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Eilika
22.12.2006, 07:35
Naja... PJ-Zeit lass ich mir gerade ein wenig versauen, aber das liegt nicht an mir, hat nix mit lernen zu tun (eher mit dem Gegenteil) und ich versuche, was dran zu ändern... das heißt aber lange noch nicht, dass ich finde, dass man danach ein Lernsemester braucht... ich meine, ich hab drei einhalb Monate zwischen PJ-Ende und Hammerexamen... das muss doch einfach reichen!

Gwendoline
22.12.2006, 07:43
ich meine, ich hab drei einhalb Monate zwischen PJ-Ende und Hammerexamen... das muss doch einfach reichen!

Ok, also wenn ihr 3,5 Monate nach dem PJ zum Lernen habt, reicht das vollkommen aus, um nicht den halben Tag im Arztzimmer zu sitzen, um zu Büffeln ;-)

alley_cat75
22.12.2006, 08:13
pj-guide.de ist eine Evaluationsseite.

Super. Vielen Dank. Habe mich da gleich mal verewigt. :-dafür

Gersig
24.12.2006, 14:47
Podcast zum bezahlten PJ bei Helios (http://www.thieme.de/viamedici/static/mp3/viamed-dezember2006-helios.mp3)

mllecathy
13.01.2007, 11:33
Ey, das Nächste das kommt ist, daß man als PJ zahlen muß, weil man denen ja was kostet und keiner die Kosten übernimmt, irgendwie müssen ja die ganzen Kittel und Verbrauchsmaterialien, die der dumme PJ unnötiger Weise verbraucht ja bezahlt werden :-kotz


Wie ist das eigentlich an Unis die Studiengebühren eingeführt haben. Muss man die auch während des PJs zahlen? Dann wären wir ja an dem Punkt, den "Der Praktikant" ansprach

Gipfelstuermer
13.01.2007, 12:16
Wie ist das eigentlich an Unis die Studiengebühren eingeführt haben. Muss man die auch während des PJs zahlen? Dann wären wir ja an dem Punkt, den "Der Praktikant" ansprach


das steht alles auf dem zettel, den du für die rückmeldung fürs nächste semester bekommen hast.

danach sind pj´ler von den studiengebühren befreit. bleibt nur die 93euro zu zahlen.

auch sind doktorranden von den gebühren befreit. (nach dem studium)

auch eltern (bis das kind 8 jahre ist)

dreamchaser
13.01.2007, 17:17
Bin zur Zeit in der Inneren im KKH Leer und bekomme 200 Euro/Monat, einen Studientag pro Woche, kostenlos Unterkunft, Frühstück und Mittagessen kostenlos. Zugleich ne gute Ausbildung: wir sind im Team integriert und dürfen mehr als Blut abnehmen, Röntgentöten suchen schon gar nicht, es gibt regelmäßig Fortbildungen. Und zwischen Weihnachten und Silvester gabs auch ohne Fehltage frei...ich gehe fast immer pünktlich, da dann auch meine Stationsärzte gehen (bis jetzt höchstens 1 Stunde mal länger, alle Arbeit war immer erledigt). Klingt für mich recht ideal fürs PJ...ich lerne übrigens immer noch viel dazu, und ich habe auch 6,5 Monate Famulatur gemacht (in denen ich schon sehr viel gelernt habe, und was ich jetzt vertiefe bzw. ausbaue) - Erfahrung kann die beste Famulatur nicht aufwiegen, also ist jeder Tag Praxis m.E. wichtig. Im PJ haben wir noch die Lizenz zum Falschmachen und Fragen..ob das später nochmal so einfach wird??? Ich bezweifle dies stark!

Miss
16.01.2007, 15:39
Wie ist das eigentlich an Unis die Studiengebühren eingeführt haben. Muss man die auch während des PJs zahlen? Dann wären wir ja an dem Punkt, den "Der Praktikant" ansprach
Also, bei uns ist das wohl so, daß wir fürs PJ nichts bezahlen müssen, dafür aber für die Zeit danach, also die Zeit bis zum Examen...Unverschämtheit, wie wir finden, aber immer noch besser, als voll Krankenversicherung etc.pp. bezahlen zu müssen.

naja, an den Konditionen arbeiten wir noch. :-( :-(

astrophys
16.01.2007, 15:56
In dieser Zeit "beansprucht" man die Uni ja noch, von daher ist es konsequent.

alley_cat75
16.01.2007, 15:56
... ich lerne übrigens immer noch viel dazu, und ich habe auch 6,5 Monate Famulatur gemacht (in denen ich schon sehr viel gelernt habe, und was ich jetzt vertiefe bzw. ausbaue) - Erfahrung kann die beste Famulatur nicht aufwiegen, also ist jeder Tag Praxis m. E. wichtig. Im PJ haben wir noch die Lizenz zum Falschmachen und Fragen.. ob das später nochmal so einfach wird??? Ich bezweifle dies stark!

Deine Argumente werden leider viel zu selten gebracht. Nach dem Studium muss man ab Tag 1. als Stationsarzt alles richtig machen. In vielen Kliniken wird man regelrecht allein gelassen. Ich sehe das PJ ebenfalls als Chance, nochmal viel zu üben und zu fragen (und pünktlich gehen zu dürfen!) - man ist halt noch Student. Und genau das vergessen die meisten leider. Die von Dir beschriebene Aufwandsentschädigung finde ich angemessen und vernünftig. :-dafür Zum Glück kann man sich die PJ-Kliniken aussuchen, so dass niemand wirklich gezwungen wird, völlig umsonst im PJ zu arbeiten.

Miss
16.01.2007, 16:02
In dieser Zeit "beansprucht" man die Uni ja noch, von daher ist es konsequent.
konsequent vielleicht, aber wer im PJ schon wenig Zeit hat, um mehr zu arbeiten, um die zusätzlichen Studiengebühren aufzubringen, wird sich auch nicht wirklich freuen, daß dann noch mal in der Examensvorbereitung tun zu dürfen.
Man kann als Student ja auch nicht wirklich was dafür, daß das mündliche Examen so blöd gelegen ist, daß man noch ein halbes Semester dranhängen muß.


Zum Glück kann man sich die PJ-Kliniken aussuchen, so dass niemand wirklich gezwungen wird, völlig umsonst im PJ zu arbeiten.
umsonst im Sinne von umsonst oder von ohne Bezahlung?
Hier in Hamburg bezahlt keine Klinik was für die PJler, da kann man wirklich nur drauf achten, daß es nicht ganz umsonst ist, dort PJler zu sein.

alley_cat75
16.01.2007, 16:24
In Berlin hat man als angehender PJler drei Möglichkeiten, von denen zwei Geld beinhalten: Ausland (vorzugsweise CH aus bekannten Gründen), gemütliches Kreiskrankenhaus irgendwo in Brandenburg mit Unterkunft/Essen und/oder 500 Euro Bezahlung oder Klinik in Berlin für Nichts (außer vielleicht Essensmarken). Wer finanziell wirklich schlecht da steht, verzichtet auf PJ in Berlin. Ich denke, damit zeigt man Kliniken ganz deutlich, was man vom derzeitigen Umgang mit PJlern hält, zumal die Kliniken ja auf Studenten angewiesen sind. Daher finde ich endlose Diskussionen bezüglich PJ-Bezahlung schwierig, denn es gibt bereits Möglichkeiten, seinen Unmut kund zu tun - wenn man es denn möchte. Wer in die USA oder sonst wohin geht, bekommt schließlich auch kein Geld.

astrophys
16.01.2007, 16:40
Während des PJ gibt es ja auch noch Bafög. In den meisten Fachrichtungen wird das letzte Studienjahr (Diplom/Magisterarbeit etc.) nicht bezahlt.

Gipfelstuermer
17.01.2007, 08:11
Bin zur Zeit in der Inneren im KKH Leer und bekomme 200 Euro/Monat, einen Studientag pro Woche, kostenlos Unterkunft, Frühstück und Mittagessen kostenlos. Zugleich ne gute Ausbildung: wir sind im Team integriert und dürfen mehr als Blut abnehmen, Röntgentöten suchen schon gar nicht, es gibt regelmäßig Fortbildungen. Und zwischen Weihnachten und Silvester gabs auch ohne Fehltage frei...ich gehe fast immer pünktlich, da dann auch meine Stationsärzte gehen (bis jetzt höchstens 1 Stunde mal länger, alle Arbeit war immer erledigt). Klingt für mich recht ideal fürs PJ...ich lerne übrigens immer noch viel dazu, und ich habe auch 6,5 Monate Famulatur gemacht (in denen ich schon sehr viel gelernt habe, und was ich jetzt vertiefe bzw. ausbaue) - Erfahrung kann die beste Famulatur nicht aufwiegen, also ist jeder Tag Praxis m.E. wichtig. Im PJ haben wir noch die Lizenz zum Falschmachen und Fragen..ob das später nochmal so einfach wird??? Ich bezweifle dies stark!

rechne das mal um auf die stunde. KEIN lehrling würde für dieses geld "üben"!!! aber mediziner machen das. weil sie so schlau und qualifiziert sind. meine frage nach wie vor: warum das pj, wo man in den famulaturen doch das gleiche machen und lernen und üben kann. statt 10monate pj einfach 13 monate famulatur, die man machen kann wann man zeit und lust hat...

lizenz zum falschmachen hast du mit dem deutschen abschluss ERWORBEN!!! meinst du assis machen keine fehler. weils system ******* ist. (siehe examenswissen = nicht praxiswissen) AAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHH. ein pjler und einen assi unterscheiden u.u. 2 wochen. schau dich doch mal um wieviel ******* die bauen!!! (nein, natürlich nicht alle -aber viele!!!)

alley_cat75
17.01.2007, 08:16
statt 10monate pj einfach 13 monate famulatur, die man machen kann wann man zeit und lust hat...


Gute Idee, aber kommt dabei letztendlich nicht Dasselbe heraus? 13 Monate unbezahltes Arbeiten nur mit dem Unterschied, dass Du Dir die Zeit frei einteilen kannst. :-??? Ich hatte bei den meisten meiner Famulatren das Problem, nach 4-5 Wochen richtig gut eingearbeitet zu sein, mich dann aber nicht weiter entwickeln zu können - weil Famulatur zu Ende. Ich denke, erst wenn man in den Basics sicher ist, bekommt man auch lerntechnisch mehr mit. Es sei denn, man macht alle Famulaturen auf der gleichen Abteilung, aber das macht ja keiner...

Gipfelstuermer
17.01.2007, 10:27
Gute Idee, aber kommt dabei letztendlich nicht Dasselbe heraus? 13 Monate unbezahltes Arbeiten nur mit dem Unterschied, dass Du Dir die Zeit frei einteilen kannst. :-??? Ich hatte bei den meisten meiner Famulatren das Problem, nach 4-5 Wochen richtig gut eingearbeitet zu sein, mich dann aber nicht weiter entwickeln zu können - weil Famulatur zu Ende. Ich denke, erst wenn man in den Basics sicher ist, bekommt man auch lerntechnisch mehr mit. Es sei denn, man macht alle Famulaturen auf der gleichen Abteilung, aber das macht ja keiner...


das macht folgenden unterschied:

1. die lernkurve steigt in allen abteilungen zu beginn stark an, fällt dann nach 6 wochen wieder ab, bzw. bleibt gleich. 3 monate (oder sogar 4) für ein wahlfach ist zu lange. auch für andere fächer. wenn du nur ne bestimmte zeit in einer abteilung bist, wirst du pro zeit also mehr lernen. das nennt man dann EFFIZIENZ

2. man bekommt wesentlich mehr zu sehen, weil man mehr möglichkeiten hat. das ist nicht unwichtig. was ist mit neuro, derma, hno. die klassiker beim niedergelassenen. davon hat kein pjler ne ahnung, weil nie gesehen.

3. arbeiten nebenbei ist viel leichter möglich. habe das ganze pj druch 2 nachtdienste pro woche gemacht und bin auf dem zahnfleisch gekrochen!!!

4. wer nur kurze zeit in einer abteilung ist, wird weniger ausgenutzt.

5. man hat zeit um zu lernen

6. ich will nicht EINGEARBEITET sein. ich will was lernen. wer eingearbeitet ist arbeitet und lernt weniger, weil er arbeiten muss.

7. höhere motivation. 1. weil du mal richtig viele fächer sehen kannst (aber nicht musst. 2. weil die lernkurve immer steil nach oben geht und keine langeweile aufkommt.

8. es gibt mehr als innere und chirurgie. aber viele bleiben dabei, weil sie von anderen dinhen keine ahnung haben.

also für mich ergeben sich somit nur vorteile!!!

alley_cat75
17.01.2007, 12:09
Ich muss ehrlich gestehen, dass es einige Fächer im Studium gab, die mich einfach nicht interessiert haben und ich bin froh, dass ich darin nur ein Blockpraktikum absolvieren musste (Neuro, HNO, Derma). Mit dem Wissen aus Blockpraktika und Vorbereitung auf damalige Prüfungen komme ich heute bestens zu Recht. Gängige Sachen erkenne ich dennoch und weiß sie auch zu behandeln, für alles Weitere gibt es den FA. Bei Deinem breiten Interesse solltest Du am besten Allgemeinmediziner werden. Für mich käme das, wie erwähnt nicht in Frage.

Was mehr Zeit zum Arbeiten und vor allem Lernen betrift, gebe ich Dir absolut Recht. Ich bin zwar durch meine Jobberei während des PJs nicht auf dem Zahnfleisch gekrochen, aber wie Du weisst, war ich ja auch gut bezahlt und bin daher nicht repräsentativ.

Gipfelstuermer
17.01.2007, 21:26
du bist echt ne schlimmer und mußt immer das letzte wort haben!!! ;-)

Gipfelstuermer
17.01.2007, 21:31
[QUOTE=alley_cat75] Bei Deinem breiten Interesse solltest Du am besten Allgemeinmediziner werden.
QUOTE]


habe nicht gesagt, dass ich eine breites interesse habe, aber es schadet nicht auch wichtiges neuro-zeugs und auch DERMA-kram zu erkennen OHNE dass man "exanthem" schreiben muss. meine meinung. 4 wochen derma hätt mir nicht geschadet, ebenso neuro...

so ich trink jetzt ein bier, kreuze können nicht schwimmen, und werde ne cd reinschmeißen und schön relaxen...

dreamchaser
18.01.2007, 18:18
Wenn du 4 Wochen Derma machen willst, dann mach doch eine Famulatur...dann haste das doch. Musst die Famulaturen auch nicht in Innere oder Chirurgie machne, osndern kannst z.B. Derma, HNO, Neuro etc. machen...und dann gibts ja auch noch ein Wahlfach im PJ.
Es schadet sicher nicht, wenn du während des PJ auch arbeitest, da du nur so die Abläufe lernst - eine Station macht sich auch nicht von alleine. Und man kann auch nach 4 Wochen noch viel dazulernen (ist bei mir zumindest so). Die Assis kenne dich besser und wissen, was du schon kannst, d.h. kannst im Idealfall immer mehr machen. Sonst fängt man ja doch wieder bei Null an.
Klar sind die 200 Euro/Monat nicht viel auf die Stunde umgerechnet, aber dazu kommen ja noch die freie Unterkunft (spart mir ca. 250 Euro/Monat) und das Essen...ist zwar trotzdem nicht die Welt, aber ist finde es ein Entgegenkommen des KH. Und wir sind ja auch keine Sklaven hier, sondern lernen viel. Leider ist es so, dass einige Assis viele Dinge nicht können (da Mangel an Erfahrung) - aber man kann ja im Sinne des Patienten schon versuchen, ein wenig aus dem PJ mitzunehmen.