Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausgebeutete Medizinstudenten
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my_precious
08.12.2006, 20:08
das ist die meinung vieler pflegekräfte. natürlich sagen die schwestern (ich kann da mal nur von der weibl seite aus berichten) das den studenten oder abiturienten nicht oder nicht in dieser form.
ich habe das schon vor meinem KPP erfahren, da meine mutter selber krankenschwester ist und sich immer sehr über die praktikanten aufgeregt hat. im grunde habe sie dadurch dann noch doppelte arbeit, wegen kontrolle und weils ganz oft falsch gemacht würde trotz einweisung.
und ich habe das auch an mir selber feststellen müssen, dass ich mir wirklich oft wie mit 2 linken händen vorkam.
jetzt sagt aber bitte nicht, dass ich von mir als trottel auf andere schließe. so st es nun wirklich nicht.
mir hat das nicht nur meine mutter gesagt, auch freundinnen von ihr, ebenfalls krankenschwestern, waren der meinung, dass ein KPPler auf station nur noch mehr arbeit mit sich bringt. und dass das gerade bei abiturienten auffalle. wenn ein solcher ein "bett gemacht hat", darf die schwester das nochmal frisch machen, damit der chef nachher nicht rummeckert.
ich sage nicht, dass da praktikanten anderer, weniger theoretischer schulabschlüsse sehr viel besser sind. wenn man von der schule kommt, hat bestimmt niemand ganz tolle wertvolle praktische erfahrung.
mir ging es darum, mal klarzustellen, dass wir uns nix auf unser abi einbilden sollten im KPP, weil wir ja schon so viel erreicht hätten, wie doomse es ausgedrückt hat.
im KPP kommt es ja nicht auf kognitive fähigkeiten an, oder aufs über den tellerrand schauen. du sollst auf deine station oder das KH schauen und nicht deinen horizont auf "medizinischer" ebene erweitern. eher auf pflegerischer, und hiermit ist halt die praxis verbunden, die vielen abiturieten fremder ist als jugendlichen mit weniger theoretischem abschluss.
im übrigen schweift das ganze hier sehr vom thema ab, wos doch um ausgebeutete mediziner in spe geht und nicht darum, ob abiturienten gute praktikanten sind oder nicht.
Wenn die Praktikanten doppelt arbeit machen dann hätten die lieben Schwestern ja mal selber 34 Mal Vitalwerte messen können, 68 Mal essen verteilen und geschätzte 256 mal pro Tag die Patienten zu einer Untersuchung fahren.
Ein bißchen Verhältnismäßigkeit wäre angebracht, ich fand mein KPP gut aber 1 Monat hätte auch gereicht, was mir die 2 folgenden Monate gebracht haben weiß ich bis heute nicht...
redsonja
08.12.2006, 21:22
Wir haben doch alle zwei linke Hände, wenn wir was Neues anfangen. Auch die erfahrenste Schwester hat mal klein angefangen. Das ganze zieht sich durchs Studium, man ist immer der kleine Dumme, weil keine Erfahrung, keine Übung. Wenn ich bald als Assistentin anfange, dann bin ich auch wieder eine Anfängerin. Soviele Jahre Studium und doch immer am Anfang.
So sehr abschweifen tun wir ja nicht, denn die Ausbeutung kommt u. a. auch daher, dass man meint, och der kleine Praktikant, der kann doch eh nix, na dann soll er halt mal putzen. Und das ausgerechnet beim Abiturienten das Bett den Schwestern entsprechend auffällt *augenzwincker*, das hat doch nichts mit Abi oder nicht Abi zu tun, das ist doch eher die Übung ( i.S. von Erziehung). Wahrscheinlich fällt es Deiner Mutter und den anderen deshalb auf, weil sie mehr Abiturienten auf Station haben im Rahmen des KPP, als andere Schulabgänger?
Und natürlich sollte man mal Spicken, wie es im medizinischen Bereich zugeht, schließlich ist es doch der Beruf, den man mal ergreifen will.
Bei mir war es so organisiert, dass wenn auf Station nicht viel zu tun war, ich auch mal mit den Ärzten mitlaufen bzw. in die Funktionseinheiten reinschnuppern konnte. Also nicht nur stur Betten machen, auch mal ein Einblick gewinnen. Blut abnehmen wurde mir zwar gezeigt, aber damals habe ich mich nicht getraut, das mal zu machen. Ansonsten durfte ich alles machen, was die Schwestern auch machten, und als ich das erste Mal eine tote Patientin sehen sollte, wurde ich ganz vorsichtig von der Stationsleitung an die Leiche und an den Tod herangeführt. So war das für mich gar kein Schock mehr, sondern eher etwas Beeindruckendes.
Und somit also wieder zurück zu Thema. Im KPP wurde ich vielleicht augenutzt, ich hab das eigentlich nicht so empfunden. Natürlich war der Einblick in die medizinische Tätigkeit nicht ausreichend, ich wurde dafür zu sehr in die Pflege eingebunden. Blut abnehmen und Viggos legen lernte ich in meiner ersten Famulatur, und das war genau der richtige Zeitpunkt, da wurde nichts von einem erwartet und man hatte genug Möglichkeiten zu üben. Wenn es beim ersten Mal nicht klappte, versuchte ich es eben ein zweites, und wenn das schief ging, dann übergab ich es dem Arzt. Die Patienten kamen mit diesem Vorgehen gut zurecht und es gab nie Beschwerden, zumindest nicht mir gegenüber. Und ich sage euch, wenn einem Patienten was nicht passt, dann sagt er das, vor allem einer kleinen Famulantin gegenüber.
Was das PJ angeht, das ist ganz sicher eine Ausbeutung, da ist man manchmal auf internistische Stationen den ganzen Tag nur am Blutabnehmen (also ihr werdet das bis zum Abwinken machen, also erfeut euch eurer jetzigen Freiheit ;-) ), Braunülen legen, BGA's machen, Infusionen aufhängen. Die Ärzte haben fast nie Zeit, einem was zu erklären, außer wenn man mal mit der Faust aufm Tisch haut und sagt: so gehts nicht weiter! Ich habe ein paar Fragen, die ich gern beantwortet hätte! - Sonst geht man auf manchen Stationen echt unter....Da muß man Patienten aufnehmen, die nicht mal mit einem besprochen werden, dann soll man gleich den Arztbrief schreiben, der dann im Stillen verbessert wird (oder auch nicht und mit entsprechenden Fehlern fertig gestellt wird), die Kurvensisite wird auch im Stillen so vor sich hin gemacht, während man mit irgendwelchen Notfall-Abnahmen ins Labor geschickt wird usw. Und wenn man nicht schnell genug ist, weil man ist ja noch Anfänger und braucht etwas mehr Zeit, dann wird man halt blöd angemacht. Tja, das ist das PJ!
Aber es gibt auch gute Stationen, z. B. in der Chirurgie, da habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Also es gibt Höhen und Tiefen während des ganzen Studiums, aber ihr kriegt das auch noch rum. Im Rahmen der neuen AO kann man ja auch fakultativ viel machen, was einem interessiert, insofern hat man doch ganz gute Möglichkeiten auch in unserem ach so schlechten Studium. ;-)
Smartinchen
08.12.2006, 21:33
mir hat das nicht nur meine mutter gesagt, auch freundinnen von ihr, ebenfalls krankenschwestern, waren der meinung, dass ein KPPler auf station nur noch mehr arbeit mit sich bringt. und dass das gerade bei abiturienten auffalle. wenn ein solcher ein "bett gemacht hat", darf die schwester das nochmal frisch machen, damit der chef nachher nicht rummeckert.
Vielleicht liegt das auch daran, dass viele Krankenschwestern der hohen Kunst des Bettenmachens (und anderen eigentlich profanen Dingen...) einfach zu pedantisch nachgehen...
Wenn da mal das Laken fälschlicherweise zuerst an den Seiten statt am Fußende umgeschlagen wird (*huuuch* :-wow :-oopss ), könnte ja glatt ein Patient zu Tode kommen... :D Alles selbst erlebt... :D
Autolyse
08.12.2006, 22:09
Ob einem das Krankenpflegepraktikum etwas bringt oder nicht ist in erster Linie eine Frage des eigenen Engagements. Gesetzt dem Falle man sucht sich seine Station aus und guckt sie sich am besten, soweit möglich, vorher schon einmal an und macht sich mit den Gegebenheiten vertraut und man lässt sich wirklich auf das ein, was man in den nächsten Monaten tut, dann lernt man auch etwas und nimmt etwas mit. Mein erster Monat des Krankenpflegepraktikums, vor der Bundeswehr, war eine geniale Zeit. Ich war auf der Intensiv eines kleineren Kreiskrankenhauses und bin dort wie jeder Praktikant völlig ohne Ahnung von Pflege aufgeschlagen, ist ja auch normal. Der einzige Unterschied war meine RettSan-Ausbildung, aber das ist völlig unerheblich für den Bereich der klinischen Versorgung, man hat zwar schon mal ein Krankenhaus gesehen und auch schon die berühmten invasiven Maßnahmen durchgeführt, aber was bringt es einem? Der einzige Unterschied sind vielleicht etwas ausgeprägerte Grundkenntnisse in Anatomie und (Patho)physiologie, die braucht man aber nicht unbedingt, denn es wird einem sowieso erklärt. Wichtig ist dabei, dass man weiß, wann man fragen muss, also nicht unbedingt direkt in der Situation selbst sondern eher danach, wenn die Zeit besteht auch etwas ausführlicher erklärt zu bekommen, denn dann geschieht dies aus. Dazu kommt, dass man sich unbedingt in das Team integrieren muss, ansonsten kann es nur zu einer sehr unangenehmen Zeit werden, natürlich dauert auch das seine Zeit, ergibt sich aber ziemlich schnell, wenn man zeigt, dass man interessiert und leistungsbereit ist. Und sobald man vernünftig integriert ist macht es auch Spaß und dann ist man auch von sich aus bereit "unangenehme Tätigkeiten" zu übernehmen, denn man muss sich auch bewusst sein, dass es ein Geben und Nehmen ist. Ich für meinen Teil hab e, als nur noch einer, statt 2, Zivildienstleistenden da war auch am Wochenende gearbeitet und dort die Aufgaben des Zivis übernommen, das waren im Endeffekt 3 von 8 Stunden, hat mir aber eine Menge Anerkennung gebracht, auch von denen, die einem vorher eher ablehnend gegenüberstanden. Und überhaupt, hat man sich eingewöhnt, ist man ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Entlastung, einfach weil man dann angelernt wurde und somit auch eine Entlastung über die reine Hilfestellung beim Lagern, Waschen etc. ist.
Fazit für mich ist ganz klar, dass mir dieser eine Monat, wie die zwei Wochen Fortbildungspraktikum vorher auch, Spaß gemacht haben und ich definitiv einiges gelernt habe, vom Umgang mit Patienten über pflegerische Tätigkeiten und einen Einblick in das System Krankenhaus bis hin zu dem Wissen wie man sich später keineswegs verhalten sollte, denn man lernt durch das Praktikum auch die andere Ebene kennen und das ist extrem wichtig, denn Medizin ist Teamarbeit, wie eigentlich jede Arbeit, und das lernt man, wenn man sich von "rags to riches" hocharbeitet, und daher freue ich mich auf die weitere Zeit, nach dem Ende meines Dienstes, und weiß, dass ich dort gerne wieder aufgenommen werde.
Smartinchen
08.12.2006, 22:35
Ob einem das Krankenpflegepraktikum etwas bringt oder nicht ist in erster Linie eine Frage des eigenen Engagements. Gesetzt dem Falle man sucht sich seine Station aus und guckt sie sich am besten, soweit möglich, vorher schon einmal an und macht sich mit den Gegebenheiten vertraut und man lässt sich wirklich auf das ein, was man in den nächsten Monaten tut, dann lernt man auch etwas und nimmt etwas mit.
Meinst du wirklich, ein "Besuchsgang" im Voraus sagt was darüber aus, wie's auf der Station zugeht und wie man behandelt wird? Natürlich wird man dir als Gast immer Honig um's Maul schmieren... Wie man sich vorher großartig "mit den Gegebenheiten vertraut" machen kann, weiß ich auch nicht...
Bei dem Satz "man lässt sich wirklich auf das ein, was man in den nächsten Monaten tut" konnte ich mir ein Grinsen auch nicht verkneifen. Heißt das, wenn man zum Putzen missbraucht wird, muss man sich nur drauf einlassen muss und schwupp, "lernt man auch etwas und nimmt etwas mit"? :D
Bin nicht der Meinung, dass man im Krankenpflegepraktikum seines Glückes Schmied ist. Natürlich hängt es AUCH von einem selbst ab, aber die Krankenschwestern bestimmen letztendlich, was gemacht wird, nicht der Praktikant.
Allein durch so einfache Arbeiten, wie Patienten zu Untersuchungen bringen, Vitalparameter messen, Essen verteilen spart man diese Arbeit doch anderen. Das kann man ja nicht erzählen, wäre der Praktikant nicht da müßte das jemand anderes machen, also ist ein gewißer Zeitgewinn da.
Ich halte das Argument ein Praktikant macht nur mehr Arbeit für das faulste von allen. :-meinung
Achja, oft heißt es auch, wenn man Station wechseln will, nein das geht nicht, die Station hat am meisten ARbeit da wirst du gebraucht.
Als ob man das sagen würde, wenn die Praktikanten nur Arbeit sind. :-kotz :-sleppy
KingLoui
09.12.2006, 10:06
ich habe das schon vor meinem KPP erfahren, da meine mutter selber krankenschwester ist und sich immer sehr über die praktikanten aufgeregt hat. im grunde habe sie dadurch dann noch doppelte arbeit, wegen kontrolle und weils ganz oft falsch gemacht würde trotz einweisung.
und ich habe das auch an mir selber feststellen müssen, dass ich mir wirklich oft wie mit 2 linken händen vorkam.
Also das ist doch wohl totaler Schwachsinn, zu mir hat der Stationsleiter am Ende gesagt, dass ohne mich und die andere KPPlerin der Stationsbetrieb zusammengebrochen wäre, aufgrund von einigen Ausfällen. Ich hab zwar fachlich nicht wirklich viel gelernt, aber man kann finde ich auch mal etwas idealistisch an Sachen rangehen.
Wenn man sich natürlich anstellt wie der Tollpatsch vom Dienst, ist es natürlich was anderes, aber ansonsten denke ich, Praktikanten können sehr wohl vernünftig helfen.
ich habe das schon vor meinem KPP erfahren, da meine mutter selber krankenschwester ist und sich immer sehr über die praktikanten aufgeregt hat. im grunde habe sie dadurch dann noch doppelte arbeit, wegen kontrolle und weils ganz oft falsch gemacht würde trotz einweisung.
Ja genauso denken diese einfälltigen, mittel begabten, mitvierziger krankenschwestern. haben null ahnung von menschenführung, inhalte der ausbildung usw. und regen sich dann hinterher über jeden pipifax auf.
Autolyse
09.12.2006, 14:08
Meinst du wirklich, ein "Besuchsgang" im Voraus sagt was darüber aus, wie's auf der Station zugeht und wie man behandelt wird? Natürlich wird man dir als Gast immer Honig um's Maul schmieren... Wie man sich vorher großartig "mit den Gegebenheiten vertraut" machen kann, weiß ich auch nicht...
In welcher Art und Weise man das tut ist jedem selbst überlassen, ich habe im Rahmen meines Fortbildungspraktikums 2 Wochen auf der Intensiv verbracht und damit genügend Zeit gehabt mir es dort anzusehen, und es hat mir gefallen.
Bei dem Satz "man lässt sich wirklich auf das ein, was man in den nächsten Monaten tut" konnte ich mir ein Grinsen auch nicht verkneifen. Heißt das, wenn man zum Putzen missbraucht wird, muss man sich nur drauf einlassen muss und schwupp, "lernt man auch etwas und nimmt etwas mit"? :D
Ich sagte, dass man sich die Station aussuchen soll, und das heißt klassischerweise, dass man Normalstationen vermeidet, denn ich habe nicht einmal putzen müssen, denn ich zitiere: "Du sollst hier etwas lernen."
Wer auf Normalstation geht, der ist selbst schuld und muss damit leben, alles eine Frage des Willens und des Engagements.
Bin nicht der Meinung, dass man im Krankenpflegepraktikum seines Glückes Schmied ist. Natürlich hängt es AUCH von einem selbst ab, aber die Krankenschwestern bestimmen letztendlich, was gemacht wird, nicht der Praktikant.
Richtig, darum gilt: Vermeide die Normalstation.
...wobei zu klären wäre, was für dich eine "Normalstation" ist. Funktionsbereiche sind ja gerade verboten! Es müssen ja "normale" Bettenstationen sein!
Schließe ich mich dem Grübler an: Ist ja schön, dass Du so gute Erfahrungen auf der Intensiv gemacht hast, nur ist die für uns, die wir diese Abschnitte als KPP anerkannt bekommen möchten, gemäß den Vorgaben tabu.
Zu den anderen Punkten schreibe ich in den nächsten Tagen noch was.
Autolyse
09.12.2006, 15:43
Als Funktionsbereiche ausgeschlossen werden durch die jeweiligen LPA im Regelfalle Sachen wie Notaufnahme, Operationssaal, Anästhesie etc. Die Intensiv wird als Bettenstation anerkannt(jedenfalls habe ich meine Bescheinigung), auch wenn sie im Krankenhaus zu den Funktionsbereichen zählt, denn sie erfüllt die Kriterien einer Bettenstation...insofern zählt die Argumentation nicht.
Ich habe mir grad noch mal das Merkblatt vom LPA NRW angeschaut (ist für mich zuständig). Da steht, dass es eine Bettenstation sein muss, ja. Die Frage ist nur, was nun wirklich als Bettenstation gilt. Klar, Notaufnahme weniger. Aber ich denke, da ist auch viel eigenes Ermessen des zuständigen LPAs möglich. Wenn es denn herauskriegt, auf welcher Station man war. Das steht schließlich nicht auf dem Wisch drauf.
Aber nur, weil du dein Praktikum anerkannt bekommen hast, heißt das noch lange nicht, dass das unter allen Umständen der Regelfall ist. Intensiv ist eben nicht die typische Bettenstation.
Die Ausschlusslogik "Intensiv ungleich KPP" von mir ist vielleicht übertrieben. Aber dein Konterargument steht auf mindestens genauso wackeligen Beinen.
Vielleicht sollte man einfach zu dem Schluss kommen, dass man es natürlich versuchen kann, auf die Intensiv zu gehen (was ganz sicher interessanter als ne normale Station ist), aber dass das eher eine Grauzone ist, und möglicherweise nicht anerkannt wird wegen eigener Auslegungen des LPAs.
Ich habe noch nie gehört, dass eine Intensivstation nicht anerkannt wurde fürs KPP. ISt schließlich doch auch eine Bettenstation, finde das recht klar definiert.
Vielmehr ist wie ich das mitgekriegt habe meistens das Problem, dass auf Intensivstation sehr viele Praktikanten auch aus anderen Bereichen dorthin möchten und es daher sehr selten nur möglich ist sein KPP auf Intensivstation zu machen.
Smartinchen
09.12.2006, 20:04
Ja, Intensiv wird anerkannt (zumindest in NRW, wenn ich nicht irre aber überall). Das eine Problem hat "test" schon angesprochen, außerdem nehmen viele Intensivstationen nur Praktikanten mit Erfahrung (sprich: RettAss und San).
Und selbst wenn man dort landet, ist das doch kein Garant für ein gutes Praktikum. An einem Praktikum, bei dem man nichts lernt, ist m. Meinung nicht die Art der Station Schuld, sondern Leute, die dir nichts erklären und dich als Abiturient von vornherein für nen Nichtsnutz halten. Das kann doch auf Intensiv genauso passieren.
Andersherum gibt es hier genug Leute, die ihr Praktikum auf der Inneren und anderen "Normalstationen" toll fanden.
Deine 2 Wochen Fortbildungspraktikum im Rahmen der RettSan-Ausb. waren für den "Einblick" bestimmt praktisch, aber die wenigsten sind nunmal RettSans und bekommen die Gelegenheit... Ein 08/15-Abiturient wird kaum 2 Wochen "nur mal zur Probe" auf ner Station arbeiten und dann abbrechen, wenn's ihm nicht gefällt. Da heißt es dann "Augen zu und durch" und die 30 Tage vollmachen, damit man das Krankenpflegezeugnis bekommt.
Autolyse
09.12.2006, 21:45
Ja, Intensiv wird anerkannt (zumindest in NRW, wenn ich nicht irre aber überall). Das eine Problem hat "test" schon angesprochen, außerdem nehmen viele Intensivstationen nur Praktikanten mit Erfahrung (sprich: RettAss und San).
Wenn man denn unbedingt in das Haus der Maximalversorgung muss, dann kann es so sein, es gibt aber immer noch genügend Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung und dort ist einiges mehr möglich.
Und selbst wenn man dort landet, ist das doch kein Garant für ein gutes Praktikum. An einem Praktikum, bei dem man nichts lernt, ist m. Meinung nicht die Art der Station Schuld, sondern Leute, die dir nichts erklären und dich als Abiturient von vornherein für nen Nichtsnutz halten. Das kann doch auf Intensiv genauso passieren.
Andersherum gibt es hier genug Leute, die ihr Praktikum auf der Inneren und anderen "Normalstationen" toll fanden.
Die Chance ist aber deutlich höher, einfach weil der Personalschlüssel deutlich besser ist man also deutlich mehr Zeit erübrigen kann und zudem ist die Intensiv Praktikanten gewöhnt und hat, so kenne ich es, in jeder Schicht ausreichend weiterqualifiziertes Personal, dass den Praktikanten "an die Hand" nimmt. Die Prozentzahl derjenigen, welche von ihrem Praktikum auf Normalstation angepisst sind ist aber deutlich höher, wobei die Zahl der anderen gegen 0 geht...
Deine 2 Wochen Fortbildungspraktikum im Rahmen der RettSan-Ausb. waren für den "Einblick" bestimmt praktisch, aber die wenigsten sind nunmal RettSans und bekommen die Gelegenheit... Ein 08/15-Abiturient wird kaum 2 Wochen "nur mal zur Probe" auf ner Station arbeiten und dann abbrechen, wenn's ihm nicht gefällt. Da heißt es dann "Augen zu und durch" und die 30 Tage vollmachen, damit man das Krankenpflegezeugnis bekommt.
Das sollte auch nur ein Beispiel sein, wie man es macht hängt von den individuellen Gegebenheiten ab, wenn man allerdings nur beabsichtigt den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und es sich im Vorfeld einfach macht, dann darf man sich nicht wundern...
redsonja
09.12.2006, 21:57
1. Auf "Normalstationen" kann man auch viel lernen, wie bereits gesagt hängt es von den Leuten dort ab.
2. auch auf Intensivstationen liegt Personalknappheit vor, so dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass man an die Hand genommen wird.
;-)
Intensivstation hin oder her, man sollte sich auch ruhig mal ne "Normalstation" anschauen, denn was bringt es, wenn man die tollste Intensivmedizin kennen lernt, aber die Basics gar nicht hat, wie es in der Pflege zugeht.
Autolyse
09.12.2006, 22:05
Grundpflege gibt es auf der Intensiv genauso wie auf den Normalstationen, sind ja immer noch "normale" Patienten, es hängt nur etwas mehr Gerät dran.
Ich muss zugeben, ich wäre ja auch beinahe auf Normalstation gelandet, nur war es bei mir so, dass ich einfach vom Intensivpersonal gefragt wurde, ob ich das Krankenpflegepraktikum nicht dort verbringen wollte, denn ich zitiere: "Normalstation ist langweilig, da bist du nur billige Arbeitskraft und lernst nichts dabei."
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