Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tabuthema D.
Frau Betty Land
08.03.2008, 06:01
Gaaanz blöde Frage: Warum studierst Du überhaupt noch Medizin, wenn diese ganze Sache Dir offenbar mehr als nur Nerven kostet ?
(Vermeintliche) Depression hin- oder her: Dein Problem scheint doch schlicht das Studium zu sein, mit dem Du Dich, warum auch immer, nicht wirklich anfreunden kannst. Du läufst scheinbar einem Idealzustand (Humanmedizin) hinterher, der einfach für Dich nicht machbar scheint - da würde ich mein Leben umkrempeln (auch nicht leicht.....) und mir einen guten Psychotherapeuten suchen, der mich coacht !
Dr. Gonzo
08.03.2008, 10:46
Ach Leute, wo sind wir denn hier? Psycho-Dr. Sommer oder was. Ich glaub kaum dass unsere beiden hier Ratschläge a la "brich dein Studium ab, dann gehts dir besser" haben wollen. Und diese Ferndiagnosen sind ja wohl auch traumhaft...
Nix für ungut.
Frau Betty Land
08.03.2008, 11:30
Entschuldigung: Wenn ich, warum auch immer, in einer Zeit, in der andere ihr Studium abschließen, immer noch nicht bei der Hälfte zu stehen und seelisch furchtbar (permanent) zu leiden scheine, DARF das natürlich nicht an der Studienwahl liegen.... :-heul
Entschuldigung: Wenn ich, warum auch immer, in einer Zeit, in der andere ihr Studium abschließen, immer noch nicht bei der Hälfte zu stehen und seelisch furchtbar (permanent) zu leiden scheine, DARF das natürlich nicht an der Studienwahl liegen.... :-heul
Doch, KÖNNTE, MUSS aber nicht. Meistens gibt es 100 Ursachen.
Dr. Gonzo
08.03.2008, 11:56
Jup, da passen zwei Sachen zusammen, und dann muss das eine natürlich am anderen liegen... Schönen Tach auch.
Natürlich wird das Studium was damit zu tun haben, aber es gibt, wie funny schon sagte, wohl auch ca. 1000 andere Probleme, die das mitverursachen können...
Dr. Gonzo
08.03.2008, 11:59
Und ganz ab davon halte ich derartige Ferndiagnosen schlichtweg für ziemlich dumm...
Frau Betty Land
08.03.2008, 12:32
Welche Ferndiagnose denn, bitte ?
Daß die Lebensumstände die Stimmung beeinflussen (können), soll bereits eine "Ferndiagnose" sein ?
Das Medizinstudium macht den Poster fertig, dies scheint seit Jahren sein/ihr Hauptproblem zu sein. Jedenfalls nach dem Posting zu schließen.....
Natürlich mag es auch andere Ursachen geben - aber anhand des Posts kann ich beim besten Willen aufgrund meiner "Alltagserfahrung" keine erkennen.
Wie es SCHEINT, muß der Poster für den Unterhalt auch nicht selbst sorgen, was eine kognitive Umstrukturierung natürlich erschweren KÖNNTE.... :-top
Dr. Gonzo
08.03.2008, 12:38
Sorry Betty, mit der Ferndiagnose meinte ich nicht dich. Mir geht halt einfach die Art und Weise auf den Sack, wie Leuten nach einem einzigen Posting gesagt wird, sie sollten ihr Studium abbrechen... Find ich persönlich n bisschen unverantwortlich.
Frau Betty Land
08.03.2008, 13:22
"Gesagt" ?
Wenn sich hier jemand im Forum derartig ausweint, was sein/ihr gutes Recht ist, muß man sich eben auch mit kritischen Ratschlägen auseinandersetzen.
Es ist nicht jeder für ein Studium geeignet und auch nicht jeder für Medizin. Ich meine, daß das bei Vielen, die sich hier als "depressiv" bezeichnen, einer der Hauptgründe ist. Nur möchte man es eben vielleicht nicht wahrhaben.... :-oopss
Dr. Gonzo
08.03.2008, 14:33
Klaro, Medizin is halt schon einer der Studiengänge, wos nervlich auch mal an die Grenzen geht, da tritt das eine oder andere psychische Problem auch mal deutlicher hervor. Aber auch da kann man an sich arbeiten, Hilfe in Anspruch nehmen und muss nicht gleich alles hinschmeißen...
"Gesagt" ?
Wenn sich hier jemand im Forum derartig ausweint, was sein/ihr gutes Recht ist, muß man sich eben auch mit kritischen Ratschlägen auseinandersetzen.
Es ist nicht jeder für ein Studium geeignet und auch nicht jeder für Medizin. Ich meine, daß das bei Vielen, die sich hier als "depressiv" bezeichnen, einer der Hauptgründe ist. Nur möchte man es eben vielleicht nicht wahrhaben.... :-oopss
Ja, nur die Harten kommen in Garten :-)
Aktuelle Umstände sind doch selten DER Hauptgrund für eine Depression. Aber Stress machen sie halt schlimmer. Dann ist aber auch ein Literatur-Studium oder schlicht den Haushalt in Ordnung halten schon eine Überforderung. Man muss da echt aufpassen keine Ursache-Wirkung-Verwechslung zu begehen. Das ist meine humble opinion :-peng
little_lunatic
08.03.2008, 18:25
sich federn in den arsch zu stecken macht einen noch lange nicht zum huhn!
... so, dass musste jetzt einfach sein.
Ich wundere mich über Einige, die hier meinen, Tipps geben zu müssen, die auf Mutmaßungen oder "Ferndiagnosen" basieren.
Wie man aus einem Posting z. B. die Diagnose "Major Depression" ablesen will, und das entsprechende Tipps in dieser Richtung gibt, kann ich nicht nachvollziehen.
Meine Erfahrungen sind folgende:
Bei einer "Sinnkrise" kann man zunächst versuchen, die vier Bereiche
1. Beruf/Studium
2. Partnerschaft
3. Sozialkontakte/Freundeskreis
4. Hobbys
zu betrachten.
Es kommt schonmal vor, dass zwei oder drei von diesen nicht so gut laufen (die Stimmmung "runterziehen"), und dann kann das vierte (z.B. ein Hobby) als "Schutzfaktor" dienen, über das man sich wieder das Selbstvertrauen zurückholen kann.
Oder man lernt z. B. über das Hobby neue Freunde / Gleichgesinnte, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind, kennen, und holt sich darüber Selbstvertrauen, usw.
In manchen Fällen kann es natürlich sein, dass einem das oben Geschilderte nicht weiterhilft. Dann sollte man sich Hilfe holen.
Dabei ist zu bedenken, dass auch Psychologenkontakt/Psychotherapie usw. Risiken und Nebenwirkungen haben kann. Besonders dann, wenn keine gute Patient-Therapeut-Beziehung besteht.
Das sollte einen aber nicht vom Hilfesuchen abschrecken, sondern es ist wichtig, immer die Augen offenzuhalten.
Gruß, Lotos
Ach so, noch etwas an die Empfindsameren hier im Thread:
Laßt Euch nicht allzusehr vom Verhalten der "ober-toughen" Kommilitonen beeindrucken.
Auch die haben die Wahrheit nicht für sich gepachtet (auch wenn sie manchmal so tun).
Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Gruß, Lotos
M.Cushing
11.03.2008, 01:09
Wie man aus einem Posting z. B. die Diagnose "Major Depression" ablesen will, und das entsprechende Tipps in dieser Richtung gibt, kann ich nicht nachvollziehen.
Dies ist ja recht einfach, man muss nur die Kriterien aus DSM IV anweden. Wenn die Posterin mehrere dieser Kriterien wörtlich schildert, dann liegt die Diagnose recht nahe.
Ich hätte mir in diesem Forum etwas mehr Professionalität erwartet.
Depressive benötigen professionelle Hilfe. Die ganzen "Leben Umstellen" etc. Tipps sind zum Teil gefählich. Man sagt eigentlich, man sollte Depressiven in einer depressiven Phase nicht zu einer Umstellung der Lebens raten (Alles hinwerfen, Studium abbechen, Auszeit ehmen). Dies steht erst nach Besserung der Symptome an.
Dies ist ja recht einfach, man muss nur die Kriterien aus DSM IV anweden. Wenn die Posterin mehrere dieser Kriterien wörtlich schildert, dann liegt die Diagnose recht nahe.
Wenn es so einfach wäre, wie Du sagst: Warum machst Du nicht eine virtuelle Psychiatriepraxis auf? (Wozu braucht man dann noch den Arztbesuch?)
(Sorry für die Provokation, ist nicht persönlich gemeint)
By the way: Ich habe auch schon Schlafstörungen und Lustlosigkeit gehabt und kein Essen herunterbekommen. Habe ich dann automatisch eine schwere Depression (gehabt)?
Man sagt eigentlich, man sollte Depressiven in einer depressiven Phase nicht zu einer Umstellung der Lebens raten (Alles hinwerfen, Studium abbechen, Auszeit ehmen). Dies steht erst nach Besserung der Symptome an.
Völlig richtig!
Gruß, Lotos
little_lunatic
11.03.2008, 14:18
ich hab neulich wieder einen artikel über "Tabukrankheiten" gelesen.. und ich muss sagen Depressionen gehören schon groß dazu. obwohl jeder 2. oder 4. in seinem leben einmal darunter leidet geht kaum jemand deswegen zum arzt. selbst viele ärzte sehen - kann wahrscheinlicher jeder der mal betroffen war bestätigen - keinen handlungsbedarf wenn es vom Patienten angesprochen wird. Sie kommen also nicht nur von Freunden, Kollegen, Familie, Bekannten. "Reiß dich zusammen", "Du kriegst nur den Arsch nicht hoch", "Das wird schon wieder", "Du hast garkeinen Grund", "das liegt nur an deiner Einstellung", etc.. Resultat ist nicht selten, dass keine Behandlung oder Diagnose erfolgt. Und da man ja nicht drüber spricht frisst man's in sich rein und meidet den Kontakt zu denen die einen für "Irre" halten könnten. Besonders am Arbeitsplatz ist es tabu. Und wegen Depressionen krankschreiben lassen? no way!
Meiner Meinung nach, ist deine Depression aus deinem Umfeld aus zu behandeln. Du sagst selbst, dass du dich in deiner WG unwohl fühlst, dass du dich "alleine mit deinem Problem" fühlst. Deswegen bin ich der Meinung, dass deine Depression nicht unbedingt mit dem Studium an sich zu tun hat, sondern damit, dass du keinen Partner zur Aussprache etc. hast.
Daher mein Rat: Suche dir eine neue WG, stelle zwischenmenschliche Kontakte wenigstens kurzzeitig in den Vordergrund deines Handelns. Wenn du dies machst, ein paar gute Freunde gefunden hast, dich aufgrund deines Umfeldes "wohl" fühlst, wirst du sehen, dass sich das Studium von ganz allein erledigen lässt.
lg, Fallout
Besonders am Arbeitsplatz ist es tabu. Und wegen Depressionen krankschreiben lassen? no way!
Sich wegen Depressionen krankschreiben zu lassen halte ich ganz einfach für dämlich.
Jauheliha
12.03.2008, 12:32
Sich wegen Depressionen krankschreiben zu lassen halte ich ganz einfach für dämlich.
Wie darf man denn das jetzt verstehen??? Meinst du etwa eine Depression ist kein Grund für eine Krankschreibung??
Ich hoffe ich habe dich da falsch verstanden...
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