätte ich in der Zeit längst Brötchen besorgt) - er würde sich langweilen. Auch das Anspruchsdenken immer Programm geboten zu bekommen...in meinen Augen unverständlich und vermessen.Das hat etwas mit Erziehung zu tun, die man genossen hat und nichts mit Einzelkindern.


Dann gibt es noch die Menschen, die einen bei alles einspannen und der Meinung sind, meine kostbare Zeit ohne Rückfrage einfach miteinzuplanen. Ich finde so etwas geht nicht. Ich weiss mich schon zu benehmen und biete meine Hilfe sehr gerne an, wenn ich Zeit habe und mir der Mensch auch etwas bedeutet. Aber nach einer Einladung kann einem nicht 15 Minuten nach der Ankunft eröffnet werden, was man jetzt noch alles vor der grossen Party zu machen hat, damit das klappt. Ganz übel die Zeitgenossen, die sich dann als den grossen Verteiler aufspielen und selbst nur wenig den Finger krümmen.

Ich fahre recht oft mit meinen Auto zu verschiedenen Events und wenn es sich mal um eine grössere Reise handelt, finde ich, dass es zur guten Erziehung gehört, dass man einem Fahrtgeld anbietet. Mir geht es nur um die Geste, denn seitdem ich Arzt bin, kann ich es mir in der Regel leisten und möchte die Euros von Menschen ohne oder mit weniger Gehalt als ich garnicht haben. Aber meine Erziehung hat es mir eingebläut, dass ich den Fahrer frage, was er denn haben möchte...oder noch besser, ich rechne es ungefähr aus und biete es dann an. Wie und was man macht, spielt keine Rolle, man muss nur die Wertschätzung zeigen und den Willen. Mehr muss nicht sein.Ich hatte mal so ein Exemplar, mit dem ich eine Fahrgemeinschaft gebildet habe. Der hielt es wirklich für selbstverständlich, auf der Heimfahrt mal da und dorthin gefahren zu werden so nach dem Motto "....ach da ist mir gerade eingefallen.....". Nach ein paar Monaten beendete ich das Drama.
Hatte aber auch nichts mit Einzelkind zu tun, sondern mit Erziehung, die derjenige genossen hatte. Und Wertschätzung zeigen und den guten Willen: ich sag dir eins: wir Einzelkinder sind zu gut für diese Welt. Ich habe auch immer den inneren Drang zu solch einem Verhalten - aber - vergiss es!!! Man wird immer für seine Naivität und Gutmütigkeit beschissen und bestraft. Und wehe, man sagt einmal irgendwo "Nein" - dann fallen ALLE aus allen Wolken.


Ich gebe zu, ich schreibe mich hier ein wenig in Rage...sorry...nicht bös nehmen, bin nur emotional aufgewühlt :-D. Man könnte auch latent angekotzt dazu sagen.

Auch finde ich es eine Frechheit, wenn solche Menschen die Gruppendynamik sprengen, in dem sie immer nur das machen wollen, was sie sich grad wünschen. Es gibt solche Personen, die das auch fast immer hinbekommen. Es geht nicht darum etwas zu tun, was man verabscheut, sondern vielmehr um Kompromissbereitschaft und mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn diese Personen für die Gruppe nicht mal zurückstehen können und auf etwas verzichten, dass sie unter normalen Umständen gerne hätten... Hat......wieder was mit Erziehung zu tun und nicht mit Einzelkindertum.
Ich sage immer: wenn ich etwas sage oder vorschlage, dann heisst es, naja, und wir reden nochmal drüber und vielleicht und mal sehen...........aber da gibt es Menschen, die sagen, wir machen das jetzt so und so und da sagt jeder "JA" - ohne Widerrede, ohne Nachdenken, einfach so!
Bsp.: Jeder weiss in unserer Clique, dass ich 18 Uhr meine, wenn ich 18 Uhr sage und nicht 18 Uhr sage, um dann um 18:20 Uhr endlich losfahren zu können. Bei einer Verabredung.
Die Schwester meiner Frau kommt dann immer um 18:30 Uhr. Küsschen hier, Küsschen da mit den anderen, hach wie geht´s, schönes Kleid hast du an und wo hast du denn die tollen Schuhe her.......................laberrababersülz........ ...und keiner sagt ein Wort über die halbe Stunde Verspätung! Diese Dame kommt aber jedesmal so dermassen zu spät! Und ich war wieder der Einzige, der Energie durch einen dicken Hals verbrannt hat!!!!!
Anmerkung dazu: Sie ist kein Einzelkind - ich schon!!!


So genug geredet...wer ne Meinung dazu hat...immer druff.

gruesse, die niereGenau meine Worte! gruss, das einzelkind Druide:-D

Feuerblick
30.06.2006, 10:20
Ach Niere, was Du da beschreibst, ist schlicht und ergreifend schlechtes Benehmen, das kommt glaubbich genausogut bei Geschwisterkindern vor.

Ich glaube, daß Einzelkinder (im Durchschnitt, wohlgemerkt!) vielleicht verwöhnter und vor allem egozentrischer sind, einfach weil sie nicht schon sehr früh lernen mußten zu teilen und auch mehr Aufmerksamkeit der Eltern bekamen.

In erster Linie ist das alles aber Sache der Erziehung, Du selber schreibst ja oft "ich bin so erzogen worden, daß...". Und wenn die Eltern da halt Mist gebaut haben, ist es egal, ob Einzelkind oder nicht.

Gruß, Evil (Mittlerer von Dreien :-peng )
Da hat unser böser Kater recht! Alles, was du, liebes Nierchen beschreibst, ist nicht Einzelkind-spezifisch sondern schlichtweg schlechtes Benehmen. Das kenne ich von Geschwisterkindern genauso wie von Einzelkindern.
Einzelkinder als solche sind (so lautet das Vorurteil) eher der Meinung, dass sich die Welt nur um sie dreht, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen müssen und dass es mal gar nicht geht, wenn ihre Vorschläge überstimmt werden. Auch Teilen soll nicht so ihre Sache sein.
Hmm, ich hoffe mal, dass ich selbst dieses Klischee nicht erfülle, denn (Kompliment an meine Mutter, die mir immer einen auf den Deckel gegeben hat, wenn ich der Meinung war, den kleinen Kotzbrocken raushängen lassen zu müssen) so etwas ist reine Erziehungssache... :-meinung

Evil
30.06.2006, 10:28
Ich bin ja durch meine Geschwister erst so böse geworden :-D

Mein großer Bruder war immer der Verantwortungsträger, mein kleines Schwesterchen immer das Nesthäkchen, tja, und welche Rolle blieb mir?

Genau, die des gerissenen Bösewichtes (Einzelheiten werde ich nicht preisgeben :-))), völlig erziehungsresistent :-dance

GOMER
30.06.2006, 10:38
Ich bin auch eins, denke auch, daß ich sehr verwöhnt bin, wobei ich nicht glauben mag, daß meine Erziehung oder mein familiärer Status dafür verantwortlich ist. Vielmehr glaube ich, daß ich dafür alleinverantwortlich bin. An mir sind sämtliche Erziehungsversuche (auch mit harter Hand) gescheitert, ich bin einfach ein Rotzlöffel. Meine Eltern können, glaub ich, erst so richtig gut mit mir seit dem ich "richtig" erwachsen bin, ich glaub das fing mit meinem Zivildienst an, bei dem ich zum ersten Mal in meinem Leben echte Verantwortung übernehemen musste.
Mich hat noch nie jemand schräg von der Seite angemacht mit Worten wie "typisch Einzelkind" o.ä., ich denke einer der Hauptgründe dafür daß ich überhaupt EInzelkind bin ist das fortgeschrittene Alter meiner Eltern zu meiner Geburt und die Tatsache, daß beide voll berufstätig sind.

Die Niere
30.06.2006, 11:30
Und wehe, man sagt einmal irgendwo "Nein" - dann fallen ALLE aus allen Wolken."Wenn du 1000 mal JA gesagt hast und einmal NEIN sagst,, bist du für alle das Ar***loch. Sagst du immer NEIN und eines Tages mal JA, bist du der grosse Held in der Not."

Mir ist schon klar, dass ich hier ein Klischee füttere und natürlich die Erziehung und nicht das Einzelkinddasein per se an solch einem Verhalten schuld ist, aber die Erziehung die bestimmte Einzelkinder erfahren ist nun einmal des öfteren durch den Status des einzigen Kindes verändert und führt dann zu solch beschriebenen Exemplaren.

Mir gehts per se auch garnicht darum auf den Einzelkindern rumzuhacken, sondern das Verhalten an sich ist einfach das verwerfliche und gehörte verboten.

gruesse, die niere

Doktor_No
30.06.2006, 12:16
man sollte seinen unverbindichen vögel-kontakt nonverbal gestalten und auf das gemeinsame frühstück verzichten (hab nur das erste posting gelesen ;-)) . dann nerven keine angelassenen schuhe und das brötchenhiolen entfällt so oder so.

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30.06.2006, 12:26
Hi,

mir ist heute mal wieder etwas passiert, was mich an ein Thema erinnert hat, dass mir eigentlich schon lange auf der Zunge brennt und ich schon immer mal hier diskutieren wollte. Das Verhalten von Einzelkindern.

Kann man jemanden ansehen, ob er Einzelkind ist? Sind Einzelkindern anders? Gibt es Möglichkeiten aus seinem Einzelkindverhalten herauszukommen? Was sind typische Verhaltensweisen eines Einzelkindes?

Eines vorweg...ich bin auch eins und es gibt mit Sicherheit genug Leute, die mich für ein A****loch halten und sich über diesen Status dementsprechend überhaupt nicht wundern. Und doch möchte ich behaupten, dass ich eben die typischen Verhalten NICHT an den Tag lege. Aber was sind diese Verhalten?

Ich kenne einige Einzelkinder die die unten beschriebenen Verhaltensweisen mal mehr und mal weniger ausgeprägt zeigen oder gezeigt haben und (abgesehen davon, dass ich diese Verhaltensweisen wie die Pest hasse) dementsprechend zu dem Schluss gekommen, dass bei Menschen mit einem solchen Verhalten die Wahrscheinlichkeit für ein Einzelkinddasein erhöht ist und vice versa.

Kennt ihr auch die Menschen, die nach einem Kinobesuch, anschliessendem Essen bei McDoof und dem Schlürfen eines Cocktails, der Meinung sind auf den Cent genau auszurechnen, was nun jeder zu zahlen hat? Da drehen sich mir die Zehennägel bis unters Knie. Oder das ewige durch 2 teilen...oh man...dann zahl ich hier halt das Kino und du danach meinen Burger. Und wenn ich dann nen Euro mehr ausgegeben habe, dann wird sich das beim nächsten Treffen halt wieder armotisieren. Die Lebenszeit, der Aufwand und die Qualität des Gespräches über diesen einen Euro wär mir viel zu schade.

Ganz schlimm sind natürlich die, die zwar sich gegenseitig immer wieder was bezahlen (Ich Kino, Du McDoff, Ich Cocktail, Du Bus...), aber dabei IMMER besser wegkommen und man nach einer Zeit merkt, dass dies kein Zufall ist, sondern durchaus berechnend.

Oder übel sind auch die Menschen, die zu Besuch kommen und der Meinung sind, da man sich ja als Gast hier aufhält, bekommt man alles bezahlt. Ich persönlich halte es zwar wirklich so, dass meine Gäste nichts bezahlen müssen (ich rede zum Beispiel davon, wenn man gemeinsam einkaufen geht und dann der Gast anbietet, für die Gastfreundschaft, die Waren zu bezahlen oder so...) , weil sie nun einmal Gast sind, aber nehme natürlich die Geste sehr freudig zur Kenntnis. Dies zeugt ja auch nur von Wertschätzung für das, was man ihnen bietet. Auch mag ich es einfach nicht, wenn man dann weggeht und derjenige meint, weil er keine schweizer Franken besitzt, dass man jeden Cocktail, jedes Kinofilm und jedes Sushi für ihn bezahlt.

Oder Menschen, die als Gast in deiner Wohnung Ansprüche stellen, die ihnen in meinen Augen einfach nicht zustehen. Damit meine ich jetzt nicht ein sauberes Klo oder immer einen Shiraz bereit zu haben. Es geht mehr darum, dass sie die Schuhe anbehalten obwohl man sie darum gebeten hat sie auszuziehen oder eine Beschwerde, dass man nach einem strengen Arbeitstag bis um 10:30 Uhr geschlafen hat obwohl der Gast schon seit 9 wach ist (unter umgekehrten Umständen hätte ich in der Zeit längst Brötchen besorgt) - er würde sich langweilen. Auch das Anspruchsdenken immer Programm geboten zu bekommen...in meinen Augen unverständlich und vermessen.

Dann gibt es noch die Menschen, die einen bei alles einspannen und der Meinung sind, meine kostbare Zeit ohne Rückfrage einfach miteinzuplanen. Ich finde so etwas geht nicht. Ich weiss mich schon zu benehmen und biete meine Hilfe sehr gerne an, wenn ich Zeit habe und mir der Mensch auch etwas bedeutet. Aber nach einer Einladung kann einem nicht 15 Minuten nach der Ankunft eröffnet werden, was man jetzt noch alles vor der grossen Party zu machen hat, damit das klappt. Ganz übel die Zeitgenossen, die sich dann als den grossen Verteiler aufspielen und selbst nur wenig den Finger krümmen.

Ich fahre recht oft mit meinen Auto zu verschiedenen Events und wenn es sich mal um eine grössere Reise handelt, finde ich, dass es zur guten Erziehung gehört, dass man einem Fahrtgeld anbietet. Mir geht es nur um die Geste, denn seitdem ich Arzt bin, kann ich es mir in der Regel leisten und möchte die Euros von Menschen ohne oder mit weniger Gehalt als ich garnicht haben. Aber meine Erziehung hat es mir eingebläut, dass ich den Fahrer frage, was er denn haben möchte...oder noch besser, ich rechne es ungefähr aus und biete es dann an. Wie und was man macht, spielt keine Rolle, man muss nur die Wertschätzung zeigen und den Willen. Mehr muss nicht sein.

Ich gebe zu, ich schreibe mich hier ein wenig in Rage...sorry...nicht bös nehmen, bin nur emotional aufgewühlt :-D. Man könnte auch latent angekotzt dazu sagen.

Auch finde ich es eine Frechheit, wenn solche Menschen die Gruppendynamik sprengen, in dem sie immer nur das machen wollen, was sie sich grad wünschen. Es gibt solche Personen, die das auch fast immer hinbekommen. Es geht nicht darum etwas zu tun, was man verabscheut, sondern vielmehr um Kompromissbereitschaft und mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn diese Personen für die Gruppe nicht mal zurückstehen können und auf etwas verzichten, dass sie unter normalen Umständen gerne hätten...

So genug geredet...wer ne Meinung dazu hat...immer druff.

gruesse, die niere

Was hat das mit Einzelkindern zu tun?
Du sprichst von guter Erziehung :-)

Die Niere
30.06.2006, 12:44
Was hat das mit Einzelkindern zu tun?
Du sprichst von guter Erziehung :-)Eine Zitat/Beitrag-Quote von 75:1. Rekord ;-)

gruesse, die niere

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30.06.2006, 13:01
Hihi :o)

Jetzmal ernsthaft:
Das was du schreibst, hat bestimmt jeder hier schonmal erlebt. Ich selbst habe mich früher extrem über so unfaires, unhöfliches Verhalten geärgert und die Leute zum Teil selbt darauf angesprochen - ob sie ihr Verhalten in Ordnung fänden... Mit der Folge, daß ich mir meistens keine Freunde dabei gemacht habe, überall aneckte und auf Unverständnis gestoßen bin ("Gutmensch", "stell dich nicht so an", "Macht jeder" uvm.). Inzwischen sage ich -meist- nichts mehr und denke mir meinen Teil. Umerziehen tut man niemanden mehr, ärgern "nützt" nur mir etwas und man kann sich seine Freunde/Umfeld dann halt entsprechend aussuchen bzw. mit den Leuten umgehen...
Ist schade, aber so fahre ich wesentlich besser.

Generell habe ich das Gefühl, daß -soweit meine eher beschränkte Lebenserfahrung (zumindest in zeitlicher Hinsicht) das zulässt- es zunehmend zu "gutem Stil" gehört den Egozentriker raushängen zulassen. Erst ich, dann andere... Schade - passt aber irgendwie zur Geiz-ist-geil-Gesellschaft.

Gruß
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PS: Hoffentlich habe ich das Quote/Substanz-Verhältnis nun etwas zu meinen Gunsten verändert ;-)

Miss
30.06.2006, 13:01
Ich hasse auch diese Vorurteile!!! Nein, ich habe keine Geschwister, aber ich bin kein egozentrisches, unsoziales Arsch!

Ich hätte sogar sehr gerne Geschwister gehabt, manchmal hat mans als Einzelner gar nicht so leicht gegen seine Eltern *seufz* Aber wie schon mehrfach erwähnt, ich denke, das ist alles eine Frage der (guten) Erziehung- und ich denke, da habe ich Gutes mit auf den Weg bekommen- ich bin bestimmt zu 75% rücksichtsvoll, zu 15% werde ich resoluter, um mir nicht die Butter vom Brot klauen zu lassen und zu 10% setze ich meinen Kopf durch :-)) aber das hat mehr mit anderen Dingen m. E. zu tun als mit der Tatsache, Einzelkind zu sein.

Ich hab so meine Probleme mit unsozialen, rücksichtslosen, gedankenlosen Menschen (wenn das die Regel ist- ich hab mir da auch schon meine Fehler geleistet)...die nicht die Bedürfnisse der anderen wahrnehmen oder sie ignorieren, die Gastfreundschaft nicht zu schätzen wissen, sich nicht bedanken (auch wenns selbstverständlich ist), denken, daß Geschenke nicht sein müssen (also, wie gesagt, es geht um die Geste...und ne liebe Karte ist mit Geld nicht aufzuwiegen)...
Und der absolute Horror: Leute, die im Urlaub oder generell, die Stimmung versauen, weil sie meinen, daß es immer nach ihrem Kopf gehen muß...und jeder Kompromiß für sie eine persönliche Beleidigung darstellt. :-((

In einem bin ich definitiv verwöhnt: der Zuneigung meiner Eltern, die mußte ich einfach nicht teilen...und es ist auch von Vorteil, wenn man das einzige Kind ist, welches finanziell unterstützt werden muß (allerdings kenne ich genug Geschwisterkindern, denen -im Ggs. zu mir- Zucker in den Arsch geblasen wird, sparen tue ich nämlich auch, Mama-Gene ;-) versus Papa-Gene -der mehr der Genießer ist -hat sich bei mir beides durchgesetzt :-) ).

ehemalige Userin 24092013
30.06.2006, 14:18
Ich hatte bisher ganz eindrückliche Momente, wo es z.B. um Schokolade ging, die nicht oder mit offensichtlich gezeigtem schweren Herzen abgegeben wurde.
Albern, über Schokolade zu reden, aber das passierte mir und schon sind die Vorurteile da - auch wenn es häufig ganz andere Verhaltensweisen gibt.
Klar ist da ein Teil Erziehung schuld und der andere Teil ist wohl ein schlechter Charakterzug - nur mich regt so was auf, weil ich eben nicht kleinlich bin und ja, ich erwarte von meinen Freunden, die mich kennen und das von mir wissen das Gleiche. Passiert das nicht, haben sie schon einige Punkte verloren :-nix
Auch ich kenne das Gefühl, nicht teilen zu wollen oder zu können ( im Moment grad zu Genüge ) nur geht es hierbei um persönliche Dinge und um meine Privatsphäre - wer teilt so was schon gern auf Dauer?! - da werde ich als Nichteinzelkind verdammt stinkig, gemein und ungerecht und finde mich immer noch im Recht.

Was ebenfalls nicht geht ( egal ob Einzel- oder Geschwisterkinder ): das Ausgerechnet von ausgegebenen Sachen auf den Cent genau - wie die Niere schon sagte.


Kurz gesagt, man kann meinen Kühlschrank leer essen ( da bin ich sogar noch glücklich drüber ), man kann auch einige Male ein Essen von mir gezahlt bekommen....aber man kann es nicht als Selbstverständlich hinnehmen oder wenigstens mal latente Ausgleichsvorschläge oder -taten starten.
Was man nicht kann oder nur sehr kurz ist eben das Einschränken meiner eigenen Freiheit, das Ausbreiten in meinem Badezimmer und so weiter.....

Solara
30.06.2006, 16:15
Was ebenfalls nicht geht ( egal ob Einzel- oder Geschwisterkinder ): das Ausgerechnet von ausgegebenen Sachen auf den Cent genau - wie die Niere schon sagte.




Das macht mich wahnsinnig - und das sind nicht mal die Einzelkinder, die sich so verhalten, sondern fast ausnahmslos die jeweils ältesten Geschwister ... warum das so ist, keine Ahnung ... ich bin die Kleine ;-) !!

Vielleicht hängt's ja auch mit den Sternzeichen zusammen - Fische und Widder finde ich in dem Zusammenhang gehäuft vor :-)) - von den Schützen ;-) :-D kann ich gar nicht behaupten ...!!

ehemalige Userin 24092013
30.06.2006, 16:34
Fein, dann bin ich als ältere Schwetser ja ne Ausnahme oder isses jetzt mein treffsicheres Sternzeichen? ;-)



Übrigens ist es ganz schön blöd, wenn man als erste Geboren wurde, man muss den ganzen kram bei den Eltern durchboxen ( länger aufbleiben, erste Party, erster Urlaub....ect. ) und die jüngeren setzten sich ins gemachte Nest. :-nix;-)

Integra
30.06.2006, 16:56
Dafür bekommt man von vorn herein die Ausbildung zur Diplomatin und Zeremonienmeisterin gratis mitgeliefert.

(als Älteste)