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okulix
13.11.2006, 18:20
Das werden die aller wenigsten tun. Wie gesagt, bequem leben geht auch ohne Insulinanaloga.
Den Spritz-Ess-Abstand weglassen und keine Zwischenmahlzeiten essen, kann man auch mit Normalinsulin (zu den (Kosten der) Folgen, siehe oben). Wozu also jeden Monat 100€ aus dem Fenster schmeißen?Du scheinst mit Deiner pessimistischen Prognose richtig zu liegen. Das Ausmaß der schlechten Compliance bei Diabetikern und deren Folgen war mir bisher nicht bewusst.

In einem Aufsatz zum morgigen Welt-Diabetikertag (http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc%7EE15B0F2475FE14E31AC87810EBD624178%7EATpl%7EE common%7ESspezial.html) habe ich gerade gelesen, dass Dänemark da konsequenter vorgeht. Ob dieses Verfahren auch für D infrage käme?



Martin Lange, Schatzmeister des Deutschen Diabetiker-Bundes und dessen Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein ist [.....] empört über die Ignoranz vieler seiner Leidensgenossen. Sie handelten nach der Devise: Der Herrgott oder zur Not der Arzt wird's schon richten.

Wenn Prävention betrieben würde wie in anderen Ländern ... wären 98 Prozent der Folgeschäden vermeidbar.

Lange verweist auf Dänemark. Wer erkrankt sei, erhalte dort das Servicebuch des staatlichen Gesundheitsversorgers. Es erlege ihm ein strammes Programm auf. Wer es nicht absolviere, der müsse im kommenden Jahr selbst zahlen.

Deutschland aber setze auf Freiwilligkeit. Doch erst wenn es das eigene Geld koste, dächten die Leute um.

Seit 2003 können sich Diabetiker in allen Bundesländern in Disease-Management-Programme einschreiben. „Aber nur wenige Diabetiker haben sich eingetragen”, sagt Lange. „Denn sie mußten sich zu regelmäßiger Bewegung unter Kontrolle verpflichten, zur Teilnahme an Schulungen und zu Besuchen bei speziellen Ärzten. Das ist vielen Diabetikern einfach zuviel.”