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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Famulatur in der Gynäkologie im Ortenau-Klinikum Lahr-Ettenheim



fusselviech
04.04.2008, 12:48
1. Allgemeine Daten zur Klinik
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- Stadt: Lahr
- Klinik: Ortenau-Klinikum Lahr-Ettenheim
- Abteilung: Gynäkologie & Geburtshilfe
- Chefarzt: Prof. Göppinger
- Ansprechpartner: Dr. Riehle (leitender OA)
- Postalische Adresse der Klinik: Klinikum Lahr-Ettenheim, Postfach 1727, 77931 Lahr
- Internetadresse der Klinik: http://www.klinikum-lahr-ettenheim.de/

2. Betreuung und Arbeitsklima
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- Von wem wurdest du betreut?
hauptsächlich von den Assistenzärzten und Dr. Riehle

- Wie schätzt du die Betreuung ein?
sehr gut! Es war immer jemand für mich da und mir wurde auch immer sehr viel erklärt.

- Gibt es Famulanten, PJler oder AiPler auf Station im Haus?
In meiner letzten Woche kam eine PJlerin, aber sie haben wohl eher selten Famulaten oder PJler, freuen sich aber sehr, wenn sie welche kriegen!

- Wie war der Umgang im Team?
angenehm und entspannt, bis auf den Chef haben sich alle geduzt

3. Praktische Tätigkeiten / Aufgaben / Tagesablauf
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- Welche Vorkenntnisse hattest du?
Betreffend die Gynäkologie eigentlich nur Anatomie, hatte noch keine Gyn im Studium

- Dein Aufgabengebiet:
Haken halten im OP, auch mal nähen, Kurzanamnesen in der Ambulanz, Blut abnehmen, Fäden ziehen, Klammern/Drainagen entfernen, mitlaufen, gucken & fragen

- Arbeitszeiten:
ca. 8-16h, durfte aber auch mal schon um 13:30h gehen, wenn's nix mehr für mich zu tun gab

- Beschreibe kurz deinen Tagesablauf:
Da ich nicht aus Lahr direkt komme, sondern in FR wohne, bin ich mit Assistenzärzten aus FR mitgefahren, waren dann um 7:30h zur Morgenbesprechung in der Klinik, dann gegen 8h entweder ab in den OP oder an einen der Assistenten dranhängen. Im OP: Gucken/assistieren bis ca 13h-13:30h, dann Mittagessen, wenn dann noch was auf dem Plan war, nochmal in den OP, maximal bis 16h. Danach meine Mitfahrgelegenheiten fragen, was sie noch machen und ihnen über die Schulter gucken, bis wir nach Hause fahren (das war meist so zwischen 17h und 18h, hätte ich in Lahr gewohnt, hätten sie mich um 16h oder schon früher gehen lassen, aber aufgrund der schlechten Busverbindung hat es sich für mich gelohnt bis zu 1h auf mein "Assistenzarzt-Taxi" zu warten).
Auf Station: Blut abnehmen, in der Ambulanz Anamnese machen und bei den Untersuchungen zugucken, wenn's eine spontane Geburt im Kreissaal gibt: zuschauen, bei der Visite mitlaufen, Daten in den PC einfüttern, Mutterpässe ausfüllen

4: Drumherum
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- Verpflegung:
Es gibt eine sehr leckere Kantine, eigentlich muss man pro Mittagsmenü (Salat, Hauptgang, Nachtisch + 2 Gläser Wasser) 2,65€ bezahlen, aber ich hab's sogar umsonst bekommen! Auf Station gibt's eine immer zugängliche Kaffee-Maschine :) falls man mal über Mittag zu lange im OP steht (was bei mir nur 1x vorkam, sonst haben sie mich immer zum Essen geschickt, auch wenn die OP noch nicht fertig war), kann man sich entweder Essen bestellen, von den Kollegen was mitbringen lassen oder sich im Bistro etwas zu essen kaufen. Man verhungert sicher nicht!

- Möglichkeit der Unterkunft für Auswärtige/Verkehrsanbindung:
Von einem PJler aus der Anästhesie weiß ich, dass es die Möglichkeit gibt, ein Zimmer im Wohnheim zu bekommen (ob das allerdings auch für Famulanten gilt, kann ich nicht sagen). Die Verkehrsanbindung mit Bus & Bahn ist sehr schlecht, da der Bus zum Krankenhaus zeitlich überhaupt nicht auf die Züge der Deutschen Bahn abgestimmt ist und man fast immer ca 30Min am Bahnhof warten muss!

- Arbeitskleidung: wird komplett gestellt

5: Resumee / Fazit
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- Was hat dir sehr gut gefallen?
Alle waren wirklich sehr freundlich zu mir, ich durfte fragen so viel ich wollte, habe immer etwas erklärt bekommen (besonders im OP) und immer wieder haben sie betont, wie froh sie sind, dass ich da bin und ihnen helfe!

- Was hat Dir überhaupt nicht gefallen?
Die langen Anfahrtszeiten, aber dafür können die Leute auf Station ja nix und das war mir von vorneherein klar

- Wenn Du Deinen "Zustand" (emotional und in Bezug auf fachliche Kenntnisse) vor dem ersten und nach dem letzten Tag vergleichst, wie würdest Du die Entwicklung während der Famulatur einschätzen?
Ich habe auf jeden Fall sehr viel gesehen und gelernt, stand das erste Mal "richtig" im OP (also steril am Tisch und mit Haken in der Hand), durfte sogar ein paar Mal nähen! Emotional war nicht so viel los, da ich eigentlich nie richtig auf der onkologischen Station war und die Patientinnen dort nicht wirklich mitbekommen habe.

- Dinge, die Dir sonst noch so spontan einfallen, sind z.B. [...]
Ich wurde mehrfach von PJlern eingeladen, an ihrem Unterricht teilzunehmen, leider habe ich es irgendwie nie geschafft, aber das Angebot war auf jeden Fall da!