Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausgebeutete Medizinstudenten
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zweistein
12.01.2007, 11:53
Ich hab den erst vor ein paar Tagen in einem Physikerforum gelesen und in dieser Variante bei Naturwissenschaftlern und Mathematikern weitererzählt. Ist sehr gut angekommen :-))
Danke, Xela. Was ich verständlich machen wollte und anscheinend nicht konnte, hast Du genau auf den Punkt gebracht. Einige werden's trotzdem nicht verstehen, aber nun gut.
Dr. Geiger
12.01.2007, 15:32
Worin unterscheidet sich ein Medizinstudent von einem Physikstudenten?
Wenn man von beiden verlangt, das Frankfurter Telefonbuch auswendig zu lernen, fragt der Medizinstudent: "Bis wann?" und der Physikstudent: "Warum?"
:-)) Ach schön...
alley_cat75
12.01.2007, 18:53
Mir fällt schon auf, dass Du etwas dazu tendierst die Leute zu beurteilen: unaufmerksam, arrogant, unreif... Könnte man Dich deshalb als intolerant und überheblich charakterisieren?
Wenn Du diesen Eindruck von mir hast, kannst Du obiges gern tun. Im menschlichen Miteinander geht es nicht wertungsfrei zu. Das wäre ja auch furchtbar, denn dann könnten wir uns niemals weiterentwickeln. Bestimmte Verhaltensmuster oder Charakterzüge werden als gut oder schlecht beurteilt; gut bewertete Verhaltensweisen versucht der Mensch zu kopieren (gibt diverse spannende Arbeiten dazu, siehe pubmed oder einschlägige Literatur der Verhaltenspsychologie); schlechte hingegen verleiten zu einem entsprechenden Umgang oder Meiden der Person. Ja, ich weise Menschen, die meinen Weg kreuzen, Attribute zu und finde das nicht verwerflich, solange mein Verhalten nicht auschließlich von unterbewussten Attributierungen geleitet wird. Wenn dem so wäre, würde ich mich schon lange nicht mehr mit einigen meiner Studenten oder Studenten aus diesem thread abgeben... *andasguteglaubimMenschen* :peace:
HorstHützel
13.01.2007, 12:51
Ich hab den erst vor ein paar Tagen in einem Physikerforum gelesen und in dieser Variante bei Naturwissenschaftlern und Mathematikern weitererzählt. Ist sehr gut angekommen :-))
Da fehlt aber noch der Jurist: "Wieviel krieg' ich dafür ?"
Ehemaliger User 20130505
13.01.2007, 13:54
Da fehlt aber noch der Jurist: "Wieviel krieg' ich dafür ?":-top....
Worin unterscheidet sich ein Medizinstudent von einem Physikstudenten?
Wenn man von beiden verlangt, das Frankfurter Telefonbuch auswendig zu lernen, fragt der Medizinstudent: "Bis wann?" und der Physikstudent: "Warum?"
Neenee, der Philosophiestudent fragt: "Warum?", der Jura-Student "Mit welchem Recht?" und der Mediziner "Bis wann?"
Eine von X Versionen.
Die gäbs dann auch noch ... :-))
Ein Physikstudent, ein Mathematikstudent und ein Medizinstudent bekommen von ihren Professoren jeweils ein Telefonbuch vorgelegt. Der Physikstudent: "Ich kann aus diesen Meßergebnissen nicht auf den Versuch schließen und damit ist das Ergebnis zu ungenau und wertlos!" Der Mathematikstudent: "Diese Nummern lassen sich nicht als mathematische Reihe zusammenfassen, damit sind sie per Definition Definition ohne Zusammenhang und somit wertlos." Der Medizinstudent schaut den Professor nur müde and und fragt: "Bis wann?"
alley_cat75
14.01.2007, 10:48
Toll, solange Ihr Euch alle noch Witze erzählen könnt, traumatisieren die vielen unbezahlten Praktikas während des Studiums wohl doch nicht. :-top Könnten wir den thread ja jetzt schließen. :-D
In der Mitte eines Fussballfeldes liegen 50.000 Euro. In den vier Ecken des Feldes stehen jeweils ein Radiologe, ein Chirurg, ein guter Orthopäde und ein schlechter Orthopäde. Wer holt sich das Geld?
***
Ganz klar, der schlechte Orthopäde. Der Radiologe geht für 50.000 Euro erst gar nicht los. Der Chirurg versteht die Aufgabe nicht und einen guten Orthopäden gibt es nicht.
:-wow
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 10:58
Ein Chirurg, ein Internist und ein Pathologe sind auf der Jagd. Weit entfernt im Gebüsch bewegt sich was. Der Internist: "Hmmm, könnte ein Wildschwein sein, oder ein Reh, vielleicht auch ein Fasan, oder doch eher ein Spaziergänger?" Der Chirurg nimmt das Gewehr, schießt und sagt zu dem Pathologen: "Geh mal hin und guck, was es war."
alley_cat75
14.01.2007, 12:00
:-sleppy
Das die eigene Situation oft als schlecht eingestuft wird und gerne zum hervorheben des negativen tendiert wird ist wohl klar, aber die Situation in Detuschland ist wirklich unter aller Kanone, und es ist klar, dass sich nichts ändert wenn Leute, die offensichtlich gegen Lohn im PJ sind sich in den Organisationen engagieren, die eigentlich für studentische Interessen kämpfen.
In Schweden beschweren sich die Studenten über den miesen Lohn im dortigen "PJ" (18 Monate nach 11 Semestern Studium), immerhin ca. 2600 Euro brutto monatlich. Vor allem aber gibt man dort Studenten ab dem 9 Semester die Chance als "vikariierende Unterärzte", mit einem Gehalt von durchschnittlich 2500 Euro brutto, in den Ferien sowohl Erfahrung zu sammeln als auch Geld zu verdienen, während die 9. Semester hierzulande schön ihre Famulatur für Nichts machen sollen.
In Frankreich kriegen Studenten im vierten und fünften Jahr 240 Euro monatlich, sind dafür aber auch sehr viel im Krankenhaus.
In Deutschland werden weder die Praktika, also die Famulaturen, noch das PJ bezahlt. Die Diskussion müsste sich darum drehen ob es im PJ eine Vergütung in Höhe von 500 Euro monatlich oder eher einen anständigen Lohn gibt, nicht ob es akzeptabel ist, ein komplettes Jahr fulltime zu arbeiten ohne einen Cent zu kriegen. In dieser Frage müssten sich die deutschen Studenten doch an der Situation in den Nachbarländern orientieren. Anscheinend frustriert diese Situation auch genug Studenten um Deutschland direkt nach dem PJ zu verlassen. Sicher gibt es Beispiele von Studenten, die vom Studentenstatus profitieren konnten oder Studenten, die gar nicht auf einen Verdienst angewiesen sind, alle anderen sollten zusammen für Lohn im PJ kämpfen!
El pueblo unido jamás será vencido!
Weißt Du wobster - ich würde ja gar nichts gegen die Nicht-Bezahlung sagen. Mir geht nur auf den Keks, dass sowohl nicht bezahlt wird als auch nicht gut ausgebildet wird. Es mag einzelne Ausnahmen geben, aber im Großen und Ganzen ist das Fakt. Zieht sich übrigens weiter, auch Assistenzärzte bewerten Ihre Weiterbildung mit ziemlich schlechten Noten, aus Sozio habe ich da sogar Daten vorliegen.
Aber ich sage am besten gar nichts mehr, gleich kommt nämlich die Fraktion 'sei dankbar, dass Du überhaupt studieren darfst und beschwere Dich nicht'. Irgendjemand in nem anderen Thread hat gemeint, Mediziner seien unpolitisch und wurde dafür dumm von der Seite angemacht. Trotzdem: recht hat er. Und die Pauschalisierung, die dieser Satz enthält, nehme ich gerne in Kauf.
Dr. Geiger
20.01.2007, 15:05
Wenn Du diesen Eindruck von mir hast, kannst Du obiges gern tun. Im menschlichen Miteinander geht es nicht wertungsfrei zu. Das wäre ja auch furchtbar, denn dann könnten wir uns niemals weiterentwickeln. Bestimmte Verhaltensmuster oder Charakterzüge werden als gut oder schlecht beurteilt; gut bewertete Verhaltensweisen versucht der Mensch zu kopieren (gibt diverse spannende Arbeiten dazu, siehe pubmed oder einschlägige Literatur der Verhaltenspsychologie); schlechte hingegen verleiten zu einem entsprechenden Umgang oder Meiden der Person. Ja, ich weise Menschen, die meinen Weg kreuzen, Attribute zu und finde das nicht verwerflich, solange mein Verhalten nicht auschließlich von unterbewussten Attributierungen geleitet wird. Wenn dem so wäre, würde ich mich schon lange nicht mehr mit einigen meiner Studenten oder Studenten aus diesem thread abgeben... *andasguteglaubimMenschen* :peace:
Finde ich gut, dass Du Dir soviele Gedanken darüber machst. Prinzipiell stimme ich Dir auch zu. Nur sehe ich einen Unterschied zwischen der Attribuierung von Menschen (was wir alle tun) und dem Unterstellen von negativen Charakterzügen. Denn 1. ist es wohl kaum möglich jemanden nach 3 Sätzen in einem Internetforum derart zu bewerten und 2. wird sowas leicht zum Totschlagargument. Was willst Du denn noch antworten wenn Dich jemand abfertigt indem er Dir sagt Du seist arrogant oder überheblich? Deswegen wäre ich mit sowas einfach vorsichtiger und würde lieber versuchen, mehr Argumente zu bringen als Vorwürfe zu formulieren - wenn es damit nicht mehr funktioniert kann man den Anderen immer noch runtersauen :-D Alles in allem sind wir wohl gar nicht soweit auseinander in diesem Punkt! Liebe Grüße!
So, Roxi kramt mal wieder aus aktuellem Anlass ihren Lieblingsthread wieder hervor:
1. Haben Praktikanten nicht ein Recht auf mehr als nur zwei Minuten Frühstückspause? Wenn man sechsmal auf die Klingel gegangen ist, kann beim siebten Mal nicht auch jemand anders seinen Allerwertesten erheben?
2. Ist es wirklich legitim, einen Praktikanten zum Bäcker herunterzuschicken, nur weil die hochverehrten Krankenschwestern und Schwesternschülerinnen Zigaretten-Nachschub brauchen? Manchmal sind's auch bloß Schokokekse, die ich holen muss (als ob die ganzen Merci-Schachteln der Patienten nicht genug wären).
3. Muss ich als Praktikantin wirklich immer mal wieder zwischendurch die Station alleine schmeißen, weil 90% der anwesenden Damen sich zwischendurch eine Zigarettenpause gönnen wollen? Und ja, das Klischee stimmt, auf unserer Abteilung raucht wirklich jede Krankenschwester!
4. Können die Ladys in White nicht auch mal selbst ihre Hintern bewegen? Wenn eine von denen neben einer Kurve steht und ich mich am anderen Ende der Station befinde, werde ich trotzdem gerufen, um ihr die Kurve zu bringen. Das mag jetzt überzeichnet sein, trifft es jedoch im Kern und deckt sich auch mit Erfahrungen, die viele Kommilitonen gemacht haben.
Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich hab nichts dagegen, was zu holen, BZ und Vitalzeichen zu messen oder einen Patienten zu versorgen, der gar nicht in "meinen" Bereich fällt. Aber wenn eine Schwester etwas genauso gut selbst machen kann, weil sie noch näher als ich steht, sich viel besser auskennt und sowieso im Moment nichts zu tun hat - warum werde ich herbeizitiert. Und nein, ich faulenze nicht, hier nur mal ein Beispiel für so eine Situation: Ich sitze mitten im Aufnahmegespräch mit einer älteren Dame, plötzlich stürmt eine der Schwestern rein mit den Worten "So, mach jetzt bitte den Teewagen frisch." Ich war vielleicht drei Minuten drin, ist also nicht so, dass ich Stunden verbraten hätte - und es ging nicht mal um einen Patienten oder um einen Notfall, sondern um den läppischen Teewagen, der es auch noch zehn Minuten ausgehalten hätte.
5. Krankenschwestern sind Lästermäuler. Nicht alle, aber sehr viele. Vielleicht ein Klischee und eine Verallgemeinerung, aber wie so oft sind Generalisierungen meistens an der Wirklichkeit erprobt. Wenn ein Angehöriger ankommt und irgendetwas fragt - er kann sicher sein, dass über ihn gelästert wird. Wenn ein Patient etwas anstrengender ist, er kann sicher sein, dass er im Stützpunkt parodiert wird. Der perfekte Patient klingelt nie, hat keine Angehörigen, versorgt sich selbst, macht sein Bett selbst und benötigt auch sonst nicht. Nur frage ich, was ein solcher Musterpatient im Krankenhaus zu suchen hätte.
6. Krankenschwestern sind zu einem gewissen Teil Zynikerinnen. Einem alten Mann, der präfinal ist, wird kein Wasser und kein Essen mehr verabreicht. Du wagst, Deine eigene Meinung zu haben und diese auch zu äußern. Antwort: "Du willst doch mal Ärztin werden... Was glaubst Du, was es bringen soll, dem noch weiter was zu geben? Ob er ne Woche länger lebt oder nicht, ist doch egal." Ich weiß, dass einige Leute die Unterbrechung der Nahrungszufuhr als legitim betrachten. Ich habe nichts gegen eine andere Meinung einzuwenden, aber ich habe sehr wohl etwas gegen eine Verabsolutierung. Am liebsten ist vielen sowieso, dass jeder Patient, der pflegebedürftig ist, wegstirbt - muss man schon keine Windeln wechseln und auch nicht mehr waschen.
7. Bei vielen merkt man den Sozialneid. Der Arzt kann so nett sein wie er will - es wird über ihn gelästert. Entweder ist er arrogant, oder er weiß nichts, oder er ist schmuddelig oder unordentlich. Die PJler sind natürlich alle sowieso arrogante Medizinstudenten, die nichts wissen und die keine Viggos legen können.
Ja, es gibt arrogante Ärzte und auch arrogante PJler. Aber zumindest kein Assistenzarzt würde es sich getrauen, sich ernsthaft mit ihnen anzulegen. Die meisten sind wirklich nett und wollen einigermaßen ohne Probleme bis zum nächsten Stationsarztwechsel ihre Zeit bewältigen. Klar kommen manchmal Anordnungen etwas verspätet - aber wer das gleich persönlich nimmt und als Schikane empfindet, hat ein gewaltiges Problem.
Ich hab eher den Verdacht, dass es purer Neid ist. Wenn eine Schwesternschülerin über die Anordnungen des Chefarzts lästert und die angeblichen Unfähigkeiten der Assistenzärzte kritisiert, dann kann man das schon vermessen nennen. Aber nein, die lieben Mädels sind Pharmakologie-Spezialisten und Top-Mediziner, denen nur durch missgünstige Mächte eine Karriere à la Christian Barnard verwehrt worden ist.
Noch ein Beispiel: heute war ich bei der Ausarbeitung einer Kurve im Stützpunkt und eine Schwester wusste nicht, wie man den Namen einer bestimmten Salbe schreibt. Die andere auch nicht. Ich hab's dann buchstabiert (ich hatte so eine Salbe erst am Tag davor einer Patientin gebracht), aber nein, auf mich hat keiner hören wollen. Das ist eine ziemlich triviale Situation, aber sie zeigt, wie allergisch viele auf Mediziner reagieren. Wäre ja auch schlimm, wenn ein Studi mal zufällig etwas weiß.
Als es dann einige Stunde später darum ging, warum man den BSG-Test noch macht, habe ich die Klappe gehalten. Ich hatte diese Frage vor einigen Monaten hier in Medi-learn gestellt, wusste mithin die Antwort - habe mich aber nicht getraut, etwas zu sagen.
Vieles klingt verallgemeinernd und wird der einen oder anderen wirklich guten Krankenschwester nicht gerecht. Aber nach vier solcher Frühschichten voller sinnloser Schikanen ist der Frustfaktor doch ziemlich hoch bei mir - und aus Gesprächen weiß ich auch, dass es nicht nur mir so geht.
Es wird darüber gelästert, wie ungerecht die Pflegeleitungen sind - aber dass sie selbst nicht sehr viel anders sind, sehen viele nicht. Selten habe ich einen so verbohrten Berufsstand gesehen, wo die perfekt gefaltete Bettdecke wichtiger ist als das Wohl des Patienten, wo Hierarchie Begeisterungsfähigkeit um Längen schlägt.
Sollte ich mal Ärztin sein, werde ich meine PJler jedenfalls anders behandeln als die Damen ihre Praktikanten. Das mögen alberne und pathetische Worte sein, aber ich meine es absolut ernst. Ich hab jedenfalls kein Problem damit, wenn jemand fragen stellt, interessiert ist. Und ich werde mir meinen Kaffee selbst kochen und meine Schokokekse alleine holen (rauchen tu ich sowieso nicht). Versprochen. Willst Du zeigen, daß Du von ganzem Holz, sei nach unten bescheiden, nach oben stolz!
Du scheinst da eine absolut üble Station erwischt zu haben. Mein KPP war ja schon die gefühlt Hölle, aber das ist ja die Höhe.
Dein Punkt 6 schockiert mich ein wenig. Du meinst doch nicht wirklich, dass die Schwestern den Patienten sterben lassen, indem sie nicht seine Grundbedürfnisse befriedigen lassen? In meine Augen ist das höchst-strafbar und sollte definitiv - sofern zutreffend - in diesem KH auf höherer Ebene thematisiert werden!
Du scheinst da eine absolut üble Station erwischt zu haben. Mein KPP war ja schon die gefühlt Hölle, aber das ist ja die Höhe.
Dein Punkt 6 schockiert mich ein wenig. Du meinst doch nicht wirklich, dass die Schwestern den Patienten sterben lassen, indem sie nicht seine Grundbedürfnisse befriedigen lassen? In meine Augen ist das höchst-strafbar und sollte definitiv - sofern zutreffend - in diesem KH auf höherer Ebene thematisiert werden!
Nein, ich habe mich da missverständlich ausgedrückt - sie machen nichts Verbotenes, der Mann hatte eine entsprechende Verfügung, formal ist also nichts zu beanstanden.
Was mich verstört hat, war nur wie selbstverständlich das empfunden wurde. Ich habe über die Unterbrechung der Nahrungszufuhr meine rein persönliche Meinung geäußert, nämlich dass ich das eigentlich als nicht besonders schönen Tod empfinde - man muss ja bei einem 90-jährigen keine Maximaltherapie durchführen, aber ob man den Hungertod für eine schöne Sache hält oder nicht, halte ich für diskussionswürdig.
Diese meine Meinung wurde jedoch abgewatscht, nach dem Motto, ist doch gut, dass er jetzt schon sterben kann anstatt in ein, zwei Wochen, als zukünftige Ärztin müsse ich lernen, das so zu sehen, etc. pp. Praktisch kann eine Krankenschwester nichts an so einer Verfügung ändern. Aber dass man eine solche doch drastisch Maßnahme für so absolut richtig und selbstverständlich hält, hat mich schockiert.
Leisure Suit Alex
13.09.2007, 19:49
Nein, ich habe mich da missverständlich ausgedrückt - sie machen nichts Verbotenes, der Mann hatte eine entsprechende Verfügung, formal ist also nichts zu beanstanden.
Was mich verstört hat, war nur wie selbstverständlich das empfunden wurde. Ich habe über die Unterbrechung der Nahrungszufuhr meine rein persönliche Meinung geäußert, nämlich dass ich das eigentlich als nicht besonders schönen Tod empfinde - man muss ja bei einem 90-jährigen keine Maximaltherapie durchführen, aber ob man den Hungertod für eine schöne Sache hält oder nicht, halte ich für diskussionswürdig.
Diese meine Meinung wurde jedoch abgewatscht, nach dem Motto, ist doch gut, dass er jetzt schon sterben kann anstatt in ein, zwei Wochen, als zukünftige Ärztin müsse ich lernen, das so zu sehen, etc. pp. Praktisch kann eine Krankenschwester nichts an so einer Verfügung ändern. Aber dass man eine solche doch drastisch Maßnahme für so absolut richtig und selbstverständlich hält, hat mich schockiert.
Naja, wenn der Patient das selber will, dann ist es was anderes... Ich kenne viele Leute die sich das lange überlegt haben und schließlich eine Verfügung gemacht haben, dass sie nicht künstlich ernährt werden wollen usw..
Ich persönlich würde zwar lieber am Leben gehalten werden, notfalls mit künstlicher Ernährung, ich hoffe halt immer, dass noch ein Wunder eintritt und sich die Lage noch bessert, aber man sollte die Meinung von Andersdenkenden auch respektieren und wenn derjenige das so will, dann ist das auch nicht diskussionswürdig.
Hi Roxane, erst mal mein Beileid, oder wie sagt man auch hat man kein Glück, kommt auch noch Pech dazu.
Ich bin ja selbst Krankenpfleger, habe also auch tolle und weniger tolle Stationen hinter mir.
Aber selbst die schlimmste Station wurde nach einigen Wochen erträglich, denn irgendwann sind selbst die bösen Schwestern meinem Charme erlegen ;-)
Warum wechselst Du nicht?Es gibt bestimmt Stationen, die Dir sogar Freude bereiten...
Ich habe Schwestern und Pfleger in meiner Ausbildung getroffen, die absolut kompetent, moralisch integer und zu mir mehr als fair waren. Das gibt es!
Du mußt nicht in Deiner, schließlich selbst gewählten, Hölle versauern.
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