PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Endlich: PJ bezahlt



Seiten : 1 2 3 4 5 [6] 7 8 9

Gipfelstuermer
18.01.2007, 19:35
Wenn du 4 Wochen Derma machen willst, dann mach doch eine Famulatur...dann haste das doch. Musst die Famulaturen auch nicht in Innere oder Chirurgie machne, osndern kannst z.B. Derma, HNO, Neuro etc. machen...und dann gibts ja auch noch ein Wahlfach im PJ.
Es schadet sicher nicht, wenn du während des PJ auch arbeitest, da du nur so die Abläufe lernst - eine Station macht sich auch nicht von alleine. Und man kann auch nach 4 Wochen noch viel dazulernen (ist bei mir zumindest so). Die Assis kenne dich besser und wissen, was du schon kannst, d.h. kannst im Idealfall immer mehr machen. Sonst fängt man ja doch wieder bei Null an.
Klar sind die 200 Euro/Monat nicht viel auf die Stunde umgerechnet, aber dazu kommen ja noch die freie Unterkunft (spart mir ca. 250 Euro/Monat) und das Essen...ist zwar trotzdem nicht die Welt, aber ist finde es ein Entgegenkommen des KH. Und wir sind ja auch keine Sklaven hier, sondern lernen viel. Leider ist es so, dass einige Assis viele Dinge nicht können (da Mangel an Erfahrung) - aber man kann ja im Sinne des Patienten schon versuchen, ein wenig aus dem PJ mitzunehmen.

also ich denke innere und chirurgie gehört einfach dazu, ob mans machen will oder nicht.also habe ich weniger zeit für andere dinge. ich habe neuro trotzdem famuliert. aber eben viele fächer nicht. zeitmangel eben. DARUM bin ich für 13 monate famulatur. hab ich ja ausreichend erläutert.

und doch es schadet, wenn du arbeitest. weil du die abläufe nicht fürs examen brauchst. das hält dich davon ab neue dinge zu lernen. das ist tatsache. und GNEAU eine station macht sich nicht von alleine -aber genau DAFÜR bin ich NICHT da!!!

ja man kann nach 4 wochen nochwas dazu lernen. das habe ich ja auch gesagt, aber eben nicht mehr so viel pro zeit. (steigende lernkurve!)

wenn die assis dich und deine fähigkeiten kennen, lassen sie dich mehr machen -da hast du recht. aber genau DAS ist das PROBLEM dabei. es wird dir weniger beigebracht, weil du die "arbeit" ja auch alleine machen kannst. das ist ein phänomen das ich aus sämtlichen famulaturen und aus dem pj kenne. die die sich dumm stellen bekommen am meisten erklärt. das ist auch eine tatsache. wer alles alleine machen kann wird dies auch tun. ebenso muss er dann auch alleine lernen. viele assis können einem eben nichts beibringen, weil sie 4 monate vor dir geprüft wurden und dich 320kreuze von ihnen unterscheidet. in der chirgurgie kenne ich mich besser aus als viele der neuen assis -was bringts fürs examen?! nichts!!!

also wenn DU mit 200euro und nem warmen essen befriedigt bist (und das ist das problem an der GANZEN sache) dann wird sich auch nie was ändern. blöd für die die nicht zufrieden sind. aber bei medizinern klappt das ja schon seit 40jahren. mal ganz ehrlich, sag mal einem fertigstudiertem aus welchem fach auch immer, dass er jetzt mal für ein jahr umsonst arbeiten müsse, um danach 1800euro zu verdienen...ALLE lachen, mediziner nicht. die gründe sind mir ein rätsel (vielleicht ist die "elite-auslese" mit dem nc das problem, das sind nämlich die "jasager" und diejenigen die den lehrern die taschen tragen (jajaja nicht alle)) aber ein mediziner (wie du) findet sogar noch gründe DAFÜR und verteidigt die ganze sache... UUUUUNGLAUBLICH!!!

ich stehe dazu, was ich jetzt nach dem pj nicht kann, lerne ich dann wenn ich geld dafür bekomme als arzt!!!

McBeal
19.01.2007, 05:22
also ich denke innere und chirurgie gehört einfach dazu, ob mans machen will oder nicht.also habe ich weniger zeit für andere dinge. ich habe neuro trotzdem famuliert. aber eben viele fächer nicht. zeitmangel eben. DARUM bin ich für 13 monate famulatur. hab ich ja ausreichend erläutert.

Wenn Du meinst, dass Innere und Chirurgie unbedingt in den Famulaturen dazu gehören, dann bist Du halt selbst schuld. Ich habe KEINE Zeit an diese Fächer verschwendet, weil ich wusste, dass ich sie nicht machen möchte und im Blockpraktikum und PJ genug Zeit für sie haben werde ( und ich kenne mehrere Leute, die so denken). Wenn man dann noch bereit ist, aus Interesse mehr als 4 Monate zu famulieren, dann kann man eigentlich in allen für einen selbst interessanten Fächern famulieren - zumindest gehts mir so.
Allerdings halte ich Kenntnisse in Innere und Chirurgie trotzdem für wichtig für jeden Mediziner, egal, in welchem Fach man nachher landet, und so finde ich es durchaus in Ordnung, dass man je ein Tertial dort verbringt. Wobei ich natürlich offiziell noch nicht mitreden darf, weil ich noch kein PJler bin. ;-)

LG,
Ally

tarumo
19.01.2007, 06:29
Edit w. "hat sich erledigt"

Rico
19.01.2007, 08:38
ja man kann nach 4 wochen nochwas dazu lernen. das habe ich ja auch gesagt, aber eben nicht mehr so viel pro zeit. (steigende lernkurve!)Aber dann hast DU halt das Problem, dass Du in vielen Fächern so ein Halbwissen mit Dir rumschleppst, aber mal so richtig in die tiefe nicht gegangen bist - und das ist ja gerade bei Innere und Chirurgie auch im Hinblick auf das mündliche und die nicht unbedeutenden Schnittmengen dieser beiden Fächer mit den übrigen Fächern der Medizin, nicht uninteressant.

Ich stehe dazu, was ich jetzt nach dem pj nicht kann, lerne ich dann wenn ich geld dafür bekomme als arzt!!!Was bleibt Dir auch anderes übrig? :-D
Zwischen "nach dem PJ" und der Tätigkeit als Arzt kommt ja nicht mehr viel...

Gipfelstuermer
19.01.2007, 08:52
Last but non least kassiert das Haus für jeden Pjler Geld vom Staat und zwar nicht zu knapp...
Grüße


nein, die meisten häuser bekommen kein geld dafür!!! das war mal so...


In Wirklichkeit ersetzt man eine ganze Reihe von Tätigkeiten, für die man sonst (bezahltes) Personal einsetzen müßte (zum Beispiel Ärzte, Phlebotomisten, OP-Assistenten, Hol-und Bringer, Schreibkräfte etc.)

Grüße

naja, was würde dagegen sprechen, wenn fsj`ler, arbeitslose, zivis usw. diese tätigkeiten übernehmen würden. blutabnehmen kann man auch nem dressiertem affen beibringen, hakenhalten kann quasi JEDER, blut zum labor bringen auch. das lustigste find ich wirklich das hakenhalten. das ist ungefähr so, als würde man einem einem ausgelernten kfz-mechaniker sagen, er solle mir den cafébecher an den mund führen, damit ich besser trinken kann. viele findens toll -was ich nicht verstehen kann. in vielen häusern kann man auch ohne biologische hakenhalter operieren. wenn die hakenhalter geld kosten würden, würde es ganz schnell auch ohne gehen. aber wie gesagt, das ist typische deutsche mediziner-mentalität. es funktioniert. und es gibt super viele die es auch noch gut finden. eine hat mir nach einer 6std op gesagt "das finde ich super interessant". sie hat den haken gehalten... ich find auch interessant mal den ganzen tag tv zu schauen, aber halte ich dafür das fernsehgerät mit ausgetsreckten armen im 90° winkel nach vorne!? "wäre auch interessant". bei manchen glaubt man echt, dass das studium hörig und einfach nur dumm macht, oder ihren willen bricht (schwache menschen).

naja, ich geh mal wieder das machen, was mich vom arztsein trennt -kreuze :-lesen

Gipfelstuermer
19.01.2007, 08:56
Was bleibt Dir auch anderes übrig? :-D
Zwischen "nach dem PJ" und der Tätigkeit als Arzt kommt ja nicht mehr viel...


war ein satz, den ich schon während des pj gepostet hatte!


Aber dann hast DU halt das Problem, dass Du in vielen Fächern so ein Halbwissen mit Dir rumschleppst, aber mal so richtig in die tiefe nicht gegangen bist - und das ist ja gerade bei Innere und Chirurgie auch im Hinblick auf das mündliche und die nicht unbedeutenden Schnittmengen dieser beiden Fächer mit den übrigen Fächern der Medizin, nicht uninteressant.


nein, weil du dir ja aussuchen kannst worauf du hinaus willst. das ist wie ein lk in der schule.

Gipfelstuermer
19.01.2007, 08:59
Wenn Du meinst, dass Innere und Chirurgie unbedingt in den Famulaturen dazu gehören, dann bist Du halt selbst schuld.
Ally

gesetzt den fall, dass es KEIN pj mehr geben würde...habe ich doch meterlang erklärt -schnarchnase!!!



Allerdings halte ich Kenntnisse in Innere und Chirurgie trotzdem für wichtig für jeden Mediziner, egal, in welchem Fach man nachher landet
Ally

achso... klang oben ganz anders... :-blush


Wobei ich natürlich offiziell noch nicht mitreden darf, weil ich noch kein PJler bin. ;-)




darfst du trotzdem... :-wow

alley_cat75
19.01.2007, 12:52
Genauso ist es! Wer ein unbezahltes PJ in Ordnung findet, soll dann auch nicht maulen, wenn er als Assi nachts für 4,40 netto im OP stehen darf und später als Hausarzt für 25 Euro am Sonntag Hausbesuche macht (während der Schlüsseldienst 200 Euro nimmt...). [...]
Und...jeder Azubi bekommt heutzutage eine mehr oder weniger gute Vergütung, und zwar frisch ab Schule und nicht erst nach dem Ende der Ausbildung.

Zuerst zu den Azubis: richtig, das sie eine Ausbildungsvergütung erhalten, aber Du kannst Dir ja mal ausrechnen, was eine Verkäuferin bis zum Rentenbeginn in ihrem Leben verdient (inkl. Ausbildung) und was ein Arzt verdient. Fällt Dir was auf? Schlussfolgerung?

Zu den vermeintlich maulenden Assis: wer mault denn? Woher hast Du diese Zahlen? Ich kenne keinen Kollegen, der für 4,40 Euro/h nachts im OP steht.

tarumo
19.01.2007, 13:58
Edit wg. "hat sich erledigt"

Gipfelstuermer
19.01.2007, 16:21
und dann finden einige das pj, 3 monate famulatur, pflegepraktikum und zivi auch noch toll!!!

ich muss es immer wiederholen. SOWAS klappt NUR mit MEDIZINERN!!! niemand würde sich sowas bieten lassen...

darum kann man auch den nc abschaffen. jeder normale mensch würde sowieso nicht medizin studieren... :-wow

alley_cat75
19.01.2007, 17:29
Mit 30 das Haus abgezahlt... keine Fiktion, sondern direkt aus dem persönlichen Umfeld. Falls das zu abstrakt sein sollte: mal aufs Pflegepersonal schauen.

Ich glaube Du verwechselst Haus gebaut mit Haus abbezahlt. Mein Vater ist Ingenieur und lebt von Häuslebauern in ganz Deutschland - keiner seiner Kunden hat mit 30 den Kredit abbezahlt, nicht mal mit 40, evtl. mit 50. Ich glaube Dir, wenn Du Leute kennst, die mit 30 das eigene Haus haben und keinen Cent Schulden, aber das ist ein ausgesprochen geringer Prozentsatz und damit nicht repräsentativ. Was die Gehälter des gemeinen Proletariers angeht: zufälliger Weise bin ich gelernte Krankenschwester und kann mich noch extrem gut an meine Lohnabbrechnung erinnern - ich hatte 1300 Euro netto und konnte mir damit nicht einmal ein neues Auto ohne Kredit kaufen. Und zufälligerweise ist eine sehr gute Freundin Tischlerin. Sie hat Deutschland verlassen, weil sie hier mit 850 Euro netto nicht zufriedenstellend leben konnte. Also bitte, keine Märchen erzählen.

tarumo
19.01.2007, 19:07
Edit w. "hat sich erledigt"

tarumo
19.01.2007, 19:50
Edit w. "hat sich erledigt"

alley_cat75
19.01.2007, 20:28
Ich verdiene im 1. Assistenzjahr genau 600 Euro netto mehr als meine Kollegen aus der Pflege, die den Job seit 12 Jahren machen. Soviel dazu. Rentenversicherung hättest Du die letzten zehn Jahre ebenfalls freiwillig einzahlen können - ich habe es getan. Ich bestreite nicht, dass es angenehm wäre, das PJ bezahlt zu kommen, aber man ist in dieser Zeit Student und hat in der Regel keinen Fulltime-Job und ersetzt auch keine ganze Arztstelle. Argumente dafür habe ich mehr als einmal in diesem thread erörtert. Vergleiche mit Absolventen anderer Fachbereiche berühren mich nur wenig. Es sind ebend nur Juristen und Lehramtsanwärter, die Geld bekommen. Was ist mit Ingenieuren, Architekten, Musikwissenschaftlern, Philosophen etc.? Die bekommen ebenfalls für keines ihrer Praktika Geld. Darüber hinaus ist es in anderen Branchen durchaus üblich, selbst nach erfolgreichem Studienabschluss für niente irgendwo zu arbeiten, in der Hoffnung, einen ordentlichen Vertrag zu bekommen. DAS finde ich wirklich schlimm, unbezahltes PJ nicht. :-meinung

M. Cremaster
19.01.2007, 21:04
Was ist mit Ingenieuren, Architekten, Musikwissenschaftlern, Philosophen etc.? Die bekommen ebenfalls für keines ihrer Praktika Geld.

Zumindest bei den Ing. stimmt das nicht. Praxissemester, sonstige Pflichtpraktika werden in der Industrie üblicherweise bezahlt - bei mir warens damals 600 bzw. 770 € /Monat. Diplomarbeiten werden i.d.R. auch vergütet, sobald mal in die Industrie geht fliesst normalerweise die Kohle ;-) hab damals pauschal 3500€ bekommen für 6 Monate Diplomarbeit. Die (wenigen) Komillitonen, welche ihre Diplomarbeit in einem Labor der FH geschrieben haben, wurden nicht bezahlt (aber wer macht das schon)

tarumo
19.01.2007, 21:21
edit wg. hat sich erledigt...

Evil
19.01.2007, 23:36
nein, die meisten häuser bekommen kein geld dafür!!! das war mal so...Wann hat sich das geändert? Die Lehrkrankenhäuser hier kassieren immer noch, deshalb gib mir mal bitte die Quelle.

Relaxometrie
19.01.2007, 23:43
Die Lehrkrankenhäuser hier kassieren immer noch
Die Quelle dafür?

Evil
19.01.2007, 23:49
Der Lehrbeauftragte meines damaligen PJ-Hauses...

tarumo
20.01.2007, 05:13
edit wg. hat sich erledigt...