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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Vom Studentenheim direkt ins Altenheim"



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funny
20.06.2007, 14:42
Ach, Ihr sprecht mir alle so aus der Seele. Ich werde auch im Oktober mit HM beginnen - drei Tage nach meinem 35. Geburtstag.

Auch ich habe alle Arten der Reaktionen erlebt; von totaler Ungläubigkeit, Fassunslosigkeit, Neid, Bewunderung bis hin zum dauerhaften Kopfschütteln.

Am schönsten fand' ich den Satz einer 21-jährigen Kollegin: "Oh Gott, dann hast Du ja gar keine Zeit mehr."
Hm, momentan arbeite ich knapp 70 Std. die Woche unter Dauerstress, komme kaum zum Essen, muss mich immer über die Chefs ärgern und mich auch noch blöd anmachen lassen, wenn ein Projekt, für das man eigentlich zehn Monate braucht, nicht in zehn Minuten erledigt ist.

Ich denke, es kann nur entspannter werden :-))

Am verständnislosesten haben in der Tat die Leute reagiert, die einem dieser 9-5-Jobs in Behörden nachgehen und jeden Tag irgendwelche Schadensmeldungen auf den Tisch haben.

Das waren dieselben Leute, die mich angemacht haben, weil ich keine Kinder will, weil ich begonnen habe, Marathon zu laufen, weil ich immer noch gerne Turnschuhe trage und abends auch mal spontan in die Kneipe gehe, um ein Bier zu trinken. Mit diesen Leuten habe ich aber auch nix mehr zu tun ...!

Zieht Euer Ding durch, lasst' die anderen doch fassungslos sein und freut Euch auf ein neues, sicherlich wahnsinnig(es) spannendes Leben - ich für meinen Fall tue das.

Jawoll! :-party


Es gibt da ein schönes Sprichwort: "Mitleid kriegt man umsonst, Neid muss man sich verdienen." Vielleicht sollte man Neid einfach als etwas unschön verpacktes Kompliment sehen und die Neider dann erst recht anstrahlen. Das macht die wiederum nur noch mehr wahnsinnig ... :-))

Unbekannter
01.08.2007, 05:35
Hallo zusammen,

das tut richtig gut hier die Beiträge zu lesen. Ich bin in der gleichen Situation, denke nach einem abgeschlossenen BWL Studium über ein Studium der Medizin nach und alle halten mich für verrückt. Habe jetzt einen sicheren Job mit sehr guten Aussichten und es kann niemand (fast niemand) in meinem Familien- und Bekanntenkreis verstehen, dass ich das für ein "Luftschloss", wie sie sagen, aufgebe.
Vor allem wenn man das Studium aus irgendeinem Grund doch nicht zu Ende bringt, ich weiß, davon soll man erst gar nicht ausgehen, aber es könnte ja, warum auch immer, dann wird man aus allen Ecken zu hören bekommen: "Ich habs ja schon vorher gewusst, der ist ja selber schuld.....". Das kennt man ja. Und ich glaube, dass das bestimmt nicht leicht wäre.
Aber trotzdem sollte das einen nicht abhalten und mein Entschluss manifestiert sich immer mehr, auch wenn der Zug für dieses Jahr leider abgefahren ist und ich ja nichtmal weiß, ob ich überhaupt einen Platz bekommen würde....

Würde gerne noch mehr über eure Erfahrungen im Studium wissen, habe nämlich Angst, dass ich mir vielleicht falsche Vorstellungen mache und das später bereue...würde mich auch über private Nachrichten freuen, falls jemand Lust hat mir etwas von seinem Weg zur Medizin zu erzählen.

Viele Grüße,
Unbekannter
:-party

funny
01.08.2007, 07:59
@ Unbekannter,

darf ich fragen, welchen Job du gerade machst? Würde es dir schwer fallen, ihn aufzugeben? Wie alt bist du?

Prinzipiell würde ich aber immer sagen: Don´t dream your life, live your dream, auch wenn das etwas kitschig klingt :-D

Unbekannter
01.08.2007, 14:07
@funny:
ich arbeite im Wirtschaftsprüfungsbereich....ist nicht so wirklich meine Welt hier und ich möchte das nicht länger als nötig machen. Ich ärgere mich ziemlich darüber, dass ich mir das nicht vorher überlegt habe, aber wie das nach dem Abi eben so ist, macht man erstmal irgendwas ohne so richtig über das spätere Leben nachzudenken. Naja, das ist Vergangenheit...
Ich werde jetzt 28 und es würde mir nicht schwer fallen den Job an sich aufzugeben, da er mir ohnehin keinen Spaß macht. Aber all die Risiken, die damit verbunden sind, die machen mir etwas Angst und führen zu einer unaufhörlichen Diskussion mit mir selbst. Vorteile, Nachteile, was isr wenn usw. usw.....
Wie ist es denn bei dir? Du studierst schon Medizin? Was hast du vorher gemacht und wie alt bist du? Bin über Erfahrungsberichte dankbar....

funny
01.08.2007, 14:14
Ich hoffe, meine Antwort zieht dich jetzt nicht runter:
Ich habe auch BWL in München studiert, arbeite auch als Dipl.Kffr in München, habe vor 3,5 Jahren ebenfalls mit einem Zahnmedizin-Studium geliebäugelt, mich dann aber vor ca. 3 Jahren dagegegen entschieden und stattdessen den Job intern in der Firma gewechselt, der mir nun besser gefällt (Operations). In diesem Forum treibe ich mich immer noch herum, weil es mir hier gut gefällt, die Leute nett sind und ich "unbewußt" vielleicht doch noch nicht aufgehört habe, mich gedanklich mit einem Med-Studium zu beschäftigen. :-???

Deshalb: Es kann auch mit einer Gegen-Medizin-Entscheidung gut gehen (bin momentan nämlich recht zufrieden), aber es kann halt auch irgendwann wieder in einem gähren. Who knows? Allerdings war ich nie eine der Total Begeisterten und Chemie, Physik und Biochemie (mein Bruder ist mittlerweile im 3. Staatsexamen Medizin und ich habe mir diese Bücher mal angesehen) fand ich abstoßend langweilig :-sleppy Ich konnte noch nicht mal einen Satz ganz durchlesen, sondern wollte das Buch sofort weglegen und mich lieber wieder mit Marketing beschäftigen :-party

FAzit ist immer, dass dir die Entscheidung keiner abnehmen kann und jeder Erfahrungsbericht von anderen dich entweder verwirren oder ermutigen kann. Hoffentlich habe ich nun damit nicht ersteres getan.

Dr. nobo
01.08.2007, 14:26
Stimm dir da zu. Arbeitsplatzwechsel ist eine gute Vernunftlösung. Man kann die Zeit leider nicht zurückdrehen. :-nix

Dr. Jekyll
01.08.2007, 15:57
Was die deutsche Familienpolitik betrifft, könnte ich mir manchmal die Haare ausreißen. Hat man Kinder (> 1) ist man asozial; hat man Kinder und geht arbeiten, ist man doppelt asozial. Hat man mit > 25 keine Kinder, gilt man als egoistisch und karrieregeil. Manch einer denkt sogar, man sei lesbisch und der Mann an deiner Seite ist nur Alibi. :-??? Fazit: was auch immer Du in Deinem Leben tust, wird bei einigen Kopfschütteln hervorrufen. So what? :-nix Hauptsache, Du bist zufrieden und lebst Deine Träume. Und für ein Studium würde ich mich sogar nicht rechtfertigen. Das ist doch eindeutig Neid! :-meinung Ich wette, JEDER würde gern sein Wissen bereichern und entspannt dahin lernen. Leider müssen die meisten ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommen und vor allem Geld verdienen. Schön für den, der beides schafft.


hast du kurze haare, alley?

funny
01.08.2007, 16:27
hast du kurze haare, alley?

:-sleppy

ernieundbert123
01.08.2007, 16:32
@ Unbekannter:

Meinen Senf habe ich ja schon dazugegeben.
Wie gesagt, werde kurz vor Studienbeginn 35 und habe mich lange mit der Idee, mir doch noch meinen Traum vom Medizin-Studium zu erfüllen, beschäftigt.
Aber wie es dann so ist: Aufstieg in der Firma, Abteilungsleitung, viel Geld. Das habe ich dann einige Jahre lang gemacht. Aber dadurch ist der Traum vom Studium eher noch stärker geworden.

Und nun habe ich noch volle 13 Tage Tage zu arbeiten, bevor ich in Teilzeit arbeiten werde. Und das Gefühl ist GROSSARTIG :-party

Wenn es Dich gedanklich nicht mehr loslässt: Mach es!

M. Cremaster
01.08.2007, 22:03
Ich ärgere mich ziemlich darüber, dass ich mir das nicht vorher überlegt habe, aber wie das nach dem Abi eben so ist, macht man erstmal irgendwas ohne so richtig über das spätere Leben nachzudenken. Naja, das ist Vergangenheit...

Bei mir das gleiche (Abi 97), rückblickend war mein Fehler - hab mich vom damaligen Hype mitreissen lassen "Nur keine Zeit verlieren -was du hast eine Lücke von 2 Monaten im Lebenslauf?? Kannst du das nicht verbergen?". Statt mal eine Auszeit zu nehmen, in Ruhe überlegen. Ich war vielleicht auch mit den falschen Leuten zusammen, dass waren eher so die karrieregeilen Banker die es nicht verstehen konnten wie man an einer Uni womöglich länger als 3 Jahre studieren kann. Was für eine Zeit=Geldverschwendung...

Du kannst die Zeit nicht zurückdrehen, aber du kannst verhindern dass du dich in 10 Jahren noch viel mehr ärgerst. Und dann ist es wirklich arg spät das Ruder nochmal rumzureissen.


Ich werde jetzt 28 und es würde mir nicht schwer fallen den Job an sich aufzugeben, da er mir ohnehin keinen Spaß macht. Aber all die Risiken, die damit verbunden sind, die machen mir etwas Angst und führen zu einer unaufhörlichen Diskussion mit mir selbst.

Sicher sind die Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft eh nicht mehr, und du kannst morgen durch den nächstbesten Idioten ersetzt werden. 2 Wochen nach meinem Weggang wurde meine alte Firma an eine Inverstorengruppe vertickt. Warten wirs mal ab wie es da weiterläuft, verantwortlich für Mitarbeiterschicksale fühlen die sich bestimmt nicht.

Wenns aber läuft in der Industrie, bekommst du immer was. Erst kürzlich hab ich ein konkretes Jobangebot in meinem alten Beruf vermittelt bekommen, wohlgemerkt ich hab nicht danach gesucht. (Hab natürlich dankend abgelehnt mit der Option auf spätere Freelancer-Einsätze um das Studium zu finanzieren). Das Medizin-Studium geniesst einen so hohen Stellenwert in der Bevölkerung, dass ein Wiedereinstieg im alten Job recht problemlos möglich sein wird. Die meisten können den Wunsch mehr als gut verstehen, sich mit dieser sehr grundlegenden und bedeutenden Wissenschaft zu beschäftigen. So denken auch Leute mit personalverantwortung. O-Ton eines Projektleiters (Alter Ende 40) in der alten Firma zu meinem Vorhaben: Wenn ich zuhause nicht Frau und 2 Kinder sitzen hätte, ich würds auch machen.

Dass du per nebenjob im alten beruf "up to date" bleiben solltest, versteht sich von selbst, wenn du das Hintertürchen "zurück in den alten Job"offen halten willst, das ist klar. Das Risiko halte ich für ungebundene Leute überschaubar, ich halts für riskanter zu glauben dass man in sagen wir mal 25 Jahren weiterhin Heerscharen von Unternehmensberatern braucht ;-)

Unbekannter
02.08.2007, 10:37
Vielen Dank erstmal für die ganzen Antworten...auch wenn einem natürlich keiner die Entscheidung abnehmen kann, ist es schön mal andere Meinungen zu hören.

@funny: Ich freue mich für dich, wenn du jetzt in deinem Job nach einem Bereichswechsel glücklich bist. Dann war es wohl die für dich richtige Entscheidung. Mir fällt leider in meinem Bereich nichts ein, was mir wirklich langfristig gefallen würde.

@ernieundbert123: Ich habe jede Menge Respekt ggü. deiner Entscheidung. Es ist sicherlich ein rießengroßer Schritt für dich und wahrscheinlich ein noch größerer als es bei mir wäre....ich hoffe, dass alles klappt wie du es dir vornimmst.

@Administrator: Vielen Dank, dein Beitrag motiviert mich echt schon ein ganzes Stück. Scheint ja, als wenn wir wirklich in recht identischen Situationen sind. Studierst du denn zurzeit schon oder fängst du jetzt erst an? Wenn du schon dabei bist, bist du rundum zufrieden ? Bereust du deinen Entschluss in irgendeiner Art?

Ich habe ja noch etwas Bedenkzeit bis zum nächsten Bewerbungstermin, aber bis dahin sollte ich mich endgültig entschieden haben und vor allem das ganze drumherum geklärt haben...

Dr. nobo
02.08.2007, 10:59
Und nun habe ich noch volle 13 Tage Tage zu arbeiten, bevor ich in Teilzeit arbeiten werde. Und das Gefühl ist GROSSARTIG :-party


Bist du mit der Teilzeitarbeit extrem flexibel? Das ist ja sonst schwierig mit dem Studium und seinen Anwesenheitspflichten zu vereinbaren, wenn es ein Bürojob à la 8-17 ist, oder?

ernieundbert123
02.08.2007, 12:15
Bist du mit der Teilzeitarbeit extrem flexibel? Das ist ja sonst schwierig mit dem Studium und seinen Anwesenheitspflichten zu vereinbaren, wenn es ein Bürojob à la 8-17 ist, oder?

@ Dr. nobo
Gott sei Dank habe ich einen großartigen Arbeitgeber. Ich habe ab 1.9. einen 20-Stunden-Vertrag (pro Woche). Ich muss mindestens 10 Std. die Woche arbeiten, aber doch so, dass ich im Jahresmittel 20 Std./Woche erreiche. Da ich in der IT-Branche tätig bin, kann ich zu unüblichen Zeiten arbeiten. Ich kann früh morgens, spät abends, am Wochenende und auch von zu Hause aus arbeiten. Meine Chefin hat mich lediglich gebeten, es auch mal so einzurichten, dass ich meine Nase auch mal zu "normalen Arbeitszeiten" ins Büro hänge und mich blicken lassen.

Will sagen, das Studium und die Vorlesungs- und Seminarzeiten haben definitiv Vorrang. War in der Planung und Vertragsverhandlung nicht alles ganz einfach, mit viel Verhandeln hat es dann aber doch geklappt.

Und jetzt auch nur noch 12 Tage Vollzeit :-))

M. Cremaster
02.08.2007, 17:33
@Administrator: Vielen Dank, dein Beitrag motiviert mich echt schon ein ganzes Stück. Scheint ja, als wenn wir wirklich in recht identischen Situationen sind. Studierst du denn zurzeit schon oder fängst du jetzt erst an? Wenn du schon dabei bist, bist du rundum zufrieden ? Bereust du deinen Entschluss in irgendeiner Art?

:-)

Ja, studiere schon (komme jetzt ins 3. Sem)

Den Entschluss habe ich bisher keine einzige Sekunde bereut.

funny
02.08.2007, 19:21
@ernieundbert,

darf ich dich fragen, wie sehr du mit nun bald 20 Stunden in der Woche Arbeit neben dem Medizinstudium deinen bisherigen Lebenstandard einschränken oder etwas minimieren musst? Das würde mich schon sehr interessieren, denn will auf all die "Annehmlichkeiten" enes Vollzeit-Gehaltes zu verzichten ist ja auch erstmal eine Umstellung.

Danke für die Antwort.

ernieundbert123
02.08.2007, 20:20
@ funny:

Ja, das ist eine schwierige Frage, genau kann ich das auch noch nicht abschätzen, das wird sich dann zeigen :-)
Nein, im Ernst, ich habe im Vorfeld alle Abos, Mitgliedschaften etc. gekündigt. Bisher habe ich mir so einigen Luxus geleistet, wie z.B für 85 Euro im Monat bei der SKL mitspielen und so einen Quatsch. Das ist nun alles vorbei.
Ich werde weiterhin überdurchschnittlich verdienen und habe Gott sei Dank das Thema mit Eigenheim und so schon erledigt.

Ich gehe seit Monaten schon anderes shoppen und lege alles an Geld zur Seite, was geht.
Nicht verschweigen darf ich, dass ich auch nicht alleine bin, und mein Partner mich voll und ganz bei dieser Entscheidung unterstützt. Ich werde mich sehr einschränken müssen, aber das ist Jammern auf höchsten Niveau.

Das Wichtigste ist: Ich WILL Medizin studieren, und wenn alle Stricke reißen, werde ich mich um einen Platz im Studentenwohnheim um die Ecke bewerben.

Geld ist nicht alles, das weiß ich inzwischen. Jeden Monat eine große Gehaltsüberweisung ist klasse, soviel werde ich nie wieder verdienen. Sicherer Job, großes Verlagshaus, sichere Branche - aber wenn man jeden Tag ins Büro schlappt und mit Magenschmerzen nach Hause geht, weil man weiß "Das kann ich nicht bis 67 machen", ist das auch nicht so prickelnd.

So, jetzt sind es nur noch 11 volle Arbeitstage bis zum Praktikum :-dance

Helena2404
03.08.2007, 08:45
Das Wichtigste ist: Ich WILL Medizin studieren

Ja, dann hast du schon mal das wichtigste Kriterium erfüllt...
Ich wünsche dir (euch), so wie auch mir selbst (darf man ja auch mal sagen,ne) viel viel Freude an der Medizin, behaltet euren Elan, seid ehrgeizig und diszipliniert und lasst euch nichts nehmen! Bleibt so, wie ihr es für richtig haltet.

LG

Unbekannter
03.08.2007, 09:00
@ernieundbert123: Dann bringst du doch die besten Voraussetzungen mit, um trotz des Studiums sehr gut klar zu kommen. Das Glück haben wohl nicht alle. Ich drück dir auf jeden Fall auch die Daumen.

@Administrator: Das hört sich doch super an, wenn du nach 3 Semestern immernoch zufrieden bist scheint es ja definitiv die richtige Wahl gewesen zu sein. Du hattest mit 29 angefangen? Wie alt waren/sind denn so deine Mitstudenten? Bist du der Älteste?

Ich finde ja echt das Finanzierungsproblem ziemlich schwierig. Auch wenn ich meine Ansprüche weit zurückdrehen kann, muss ich ja so Sachen wie Wohnung, essen, Studiengebühren etc. zahlen. Und ich kann gar nicht einschäätzen, wie viel Zeit zum Arbeiten nebenbei bleibt.
Wäre natürlich super, wenn ich aufgrund meines Erststudiums(BWL) einen guten Nebenjob bekommen würde, aber da etwas richtig flexibles zu bekommen ist schwer. Man ist ja meist an Bürozeiten gebunden.

funny
03.08.2007, 10:55
@ ernieund bert:

Das klingt ja wirklich gut realisierbar. Allerdings ist ein Eigenheim mit 35 Jahren schon eine tolle Leistung. Das ist eine ruhigere Ausgangslage, als sich weiterhin allein in München die 2 Zimmer Wohnung für 850 €uro warm zu finanzieren. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - aber Lebensstandard ist halt auch etwas sehr Feines und macht richtig Spaß :-love

Und sich davon zu verabschieden bei gleichzeitigem enormen Lernstress sicherlich nicht leicht.

LAH_in_GAZ
03.08.2007, 14:10
Ich bin erst 21 und muss erstmal sagen als junger Schnösel, dass ich das beeindruckend finde, dass sich so viele in einem späteren Alter noch für Medizin entscheiden. Ich hab mich dieses Jahr für Medizin und Biochemie beworben. Eine Zusage in BC in Tübingen hab ich schon, jedoch würde mir Medizin auch eher zusagen. Später kann ich immer noch den Facharzt in BC oder Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologie machen.
Jedoch bekommt man auch hier Lust drauf, erst BC zu studieren und danach noch Medizin als Zweitstudium. Das macht einem Mut!


Was ich eigentlich loswerden wollte ist, ich hab hier gelesen, dass viele es gut heißen, wenn man schon ein Eigenheim hat. Da wollte ich fragen, ob das wirklich so vorteilhaft ist, das muss ja schließlich auch abbezahlt werden, kann ich mir vorstellen? Ich hab mir erst gedacht, hey wenn die mit 29 anfangen, haben die ja sicherlich schon gut verdient, sie haben ja schließlich schon studiert und annehmliche Jobs ausgeführt, jedoch glaub ich, dass es eher viel komplizierter wird als für so einen Jungspund, weil man sich doch mehr aufgebaut hat und das nicht einfach liegen lassen kann. Ein 21 Jähriger lässt alles stehen und liegen und zieht aus.
Wie seht ihr das, wo liegen die Vorteile in einem höheren Alter sich noch seinen Traum zu erfüllen, worin liegen die Nachteile(gut eigentlich schon vielseitig hier gelesen, aber es gehört zur Fragestellung dazu :D)? Gibt es wirklich Vorteile, die man haben kann, mal abgesehen von den psychischen Aspekten?

grüße