Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das macht doch keinen Spaß mehr
Schade, ich hätte jetzt auch Lust auf ein Gläschen Riesling oderTrollinger, aber leider nichts im Haus.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, daß ich auf der Grünen Woche in Berlin insgesamt 18 Flaschen Chardonnay und 18 Flaschen Dornfelder geordert habe? :-))
Na dann zum Wohle!
Grüßle,
Hypnos
Die Pathologie hat leider auch Nachteile: In der Praxis bist Du den ganzen Tag ans Mikroskop gefesselt und musst Deinen Einsendern, die keinen Schimmer vom Aufwand einer pathologischen Untersuchung haben, Zucker in den Hintern blasen, damit sie ihr Zeug nicht woanders hinschicken. An der Uni kannst Du dauerhaft nur bleiben, wenn Du eine wissenschaftliche Karriere einschlägst (Hochschulrahmengesetz) mit den üblichen Nachteilen (jahrelang abends im Labor stehen).
Hehe- lustige Geschichten von Einsendern (Stichwort Schnellschnitt......) die nach gefühlt 1 Min anrufen und fuchsig werden, weil noch kein Ergebnis da ist, habe ich schon zuhauf gehört......... oh man. Mittlerweile wurde bei uns in den Pathoseminaren ein Punkt daraus gemacht, den eventuell angehenden Chirurgen die einzelnen Schritte zu erklären und den genauen Zeitrahmen beizupulen, mit dem sie rechnen müssen. :-blush
Das ich die meiste Zeit als Assi wahlweise im Zuschnitt oder am Mikroskop zubringe (plus eventuell abends noch Forschung) ist mir schon klar- ist mir aber nach meinen bisherigen Erfahrungen in vier Jahren als Arzthelferin plus Famus in der Klinik lieber als mich mit dem ganzen Schichtgedönse plus ggf. Patientennerv plus Angehörigennerv etc.etc.etc. rumzuschlagen.
Meine bisherige Erfahrung in der Klinik waren an allen Ecken und Kanten so, das ich sagen kann: so will ich nicht arbeiten, so will ich die Patienten nicht abfertigen.
Da nehme ich lieber abendliches Schwingen der Reagenzgläser in Kauf.......
Und leicht ist mir die Entscheidung echt nicht gefallen- alleine weil ich bestimmte Auslandspläne hatte, die ich in der Patho gleich mal ad acta legen kann.
Das letztere Argument kann ich so nur bestätigen, Einsenderzufriedenheit halt ( am Mikroskop sitzen sollte kein Problem sein, ansonsten heißt es Berufswahl überdenken.)
An der Uni muss man halt wie überall aufpassen,daß man nicht zum Labor- und Sektionssklaven verkommt ( und daß kann an Instituten mit großem Personalschlüssel und eher mässigem Eingang sehr,sehr schnell passieren).
Interessanterweise sehe ich z.B. bei unseren Fortbildungen eher wenig junge Leute( was ich für mich sehr schade finde,da ich der einzige WB-Assi bin und mir manchmal der Austausch fehlt).
Nicht ganz vernachlässigen sollte man die Zukunftsfrage, den imho werden die niedergelassenen Pathologen bald deutlich zurückgehn.
lg
Hier höre ich auch munkeln, das sich bald Vieles auf wenige Institute konzentrieren wird........
Und der Nachwuchs scheint ja wirklich eher spärlich gesät...... umso netter wenn es nächstes Jahr ans Bewerben geht.....
;-)
Aber mal im Ernst- das man nicht im Sklaventum versackt ist glaube ich in vielen Bereichen als Assi eine gewisse Problematik. Die Chirurgen die sich hier äussern, scheinen ja in eine ähnliche Richtung zu argumentieren.
Mit hat's damals schon nach zwei Tagen gereicht und nach einer Woche hab ich gekündigt. Wozu gibts denn schließlich die Probezeit?
Nein, es geht auch diesmal, genau wie beim letzten Mal, nur ums Geld.
Der einzige Teil des TV-Ä, der zur Zeit neu verhandelt wird, ist die Gehaltstabelle. Alle anderen Teile,speziell die zu den Arbeitszeiten, haben längere Laufzeiten und können frühestens in ein paar Jahren gekündigt werden.
Aber wenn die Arbeitsbedingungen schon so beschixxen sind, dass die meisten den Krempel am liebsten schon nach wenigen Tagen hinschmeißen würden, können doch die paar Leute, die in diesem Scheißjob überhaupt noch durchhalten,
als Schmerzensgeld wenigstens ein anständiges Gehalt verlangen, oder etwa nicht?
wobei man auch sagen muß, dass prinzipiell die Punkte der Überstundenvergütung, max. Arbeitszeiten und Arbeitszeiterfassung bereits bei der letzten Verhandlung implementiert wurden. Das problem ist nur die UMSETZUNG. Es wird einfach nicht gemacht, was dort steht, da bringt es vermutlich auch nichts, dass nochmal in den Tarifvertrag reinzuschreiben.
Es müßte mehr Druck in die Richtung gemacht werden, dass die elektronische Arbeitszeiterfassung an allen Kliniken eingeführt wird, aber da ist bisher nicht viel los von Seiten des Marburger Bunds und auch von anderen Seiten ist mir da nichts bekannt.
Die Welt ist schlecht!
Bratze, auf Dich ist kein Verlaß mehr
Kackbratze
30.01.2008, 09:37
Ich hab auch gerade n bischen andere Probleme ;-)
Da ist die Schlechtigkeit der Welt nicht so entscheidend. Und ich merke, dass bei meinem Posting der mir so wichtige Teil mit dem "Dosis und Gift" leider nicht so rübergekommen ist.
Ich hab der Dicken gesagt, dass Sie erstmal ihre Ernährung umstellen muss, bevor da eine OP-Indikation bei rausspringt.
Und auf die Vernachlässigte Frau habe ich mit Engelszugen eingeredet, damit sie nicht mehr auf ihren bescheuerten Heilpraktiker hört, der ihr einerseits interessante Medikamente gibt, die NUR Rektal appliziert werden können und danach ihr auch zu einer OP rät. Sie ist jetzt zufireden, isst wieder normale Dinge und hört nurnoch auf das ********** am Küchentisch, nicht mehr auf ihr eigenes....
Ich würde mit sowas übrigens nicht an die Öffentlichkeit gehen, weil es dann nur als Waffe gegen alle anderen Patienten, die mit echten Krankheiten und Notfällen kommen, genutzt wird, die dann in irgendeiner Form von der Politik, etc abgestraft werden ohne was dafür zu können.
Die Niere
30.01.2008, 09:44
Schade, aber so läuft das immer, wenn man Assistenzärzte sucht, die bereit wären, aus der Anonymität des Internets herauszutreten.
Aber wie würdest du dich fühlen, wenn du als Patient am nächsten morgen von jemandem behandelt wirst, der sich abschätzig über das Anspruchsdenken der Patienten geäussert hat?
Und ich weiss aus eigner Erfahrung wie gut das Gesichertgedächtnis von Patienten ist, wenn sie Ärzte im Fernsehen gesehen habe...
gruesse, die niere
Relaxometrie
30.01.2008, 10:15
Die Diskussion driftet vom eigentlichen Punkt, den Arbeitsbedingungen, ab.
Mir wäre die Vollkaskomentalität der Patienten ziemlich egal, wenn man die überbordenden Wünsche der Patienten unter normalen Arbeitsbedingungen befriedigen dürfte. Wer nachts um 3 einen Pickel chirugisch ausgequetscht haben möchte, kann das bekommen, wenn er -wie beim Schlüsseldienst- einen Nachtzuschlag zahlt.
Die Frage, die beantwortet werden muß, ist: "Wieviel medizinische Versorgung wollen wir uns leisten?". Je mehr gefordert wird, desto teurer wird es. Es sei denn, das medizinsche Personal lässt sich noch weiter aussaugen. Dann kann auch noch mehr Leistung erbracht werden, ohne daß es für den Patienten teurer wird.
Das Problem ist aus meiner Sicht, daß das medizinische Personal einen immer höheren Patientendurchsatz in immer kürzerer Zeit zu bewältigen hat. Dazu kommt dann noch die überbordende Bürokratie. Für den Patienten bleibt keine Zeit, man ist gestresst, alle werden unzufrieden (um es in Kurzform zu beschreiben). Es soll immer mehr Arbeit "kostenneutral" erledigt werden. Irgendwann kann der Einzelne aber nicht noch effizienter arbeiten.
John Silver
30.01.2008, 13:02
Und deshalb :-kotz man lieber anonym das Internet voll.
Alles klar!
:-kotz
Ach, aber bitte, Sie Kotzbrocken. Wann und wo ist die Diskussion? Kann zwar mit bisher äußerst wenig eigener Erfahrung dienen, aber wenn ich etwas kann, dann ist es eloquentes stundenlanges Reden :-))
Ehemaliger User 20130505
30.01.2008, 14:13
Wann und wo ist die Diskussion?
Wozu? Du hast doch bereits klar und deutlich gesagt, was Du davon hältst. :-))
Im Prinzip bin ich bereit, auch öffentlich für meine Meinung einzustehen. Es ist jedoch so, daß öffentliche Diskussionen zum :-kotz sind. Da sitzen dann "Patientenvertreter", die breiter als hoch sind, und werfen einem vor, gegenüber "leicht bis mäßig übergewichtigen" Menschen intolerant zu sein; dann sitzen da noch Politiker, die nur auf ihre Chance warten, um Ärzten (!!!) mit der Moral- und Ethikkeule zu kommen; und weitere Demagogen, bei deren bloßem Anblick man das bereits erwähnte :-kotz kriegt. Solche Diskussionen finden regelmäßig statt, und regelmäßig sind die für den Popo.:-) :-party
condorito
30.01.2008, 15:54
@jatina:
Wenn du meinst,daß dir die Diagnostik liegt und dir die eher patientenferne Arbeit Spaß macht,nur zu!
So sch***** mein klinisches Jahr auch war, ich hatte zum Glück immer im Hinterkopf,daß es halt "nur" ein Jahr ist und ich mich dann wieder verabschiede. Man sieht halt doch Dinge nochmal anders als die anderen Kollegen hier....
Ich bereue es für mich nicht,weil ich merke,daß ich fachlich immer weiter komme und mir die makroskopische und mikroskopische Diagnostik sehr liegt, ich bin also insgesamt sehr glücklich mit meiner Entscheidung.
Habe mich allerdings bewußt gegen eine Weiterbildung an der Uni entschieden,da mein forscherisches Interesse eher mau ausfällt ( und nach Promotionsabschluss wahrscheinlich gegen 0 tendiert).
Schon mal viel Glück für den Bewerbungsmarathon von mir!
so long
docmoechtegern
30.01.2008, 17:46
Ich würde mit sowas übrigens nicht an die Öffentlichkeit gehen, weil es dann nur als Waffe gegen alle anderen Patienten, die mit echten Krankheiten und Notfällen kommen, genutzt wird, die dann in irgendeiner Form von der Politik, etc abgestraft werden ohne was dafür zu können.Ich habe eher den Eindruck, dass auch jetzt schon Patienten,die mit echten Notfällen kommen, abgestraft werden, aber nicht durch Poltiker, sondern durch diensthabende Ärzte und Pflegepersonal, indem diese Patienten bzw. deren Angehörige nicht ernstgenommen werden, weil man ihnen - zu Unrecht - Missbrauch des Notdienst bzw. des Krankehauses unterstellt.
Ich hatte dieses Beispiel mit meiner Oma schon mal in einem anderen Thread gebracht:
Sie hatte mal an einem Karfreitag nach dem Essen Bauchschmerzen bekommen und erbrochen. Meine Eltern haben sie ins Krankenhaus gebracht und um eine Untersuchung gebeten. Es ging ihnen nicht darum, die Oma während der Feiertage stationär unterzubringen, sondern um eine Untersuchung zwecks Diagnose und entsprechender Behandlung. Die haben dann meine Oma stationär aufgenommen, aber die benötigten Untersuchungen nicht gemacht.
Meine Mutter ist von Karfreitag bis Ostermontag jeden Tag von morgens bis abends im Krankenhaus gewesen und hat täglich nach den Untersuchungsergebnissen gefragt. Man hat ihr immer nur gesagt, es seien noch keine Ergebnisse da. Die Oma haben sie einfach liegenlassen.
Erst am Dienstag nach Ostern haben sie festgestellt, dass die Konzentration der Lipase im Blut das Tausenfache des normalen Werts betragen hat und endlich mal eine Ultraschalluntersuchung gemacht, bei der sie festgestellt haben, dass ein Gallenstein den Ausführgang der Bauchspeicheldrüse verstopft hatte. Erst danach haben sie unsere Oma ernstgenommen. Davor hatten sie anscheinend meinen Eltern unterstellt, sie hätten die Oma nur über die Osterfeiertage loswerden wollen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass manche Familien, die einen pflegebedürftigen Angehörigen in ihrem Haushalt haben, sich macnhmal nicht mehr anders zu helfen wissen, als ihn quasi zur Kurzzeitpflege ins Krankenhaus einweisen zu lassen, aber wenn das wirklich vorkommt (hab keine Ahnung, ob bzw. wie häufig das tatsächlich so ist), müsste man das mal offen und öffentlich ansprechen.
Es geht nicht, dass dadurch, dass manche Leute das System missbrauchen, ernsthaft erkrankte Patienten unter den Vorurteilen von Ärzten und Pflegepersonal zu leiden haben und sogar gesundheitlich zu zu Schaden kommen, weil ernsthafte Erkrankungen zu spät festgestellt werden.
Christoph_A
30.01.2008, 18:02
@ docmoechtegern: Tja, so läuft das System. Oma kommt am Feiertag, wird kurz angesehen, hat nix lebensbedrohliches= wird erst mal über die anderen Feiertage ( = nur VERSCHIEDENE Dienstärzt da ) abgelegt und wurde wahrscheinlich, so wie Du mir das schilderst, zwischen den Übergaben wegen Geringfügigleit vergessen. Natürlich kann man den leuten vorwerfen, nicht aufs Labor geguckt zu haben, aber das passiert, je mehr los ist, umso eher. War ja "nur" ne biliäre Pankreatitis. Kann auch sein, daß keiner der Assis, die d waren, ein vernünftiges Osono konnten, oder ein Jungassi schlicht die Lipase im Labor übersehen hatte, alles schon vorgekommen und das nicht nur den Schlechten.
In einem Punkt haste recht-sowas sollte nicht sein, aber oft sind die Docs im Dienst a) völlig überlastet und b) nicht vernünftig ausgebildet/ zu jung (= verheizt ). Das ist aber wiederum eher ein System-, denn ein Arztproblem
@ Condo: Yo, so Pflegedienstbesen scheinen irgendwo ein Nest zu haben und sich unkontrolliert zu vermehren.
Zum Thema Sinnloses in der Notaufname-ganz vorn sind da bei mir immer die privaten Vorhofflimmertanten, die nachts um 3 in Deiner Ambulanz stehen und nun ganz dringend aufgenommen werden wollen, weil das seit 30 Jahren bestehende Vorhofflimmern jetzt ganz,ganz böse ist ( auf Rückfrage hat man halt mal kurz die Tabletten abgesetzt-wissen Sie, diese kriminellen Nebenwirkungen, aber ich hab da im Netz was über ne Ablation gelesen, kann ich die gleich haben-was, stationär bleiben, ne, hören Sie, das geht nicht, ich bin privat und will das ambulant und jetzt gleich-wie, keiner da, kann doch nicht sein, ich werde mich morgen bei Ihrem Chef über Sie beschweren-wie, was, Fraxi und morgen wiederkommen, ich bin aber schweeeeeer krank-hab ich nicht schon fünfmal gesagt, daß ich PRIVATPATIENT bin- was soll der blöde Spruch mit dem Hotel jetzt-sie hören von meinem Anwalt, Sie Flegel! ). Diese unterfi***** Ischen bringen mich manchmal um den Verstand-besonders wenn man davor drei Stunden an nem Infarkt im Angio mitrumgefreckelt hat und eigentlich nur etwas pennen will!
@jatina:
Wenn du meinst,daß dir die Diagnostik liegt und dir die eher patientenferne Arbeit Spaß macht,nur zu!
So sch***** mein klinisches Jahr auch war, ich hatte zum Glück immer im Hinterkopf,daß es halt "nur" ein Jahr ist und ich mich dann wieder verabschiede. Man sieht halt doch Dinge nochmal anders als die anderen Kollegen hier....
Ich bereue es für mich nicht,weil ich merke,daß ich fachlich immer weiter komme und mir die makroskopische und mikroskopische Diagnostik sehr liegt, ich bin also insgesamt sehr glücklich mit meiner Entscheidung.
Habe mich allerdings bewußt gegen eine Weiterbildung an der Uni entschieden,da mein forscherisches Interesse eher mau ausfällt ( und nach Promotionsabschluss wahrscheinlich gegen 0 tendiert).
Schon mal viel Glück für den Bewerbungsmarathon von mir!
so long
Wös? Bewerbungsmarathon? Üsch denk der Nachwuchs fehlt? Scherz beiseite....
Genau das was Du schreibst macht den Gedanken an das jetzt bald beginnende PJ für mich überhaupt erträglich......Chirurgie ist sowieso nicht meine Welle, Inner zwar schon- aber eben nicht unter den allgemein leider doch eher verbreiteten Bedingungen. Wie jemand anderes hier schon anmerkte: wenn alles nicht so unter Geld- und Zeitdruck ablaufen würde, wäre es ja halb so wild, dann könnte man auch mit eventuell auftretenden anstrengenderen Patienten ganz anders umgehen.
Wenn ich dann aber schon an die Fähnchen im Komposter denke, die mir hinter dem Patienten je nach Farbe anzeigen ob er sich denn rentiert, wird mir ganz anders.
Was die Weiterbildung an der Uni angeht- falls sich mir die Tür öffnen sollte nehm ich den Weg erstmal gerne. Mit Forschung hatte ich bisher zwar nicht allzu viel am Hut- aber probieren geht ja über Studieren......
Ausserdem habe ich auf die Lehre Lust.
Falls nicht Uni ist auch gut.
Aber wer weiß- vielleicht trifft mich ja im PJ noch der Schlag und ich bleibe doch in der Inneren.........Wunder gibt es ja immer wieder.
Kackbratze
31.01.2008, 10:48
Der Nachtdienst ist die Krux schlechthin in allen Gruppen. Egal was man macht, es ist potentiell falsch.
Sowas wird besser, wenn die Nachtdienstsituation verbessert wird (z.B. 2 Ärzte pro Abteilung, einer Ambulanz, einer den Rest) und die Assistenten und die OAs besser zusammenarbeiten.
Aber indem ein Nachtdienst, der meist Berufsanfänger ist, die ganze Nacht für Alle im KH rumspringt, wird sich die Gesamtsituation kaum ändern.
Das ist nicht die Ausbildung, die mit daran Schuld ist, es sind die allgemeinen Arbeitsbedinungen.
Aber ich schließe mich eher Dr.No an, wenn ich sage, dass ich im großen und Ganzen mit meiner derzeitigen Ausbildung zufrieden bin. Mein Chef verlangt auch eine Menge, aber dafür bekommt man, wenn man das verlangte auch erfüllt, entsprechende OP-Zeiten, Eingriffe und auch Förderung.
Und um es auchmal anders zu sagen: in der derzeitigen Stellensituation kann man fast jeden Chef mit der potentiellen Kündigung darauf hinweisen, dass man unzufrieden ist.
Wie heisst es so schön:
Was besseres als den Tod findet man immer...
Leelaacoo
31.01.2008, 21:26
Uff..ich bin jetzt seit fast 2 Jahren auf der Inneren...nettes Haus eigentlich, aber Weiterbildung? Höchstens in Kodierung. Habe nach einem Jahr Privatstation sooo gehofft auf die Rotation auf die Intensiv (die vor mir alle machen durften)...und musste dann auf die Geriatrie rotieren...als ob nicht die gesamte Innere eine Geriatrie ist...da kann man wenigstens die Visiten kurz halten, sind fast alle aphasich und kaum ansprechbar nach dem Apoplex (nein, es IST Innere...wir kriegen nur alle Apoplexe, die die Neuros nicht wollen...nach dem Motto: Du, den hab ich zwar angenommen, aber der ist 19 geboren, das ist nichts für die Neuro...BITTE????). Ich darf nur die Hauptdiagnose behandelnt (NEIN, nicht den Patienten...O-Ton OA: Der ist jetzt nicht wegen der Anämie da, das kann der HA ambulant abklären...Hb mit 10 ist aber auch net soooo schlimm, gell....)...grummel.
Jetzt, endlich, darf ich vielleicht auf die ITS...dachte ich...haben mich einfach wieder geschoben...läuft ja so gut mit dir auf der Station...wir sind echt die allerletzte Station für die Patienten (allen schieben in die Geriatrie ab...nur ich kann nicht zurückschieben...also werden die 3 P´s gemacht: PEG, Pufi, Pflegeheim). Ich könnt die Wände hochgehen, so frustriert bin ich...ich weiß auch deutlich weniger, als vor dem 2ten (!!!!) STEX...Sch******. Und dafür mein schönes 1er Examen (nicht, dass das mir hier was nützt...).
Der Oberhammer ist aber, daß ich jetzt den alten Internisten nicht machen darf (Ba-Wü), weil mein 3tes STEX genau um 1 Woche nach dem Stichtag war. Innere ist für mich gestorben, sond ende ich noch als Geriater (meine vollste Bewunderung für alle, die das machen möchten...ist sicher die Zukunft...aber ich ertrage Up-and-Go-Tests, Tinnetis und Folsteins maximal noch 1 Monat...dann muss ich - als Patient- in die Psych). Und die Patienten können echt nichts dafür, daß ich inzwischen Pat.kontakt kaum ertragen kann. Wie gestern im Nachtdienst. 3 Uhr. Pforte: Patient kommt zu Fuss (wie ich das um die Uhrzeit liebe...kann der nicht wann anders zu Fuß zum HA?). Patient in Ambulanz: Ich hab da so n Kratzen im Hals. Ich: Seit wann? Der: Na, eigentlich seit vorgestern. Ich: Und warum um HImmels willen kommen sie JETZT und HIERHER? Er: Na, sie sind doch 24h da, dachte ich.
- no comment -
Da ists ja bei McDoof besser..Drive in...könnten wir auch einführen...und während ich die Mätzchen in der Ambulanz mitmache, habe ich oben 85 Patienten, von denen es einigen echt sch**** geht.
Nee....Innere ist nur etwas für Masochisten...
Wenn ich im März nicht auf ITS darf, kündige ich. Basta.
LG Lee
Relaxometrie
31.01.2008, 21:50
PEG, Pufi, Pflegeheim
Was ist Pufi?
Ansonsten: Deine Gedanken sind absolut nachvollziehbar.
Gerade gestern habe ich wieder eine frustriert klingende SMS einer guten Freundin bekommen, die seit einem halben Jahr in der Inneren arbeitet. Bei ihr klang es alles sehr sehr ähnlich, wie das, was Du da gerade geschrieben hast :-(
Uff..ich bin jetzt seit fast 2 Jahren auf der Inneren...nettes Haus eigentlich, aber Weiterbildung? Höchstens in Kodierung. Habe nach einem Jahr Privatstation sooo gehofft auf die Rotation auf die Intensiv (die vor mir alle machen durften)...und musste dann auf die Geriatrie rotieren...als ob nicht die gesamte Innere eine Geriatrie ist...da kann man wenigstens die Visiten kurz halten, sind fast alle aphasich und kaum ansprechbar nach dem Apoplex (nein, es IST Innere...wir kriegen nur alle Apoplexe, die die Neuros nicht wollen...nach dem Motto: Du, den hab ich zwar angenommen, aber der ist 19 geboren, das ist nichts für die Neuro...BITTE????). Ich darf nur die Hauptdiagnose behandelnt (NEIN, nicht den Patienten...O-Ton OA: Der ist jetzt nicht wegen der Anämie da, das kann der HA ambulant abklären...Hb mit 10 ist aber auch net soooo schlimm, gell....)...grummel.
Jetzt, endlich, darf ich vielleicht auf die ITS...dachte ich...haben mich einfach wieder geschoben...läuft ja so gut mit dir auf der Station...wir sind echt die allerletzte Station für die Patienten (allen schieben in die Geriatrie ab...nur ich kann nicht zurückschieben...also werden die 3 P´s gemacht: PEG, Pufi, Pflegeheim). Ich könnt die Wände hochgehen, so frustriert bin ich...ich weiß auch deutlich weniger, als vor dem 2ten (!!!!) STEX...Sch******. Und dafür mein schönes 1er Examen (nicht, dass das mir hier was nützt...).
Der Oberhammer ist aber, daß ich jetzt den alten Internisten nicht machen darf (Ba-Wü), weil mein 3tes STEX genau um 1 Woche nach dem Stichtag war. Innere ist für mich gestorben, sond ende ich noch als Geriater (meine vollste Bewunderung für alle, die das machen möchten...ist sicher die Zukunft...aber ich ertrage Up-and-Go-Tests, Tinnetis und Folsteins maximal noch 1 Monat...dann muss ich - als Patient- in die Psych). Und die Patienten können echt nichts dafür, daß ich inzwischen Pat.kontakt kaum ertragen kann. Wie gestern im Nachtdienst. 3 Uhr. Pforte: Patient kommt zu Fuss (wie ich das um die Uhrzeit liebe...kann der nicht wann anders zu Fuß zum HA?). Patient in Ambulanz: Ich hab da so n Kratzen im Hals. Ich: Seit wann? Der: Na, eigentlich seit vorgestern. Ich: Und warum um HImmels willen kommen sie JETZT und HIERHER? Er: Na, sie sind doch 24h da, dachte ich.
- no comment -
Da ists ja bei McDoof besser..Drive in...könnten wir auch einführen...und während ich die Mätzchen in der Ambulanz mitmache, habe ich oben 85 Patienten, von denen es einigen echt sch**** geht.
Nee....Innere ist nur etwas für Masochisten...
Wenn ich im März nicht auf ITS darf, kündige ich. Basta.
LG Lee
Deinen Frust in allen Ehren, aber ich verstehe überhaupt nicht, warum Du Deine Wünsche nicht mit ein wenig mehr Nachdruck einforderst. Ok, ok, Ihr mögt das einzige internistische Haus in Deutschland sein, daß noch über einen voll besetzten Stellenplan verfügt, aber ich hätte eine Verschiebung nur ein einziges Mal mitgemacht, und spätestens bei der 2.Absage ein Zwischenzeugnis vom Chef eingefordert. Erfahrungsgemäß wachen dann einige Würdenträger auf - also, nicht verzagen - und ggf. wechseln. Freie Stellen gibts en masse und wenn das so weitergeht, wird das Deutsche Ärzteblatt demnächst die Dicke eines Brockhaus-Bandes erreicht haben und mit der Paketpost zugestellt werden müssen:-))
:-meinung
Beste Grüße
Hypnos
Uff..ich bin jetzt seit fast 2 Jahren auf der Inneren...nettes Haus eigentlich, aber Weiterbildung? Höchstens in Kodierung. Habe nach einem Jahr Privatstation sooo gehofft auf die Rotation auf die Intensiv (die vor mir alle machen durften)...und musste dann auf die Geriatrie rotieren...als ob nicht die gesamte Innere eine Geriatrie ist...da kann man wenigstens die Visiten kurz halten, sind fast alle aphasich und kaum ansprechbar nach dem Apoplex (nein, es IST Innere...wir kriegen nur alle Apoplexe, die die Neuros nicht wollen...nach dem Motto: Du, den hab ich zwar angenommen, aber der ist 19 geboren, das ist nichts für die Neuro...BITTE????). Ich darf nur die Hauptdiagnose behandelnt (NEIN, nicht den Patienten...O-Ton OA: Der ist jetzt nicht wegen der Anämie da, das kann der HA ambulant abklären...Hb mit 10 ist aber auch net soooo schlimm, gell....)...grummel.
Jetzt, endlich, darf ich vielleicht auf die ITS...dachte ich...haben mich einfach wieder geschoben...läuft ja so gut mit dir auf der Station...wir sind echt die allerletzte Station für die Patienten (allen schieben in die Geriatrie ab...nur ich kann nicht zurückschieben...also werden die 3 P´s gemacht: PEG, Pufi, Pflegeheim). Ich könnt die Wände hochgehen, so frustriert bin ich...ich weiß auch deutlich weniger, als vor dem 2ten (!!!!) STEX...Sch******. Und dafür mein schönes 1er Examen (nicht, dass das mir hier was nützt...).
Der Oberhammer ist aber, daß ich jetzt den alten Internisten nicht machen darf (Ba-Wü), weil mein 3tes STEX genau um 1 Woche nach dem Stichtag war. Innere ist für mich gestorben, sond ende ich noch als Geriater (meine vollste Bewunderung für alle, die das machen möchten...ist sicher die Zukunft...aber ich ertrage Up-and-Go-Tests, Tinnetis und Folsteins maximal noch 1 Monat...dann muss ich - als Patient- in die Psych). Und die Patienten können echt nichts dafür, daß ich inzwischen Pat.kontakt kaum ertragen kann.
Nee....Innere ist nur etwas für Masochisten...
Mein Gott, was bin ich froh, dass ich Single bin und es niemand merken wird, falls ich mal - egal aus welchem Grund - zuhause umkippen würde.
Und für den Fall, dass es mich nicht zuhause erwischen sollte und ich in einem Zustand, in dem ich meinen Willen nicht mehr äußern könnte, in ein Krankenhaus gebracht werden sollte, habe ich einen Bevollmächtigten, der jegliche Behandlung untersagen wird.
Leelaacoo
31.01.2008, 23:17
Deinen Frust in allen Ehren, aber ich verstehe überhaupt nicht, warum Du Deine Wünsche nicht mit ein wenig mehr Nachdruck einforderst. Ok, ok, Ihr mögt das einzige internistische Haus in Deutschland sein, daß noch über einen voll besetzten Stellenplan verfügt, aber ich hätte eine Verschiebung nur ein einziges Mal mitgemacht, und spätestens bei der 2.Absage ein Zwischenzeugnis vom Chef eingefordert. Erfahrungsgemäß wachen dann einige Würdenträger auf - also, nicht verzagen - und ggf. wechseln. Freie Stellen gibts en masse und wenn das so weitergeht, wird das Deutsche Ärzteblatt demnächst die Dicke eines Brockhaus-Bandes erreicht haben und mit der Paketpost zugestellt werden müssen:-))
:-meinung
Beste Grüße
Hypnos
Hab ja ein Zwischenzeugnis verlangt...dauert aber nur schlappe 2-3 Monate...und ich kann ja nichts vorweisen außer der Kenntnis der Irrwege und des Irrsinns des DRG-Systems, der Fähigkeit, 4 Seiten lange Briefe zu diktieren und den Visitenwagen unmotiviert vor mich her zu schieben. Da ich auch - welch Zufall - einen verkürzten Vertrag bekommen habe (da neuer Internist-common trunk), wird mir nach der ITS nicht mal die Fachkunde RD bezahlt, da ich DANN kein volles Jahr mehr habe, bis der Vetrag ausläuft (daß das erst so gekommen ist, weil man mich geschoben hat...who cares). Die Fortbildungen, die ich mir in meiner Freizeit abgezwackt habe, kann man den Hasen geben...
Ich kann mich also in die Reihen der Studienabgänger einreihen (und das nach 2 Jahren...und die haben wenigstens noch den Herold im Kopf, ich nur in der Tasche;-)
LG Lee (Frust steigt ins Unermessliche....beng)
PS: Pufi = suprapubische Blasenfistel = SPDK :-D
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