Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umgang mit den Schwestern
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Ausnahmen sind dann nötig, wenn es ans eingemachte geht. Bei mir auf Station passiert. Nachdem eine Schwester mich vor dem Patienten anschrie, ich könnte Ihn damit umbringen...während ich gerade eine Braunüle mit einer 5ml NaCl-Spritze anspülte.
Äh- ich glaub ich stehe gerade mit beiden Füßen ganz fest auf dem Schlauch.............wieso dachte sie NaCl bringt den Patienten um?? Oder was dachte sie, was Du ihm da gerade angedeihen lässt?? Kalium??
:-notify
Zum eigentlichen Topic- bisher hatte ich an sich sowohl im OP als auch auf Station immer Glück. Klar waren auch mal Damen der Kategorie dauergenervt und angezickt dabei- die habe ich dann aber in der Regel einfach links liegen lassen, was unproblematisch war, da es allen mit den Damen so ging und sich also für eventuelle Probleme oder Anfragen "Kollateralkreisläufe" um sie herum gebildet hatten.
Im OP hatte ich ein Einziges mal eine Begegnung der dritten Art mit einer OTA die deutlich mit dem falschen Fuß aufgestanden war- da es aber eine einmalige Geschichte war habe ich sie in dem Fall abgleiten lassen.
Generell muss man glaube ich immer abwägen wie schwerwiegend der Zick- und Brüllfaktor der Damen ist und wie lange man noch dort ist. Bei schwerwiegendem Faktor würde ich schon das Gespräch unter vier Augen suchen. Bei weniger schwerwiegendem Faktor und weiterer Verweildauer meinerseits unter vier Wochen würde ich es abgleiten lassen- bei mehr als vier Wochen auch ansprechen. Nervt sonst auf Dauer einfach zu sehr.
Äh- ich glaub ich stehe gerade mit beiden Füßen ganz fest auf dem Schlauch.............wieso dachte sie NaCl bringt den Patienten um?? Oder was dachte sie, was Du ihm da gerade angedeihen lässt?? Kalium??
Ohne jetzt dabei gewesen zu sein - es halten sich doch immernoch die großen Legenden von massiven Thromben, die sich an der Viggo bilden, die durchs Anspülen gelöst werden und dann die letale Lungenembolie verursachen.
Auch dazu gabs hier mal ne Diskussion, also würde ich das in diesem Thread vielleicht nicht gerade endlos vertiefen.
Zum On-Topic.
Ich hatte bisher eigentlich selten Probleme. Wobei ich den OP ja bekanntlich auch eher meide. Wenns zu krass ist - ansprechen und klären.
Antracis
30.09.2008, 19:09
Ohne jetzt dabei gewesen zu sein - es halten sich doch immernoch die großen Legenden von massiven Thromben, die sich an der Viggo bilden, die durchs Anspülen gelöst werden und dann die letale Lungenembolie verursachen.
Auch dazu gabs hier mal ne Diskussion, also würde ich das in diesem Thread vielleicht nicht gerade endlos vertiefen.
Bingo! Zu ergänzen ist, dass es sich um eine Pat. handelte, die Clindamycin bekam, was die Venen ziemlich angreift und auch ziemlich brennt, wenn es para läuft. Insofern hab ich sogar butterweich angespült. Ging nur darum zu schauen, ob die Braunüle überhaupt noch läuft. Und da ist eine kleine Naclspritze viel eleganter, als das endlose Schlauchgeknuddel bzw. das "erstmal reinlaufen lassen, die Pat. wird schon klingeln und wimmern".
Aber natürlich gings vor allem darum, dass man in einer solchen Situation nicht so eine hysterische Show vorm Patientenbett abzieht. :-music
ansonsten @Topic: Wie gesagt, bis auf wenige Ausnahmen entspannt sich die Lage mit etwas Geduld meistens. Und den hartnäckigen Fällen ist nicht zu helfen. :D
Und obwohl ich da eigentlich relativ streng bin, muß man auch mal sagen: Gerade auch in großen Kliniken kann es mit den Studenten für die OTAs und Schwestern/Hebammen auch sehr anstrengend sein. Da werden Massen an Studis durchgeschleust, teilweise in Praktika nur tageweise und seitens der Ärzte schlecht oder überhaupt nicht eingewiesen. Und dann gibts auch genug Studenten, die sich meinen Aufführen zu müssen, wie Graf Koks. Das nervt sicher auf dauer und ist anstrengend. Dennoch sollte das nicht zu überreaktionen führen.
Gruß
Anti
Nessie79
30.09.2008, 22:42
Ich habe auch immer versucht, nett und freundlich zu bleiben, aber manchmal wird einem das auch wirklich schwer gemacht. In meinem PJ hatte ich die OP-Schwestern besonders "gerne", die sich immer wieder erneut beschwert haben, wenn ein PJ`ler mal nähen durfte!!! Nein - was für eine Zeit- und vor allem Nahtmaterialverschwendung... Und wenn man dann noch um einen neuen Faden gebeten hat... :-top
Und im Aufenthaltsraum hing ein großer Zettel, mit dem Hinweis, dass der Kaffee nur fürs OP-Personal und nicht für die Ärzte sei (O-Ton) - natürlich vom Ober-OP-Drachen persönlich... Gott sei dank haben sich da fast alle darüber hinweggesetzt. :-D
Moorhühnchen
01.10.2008, 00:11
Jaja, das erinnert mich an die Stationsleiterin, die von mir verlangte, ich solle bei jeder Braunüle ein Moltex mitnehmen, weil ich angeblich die Bettwäsche IMMER so versauen würde.
Grund war ein ca. 1 cm großer Blutfleck auf dem Bettuch eines Patienten...
Das kann man MAL machen, wenn man weiß, daß es irgendwo schwierig wird, aber es auf die Dauer zu verlangen, ist schon etwas arg affig. Selbige Schwester (über die sich übrigens all ihre Kolleginnen aufregten) meinte auch ich solle JEDE Braunüle verbinden.
Klar, ich hab ja auch sonst nix zu tun, wenn ich morgens meine 5 Braunülen und 10 Blutentnahmen in 45 Minuten mache.... ;-)
Mit den anderen Schwestern kam ich sehr gut zurecht und ich war heilfroh, daß die Stationsleiterin an meinem Kuchen-Abschiedstag nicht da war. :-))
Jaja, das erinnert mich an die Stationsleiterin, die von mir verlangte, ich solle bei jeder Braunüle ein Moltex mitnehmen, weil ich angeblich die Bettwäsche IMMER so versauen würde.
Grund war ein ca. 1 cm großer Blutfleck auf dem Bettuch eines Patienten...
Das kann man MAL machen, wenn man weiß, daß es irgendwo schwierig wird, aber es auf die Dauer zu verlangen, ist schon etwas arg affig. Selbige Schwester (über die sich übrigens all ihre Kolleginnen aufregten) meinte auch ich solle JEDE Braunüle verbinden.
Klar, ich hab ja auch sonst nix zu tun, wenn ich morgens meine 5 Braunülen und 10 Blutentnahmen in 45 Minuten mache.... ;-)
Mit den anderen Schwestern kam ich sehr gut zurecht und ich war heilfroh, daß die Stationsleiterin an meinem Kuchen-Abschiedstag nicht da war. :-))
Ich habe das Gefühl es sind doch überdruchschnittlich oft die Stationsleitungen bei denen die Laune schiefhängt. Die, mit denen ich bisher nicht klarkam (zwei an der Zahl in all den Jahren) waren auch beide Stationsleitung. Mit denen kam allerdings auch keiner sonst klar. Da frage ich mich immer, wieso sich solche Individuen (mit denen in meinen Fällen wirklich alle unglücklich waren- Ärzte und Schwestern) dann so lange auf der Position halten können. In einem der Fälle hatte es sogar schon Beschwerden gehagelt (von Schwesternseite an die Pflegeleitung) aber die fand alles okay so. :-nix
Klar ist die Poistion stressig und kann nerven. Aber das weiß man denke ich vorher. Und wenn man damit nicht klarkommt und es zu einem Dauerwiderborstverhalten kommt- dann sollte man sich überlegen ob man sich übernommen hat.
alley_cat75
01.10.2008, 09:23
... die OP-Schwestern, die sich immer wieder erneut beschwert haben, wenn ein PJ`ler mal nähen durfte!!! Nein - was für eine Zeit- und vor allem Nahtmaterialverschwendung...
Dieses Gemecker habe ich im OP umschifft, in dem ich der zuständigen OP-Schwester zuraunte, sie solle sich auch Nähzeug nehmen und mit mir um die Wette nähen. Der Wink wurde immer verstanden.
Heyho,
also das mit dem Umziehen vor dem Pfleger finde ich ne Wucht! Dem hätte ich was erzählt...!
Aber zurück zum Thema. :-)
Danke für die vielen Antworten, denke, dass ein Mittelweg am Besten ist. Werde das auch wohl so machen, wie hier zum Teil beschrieben. Hier und da mal weghören, gelegentlich widersprechen, wenn's zu weit geht, intervenieren. Muss da noch meinen Speicher mit den spontanen Sprüchen auffüllen. Leider bin ich bei den guten, spontanen Sprüchen untalentiert, stehe da erstmal sprachlos da und die Sprüche fallen mir später ein +nerv+ (den mit der Skulptur finde ich prima, muss immer noch schmunzeln. :-D )
Aber wie es das Schicksal so will, ist seit Anfang der Woche eine super liebe Schwester am Instrument. Freut mich natürlich und herumwitzeln konnten wir auch.
Aber ich bin bereit zurückzuschießen, wenn wer anders kommt!!! ;-)
Schöne kurze Restwoche noch! :-)
alley_cat75
02.10.2008, 08:31
... also das mit dem Umziehen vor dem Pfleger finde ich ne Wucht! Dem hätte ich was erzählt...!
Meint ihr nicht, dass das ein Spaß war? Was ich mir von männlichen Pflegern und Kollegen schon alles anhören und gefallen lassen musste. Seid mal entspannter. Irgendwie muss man sich doch in unserer Branche irgendwie abreagieren. :-meinung Bei der Uro Famulatur stürzten sich mal im OP (Harnleiterschienung) 2 Ärzte und ein Pfleger auf die narkotisierte Patientin, um mal Silikonbrüste zu befühlen. Ich sollte auch... war völlig geschockt, merkte dann aber, das ist keine Lüsternheit, sondern mal Probierenwollen. Sicher nicht in Ordnung, aber einen Staatsakt würde ich nun nicht daraus machen.
Bei Anzüglichkeite hilft nur eines: In die gleiche Kerbe hauen und noch einen draufsetzen, wirkt garantiert immer und führt zu Sprachlosigkeit Deines Gegenübers. Damit habe ich schon sehr viele, sehr lustige Erlebnisse gehabt :-top
alley_cat75
02.10.2008, 11:17
Bei Anzüglichkeite hilft nur eines: In die gleiche Kerbe hauen und noch einen draufsetzen,
:-dafür :-dafür :-dafür
Im PJ hatte ich einen Arztkollegen, der mich montags immer im Beisein der OP Schwestern fragte, ob ich am Wochenende auch wieder ordentlich gef**** (Austausch von Körperflüssigkeiten) hätte. Irgendwann habe ich ihn - ebenfalls vor den Schwestern - mal gefragt, ob er mit diesen Sprüchen irgendein persönliches Defizit kompensieren muss. Und es gäbe doch in diesem Fall professionelle Hilfe. Er hat mir die Frage nie wieder gestellt. ;-)
Mein Lieblingsbeispiel: Zwei meiner Kolleginnen waren gleichzeitig schwanger, dazu unbesetzte Stellen, ein absolutes Dienstchaos. Mein einer OA teilte mir dann mit, dass mir ab nun jeden Morgen unter Aufsicht eines männlichen Kollegen die Pille eingeflößt würde. Ich meinte daraufhin nur, dass es mir sehr Leid tue, aber ich nicht mit der Pille verhütete sondern mit dem Nuvaring, es könne aber sehr gerne jemand morgens immer den korrekten Sitz überprüfen :-)) Daraufhin war Stille :-))
alley_cat75
02.10.2008, 14:49
:-)) :-)) :-)) Sehr geil. Pilleneinnahme unter Aufsicht wünscht sich mein OA auch von mir, aber diese Antwort ist mir nicht gekommen. Ich meinte nur, ich hätte doch gar keinen Sex - wann auch, wo ich immer soviel arbeiten muss. ;-)
Antracis
02.10.2008, 15:24
In den USA wärt Ihr beiden jetzt reich und müßtet nach Prozessende nie mehr arbeiten. :-))
hennessy
02.10.2008, 15:54
In den USA wärt Ihr beiden jetzt reich und müßtet nach Prozessende nie mehr arbeiten. :-))
oder sie wären mit dem oa verheiratet :-)) und desperate housewives.
alley_cat75
02.10.2008, 16:03
Ja, aber mal ehrlich, Männer, ist das nicht schlimm, wenn man nicht mal mehr einen kleinen Scherz machen kann? Gerade als Mann? Zwei meiner Pfleger auf Station fragen mich schon die ganze Woche, warum der Patient, dem ich wg. PHT Sildenafil angesetzt habe, keine Erektion bekommt und ob sie das Zeug auch schlucken können, damit sie mehr Freude im Spätdienst haben. Soll ich da nun beleidigt sein oder mich sexuell angegriffen fühlen? Für mich ist das ein reiner Scherz, nichts persönliches.
hennessy
02.10.2008, 16:08
Ja, aber mal ehrlich, Männer, ist das nicht schlimm, wenn man nicht mal mehr einen kleinen Scherz machen kann? Gerade als Mann? Zwei meiner Pfleger auf Station fragen mich schon die ganze Woche, warum der Patient, dem ich wg. PHT Sildenafil angesetzt habe, keine Erektion bekommt und ob sie das Zeug auch schlucken können, damit sie mehr Freude im Spätdienst haben. Soll ich da nun beleidigt sein oder mich sexuell angegriffen fühlen? Für mich ist das ein reiner Scherz, nichts persönliches.
na klar. Seh ich auch so.
Aber wenn Dir damit jemand ans Bein pinkeln will, hat er alle Trümpfe der Welt in seiner Hand.
Antracis
02.10.2008, 16:35
Wirklich übel hab ich es bisher auch nur von Patientenseite erlebt, wo zwei Italiener meinten, meine blonde PJ-Kollegin die ganze Zeit extrem anbaggern zu müssen. Die Zimmer hab ich dann übernommen, weil sie keinen Bock mehr hatte (die waren halt auch "Spruch"-resistent).
Ich durfte denn da immer die Braunülen legen und die waren klischeehafter Weise auch immer extrem wehleidig und haben mit antikischem Heldengejammer rumgejault wie kleine Kinder, obwohl die (rosa!) Viggo immer beim ersten Stich saß. Irgendwann hatte ich dann die Schnauze voll und hab gesagt:
"Wenn sie jetzt weiter rummaulen, kommt meine Kollegin und legt Ihnen diese hier" und hab dabei ne graue Flexüle, die auf dem Tablett lag ausgepackt und dem einen unter die Nase gehalten. Hab dann gelacht, um das eindeutig als Scherz zu kennzeichnen...war aber danach verdächtig ruhig im Zimmer. :-))
lg
Anti
gyrasehemmer
03.10.2008, 17:46
ne graue Flexüle, die auf dem Tablett lag
autsch! :-))
Dr. Jekyll
08.10.2008, 21:23
In den USA wärt Ihr beiden jetzt reich und müßtet nach Prozessende nie mehr arbeiten. :-))
shit, das wird ja dann richtig teuer mit meinem schandmaul.
:-wow
also die hebammen hab ich auch gefressen, seit meiner letzten famulatur. :-kotz
ich hatte immer so einen mütterlichen, wohlwollenden typen mensch im kopf, wenn ich an hebammen dachte. bis vor 5 wochen. das ist ja schlimmer als im op.
also sowas menschenverachtendes, zynisches (zynisch trifft es nicht ganz, dafür braucht man intellekt) an mensch ist mir auch noch nicht untergekommen. das solch ein mensch an neugeborenen arbeiten darf, unverantwortlich.
ganz freundlich (mein erster kontakt im kreißsaal): "Hallo ich grüße sie, ich bin Martin, ich bin der neue Famulant" - "wie schön für sie." aber ganz ohne humor, total entnervt. als ob ich ihr gerade mit der begrüßung 5 jahre ihres lebens gestohlen hätte.
und das ging dann immer so weiter, die hatte selbst bei lächelnden babys nicht zurückgelächelt. die lacht wahrscheinlich nicht mal im keller.
bei patienten, die sich anstellen bei rosa viggos oder grünen butterflys oder beim 2. versuch, sag ich immer: "wir können ihnen auch am hals blut entnehmen, da treffe ich sofort." oder "wenn sie wollen, können sie sich auch selbst blut abnehmen."
oder wenn sie sich beschweren, warum denn schon wieder blut zur gerinnungsüberwachung abgenommen wird: "wenn sie möchten, können sie auch heut nacht qualvoll an einer lungenembolie sterben, ist mir egal, was ihnen lieber ist."
dann ist meistens ganz schnell ruhe. :-))
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