Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herzchirurgie
Als PJ bekommt man nur einen marginalen Einblick in die allgemeine Psychopathologie einer Abteilung. Alle lächeln, sind meist freundlich oder konstant unfreundlich, aber der Welpenschutz verhindert die "echten" Schweinereien, welche meist eher verdeckt ablaufen. Jein. ;-) Andere Chefs sind nicht mal nett zu den PJlern, das sagt dann schon was aus, insbesondere wenn man dann als PJler die Assistenzrärzte überwiegend jammern hört (was auch mit Vorsicht zu genießen ist). Aber egal, ich denke es wird sich eh niemand nur auf eine Stelle bewerben, bloß weil hier 5 Zeilen zur Klinik X stehen.
Kackbratze
20.09.2010, 11:43
Grundsätzlich sollte man in einer Abteilung Hospitieren, bevor man dort anfängt. Ausser man ist sich eines gewissen Risikos bewusst.
LasseReinböng
20.09.2010, 12:07
Nein. Niemand expressis verbis NIEMAND, den ich kenne und der als Assi in einer THG arbeitet, ist mit seinem Job zufrieden. Sie wären ALLE lieber heute als morgen woanders.
Es bleibt dabei. Dennoch. Es soll ja hoch-motivierte Jobanfänger geben:-))
Und dabei bleibt es auch: viel Vergnügen:-)
THG= Thorax-Herz-Gefäß-Chirurgie ? Ich kenne zumindest in der Tx- und Gefäßchirurgie Assis, denen ihr Job Spaß macht und die froh sind, nicht in der Viszeralchirurgie arbeiten zu müssen.
THG= Thorax-Herz-Gefäß-Chirurgie ? Ich kenne zumindest in der Tx- und Gefäßchirurgie Assis, denen ihr Job Spaß macht und die froh sind, nicht in der Viszeralchirurgie arbeiten zu müssen.
Öh - und was nehmen die für Drogen?:-))
LasseReinböng
20.09.2010, 14:07
Öh - und was nehmen die für Drogen?:-))
Weiss net...sind halt eher schlichte Menschen, die vom Leben nicht allzuviel erwarten.
snowfairy
20.09.2010, 16:14
Schön wär's ja, wenn's einfach wäre an eine Stelle in der Herzchirurgie ranzukommen :-nix...Es gibt auch in Nicht-Chirurgischen Fächern Ärzte (nicht nur Chefs) wo man als PJ permanent unfreundlich behandelt wird (wenn man Glück hat, wird man gar nicht erst beachtet).
Princess
02.11.2010, 20:44
:-keks
Hi
ich gehe bald ins PJ und mich würde interessieren, ob jemand im Herzzentrum München famuliert hat oder aber ein PJ Tértial dort in der Herzchirurgie abgeleistet hat und wie es war..
würd mich über Antworten und Erfahrungsberichte freuen.
ehemaliger User_25062015
22.03.2015, 11:57
Ich kram das mal wieder raus, weil Thieme ab und an Facharztrichtungen vorstellt und heute die HTC dran war...ist eines der Fächer von denen man eher wenig (ich zumindest) hört, drum würd mich mal interessieren ob sich da in den letzten Jahren was getan hat bzgl der Ausbeutung der Assis. Vielleicht weiß ja jemand was dazu. (Und nein, ich seh mich nicht zur großen Herzchirurgin auserkoren ;-))
Herzchirurg kannst du fast nur an der Uni oder an wenigen einer Uni angeschlossenen Häusern lernen. Ist schon mal ein großer Minuspunkt. Außerdem dauert die Facharztausbildung was man so hört eher 10 wie 5 Jahre, da man, wenn man Glück hat, nach 4-5 Jahren vielleicht mal das Herz anfassen darf ;) Große Konkurrenz und noch größerer Druck, aber stressresistent sollte man als Herzchirurg vermutlich eh sein.
ehemaliger User_25062015
22.03.2015, 14:50
Hmm ja die lange Ausbildungszeit wär wohl gar nicht mein größtes Problem, wenn man dafür ordentliche Arbeitszeiten und ne gute Ausbildung hat. Familienplanung will ich nicht erst nach dem Facharzt angehen, wenn möglich, da wären ewig viele Überstunden eher nicht so familienfreundlich.
Dass man als HTC an die Klinik gebunden ist und nicht irgendwann sagen kann, dass man sich jetzt mal niederlässt, find ich auch nicht so berauschend.
Ich hatte wohl gehofft, dass jemand sagt, dass alles viiiel besser geworden ist in den letzten Jahren.^^ Kardiologie ist zwar mein Favorit, aber ganz ohne OP würd ich glaub ich auch nicht wollen..aber als HTC arbeiten und dafür quasi auf Familie und Co verzichten..is ja auch nicht Sinn der Sache..
][truba][
22.03.2015, 15:23
Ich arbeite ja noch als Krankenpfleger auf einer herzchirurgischen ITS, in einem Haus welches nicht einer Uni o.ä. angeschlossen ist.
Die lange Ausbildungszeit kann ich bestätigen. Arbeite seit 2004 dort und es gibt einen festen Stamm von OA´s und rel. viele wechselnde Assis. Von den Assis, die lange Zeit dabei sind, kenne ich gerade mal einen, der jetzt Facharzt ist. Allerdings will ich nicht sagen, dass ich dort jeden Assi genau kenne und wann er dort begonnen hat.
Arbeitszeiten kann ich schwierig einschätzen. Fakt ist, dass OP Start um 8 ist und meistens 2 Nummern operiert werden. Open End versteht sich. Wenn die erste oder zweite zu kompliziert ist, dauert es eben, so lange es dauert. Wenn man Dienst hat als Assi, bleibt man dementsprechend da und wenn noch 2 Säle laufen, bleibt man natürlich auch wenn man keinen Dienst hat (eigentlich wie in jedem chirurgischen Fach, oder?).
So, man KANN sich auch als Herzchirurg selbstständig machen. Wir haben 2 Herzchirurgen, die eine Praxis haben und sich dann ihre Patienten mitbringen und sie selbst operieren in unseren (dann gemieteten) OP Sälen. Ist also möglich und die Verdienste wohl auch nicht so übel (wenn ich mir die Autos von einem der beiden ansehe).
Allerdings gräbt die Kardiologie mehr und mehr den Herzchirurgen die Patienten ab, so dass die Zukunft wohl sein wird, dass es weniger Zentren mit dementsprechend weniger Stellen, mehr Konkurrenzkampf und viel Stress geben wird (ist aber nur meine persönliche Sicht).
Genauere Einblicke kann ich dir nicht geben. Wenn du Fragen hast, die dich speziell interessieren kann ich sie mal einem der Assis stellen wenn ich wieder arbeiten bin (kann aber noch etwas dauern). Vielleicht ist hier aber auch ein Herzchirurg unter uns.
LG
ehemaliger User_25062015
22.03.2015, 16:16
Konkrete Fragen hab ich nicht. Trotzdem danke für das Angebot und deinen Bericht. Mir gehts nur darum was zu machen was meinen Interessen entspricht und ne Arbeit zu haben, die mich nicht "versklavt" und die nicht dafür sorgt, dass meine Familie daran zerbricht.
Aaalles Zukunftsmusik und ich hatte ja bisher noch keine wirklichen Einblicke in diese Fächer, aber man macht sich ja doch ab und an Gedanken. Das Studium dauert ja aber auch noch ne Weile.
Famulier doch mal in der Herzchirurgie und frage dann die Assis, wie es so ist. Dann bekommst du natürlich nur den Einblick in eine einzige Klinik, was nicht repräsentativ ist.
Im PJ im Unispital Basel war ich mal einen Monat in der Herzchirurgie. Die hatten da nur einen einzigen Weiterbildungsassi, der wurde dementsprechend ganz gut gefördert. Durfte seine ersten Bypässe im 2. Jahr oder so machen. Für mich wärs trotzdem nix. Ewig die gleichen langweiligen OPs und wenn mal was schief läuft, ist die Kacke gleich richtig am dampfen.
Für mich wärs trotzdem nix. Ewig die gleichen langweiligen OPs und wenn mal was schief läuft, ist die Kacke gleich richtig am dampfen.
Deswegen wird man ja wenn dann auch Kinderherzchirurg ;)
Miss_Verständnis
23.03.2015, 20:13
:-)) Wer wird denn Kinderherzchirurg?? Die Besten der Besten oder? Ich würde sagen, die Kidnerherzchirurgen des Landes kann man gefühlt an einer Hand abzählen.. :-D
Overshoot
23.03.2015, 20:22
Deswegen wird man ja wenn dann auch Kinderherzchirurg ;)
ich bin immer erstaunt was es doch für spezialisierungen gibt.. ich kann mich mit sowas nicht wircklich anfreunden, der eine arzt macht bald nur noch proktoskopien, für eine koloskopie muss man zum anderen spezialisten fahren. einer operiert nur die linke hand, der andere kann nur die rechte operieren usw ich hoffe inständig dass das in zukunft nicht weiter ausartet wie kinderneuroradiologie mit schwerpunkt auf diagnostische signalanomalien der weißen substanz für sozial auffälige kinder (oder sowas)mit zusätzlichen 5 jahren facharztausbildung auf die 3 jahre kinderneuroradiologie auf die 5 jahre radiologie (oder davor noch neuroradiologie?)^^ man lernt so viel und breitgefächert und am ende wird man zum "fachidioten"
genug offtopic wollte das nur mal loswerden :D
ehemaliger User_25062015
23.03.2015, 20:29
@Lava Hmm aber ist es nicht in jedem operativen Fach irgendwann nur das gleiche? Hüfte ist Hüfte..zementiert oder unzementiert ist halt die Frage..Knie-TEPs werden mit der Zeit auch nicht spannender..ist doch alles irgendwie begrenzt vom Spektrum her. Korrigier mich gerne, hab ja wirklich nicht viel Erfahrung.
Famulaturen sind wohl wirklich die beste Möglichkeit um nen Einblick zu bekommen. Aber das ist wie du schon sagtest auf die eine Klinik beschränkt und an allen Kliniken kann ich ja wirklich nicht famulieren..
Schwierig wenn man Kardio und OP iwie verbinden will..
ich bin immer erstaunt was es doch für spezialisierungen gibt.. ich kann mich mit sowas nicht wircklich anfreunden, der eine arzt macht bald nur noch proktoskopien, für eine koloskopie muss man zum anderen spezialisten fahren. einer operiert nur die linke hand, der andere kann nur die rechte operieren usw ich hoffe inständig dass das in zukunft nicht weiter ausartet wie kinderneuroradiologie mit schwerpunkt auf diagnostische signalanomalien der weißen substanz für sozial auffälige kinder (oder sowas)mit zusätzlichen 5 jahren facharztausbildung auf die 3 jahre kinderneuroradiologie auf die 5 jahre radiologie (oder davor noch neuroradiologie?)^^ man lernt so viel und breitgefächert und am ende wird man zum "fachidioten"
genug offtopic wollte das nur mal loswerden :D
Du hast nicht viel Ahnung von Pädiatrie bzw Kinderherzchirurgie im speziellen oder? ^^
Absolute Arrhythmie
23.03.2015, 20:39
Du hast nicht viel Ahnung von Pädiatrie bzw Kinderherzchirurgie im speziellen oder? ^^
Watt, wer ne Hüfte hämmern kann, kann nicht automatisch nen Single Ventricle operieren? -.-
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.