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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A16/B94 Tag2 zystische Fibrose



Unregistriert
20.08.2008, 17:33
ich halte hier die Musterlösung von Medi-Learn für eher falsch:
in der Population der Frau beträgt die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung 1:2500, d.h. aufgrund des autosomal rezessiven Erbgangs ist jeder 50. ein Allelträger (1:50 mal 1:50 = 1:2500).
Hat also die Frau die Wahrscheinlichkeit von 1:50 dafür, Allelträger zu sein, gibt sie dieses mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:2 weiter, der Mann ist krank und gibt auf jeden Fall ein krankes Allel weiter, das heißt doch, die Wahrscheinlichkeit für ein krankes Kind ist 1:100!

Unregistriert
20.08.2008, 17:37
Bin auch auf die Lösung gekommen und finde sie Stimmig!!

Triality
20.08.2008, 17:47
Pro E (1:50) :-stud

Frau: 1:2500 = 0,04%
Mann: 1:2 = 50% (wenn Mutter heterozygot, was ja nur sein kann, da sie ja als gesund angegeben ist)

50% x 0,04% = 2% = 1:50

Oder?

Grüße

Unregistriert
20.08.2008, 17:58
@Triality:

Keine Ahnung wie du darauf kommst, aber der Vater gibt mit 100% Wahrscheinlichkeit ein krankes Allel weiter (da AA bei autosomal rezessiv und krank).

Sonst muss ich mich meinen anderen Vorrednern anschließen.
Der Satz ist:
"Die Zystische Fibrose hat unter Neugeborenen in der Population, aus der die Frau stammt, eine Häufigkeit von 1:2500." (Herbst 08, A16)

Daraus ist doch klar zu sehen, dass in 1/2500 die Erkrankung auftritt, d.h. 1/50 in der Population Merkmalsträger sind ((1/50)^2=2500).
Das heißt die Frau ist mit einer Wahrscheinlichkeit 1/50 Merkmalsträger und gibt dann mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/2 das kranke Allel weiter.

Triality
20.08.2008, 18:33
Die 50% bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit für das Kind homozygot zu sein, sofern die Mutter heterozygot ist.
Rechnung ist ziemlich konfus, keine ahnung was ich mir da gedacht habe.. :-)

gizzmac
20.08.2008, 18:54
man muss davon ausgehen, dass 1/2500 die wahrscheinlichkeit für ein homozygotes kind ist. wenn man dann von zwei heterozygoten eltern ausgeht, dann wäre deren wahrscheinlichkeit für ein krankes kind 1/4. also muss man 1/2500 x 4 rechnen, um auf die wahrscheinlichkeit für zwei heterozygote eltern zu kommen. dann nimmt man noch die wurzel daraus (die wurzel aus 1/625) und kommt dann auf 1/25 als wahrscheinlichkeit für ein heterozygotes elternteil.

so... da nun das kind in diesem falle mit sicherheit ein krankes allel vom daddy bekommt und zu 50% ein krankes von der mutter ergibt die wahrscheinlichkeit für ein krankes kind 1/50

so hab ichs mir erklärt

stoevne
20.08.2008, 18:59
Das ist Falsch.
Die Mutter ist nach obiger Erklärung (die soweit stimmt) in 1/50 Fällen heterozygot.
Aber eine in 1/50 Fällen Heterozygote gibt ja nur mit der Wahrscheinlichkeit 0,5 dieses Allel auch weiter.

Also ergibt sich:
Vater x Mutter x 0,5 =
1 X 1/50 X 1/2 = 1:100

Antwort D muss richtig sein, MediLearn liegt falsch!

gizzmac
20.08.2008, 19:13
wieso ist die mutter mit 1/50 heterozygot? du musst 1/2500 x 4 nehmen, dann hast du 1/625 als wahrscheinlichkeit für ZWEI heterozygote eltern... zieh die wurzel und du hast die wahrscheinlichkeit für die heterozygote mutter und das ist 1/25.... dann noch der vater, der zu 100% ein krankes allel weitergibt.
als gesamtwahrscheinlichkeit für ein krankes kind bekomme ich so 1/50 raus...
wie kommst du denn auf 1/50 für die mutter?

DonJohnsen
20.08.2008, 19:13
wenn aa 1:2500 is heißt das, dass a 1:50 vorkommt.

das heißt A kommt 49:50 vor

AA ist (49*49)/2500
Aa ist (2*49)/2500 - macht 98/2500, rund 100/2500 - 1/25

vater aa, mutter mit 1/25 Aa

heißt 1/2 * 1/25 ist aa, 1/2 * 1/25 ist Aa

1/2 * 25 = 1/50

also ist das kind mit 1/50 aa - und damit erkrankt.

Manu_HD
20.08.2008, 19:14
Die Mutter ist aber zu 2/50 heterozygot, da ich gemäß dem Herrn Binom das doppelte gemischte Produkt habe (q²+ 2qp + p² = 1) und die gibt dann zu 1/2 das kaputte Allel weiter, das vom Daddy ist es zu 100%. : 2/50 * 1/2 * 1 = 1/50

stoevne
20.08.2008, 20:14
Mist ja..stimmt...
es heißt ja 2pq
so kommt man natürlich auf 1/50 und nicht 1/100

schade....