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Katecholamin
23.08.2007, 14:14
Kurze Frage:

WÜrdet ihr euch bei einer Gastroskopie von eurem Gastroenterologen Propofol spritzen lassen für die Untersuchung? abgesehen davon,ob man Propofol überhaupt braucht und es nicht Xylocain oder Dormicum ... auch tun würden, ist das sicher? was ist, wenn der Arzt einen atemdepressiv schießt in einer Arztpraxis?...ob der dann intubieren kann? Ich hab von einer Dosierung um 120!? herum gehört?

alley_cat75
23.08.2007, 14:18
In der Klinik geben wir fast ausschließlich Dormicum. Die Alkis und Tablettensüchtigen bekommen auch schon mal Propofol, aber dann lasse ich die Schwester den Notfallkoffer dicht neben den Patienten stellen... Gute Frage, ambulant würde ich mich das nicht trauen bzw. nur wer sicher und regelmäßig intubiert, sollte das tun. :-meinung

Trojan
23.08.2007, 14:22
Hallo Katecholamin,

ich würde das tagesstätionär machen lassen; ich habe es bisher nur einmal gesehen, dass unter Propofol eine AD auftrat. Wenn Du da Bedenken hast, solltest Du vielleicht mal nach Etomidate fragen; das ist signifikant weniger atem- und kreislaufdepressiv. Und ob der niedergelassene Gastroenerologe adäquat intubieren kann, ist fraglich, weil man das ständig üben muss, um nicht aus der Übung zu geraten. Also: lieber Eto als Propofol, und lieber ambulant im Krankenhaus, wenn Du ne Kurznarkose willst.

CHALi
23.08.2007, 14:22
Hey,
ich würde erstmal eh keine Magenspiegelung /DS in einer Arztpraxis machen lassen außer die arbeiten mit einem Anästhesisten zusammen. Irgendwie habe ich mehr vertrauen zu KH (persönliche Meinung). Wenn mal kacke am Dampfen ist, finde ich es beruhigend, wenn es Leute gibt, die Intubieren können und wenn ein OP vorhanden ist.... nur zur Sicherheit versteht sich ;-)

Für eine Darmspiegelung habe ich mir im KH damals Propofol geben lassen, was auch gut war. Ich habe nichts mitbekommen und war schnell wieder richtig fit. Unter Dormicum habe ich eher einen Aufputschenden Effekt und kann zum Erstaunen von Anästhesisten auch noch gerade laufen ohne Probleme. :-party

Für eine Darmspiegelung ist es wohl eh ratsamer, das unter Propofol zu machen, weil der Patient entspannter ist und wohl die Gefahr einer Verletzung des Darmes geringer ist. Weiß nicht, wie sich das bei einer Magenspiegelung verhält. Dormicum find ich nicht so klasse und diese dämliche Amnesie.. Arschlecken!

Verlass dich auf dein Bauchgefühl. Ich kenn viele die ne Magenspiegelung mit Dormicum machen lassen und sehr zufrieden waren.

Monty
23.08.2007, 17:41
Bei mir wurde mal eine Gastroskopie durchgeführt. Wisst ihr was ich bekommen habe: gar nichts. Ging auch, gibt wirklich schlimmeres...

CHALi
23.08.2007, 17:43
Wie war das.. nur die harten kommen in Garten.. wers braucht :-D

Katecholamin
23.08.2007, 18:36
Ist schon klar, dass man auch so auskommt,dann hat man wohl auch weniger Aspirationsgefahr!?....aber auf massiven Würgereiz usw kann ich auch gerne verzichten ;-)


Also lieber Eto als Propofol und lieber kurzzeit KH als Praxis...^^

Zoidberg
23.08.2007, 20:33
Kurze Frage:

WÜrdet ihr euch bei einer Gastroskopie von eurem Gastroenterologen Propofol spritzen lassen für die Untersuchung? abgesehen davon,ob man Propofol überhaupt braucht und es nicht Xylocain oder Dormicum ... auch tun würden, ist das sicher? was ist, wenn der Arzt einen atemdepressiv schießt in einer Arztpraxis?...ob der dann intubieren kann? Ich hab von einer Dosierung um 120!? herum gehört?

warum intubieren? eine maskenbeatmung ist da ausreichend bis du das Zeug wieder ausgeschieden hast

McBeal
23.08.2007, 21:07
Bei mir wurde mal eine Gastroskopie durchgeführt. Wisst ihr was ich bekommen habe: gar nichts. Ging auch, gibt wirklich schlimmeres...
Kann ich so unterschreiben. Ich stehe nicht drauf, mir wegen einer Untersuchung, die zwanzig Minuten dauert, den ganzen Tag vermiesen zu lassen, weil ich ja mit Anästhesie auf jeden bedudelt bin, nicht Auto fahren darf etc. Nee, nee, das ging auch gut ohne!! :-top

LG,
Ally

PS: Dieses Rachenspray gegen den Würgereiz gabs aber trotzdem und ich durfte dann noch zwei Stunden nix essen, was ordentlich fies war, da ja schon vorher nüchtern...

alley_cat75
23.08.2007, 21:51
warum intubieren? eine maskenbeatmung ist da ausreichend bis du das Zeug wieder ausgeschieden hast.

Sitzt Du den ganzen Tag nur in der Bib oder hast Du auch schon ein paar Patienten mit Atemdepri in real life gesehen? Kommt zwar selten vor, wenn aber doch, wirst Du mit der Maske unter Umständen allein nicht viel anrichten können. Grüße von Alley, die schon Atemdepris unter Propofol erlebt hat - net luschtig.

P.S. Übrigens bin ich erschüttert darüber, wieviele hier bereits selbst eine Gastro hatten. Was ist los mit Euch? Empfindliche Mägen?

McBeal
23.08.2007, 21:57
P.S. Übrigens bin ich erschüttert darüber, wieviele hier bereits selbst eine Gastro hatten. Was ist los mit Euch? Empfindliche Mägen?
Ähm, einer der fragt und zwei, die schon eine hatten. Finde ich in einem Forum, in dem heute schon 1100 User online waren, nicht viel.

LG,
Ally

alley_cat75
23.08.2007, 22:06
Ähm, einer der fragt und zwei, die schon eine hatten. Finde ich in einem Forum, in dem heute schon 1100 User online waren, nicht viel.

Ähm, von 7, die sich hier geäußert haben einer, der fragt und zwei, die schon eine hatten. Ähm, 3 von 7 = 42,8%. Finde ich weiterhin erschreckend. :-nix

Flauta
23.08.2007, 22:14
Hatte meine auch ohne. War in ner Praxis, ich wollte nix haben, weil ich noch einen wichtigen Termin an der Hochschule hatte, wo wir für ein päd. Projekt gefilmt wurden.
Durchen den Rachenspray und mein Interesse, d.h. Fokussierung auf den Spray war es weniger problematisch als ich dachte. Am Anfang habe ich etwas gewürgt, aber durch ruhiges Atmen wars dann kein Problem mehr.

Weiss aber nicht, wie ich's beim nächstem Mal tun würde....

Alley: war wegen Reflux, wenn ich jetzt histaminfrei esse, habe ich das Problem nicht mehr...bin froh es gemacht zu haben um zu wissen, dass alles ok ist (und mich mal von innen zu sehen....)

Pauker
23.08.2007, 22:19
Bei mir ist vor 20 Jahren mal eine Gastro gemacht worden. Ambulant im Krankenhaus. Ich habe davor eine Diazepamspritze bekommen, aber nicht geschlafen, sondern war nur etwas benommen. Ob ich vorher auch ein Rachenspray bekommen hatte ,weiß ich nicht mehr. Das Schlucken des Schlauchs hab ich als sehr unangenehm im Erinnerung, aber es war auszuhalten. Während der Untersuchung konnte ich durch ein eigenes Okular alles mitsehen und der Arzt hat mir immer erklärt, was gerade zu sehen war. Danach hab ich noch relativ lang im KH in der Cafeteria gesessen, bis die Diazepamwirkung nachgelassen hatte.

.

ehemalige Userin 24092013
24.08.2007, 00:04
Ich hätte nix gegen Propofol.
Ne AD bekommt man auch bei Dormicum wenn man Pech hat.
Da wäre doch eine AD unter Propofol wieder ein Glück, weil die Halbwertzeit schön kurz ist.
(Und was spritzt man bei der Gastro denn? Vielleicht 10-20 mg bolusweise in dem Moment solls doch nur entspannen. Nix mit Tiefschlaf und so)

Man muss bestimmt nicht sofort an Intubation denken.
Eine gescheite Maskenbeatmung tuts auch, wenn mans richtig macht.
Etwas Volumen und ggf. ein klein wenig Noradrenalin am Bett zur Sicherheit kann schon net schaden und wenn man völlig ängstlich ist ....Anexate:-).


(Grad bei völlig wilden Menschen, auf Entzug oder sonstigen Tripps arbeitet man mit Propofol wenns ganz ausartet und da kommts schon mal vor, dass man schneller inner AD ist als man denkt, auch wenn man das nicht geplant hat.)


Ich hatte meine Gastro, um mal den Schnitt zu heben;-), in einer stinknormalen Praxis mit 2,5 mg Dormicum - war nett.

alley_cat75
24.08.2007, 08:54
@ally: 5 von 10 = 50%. Die Quote steigt dramatisch. Vielleicht sollte ich mich doch auf Gastro spezialisieren, statt auf pieps. *schondiegeldstückeklingelnhöre*

@Flauta: manch einem ist es schon genug, sich von außen betrachten zu müssen. :-oopss

Huepftigger
24.08.2007, 14:12
Also in einem Lehrkrankenhaus unserer Uni gibt es 5mg Dormi und bolus-weise Propofol bei Gastros und Colos. Bisher hab ich da auch noch nichts negatives von gehört. Aber ambulant wäre ich da auch eher vorsichtig. Ist wohl zwar gängige Praxis, aber ich erinnere mich da an einen Fall, der mal durch die Medien geisterte. Ein Gastroenterologe allein mit seinen Schwestern macht ne Gastro mit Propofol - und prompt wurde der Patient atemdepressiv. Er selbst konnte wohl nicht intubieren, rief den NA. Und in den folgenden Tagen ist der Patient (woran weiß ich leider nicht mehr) dann verstorben. Sicher ein seltener Fall, aber wenn es passiert, ist das schon Mist. Da würd ich auch lieber ambulant ins KH gehen...

Shakespeareslady
25.08.2007, 17:51
so, da misch ich mich jetzt auch wieder ein ;-) hallo!

also, ich lasse ja auch nichts aus ;-D und habe auch eine gastro gewonnen! nun habe ich ein krankenhaus im hinterkopf, wo ich schon die colo (wie gesagt, ich lasse nichts aus) super überstanden habe und wo ich auch das gesamte team sehr gerne habe. nur machen die, laut meines hausarztes, keine ambulanten gastros. würde ich das irgendwie hin bekommen, dass ich das trotzdem da machen lassen kann? wenn ja, wie?
dankbar für jeden tipp und mit lieben grüßen,

eure jule

Feuerblick
25.08.2007, 17:59
@Alley: Du solltest deine Quote nicht auf die Teilnehmer an diesem Thread ausrechnen, denn dass sich bei o.g. Frage logischerweise die Leute melden, die zum Thema etwas zu sagen, weil Erfahrung haben, verzerrt das Bild ein wenig, meinst du nicht? Ich sags ja: Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast...

Feuerblick, noch gastroskopie-frei, die eigentlich nichts zu diesem Thema geschrieben hätte...

hennessy
25.08.2007, 18:35
Ich war am Mittwoch als Begleitperson bei einer ÖGD in einer Praxis dabei. 5mg Dormicum und standby. Alles ohne Schwierigkeiten.
Ich selbst hatte vor zwei Jahren eine ÖGD (saurer Reflux mit Hustenreiz). Auch 5mg Dormicum. Außer der Amnesie keinerlei Nebeneffekte.