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karjila
06.01.2007, 21:39
Was mir häufig bei derartigen Diskussionen immer wieder durch den Kopf schießt, ist der Gedanke, dass der Bereitschaft ein 1,x er Abi anzupeilen ja nicht nur eine spontane Überlegung vorausgeht, sondern eine ganze Menge an Entscheidungen wie z.B. Was will ich später einmal studieren? Will ich überhaupt an die Uni? Welcher Bereich ist für mich interessant?..........usw

Für mich persönlich war die Abinote einfach noch nicht relevant und der Wunsch zum Medizinstudium hat sich quasi aus einer Ausbildung heraus und einer langen und immer wiederkehrenden Auseiandersetzung mit dem Thema gefestigt. Was ich damit sagen will...ich persönlich habe sehr viel Motivation aufgebaut und glaube daran, dass nicht alle Warter von dem Gedanken der Berufung oder ähnlichen Motiven bereits in der Kollegstufe gesegnet waren. :-meinung.

Würde ich jetzt tendenziell zu der Gruppe der Warter gehören, die über das System jammern? Sicher nicht...und derer gibt es bestimmt noch zahlreiche :-top

Grüße
karjila

DocOliver
07.01.2007, 08:00
Für mich persönlich war die Abinote einfach noch nicht relevant und der Wunsch zum Medizinstudium hat sich quasi aus einer Ausbildung heraus und einer langen und immer wiederkehrenden Auseiandersetzung mit dem Thema gefestigt.

Letzterer Teil Deiner Aussage leuchtet mir ein - geht/ging sicher vielen so. Was die Abinote betrifft, dachte ich immer, dass man stets sein Bestes gibt, egal welche Studien- oder Ausbildungsrichtung man anstrebt. Schließlich lebst Du nicht allein auf dem Planeten und andere haben evtl. die gleiche Idee wie Du.

karjila
07.01.2007, 11:07
Schließlich lebst Du nicht allein auf dem Planeten

zum Glück :-D. Und trotz vieler Menschen, die mit mir um den Studienplatz konkurrieren, würde ich nichts anders machen wollen. Denn nach dem Abi direkt auf die Uni wäre für mich eh nicht in Frage gekommen. Etwas Praxis auf dem Arbeitsmarkt schadet niemandem, um auf dem Boden zu bleiben egal in welchem Bereich. :-meinung

Liebe Grüße
karjila

Dr.Hibbert
07.01.2007, 11:11
Ich denke auch nicht, dass da etwas verwerfliches dran ist, nicht sofort zu studieren. Du hast ein Abi, Du kannst studieren. NIcht jetzt, aber später. Du wirst dann vielleicht nicht mit 35 Chefarzt und Neurochirurg ihrer Majestät, aber das muss man ja vielleicht auch gar nicht, oder?

Ich denke die Geschichte liegt immer im Auge des Betrachters. Es gibt halt leute, die klagen, schwedisch, albanisch und hebräisch lernen, um irgendwo ihr Physikum zu machen, durch die halbe Welt reisen und so an einen Studienplatz kommen. Und es gibt Leute wie karjila und viele andere Warter, die sich mit er Situation arrangieren und etwas später anfangen. Vielleicht nicht unbedingt mit den besten Startvorraussetzungen, aber dafür mit anderen Erfahrungen!

alley_cat75
07.01.2007, 11:12
Denn nach dem Abi direkt auf die Uni wäre für mich eh nicht in Frage gekommen. Etwas Praxis auf dem Arbeitsmarkt schadet niemandem, um auf dem Boden zu bleiben egal in welchem Bereich.

Ziemlich gutes Argument! :-top Leider ein typisch deutsches Problem, dass man das Gymnasium vollgestopft mit Theorie verlässt und in ein, im Vergleich zu anderen Ländern, ebenso theoretischen Unialltag einsteigt. Und nach dem Studium steht so mancher völlig erschüttert da und wundert sich über den harten Berufsalltag... Der bei Ärzten nicht wesentlich härter ist, als in manch anderen Berufskreisen. Arbeitserfahrungen zu sammeln ist meines Erachtens nach immer gut. Viele sind sich ja leider zu fein dafür.

karjila
07.01.2007, 13:10
Ich denke die Geschichte liegt immer im Auge des Betrachters. Es gibt halt leute, die klagen, schwedisch, albanisch und hebräisch lernen, um irgendwo ihr Physikum zu machen, durch die halbe Welt reisen und so an einen Studienplatz kommen. Und es gibt Leute wie karjila und viele andere Warter, die sich mit er Situation arrangieren und etwas später anfangen.
genau so meinte ich das :-top


Vielleicht nicht unbedingt mit den besten Startvorraussetzungen, aber dafür mit anderen Erfahrungen!
Ich würde gar nicht einmal sagen, dass die Startbedingungen deshalb unbedingt schlechter sind. Ich seh mich irgendwie als abgeklärter an (schwer zu beschreiben) und mich hat es sehr verwundert hier zu lesen, dass viele "Abifrischlinge" mehr Motivation und Bereitschaft an der Uni zeigen als andere. Ich für mich kenne meine Pläne, weiss jetzt genau wohin ich will, und die Motivation wird durch die Erschwerung einen Studienplatz zu bekommen nur zusätzlich gesteigert. Zudem bin ich keineswegs ausser Übung oder dergleichen. Ich mag es Fachbücher zu wälzen und hab daher entsprechend viele zu Hause in den Regalen stehen. Diese Punkte zähle ich alle zu den Startbedingungen und muss sagen, alles in allem nicht übel :-meinung


Und nach dem Studium steht so mancher völlig erschüttert da und wundert sich über den harten Berufsalltag...
ganz deiner Meinung :-)

Liebe Grüße
karjila

M. Cremaster
09.01.2007, 16:17
Adrenalino: deine Gelassenheit :-top
LG

Jo das finde ich auch cool.

Du weisst was du willst , und verlierst das Ziel nicht aus den Augen
:-top

Meiner einer ist ja Abi 97 (!!), und ich sehe halt dass diejenigen, die sich einfach etwas mehr Zeit gelassen haben, jetzt eigentlich die besseren Perspektiven haben. So gesehen würde ich deine Wartezeit nicht negativ bewerten; Med. Studium direkt nach dem Abi (kein Zivi / FSJ) halt ich gar net für so günstig - hier gilt natürlich auch : Ausnahmen bestätigen die Regel.