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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie kommt ihr mit den Nachtdiensten klar?



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SchwesterStefanie
16.10.2007, 23:39
deleted

alley_cat75
17.10.2007, 10:39
Ich käme auf durchschnittlich 43,6 h/Woche, weil der Monat mehr als als 4 Wochen hat.

Ja, wenn Du meinst. :-oopss Für mich zählt die monatliche Stundenleistung und vor allem die Bezahlung...



Welche Bereitschaftsdienststufe habt ihr? Wieviel Prozent zählt eine BD-Stunde 'gehaltstechnisch'?

Ganz ehrlich? :-nix

habichnicht
17.10.2007, 11:17
Ganz ehrlich? :-nixWer hätte das gedacht? :-wow :-bee

anja.huttner
19.10.2007, 16:43
mei also toll findest das doch sicher keiner. aber kranke menschen sind nunmal nicht nur am tag krank und dafür kann niemand was. es gehört nunmal dazu und punkt, wenn man es gut macht überlässt man die nacht den jungen leuten und ist mir vierzig oberarzt/facharzt oder noch besser niedergelassen und gibt die dienste ab.

Kathibaby
20.10.2007, 11:53
mei also toll findest das doch sicher keiner. aber kranke menschen sind nunmal nicht nur am tag krank und dafür kann niemand was. es gehört nunmal dazu und punkt, wenn man es gut macht überlässt man die nacht den jungen leuten und ist mir vierzig oberarzt/facharzt oder noch besser niedergelassen und gibt die dienste ab.
Also bei uns und bestimmt auch in anderen Häusern machen die Fachärzte ebenfalls Dienste und die Oberärzte und der Chef machen bei mir auch Hausdienste. Ist also kein echtes Argument, dass man normalerweise mit 40 damit aufhört :-sleppy .

Das gerade wieder vom gestrigen Dienst geschlauchte Kathibaby (und morgen geht es schon wieder weiter :-kotz )

MatzeXXL
20.10.2007, 19:56
Machen die OÄ und CÄ dann weniger Hausdienste und dafür mehr Hintergrunddienste von zuhause? Das schlaucht doch sicher etas mehr, wenn man mit 55 jede Woche Nachtdienste schieben muss als eben noch mit 35.....

agouti_lilac
20.10.2007, 20:01
Als Hintergrund kann man in der Regel pennen. Man muss da ja nich wegen jeder Paracetamol angerufen werden und im KH auftauchen. Wenn ich groß bin, werd' ich auch mal Oberarzt. :-)) :-stud

Kathibaby
20.10.2007, 20:20
Also die Fachärztinnen und ich machen ca. 8 Dienste/Monat, der Chef und die OÄ machen ähnlich viel, kommt ein wenig drauf an wieviele Hintergründe sie für mich haben und ob alle da sind. Diesen Monat hat der Chef z.B. 5 Dienste und 5 Hintergründe für mich, er hatte aber auch 10 Tage Urlaub. Die OÄ kommen diesen Monat trotz einer Woche Urlaub auch auf 7 bzw. 6 Dienste und der eine OA auf einen Hintergrund für mich. Ich hab diesen Monat nur 6 Dienste wg. Urlaub ab nächsten Mittwoch :-)) und dann bis zum Vertragsende am 14.11. frei :-D :-D .

Tombow
21.10.2007, 01:37
Machen die OÄ und CÄ dann weniger Hausdienste und dafür mehr Hintergrunddienste von zuhause?
Als ob man im Hintergrund nicht genug gestresst wäre. Träum weiter, daß der Hintergrund ne ruhige Kugel schieben wäre. Bemühe mal deine grauen Zellen und stelle dich vor als ausgewachsener OA/CA mit zig Jahren Erfahrung auf dem Buckel. In welchen Situationen ruft dich der Assistent im Vordergrund an? Klar, in Fällen, wo entweder A)keine Klarheit über Diagnose und weiteres Vorgehen herrscht, B)ein schwerer Notfall eingetreten ist, der nicht vom "Vordergrund" alleine entschieden werden kann oder C)um dich über Sachen zu informieren, die nicht über dein Kopf hinweg entschieden werden könne, selbst wenn der "Vordergrund" über genug Erfahrung und fachliche Expertise verfügt, um die Entscheidung alleine zu treffen. Und das betrifft auch Situationen, wo der "Vordergrund" selbst Facharzt ist und ruhig alleine entscheiden kann.


Als Hintergrund kann man in der Regel pennen. Man muss da ja nich wegen jeder Paracetamol angerufen werden und im KH auftauchen.
Siehe oben. Meinst, es ist einfacher und ruhiger, solche Entscheidungen zu treffen, wenn man um halb vier morgens aus dem Schlaf gerissen wird?

Und mal bedenken - eine Klinik kann vielleicht 10 Assis haben, die sich die 28-29-30-31 (je nach Monat) Dienste im Monat teilen, aber auf die OA/CA, die bei der Größe selten mehr als 5 zählen, kommt dann die gleiche Anzahl Hintergründe verteilt. Und jeder, der schon seine ersten 10-20-30 Dienste hinter sich hat, weiß, wie oft man in einer Situation gerät, wo Hintergrund angerufen wird und man entweder in Panik oder einfach zu übermüdet/mit Situation und Krankheitsbild überfordert ist, um dem Hintergrund akkurat Bericht zu erstatten, damit der einem helfen kann oder eine Entscheidung abnimmt. Ganz zu schweigen davon, Hintergrund für einen Jungassistenten in seinen ersten Diensten zu sein.

MatzeXXL
21.10.2007, 08:09
Klar wird man nicht für jeden Kleckerkram als OA/FA daheim aus dem Bett geklingelt. Ich stelle mir Hintergrunddienste auch sehr wenig entspannend vor. Eigentlich fast genauso "toll" wie Vordergrunddienste.
Blöd ist es auch, wenn man mehr als 20min vom KH weg wohnt; bis man dann mal angezogen und reingefahren ist, sich einen Überblick verschafft, evtl. noch ne Weile diskutiert und dann wieder heim ins Bett kommt vergeht sicher ne Stunde. Oder wird man, wenn man weit vom KH weg wohnt, von diesen Diensten ausgeschlossen (dann wäre das doch ne Idee, um sich davor zu drücken, oder? )

Also kann man sagen: Auch alle OÄ/CÄ, die in kurativen Fächern arbeiten, müssen ihr Leben lang Dienste (in welcher Form auch immer) leisten!?
Ganz schön nervig....
Das würde wohl heissen, man hat eben nur noch 5 Nächte/Woche, in denen man ohne (leichten/mittleren/grösseren) Stress pennen kann.

Tolle Aussichten, naja.....wenigstens ein interessanter Beruf.

Relaxometrie
21.10.2007, 09:45
Oder wird man, wenn man weit vom KH weg wohnt, von diesen Diensten ausgeschlossen (dann wäre das doch ne Idee, um sich davor zu drücken, oder? )

Sämtliche Oberärzte Deutschlands werden Dir für diesen ausgereiften Tip dankbar sein :-keks

In meinem PJ-Haus haben die Oberärzte, die zu weit vom Krankenhaus weggewohnt haben, im Bruchbudenwohnheim übernachtet.

lala
21.10.2007, 09:45
Klar wird man nicht für jeden Kleckerkram als OA/FA daheim aus dem Bett geklingelt.

Naja - das kommt ganz auf Persönlichkeit und Erfahrung des Assistenten imVordergrund an! Es gibt Leute, die können keine eigene Entscheidung treffen und rufen für jeden Furz an....



Blöd ist es auch, wenn man mehr als 20min vom KH weg wohnt; bis man dann mal angezogen und reingefahren ist, sich einen Überblick verschafft, evtl. noch ne Weile diskutiert und dann wieder heim ins Bett kommt vergeht sicher ne Stunde. Oder wird man, wenn man weit vom KH weg wohnt, von diesen Diensten ausgeschlossen (dann wäre das doch ne Idee, um sich davor zu drücken, oder? )

Glaube kaum, dass jemand dich einstellen wird, wenn du nicht bereit bist entweder Vorder- oder Hintergrunddienste zu machen. Kannst dir ja in so einem Fall für die Hintergrund-Zeit dann Zimmerchen im Wohnheim nehmen - machen einige. Für mich war dies EIN Grund so eine Stelle nicht zu nehmen, da ich NICHT 7-10 Tage im Monat in einem Wohnheimzimmerchen verbringen will....



Also kann man sagen: Auch alle OÄ/CÄ, die in kurativen Fächern arbeiten, müssen ihr Leben lang Dienste (in welcher Form auch immer) leisten!?
Ganz schön nervig....
Das würde wohl heissen, man hat eben nur noch 5 Nächte/Woche, in denen man ohne (leichten/mittleren/grösseren) Stress pennen kann.


Nö- es kommt ganz auf die Klinik an. Ab 50 (oder 55) muss man keine Vordergründe machen (aber wird ja eh auf Schichtdienst langfristig hinauslaufen), Chefärzte können das im Prinzip selber entscheiden ob sie Hintergründe machen oder nicht (finanzielle Entscheidung, Zufriedenheit der OÄ steigt wenn CÄ auch mitmachen da weniger Tage/Monat/Person). Und auch als Assistent gibt es je nach Klinik Möglichkeiten, sich vom Dienst befreien zu lassen (könntest ja zB Epilepsie haben oder auch schwanger sein...). Und 5 Nächte/Woche ist hoch gegriffen, mehr als 10-12 Tage Hintergrund/Monat habe ich eigentlich noch von niemandem gehört....


Alles nervig aber halb so wild (kenne beide Seiten),
lala
:-)

Kathibaby
21.10.2007, 09:59
Nö- es kommt ganz auf die Klinik an. Ab 50 (oder 55) muss man keine Vordergründe machen (aber wird ja eh auf Schichtdienst langfristig hinauslaufen), Chefärzte können das im Prinzip selber entscheiden ob sie Hintergründe machen oder nicht (finanzielle Entscheidung, Zufriedenheit der OÄ steigt wenn CÄ auch mitmachen da weniger Tage/Monat/Person). Und auch als Assistent gibt es je nach Klinik Möglichkeiten, sich vom Dienst befreien zu lassen (könntest ja zB Epilepsie haben oder auch schwanger sein...). Und 5 Nächte/Woche ist hoch gegriffen, mehr als 10-12 Tage Hintergrund/Monat habe ich eigentlich noch von niemandem gehört....


Alles nervig aber halb so wild (kenne beide Seiten),
lala
:-)
Lies mal meine Diensaufzählung von diesem Monat, da läppern sich schon ganz schön viele Dienste zusammen und hier im Haus macht jeder Dienste, auch die über 50/55jährigen. Wäre überhaupt nicht möglich auf diese Personen zu verzichten. Die CÄ von der Gyn wird dieses Jahr 60 und schlägt sich hier auch die Nächte als "Vordergrund" um die Ohren :-oopss .

SchwesterStefanie
21.10.2007, 10:35
deleted

MatzeXXL
21.10.2007, 10:40
@ Relaxometrie: Tolle Aussichten, das mit den Bruchbuden. Ich hab meinen Geistesblitz mal in den Raum gestellt; ist schon klar, daß das mit dem weiter weg wohnen unrealistisch ist bzw. zu einen miesen Betriebsklima führen würde.

@lala: Ich meinte, 5 Nächte/Woche in Ruhe zu schlafen. Also 2 Nächte/Woche verfügbar sein zu müssen. Und das ist ja durchaus Relität.
Klar ist das Ganze unangenehm. Ich denke, daß die Vorstellung, nachts aufgeweckt werden zu können und dann (weitreichende) Entscheidungen treffen zu müssen, bei wenigen hier Glücksgefühle hervorruft.