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schwarzwald
11.01.2008, 16:50
Ich würde dir auch auf jeden Fall erstmal empfehlen bei der psychologischen Beratung der Uni einen Termin zu machen. Is kostenlos und geht auch anonym.

Jedenfalls bist zu definitiv nicht alleine. Bei mir im Kurs gab es 2, die wegen Burn Out, bzw Depression einige Wochen Auszeit genommen hatten. Allerdings war es in HD dann sehr schwer mit den Kursen des laufenden Semesters. Frag einfach mal bei der Beratung nach, wie es an deiner Uni läuft.

Wünsch dir alles Gute & lass den Kopf nicht hängen - du kriegst das in den Griff :-top

Blondi
11.01.2008, 19:59
Erstmal danke für die vielen lieben Antworten!

Denkt ihr aber, dass ein Eisenmangel wirklich derart gravierende psychische Probleme hervorrufen kann? Ich wurde in der Vergangenheit öfter wegen niedrigen Blutdrucks (90/70 ist normal bei mir) und Eisenmangels beim Blutspenden weggeschickt(würde das so gern mal wieder tun dürfen, probiers aber mittlerweile gar nicht mehr...). Mein Hausarzt hat mir Infusionen angehängt, nur wirklich gebracht hat das nichts (war vielleicht auch nicht oft genug; andererseits ist Eisen halt stark ionisierend und bildet freie Radikale)

An CFS habe ich auch schon gedacht, da ich durchaus noch von Ehrgeiz durchsetzt bin; ich habe zig Professoren zwecks Promotionsthemen kontaktiert und zahlreiche Vorstellungsgespräche geführt, sitze stundenlang vor den Büchern und komme jeden Tag spät heim. Allerdings bin ich zu antriebslos, am Wochenende heimzufahren, obwohl ich mich in meiner WG sehr unwohl fühle und es mir gut täte, da weg zu kommen. Werde auf jeden Fall versuchen, so bald wie möglich eine eigene Wohnung zu finden. Außerdem liegen die Leukos bei 2.7*10^9/l, und das schon seit Anfang des Studiums. Ein Jahr vor dem Abi musste ich meine Leichtathletik"karriere" aufgeben und das Training ging danach immer schlechter und schlechter, kann nur noch leicht trainieren. Tennis habe ich aufgegeben. Dabei war ich im Sommer noch im Klettergarten und hab einen Bungeesprung geschafft, allerdings nicht oft, und auf letzteren bekam ich üble Albträume danach. Kann das vielleicht was ausgelöst haben, das mich noch quält? Andererseits geht das ja schon viel viel länger...

Ich habe mittlerweile einen Termin für Mitte Februar in der Anästhesie, um das Thema für die Promotion festzulegen, mich einer Gruppe zuzuweisen und anzufangen in den Ferien. Allerdings ist es was Experimentelles, zwar hieß es die Experimente dauerten ein Viertel Jahr, allerdings haben auch schon welche zu mir gesagt, dass so etwas immer eine unrealistische Angabe sei. Ich hätte bei einem auch die Möglichkeit, eine statistische zu machen, allerdings fühle ich mich da persönlich unwohl und die Betreuung wäre sehr schlecht. Ansonsten nur noch eine andere Option, ich hoffe, dass ich den nächste Woche erreichen kann (war gerade nicht hier). Ich denke, ich darf nichts zu Ehrgeiziges versuchen, das schaffe ich NIE! Man muss realistisch bleiben.

Die Nachhilfeschüler habe ich abgegeben, werde versuchen, einen Nebenverdienst als Übersetzerin zu finden (hat mir ein Freund empfohlen, da ich sehr gut Englisch spreche und er das für ne andere Sprache macht). Ich hoffe, da irgendwas zu finden.

Ich weiß auch nicht, warum ich das alles hier schreibe; vielleicht muss der ganze Ballast einfach nur raus...

Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr zu dem absoluten Großteil eures Semesters keinen Kontakt habt und die meisten nicht kennt? Ich habe ja die Tendenz, mich zu isolieren, also kann ich schwer beurteilen, wie es bei anderen aussieht...kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, wie so der klassische Alltag eines Medizinstudenten aussieht...oder aussehen sollte, keine Ahnung...

Auch wird mir immer mehr bewusst, dass die Motivation für das Studium nachlässt...Biochemie und Physio fand ich interessant, aber Mikrobio z.B. ist einfach nur eine Katastrophe, ich hasse das...dieses Semester kommen auch die blödsten Fächer zusammen, vielleicht wir das mit Patho im sechsten dann besser. Aber darum geht es eigentlich nicht-ich frage mich, ob ich den Anforderungen des Berufs überhaupt je gerecht werden könnte, wenn ich so auf dem Zahnfleisch gehe, es scheint mir so unwahrscheinlich, dass alles klappt. Ich krieg ja nichtmal ne ordentliche Reanimation hin, hab schon höllisch Angst vor dem Test im Februar...irgendwie bin ich total orientierungslos geworden. Und hab nur noch Angst vor allem.

Klar will man auch Leute an der Uni ansprechen, nur fehlt mir der Mut dazu. Und immer öfter leider auch der Antrieb...ich krieg grad mal das Pflichtprogramm hin...

Blondi
11.01.2008, 20:25
An Daisy:

Du wirkst hier im Forum oft sehr fröhlich, das stimmt; umso mehr überrascht es mich, wie es innen aussieht. Ich "kompensiere" das eher mit Kälte und Unnahbarkeit, aber letzten Endes läuft es wohl aufs selbe hinaus.

Wie kommst du mit dem Studium mittlerweile klar? Wie hast du dich wieder aufgerappelt?

An Jatina:

Kann man ein Burnout wirklich schon in so jungem Alter bekommen? War bei dir das Studium der Auslöser oder etwas anderes? Hast du es wieder völlig im Griff oder gibt's auch "Rebounds"? Manchmal meine ich auch, stark zu sein und alles schaffen zu können, nur umso vehementer springt es jedoch auch dann gleich wieder in die andere Richtung; was meinst du genau mit "andere Herangehensweise"? Andere Lernstrategien? Andere Erwartungen? Bist du sicher, dass es nur am Studium allein liegt oder dass wir uns das manchmal vielleicht nur vormachen?

An Arsay:

Wegen der körperlichen Schwäche fällt mir das Training schwer, ich mache es zwar, und manchmal bringt es kurz(max. eine Stunde) eine Besserung, nur um umso vehementer in die Gegenrichtung zu gehen; manchmal fühle ich mich danach auch noch mieser. Und Essen ist ein richtiges Problem geworden...aber ich versuche mehr oder weniger regelmäßig Vitaminpräparate zu nehmen.

Schneekoenigin
11.01.2008, 21:39
Blondi,

Das tut mir so leid, ich wünschte ich hätte einen guten Rat oder irgend etwas!

Alles was ich sagen kann ist Du bist nicht allein, seit Deinem Post weiß ich, dass ich nicht allein bin...

Falls es irgendwie hilft: ich versuche mich immer damit weiter zu bringen, dass ich mir sage, die schönen, erfolgreichen, immer beliebten sind nicht durch diese Hölle gegangen, ohne diese Erfahrung wäre ich ein ganz anderer Mensch. Sie ist bitter und tut oft verdammt weh aber jeder Schmerz, jede Entäuschung, jede noch so schlimme depressive Phase bringt mir mehr Lebenserfahrung.

Tja, das klingt sehr banal, aber manchmal hilft es (mir zumindest)...

unsere Stunde wird kommen, mich hat diese Sache zwei Semester gekostet und bislang ca.10 Jahre meines (sozial-)Lebens. Jetzt hoffe ich, irgendwie das Physikum zu schaffen.

Das mit der Isolation kenne ich sehr gut. Mitlerweile habe ich schon keine Ahnung mehr, wie ich übehaupt mit Anderen umgehen soll, eigentlich wusste ich es nie wirklich, aber zur Zeit bin ich noch mehr verunsichert.

bezüglich der Dr. Arbeit: bitte, bitte, mach keine Kompromisse! Nimm das Thema, das Du am allerliebsten machen möchtest, auch wenn es anspruchsvoller ist, ist es 100x leichter als etwas "einfaches", was Du im Grunde nicht magst.

So, nun aber auf bessere Zeiten :-party

liebe Grüße und Alles Gute
SK

jatina
12.01.2008, 10:41
An Daisy:


An Jatina:

Kann man ein Burnout wirklich schon in so jungem Alter bekommen? War bei dir das Studium der Auslöser oder etwas anderes? Hast du es wieder völlig im Griff oder gibt's auch "Rebounds"? Manchmal meine ich auch, stark zu sein und alles schaffen zu können, nur umso vehementer springt es jedoch auch dann gleich wieder in die andere Richtung; was meinst du genau mit "andere Herangehensweise"? Andere Lernstrategien? Andere Erwartungen? Bist du sicher, dass es nur am Studium allein liegt oder dass wir uns das manchmal vielleicht nur vormachen?



Burnout ist eher eine Typfrage als eine Altersfrage- ausserdem bin ich nicht mehr sooo jung, bin eine von denen, die nach Berufserfahrung in anderen Bereichen mit dem Studium angefangen haben.
Bei mir lag es definitiv am Zusammentreffen von "mir" (die als Typ gerne alles perfekt hinbekommt, gleichzeitig aber immer Angst hat nicht genug getan zu haben......... letztendlich also Perfektionismus gepaart mit hohen Ansrpüchen an mich selbst) und dem Studium, das ja nun mal nicht gerade wenig aus viel lernen in kurzer Zeit besteht. Das man da in Konflikte kommt ist klar.
Lange Zeit war es dann so, das ich eben nicht mit Altklausuren gelernt habe (ich wollte ja alles "richtig machen") und Mut zur Lücke hatte, sondern wirklich versucht habe alles auf der Pfanne zu haben- mir fiel es unheimlich schwer Wichtungen zu setzen. Das man dabei dann langsam einen Knall bekommt ist klar- denn das Pensum ist ja nicht gering, wenn man dann noch gerne jede Fußnote drauf hätte ist halt Schicht im Schacht. Dazu noch das Gefühl ich wäre die Einzige, die nach Klausuren innerhalb kurzer Zeit wieder vieles vergißt.....
Bei mir hat es fast drei Jahre gedauert bis ich mich mal entspannt habe und begriffen habe, das die Lernstrategie mich so in den Wahn treibt UND das es Anderen genauso geht.
Habe dann letztendlich das gemacht was alle machen- Altklausuren, Mut zur Lücke etc.. Und endlich auch begriffen das man Vieles eben erst im Beruf "wirklich" lernt.
Und mir eben auch selber den Druck eine ganze Ecke rausgenommen, mal begriffen das ein Durchfaller irgendwo nicht das Ende der Welt wäre und andere Sachen eben auch mal genauso wichtig sein können wie das Studium..........

Ich habe vorher schon Jahre im Berufsleben gestanden und sowas ist mir vorher nie passiert- ich denke die Kombi aus "Traumstudium", Charakter und falscher Vorstellung was man alles können muss, soll oder wat auch immer hat mir da ins Knie geschossen.

Hin und wieder habe ich noch Momente wo ich mir immens Druck aufbaue, im Moment bei meiner Diss...... aber mittlerweile erkenne ich das und schaue dann ganz schnell mal auf die Realität und ob ich den Druck jetzt berechtigt empfinde oder meine Charakterstruktur mir da wieder ein Bein stellt. In der Regel ist letzteres der Fall- und dann nehme ich mir oft gerade bewußt eine Auszeit, quasi um mir zu zeigen das dann auch nicht die Welt untergeht.......
:-))

MatzeXXL
12.01.2008, 12:47
Vielleicht drückt dich ja gerade der Gedanke an den Klinikalltag runter. Ich meine: Wenn du vorm Klinikalltag Angst hast, wie willst du dich dann mit Elan ins Studium stürzen?

Blondi
15.01.2008, 21:43
Ich glaube gar nicht mal, dass es die Angst vor der Praxis ist, die mich runterdrückt, sondern eher primär die Angst, das mit der Promotion nicht hinzukriegen, es gibt Zeiten, da denke ich an nichts anderes und drehe darüber halb durch...ich hab so Angst, das anzufangen, aber es muss ja möglichst bald sein, nicht?

Jauheliha
15.01.2008, 21:44
Warum muss es möglichst bald sein? Du bist doch gerade erst in der Klinik!?

Blondi
15.01.2008, 22:07
Mir wurde erzählt, dass man gewaltig in Zeitnot geriete, wenn man nicht so bald wie nur irgendwie möglich anfange. Andererseits dauert die Themensuche halt auch, da das gut überlegt sein will-und außerdem ist man ja auch nur ein Mensch, und ich eben ein extrem ängstlicher mit wohl zu vielen Selbstzweifeln.

freestyler
16.01.2008, 00:30
Die Promotion ist doch keine Pflicht. :-winky

peter schlönzke
16.01.2008, 14:09
Ich kann Dir nur mitfühlende Grüße senden und empfehlen, die Dissi nicht als Stressfaktor zu betrachten.
Das ist die reine Kür! Und geht auch zu einem späteren Zeitpunkt immer noch. Ich fange jetzt beispielsweise erst ein paar Monate später an zu arbeiten als meine Kommilitonen, weil ich die Dr Arbeit jetzt fertig geschrieben habe. Vorher habe ich es nicht geschafft , dann muss man eben Lösungen suchen und finden.

Vielleicht hilft Dir ja eine Famulatur mit Einblicken in die Klinik besser als 2 Monate Labor oder ähnliches in den Ferien... Nur so ein Gedanke.

Pass bitte gut auf Dich auf.. Du bist das Wichtigste, nicht das Studium oder die Diss oder die nächste Klausur. Und hole Dir Hilfe und lass Dich beraten.
Du kannst das ganz bestimmt schaffen

test
16.01.2008, 15:49
Viele der Ordinarien bei denen ich mich gerade beworben habe, haben ihre Dr.Arbeit erst nach dem Studium gemacht. Also keine Panik.
Hör dich mal bei älteren Semestern bzw. jungen Ärzten um, was die so für Erfahrungen bei dir an der Uni gemacht haben.

Blondi
07.02.2008, 12:18
Aus aktuellem Anlass will ich diesen Thread wiederbeleben.

Was mir derzeit ständig den Kopf zermartert ist, ob es Studenten hier gibt, bei denen das Studium unter den Depressionen richtig leidet; nachdem ich einen Umzug schultern musste, habe ich diese Woche zum ersten Mal in meinem Leben Vorlesungen und sogar ein Seminar ausfallen lassen; aber es war mehr aus einer mentalen Krise, ich hatte das Gefühl, dass ich unbedingt eine Woche zu Hause Abstand bräuchte. Ich hatte das Thema schon vorgelernt und auch jetzt lerne ich so viel ich nur irgendwie schaffe, meiner Meinung nach immer noch zu wenig, aber ich denke, es zu können.

In den Ferien wollte ich eigentlich nur fürs Studium dasein. Nur bin ich an einem Punkt, wo ich denke, einen Teil davon für eine Therapie nehmen zu müssen; ich wäre schon so froh, wenn ich überhaupt mit der Diss anfangen könnte und dann ein paar Wochen Therapie. Mir scheint, dass alle Famulatur machen, aber so etwas ist bei meiner gesundheitlichen Lage definitiv im Moment nicht drin, mich überfordert ja schon die normale Unizeit.

Ihr könnt euch vorstellen, dass man sich da ziemlich viele Gedanken über die Zukunft macht: Wie soll man je diesem Beruf gewachsen sein? Deshalb schreibe und suche ich hier auch verzweifelt nach Leuten, die mir sagen können: "Hey, ich war damals am Boden, das Studium hat definitiv unter meiner Problematik gelitten, wäre beinahe daran zerbrochen, aber ich hab die Kurve gekratzt und bin jetzt in dem Bereich beschäftigt, in den ich immer wollte." Jemand, der das lebende Beispiel ist, dass es geht! Dass man nicht immer perfekt sein muss, um diesen Beruf erreichen zu können!

Ihr werdet lachen, aber damals stellte ich mir immer so traumhaft vor wie es wäre, wenn man heldenhaft Leben retten könne. Notaufnahmen sind auch noch immer mein Traum, aber wenn ich mir die anderen ansehe, die schon Rettungssanitäter oder gar -assistenten sind, in ihrer Freizeit beim Roten Kreuz mitfahren und da scheinbar sehr viel machen dürfen, während ich viel Zeit aufs bloße Dahinvegetieren verschwende. In dieser Zeit retten andere Leben...oder schreiben an ihrer Diss oder lernen mehr...was auch immer, oder machen sich nützlich; meinen Nachhilfejob hab ich dieses Jahr ja auch an den Nagel hängen müssen(wäre bei meiner Konzentrationsschwäche derzeit auch den Schülern gegenüber unverantwortlich gewesen).

Angst macht mir vor allen Dingen der anstehende Notfallmedizintest, besonders CPR und alles Körperliche. Es wäre der Obergau da durchzufallen, aber ich sehe es kommen...

Nur will ich nicht jammern-sondern einfach nur hören, dass es Leute gibt, dass diese Leute auch hier sind und lebendes Beispiel, die es geschafft haben, obwohl sie ganz unten waren. Bitte meldet euch, sofern das nur irgendwie auf euch zutrifft! Wie habt ihr eure Krisen überwunden und welche musstet ihr tatsächlich schultern, ohne sie an die große Glocke zu binden, was ja wohl niemand so vor seinen Mitstudenten tut, so dass man vielleicht teilweise einen falschen Eindruck bekommt...bitte seid mir ein Vorbild!

Lotos
07.02.2008, 13:57
Kopf hoch - Du schaffst das!
Ich war auch mal in einer ähnlichen Situation und habe es auch geschafft.
Doktorarbeit suchen kann ganz schön nervig sein! (war es bei mir übrigens auch)
Was mir geholfen hat:
1) Sozialkontakte pflegen! Hast Du gute Freunde?
2) Hast Du ein Hobby, das Dir Spaß macht? Es hat mir geholfen, da ein paar "Erfolgserlebnisse" zu haben und so über "schwierige Zeiten" hinwegzukommen.
Gruß, Lotos

O._Graf.
07.02.2008, 15:30
1) Sozialkontakte pflegen! Hast Du gute Freunde?
2) Hast Du ein Hobby, das Dir Spaß macht? Wenn man depressiv ist, machen die ehemaligen Hobbies keinen Spaß mehr und Freunde hat man auch bald keine mehr.

Lotos
07.02.2008, 16:03
Wenn man depressiv ist, machen die ehemaligen Hobbies keinen Spaß mehr und Freunde hat man auch bald keine mehr.
Das mag in Fällen einer schweren Depression ja zutreffen.
Aber wer sagt denn, dass Blondi die hat?
Ich würde mich hüten, eine "Ferndiagnose" zu stellen...

Lava
07.02.2008, 16:04
Außerdem stärkt es die Ressourcen, um mit Krisen fertig zu werden.

O._Graf.
07.02.2008, 16:18
@Lotus:Das sollte keine Ferndiagnose sein. Es war nur eine Antwort auf Deinen Rat, der nach meiner Erfahrung einen Depressiven nur noch weiter runterzieht:


Hast Du ein Hobby, das Dir Spaß macht? Es hat mir geholfen, da ein paar "Erfolgserlebnisse" zu haben und so über "schwierige Zeiten" hinwegzukommen.Mein Hobby ist das Klavierspielen. Ich möchte, aber kann nicht mehr. Komme schon seit zwei Jahren nicht mehr weiter. Bezahle zwar weiterhin meinen Klavierlehrer, sage ihm aber oft ab, weil ich nicht geübt habe, oder gehe hin, um wenigstens dort zu üben, aber ich komme zuhause beim Üben wegen Konzentrationsstörungen einfach nicht mehr weiter. Da hab ich keine Erfolgserlebnisse mehr, sondern nur noch Misserfolgserlebnisse.

Und für Deinen Rat zu den Sozialkontakten gilt das Gleiche: Depressionen machen einen sehr einsam.

rogerM
07.02.2008, 17:23
@blondi

mir scheint du gehst komplett falsch an die sache ran. Leben retten? perfekt sein? alles wissn müssen? bewunderung haben wollen? mach dich mal locker darum geht es in der medizin nicht. für die meisten gibt es ein zwei bereiche wo sie spass haben der rest ist nur pflichtprogramm, ausserdem bist du doch im 5 semester oder? dann beginnt die schönste zeit im studium, viel zeit sich anderweitig auszuprobeiren, sei es neue hobbys sport oder reisen.

falls du mit deinem problemen nicht weiterkommst würde ich dir raten hilfe zu suchen, letztlich könnte dir dein pefektionismus schadenund dir immer mehr an selbstvertrauen rauben, vll. solltest du daran arbeiten.

Meuli
07.02.2008, 18:02
......