Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : effizientes Blutabnehmen
Im Prinzip müsste dann doch auch dieses Vacutainer-Prinzip kacke sein, oder?
Studmed1
06.09.2006, 20:50
Wenn man die Röhrchen bis zu m Anschlag angezogen hat, habe ich mich sonst auch immer geärgert, wenn nichts kam. Aber dann habe ich gemerkt, dass man sie ganz einfach wieder zurückdrücken kann, dann ist das Röhrchen wieder zum "behutsamen" Aspirieren zu gebrauchen...
hottentotte
06.09.2006, 21:37
Den Erys tut das auf keinen Fall gut, da lieber langsam aufziehen.
@ Muriel
geht aber wirklich viel schneller wenn du die Röhrchen vorher aufziehst, gerade wenn du viele hast kannst du während ein großes EDTA vollläuft noch einige andere aufziehen, während meiner Zivizeit waren wir da Weltmeister im Röhrchen abziehen ;-)
Vacutainer natürlich nicht ...
mfg
/ totte
so schlimm kann das mit dem Röhrchen-Aufziehen eigentlich echt nicht sein, sonst würde ja, wie Muriel schon sagte, das System mit den Vakuum-Monovetten auch nicht funktionieren. Bei uns gibt es dieses System und ich konnte noch keine Unregelmässigkeiten feststellen (man müsste das ja auch am Blutbild und der Klichi sehen, wenn die ganzen Erys platzen, oder?)
nightingale
09.09.2006, 08:10
Das mit den Erys frage ich mich auch immer, aber bis jetzt ist nie eine Rückmeldung vom Labor gekommen. Vielleicht mindern die kleinen beschichteten Kügelchen den Aufprall ja auch ein wenig ab :-D
Wie macht ihr es eigentlich mit der Patientenführung während der Akkord-BE's? Stellt ihr euch mit Namen vor? Sagt ihr, dass ihr Studenten seid?
Wie haltet ihr es mit schwierigen Patienten (die sich anstellen wie beim Friseur: "will dünne Nadel" / "hören sie auf, ich mag nicht mehr" / "können Sie das auch?" / "nicht aus der Hand" / "kein Pflaster? Wie kann DAS denn sein?" / "immer wird mir Blut abgenommen, obwohl es mir schon so schlecht geht" <-- ich dachte ich hör nicht richtig!)
:-oopss :-oopss :-oopss
_Lieschen_
09.09.2006, 08:35
Schwierige Patienten bekommen bei mir während des Stauuens ein paar nette beruhigende Worte:
" Das ist die dünnste Nadel, die wir haben";
" Ich kann das ganz hervorragend"; " Die Klebefläche vom Pflaster ist für Ihre Haut eine Irritation"; " .......
Und wenn man dann noch eine kurze allgemeine Frage stellt während man sticht und zapft ( so was wie " Kommen sie denn aus der Nähe" oder " Wer ist denn das niedliche Kind auf dem Photo"), erstickt das alle proteste eigentlich ganz gut.
Ich fand es nur am Anfang meiner "BE-Karriere" schwierig, weil ich da einfach unsicher war und auch mal 2 Mal stechen musste.
Und wenn dann gemeckert wird ist das ja irgendwie auch berechtigt. :-)) Wobei man da ja auch nach ner weile weiß, was man am besten sagt.
Hellequin
09.09.2006, 08:44
Wenn es viele Röhrchen abzunehmen gilt, erklär ich den Patienten immer das die Küche heute Blutwurst machen will und denen das Material ausgegangen ist und ich jetzt für Nachschub sorgen muss. :-))
Das mit den Erys frage ich mich auch immer, aber bis jetzt ist nie eine Rückmeldung vom Labor gekommen. Vielleicht mindern die kleinen beschichteten Kügelchen den Aufprall ja auch ein wenig ab :-D
Wie macht ihr es eigentlich mit der Patientenführung während der Akkord-BE's? Stellt ihr euch mit Namen vor? Sagt ihr, dass ihr Studenten seid?
Wie haltet ihr es mit schwierigen Patienten (die sich anstellen wie beim Friseur: "will dünne Nadel" / "hören sie auf, ich mag nicht mehr" / "können Sie das auch?" / "nicht aus der Hand" / "kein Pflaster? Wie kann DAS denn sein?" / "immer wird mir Blut abgenommen, obwohl es mir schon so schlecht geht" <-- ich dachte ich hör nicht richtig!)
:-oopss :-oopss :-oopss
Egal was ich bei einem PAtienten mache, ich stelle mich immer mit Namen (NAchnamen, hab auch schon Leute gesehen, die sich mit Vornamen vorstellen, finde ich unangemessen) und Funktion vor. Alles andere ist meinre MEinung nach ziemlich unprofessionell.
Ich möchte schließlich auch als PAtient wissen, wer da überhaupt gerade mit mir etwas macht. Und irgendwelche Mißverständnisse lassen sich so auch vermeiden. :-meinung
Auf meiner Station kennen mich die Patienten ja fast immer von der Aufnahme. Anonsten stelle ich mich vorm Blutabnehmen eigentlich nicht immer vor, fällt mir gerade auf.... ich komme reingestürmt mit den Worten: "Ich würde gerne Blut abnehmen" und dann läuft das. ei mir hat sich seit Ewigkeiten niemand mehr beschwert. Wenn Fragen kommen wieso eigentlich, erkläre ich schon, an welchen Werten wir interessiert sind und wieso. Gestern war eine Patientin in Begleitung ihrer Freundin, die dummerweise auch Ärztin ist. Die meinte dann, sie hätte doch ein 2 Tage altes Labor mitgebracht und ich müsse doch kein neues abnehmen. Außerdem seien die Venen so schlecht, sie würde nur mit Butterfly abnehmen. Tja, ich hab da so ne schöne Vene gefunden, da hätte JEDE Nadel reingepasst. :-D Und selbstverständlich hab ich nochmal komplett alles abgenommen. Die Anästhesisten haben ja imemr Extrawünsche und man muss irgendwelche exotischen Werte nachfordern. :-))
Wenn es viele Röhrchen abzunehmen gilt, erklär ich den Patienten immer das die Küche heute Blutwurst machen will und denen das Material ausgegangen ist und ich jetzt für Nachschub sorgen muss. :-))
Wirklich Hell? ;-)
Habe gearde meine erste Famulatur hinter mir und somit auch erst 4 Wochen "Erfahrung" mit eigenständigen BE´s (also eigentlich noch nichts hier verloren *duck* ;-) ), allerdings war das für mich spätestens nach 3 Wochen der Satz ("So viele Röhrchen, wann gibt es denn die Blutwurst.."), den ich fortan krampfhaft versucht habe zu ignorieren :-D :-)) ;-)
Wann hattet ihr denn so das Gefühl, dass ihr richtig sicher auf einer kompletten Station alle BE´s schafft? Eingentlich bin ich für die erste Famulatur ganz zufrieden; aber leider gibt es auf der Inneren (wo ich war) natürlich zig "Problemfälle", wo ich dann oft froh war eine erfahrene PJ´lerin auf Station zu haben... :-blush
Beim Blutabnehmen hab ich das eigentlich relativ schnell raus gehabt, spätestens im Blockpraktikum im 9. Semester hab ich wirklich vollkommen schmerzbefreit überall reingestochen, was mir in den Weg kam, und auch wenn es bei Chemo- oder gerne auch Nephro-Patienten mal 3 mal sein musste. Bei Viggos sah es da bedeutend anders aus. Da stech ich jetzt zwar auch (fast) alles an, aber da hat die Sicherheit lange auf sich warten lassen, so dass ich im Blockpraktikum den tollen Tausch einmal Samstags für 3 Stunden BEs und Viggos machen gegen einen freien Tag in der Woche nicht gemacht habe ;-) das hätte damals definitiv nicht hingehauen :-blush
Der absolute Horror für Blutentnehmen oder gar Viggo/Abo/Braunülen - Legen sind auf jeden Fall iv-Dorgenabhängige. Gerade wenn die ein paar Jahre "dabei" sind, geht da oft gar nix mehr.
Letzter Trick: Dem Pat den Nadel geben und selber machen lassen, zur Not auch aus der Leiste (habe ich einmal gesehen, fand ich recht krass, aber er punktierte die sich immer...)
Studmed1
13.09.2006, 11:09
Festus, wie sieht es denn dabei rechtlich aus, wenn sich der Junky selbst die Nadel in die Vene rammt???
Festus, wie sieht es denn dabei rechtlich aus, wenn sich der Junky selbst die Nadel in die Vene rammt???
Wie soll es da schon aussehen? Macht er sonst doch auch mehrmals täglich, mit dem Unterschied, daß es dieses mal unter fast sterilen Bedingungen geschehen würde...
Hypnos, der sich auch gut an eine Notfallpat. erinnern kann, bei der er dann notfallmässig einen subclavia-ZVK gelegt hat:-)
Protagoras
17.09.2006, 13:06
Festus, wie sieht es denn dabei rechtlich aus, wenn sich der Junky selbst die Nadel in die Vene rammt???
Warum sollte Automutilation strafbar sein ? :-nix
nightingale
17.09.2006, 13:15
Die Frage ist wohl eher: Wer haftet, wenn was passiert (Nervenverletzung, Infektion, o. ä.)?!
Würde mich jetzt auch mal interessieren.
Wahrscheinlich ist es so, dass das alles "unter ärztlicher Aufsicht" stattfindet, also so als würde man jmd. einarbeiten?!
Hypomochlion
21.09.2006, 10:21
bei uns am Krankenhaus können wir PJler an den Wochenenden einen freiwilligen und bezahlten Blutabnehmdienst machen.
Was kann man denn da verdienen?
Relaxometrie
21.09.2006, 10:49
Was kann man denn da verdienen?
€ 95
Dafür müssen 4 internistische und eine neurologische Station mit Blutentnahmen und Viggos versorgt werden.
Stroke Unit
16.11.2006, 20:12
Meine "Erkenntnisse" was BEs angeht...
1.Handschuhe nicht zu eng wählen
2.Butterflys bei Problemvenen
3.Sitzen bei Problemvenen die langsam vor sich hin tröpfeln-da gabs schon BEs die ewig dauerten...
4.Halbvolle Quickröhrchen deconnectieren, aufschrauben und Stempel hochschieben bis Blut an der Markierung angekommen ist- dann reconnectieren und Blut weiterabnehmen.
5.Bei meckernden Patienten daraufhinweisen dass man nur ausführendes Organ ist, und über die Möglichkeit der Verweigerung aufklären... ( da wurden alle bisher ganz still)
6.Junkies wissen immer wo ihre letzte gute Pipeline ist ( wenn sie ansprechbar sind)
7.Wenn man zu zweit ist nach zwei Fehlversuchen den anderen holen, anstatt alles zu verstechen nur weil man sich was zu beweisen hat...
8.Bei superschlechten Venen den ZVK "andenken" wenn tgl. BEs erforderlich sind und der stationäre Aufenthalt nicht nur über ein - zwei Tage geht.
9.Bei den Endokrinologen werden zwecks OGTs extra Viggos zur BE gelegt- also niemals BE aus Zugang ist auch nen Märchen ( Klar muss man das wie beim ZVK handhaben und die Viggo sollte auch mind. grün sein.. )
10. Bei "zuthrombosierten" Venen bei denen mit Butterfly nix kommt hat sich die "stehende" Nadel bewährt...
Und zu guter letzt Nadeln immer gleich in den Abwurf- da hat wieder ne schlimme Story den Umlauf gemacht wo sich ne Studentin auf ner Station von nem Kommilitonen bei nem HIV + Patienten in den Unterarm gestochen hat....
;(
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