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Desiderius
02.05.2011, 17:11
Wenn man es nicht kann, einfach eine Unterlage drunter und gut ist. Keine Entschuldigung, keine Kompetenz um solche Sachen..man hat wichtigeres zu tun...:-meinung

mejakru30
02.05.2011, 19:15
Mit "richtig machen" meinte ich nicht, dass mal was daneben geht- niemand wird wegen ein paar Tropfen das Bett neu beziehen. Und ich meinte auch nicht, dass man dann das Bett selber bezieht- aber da es vermeidbar IST (Unterlagen) und falls es dann passiert, da sollte man Bescheid sagen. Ich habe gewiss auch besseres zu tun als lauter Betten zu beziehen- und wie gesagt, wenn man der Pflege Bescheid sagt und sich entschuldigt (denn das hat man direkt selber verursacht und nicht als indirekte Folge einer Therapie- das geht am Thema vorbei wie ich finde) dann ist der Käse auch gegessen- habe es nie anders erlebt. Aber da ich weiss wie das ist wenn einer NIEMALS Unterlagen verwendet und regelmäßig ein Blutbad (Flecken von mehr als 10cm Durchmesser) anrichtet, da will ich das der Pflege zuliebe vermeiden.
Mich hat geärgert, dass es so hingestellt würde als könne man ohne weiteres erwarten, das sei Aufgabe der Pflege- die auch andere Sachen zu tun hat als Ärzten hinterher zu laufen um Betten zu beziehen! :-meinung

netfinder
02.05.2011, 19:26
Wenn man es nicht kann, einfach eine Unterlage drunter und gut ist. Keine Entschuldigung, keine Kompetenz um solche Sachen..man hat wichtigeres zu tun...:-meinung

:-dafür

Hab einfach immer eine Unterlage verwendet, ist eh fast nie was passiert, aber wenn, dann hat es niemanden gestoert...

Stephan0815
02.05.2011, 21:19
Ich sehe das, wie "mejakru30"
Und @"Absolute Arrhythmie" [...]"welche Schwester lässt denn den Arzt das Bett neu beziehen"[...]
Das Problem ist, daß der Famulant kein Arzt ist, sondern ein Student (im Auge so mancher examinierten Pflegekraft quasi ein Arzt"schüler"), den man nicht so ganz eindeutig einordnen kann.
Als Stationsarzt würdest du dir im umgekehrten Fall, ja auch nicht gerne von einem Pflegeschüler ne Standpauke anhören müssen.
Es liegt oft auch an den zugeteilten Ärzten, wie damit umgegangen wird.
Sätze, wie zB. "mein Kollege hier, kuckt sich das jetzt mal nen Monat an" wirken da wahre Wunder oder lassen Spekulationen wenig Raum beim Pflegepersonal.
Daß man selber als Famulant wohl ein gewisses Maß an Höflichkeit und Respekt an den Tag legt, sollte selbstverständlich sein.
Und wenn ich seh, daß das Pflegepersonal momentan überfordert ist, leg ich einfach selbst mit Hand an und lasse zB. die Omi ned hungern, sondern füttere halt oder helf mal aufs Klo. :knuddel:

WackenDoc
03.05.2011, 16:42
Ich sehe das, wie "mejakru30"
Und wenn ich seh, daß das Pflegepersonal momentan überfordert ist, leg ich einfach selbst mit Hand an und lasse zB. die Omi ned hungern, sondern füttere halt oder helf mal aufs Klo. :knuddel:

Ganz sicher nicht- das ist nicht Aufgabe des Famulanten. Das hat man schließlich schon ohne Bezahlung im KPP gemacht. Das muss man nicht noch in den Famulaturen machen.
Es kann nicht sein, dass auch noch Famulanten für die Personalprobleme der Pflege herhalten müssen.
Macht man so was einmal, wird es als selbstverständlich angesehen- der nächste hat dann das PRoblem, dass es dann gerne heisst- "Der andere hat das aber doch auch gemacht. Du bist arroganz und hälst dich wohl schon für einen fertigen Arzt....."
Gerne geht genau das dann auch im PJ weiter.

Und glaub blos nicht, dass so was auf Gegenseitigkeit beruht.

ehemalige Userin 24092013
03.05.2011, 17:48
Macht man so was einmal, wird es als selbstverständlich angesehen- der nächste hat dann das PRoblem, dass es dann gerne heisst- "Der andere hat das aber doch auch gemacht. Du bist arroganz und hälst dich wohl schon für einen fertigen Arzt....."
Gerne geht genau das dann auch im PJ weiter.

Und glaub blos nicht, dass so was auf Gegenseitigkeit beruht.


Auwei, das klingt ja ganz grausam. Ich sehe das in keinster Weise als Selbstverständlich an, setze sowas absolut net vorraus und werte bzw. bewerte das auch nicht an nachfolgenden Famulanten oder PJlern.
Ich finds extrem nett, wenns jemand tut - werfe mich aber net dazwischen, nur weil ich gnerell auch der Meinung bin, das gehört nur in die Hände der Pflege.

Prinzipiell denke ich, was die Pflege personell net schafft, das muss net von ärztlicher Seite kompensiert werden. Nee, das sollte ehr mal sowas von gewaltig in die Hose gehen, damit irgendwo anders mal aufgewacht wird...vielleicht.

Strodti
03.05.2011, 18:03
Das mußte ich bisher nicht machen... und das obwohl das Ex-Kollegen von mir waren und genau wußten, dass ich gelernter Pfleger bin.

Irgendwann habe ich mir halt angewöhnt die Patienten selbst mit dem Rolli mit zum Sono-Raum zu nehmen, wenn ich von Station dorthin ging (die Ärzte hatten sie sonst immer telefonisch bei der Pflege abgerufen). Das wurde immer mit einem "Danke" quittiert und es war auch kein Problem, wenn ich das mal nicht gemacht hab.

Salatsultan
03.05.2011, 20:15
Ich kann nur von Famulaturen reden, aber ein höflicher Umgangston miteinander ist selbstverständlich. Wenn der von der anderen Seite nicht entgegnet wird denk ich mir meinen Teil - ändere aber nicht mein Verhalten.

Sachen wie Kaffeetasse wegräumen ist selbstverständlich. Auch mal ne volle Spülmaschiene ausräumen oder einschalten sorgt nicht dafür das mir ein Zacken aus der Krone bricht - man muss nu sicherstellen das es möglichst viele Leute mitbekommen und schon sieht man die Pluspunkte steigen.

Muriel
03.05.2011, 20:38
Spülmaschine und co sind aber ein völlig anderer Punkt. Kein Mitarbeiter, egal auf welcher Hierarchiestufe, so doof sich das Wort anhört, er auch stehen mag, ist dafür zuständig, meinen Privatkram (Kaffeetasse, Frühstücksteller...) wegzuräumen.

Salatsultan
04.05.2011, 19:29
Die Erkenntniss hat leider bisher nicht viele getroffen.

Aus der Sicht einer Pflegekraft kann ich sagen da sich über Blutflecken im Bett eigentlich keiner ernsthaft aufregt, und wenn sollte man das nicht wirklich ernst nehmen. Einfach bescheid sagen, vielleicht entschuldigen bzw. mitteilen das es einem leid tut und alles ist gut. Wo gehobelt wird fallen Späne, wenn das Bett dreckig wird bezieh ich das als Pflegekraft wenn ich meine das ist indiziert. Sauer werd ich wenn das Bett total voll gesaut ist und keiner bescheid sagt.
Wichtiger find ich das wir als Ärzte/Famulaten/PJler brav die Tabletts sauber halten und ich nicht mit irgendwelchen gefährlichen überfüllten Abwürfen rumrennen.

Aber alles Selbstverständlichkeiten.

Salatsultan der 2 Professionen in einem Körper vereint.

Absolute Arrhythmie
05.05.2011, 09:50
Wichtiger find ich das wir als Ärzte/Famulaten/PJler brav die Tabletts sauber halten und ich nicht mit irgendwelchen gefährlichen überfüllten Abwürfen rumrennen.



Beziehungsweise wenn irgendwelche spitzen/scharfen und/oder infektiösen Gegenstände im Bett/Zimmer rumliegen! Dann werd ich aber fuchsig... Wer was scharfes benutzt, entsorgt es auch selbst! Das sollten PJler/Famulanten sich ganz schnell hinter die Ohren schreiben ;)

Ansonsten seh ich persönlich nen Famulanten oder PJler als "Arzt-Lehrling", net als Hilfsschwester.
Die Schwestern die sich so verhalten wie das viele von euch anscheinend erlebt haben sind eher ne Schande für ihren eigenen Beruf...

Medi2009
05.05.2011, 19:56
Ganz sicher nicht- das ist nicht Aufgabe des Famulanten. Das hat man schließlich schon ohne Bezahlung im KPP gemacht. Das muss man nicht noch in den Famulaturen machen.
Es kann nicht sein, dass auch noch Famulanten für die Personalprobleme der Pflege herhalten müssen.
Macht man so was einmal, wird es als selbstverständlich angesehen- der nächste hat dann das PRoblem, dass es dann gerne heisst- "Der andere hat das aber doch auch gemacht. Du bist arroganz und hälst dich wohl schon für einen fertigen Arzt....."
Gerne geht genau das dann auch im PJ weiter.

Und glaub blos nicht, dass so was auf Gegenseitigkeit beruht.

Dem kann man nichts hinzufügen:-meinung

Miss_Verständnis
05.05.2011, 23:03
Ich sehe das alles genauso wie WackenDoc- ich bin heilfroh, dass die Zeiten des KPP vorüber sind und ich mir von Schwestern nichts mehr sagen lassen muss. Tasse wegräumen gehört für mich zum guten Umgangston... aber grundsätzliche pflegerische Tätigkeiten sind nicht meine Aufgabe und daher mache ich sie auch nicht.. ich würde es sogar beinahe als "Einschleimen" sehen, wenn ich in der Famu anfangen würde Betten abzuziehen oder Omas zu füttern...:-meinung

Sebastian1
05.05.2011, 23:19
Wichtiger ist, dass man die Arbeit des jeweils anderen respektiert und das im alltäglichen Verhalten zum Ausdruck kommt. Wenn wir beim Beispiel des Blutabnehmens bleiben: wenn dir da aus Versehen Blut drauftropft, dann ist das sicher kein Ding. Wenn das allerdings ständig passiert, weil es dir einfach sch...egal ist, wer's hinterher wegmacht, dann wird derjenige (zu Recht) irgendwann angep... sein.
Ansonsten breche ich mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich mal kurz beim Lagern mit Anfasse, weil ich grade im Zimmer bin oder weil es ein Patient aus der Adipositaschirurgie ist, der nun mal 200kg+ auf die Waage bringt. Vorausgesetzt hat das aber noch keiner, und mit Einschleimen hat das nix zu tun.

Miss_Verständnis
05.05.2011, 23:25
Ja, verstehe schon was du meinst. In solchen Fällen ist das ja auch was anderes.. :-)

Fr.Pelz
15.05.2011, 15:52
Zum Thema Wegräumen hatte ich jetzt auch schon Disskussionen mit dem Assistenzarzt. Ich=PJ lege Zugänge und nehme Blut ab und räume danach mein Tablett auf, wische es ab und lege es in den Schrank.
Er stellt das vollgemüllte Tablett hin und lässt es die Schwestern abräumen. Kann mir egal sein, er wollte mich aber überzeugen dass seine Methode richtig wäre. Schließlich hat ein Arzt keine Zeit Müll wegzuräumen...

Nachdem wir ein paar Mal drüber "gestritten" haben, lässt er mich jetzt aber in Ruhe aufräumen. Mir sagt einfach meine leidlich gute Erziehung: Jeder macht seinen Müll selber weg. Die paar Male, bei denen ich zum Aufräumen wirklich keine Zeit hatte, weil die Visite begann, hab ich jedes Mal bei der Schwester bedankt, die es dann gemacht hat.

Werd ich auch als Ärztin weiter so machen.

dreamchaser
16.05.2011, 10:50
Zum Thema Wegräumen hatte ich jetzt auch schon Disskussionen mit dem Assistenzarzt. Ich=PJ lege Zugänge und nehme Blut ab und räume danach mein Tablett auf, wische es ab und lege es in den Schrank.
Er stellt das vollgemüllte Tablett hin und lässt es die Schwestern abräumen. Kann mir egal sein, er wollte mich aber überzeugen dass seine Methode richtig wäre. Schließlich hat ein Arzt keine Zeit Müll wegzuräumen...

Nachdem wir ein paar Mal drüber "gestritten" haben, lässt er mich jetzt aber in Ruhe aufräumen. Mir sagt einfach meine leidlich gute Erziehung: Jeder macht seinen Müll selber weg. Die paar Male, bei denen ich zum Aufräumen wirklich keine Zeit hatte, weil die Visite begann, hab ich jedes Mal bei der Schwester bedankt, die es dann gemacht hat.

Werd ich auch als Ärztin weiter so machen.

Genau so mache ich es noch heute: ich räume meinen Müll z.B. nach ZVK-Anlage weg und bedanke mich bei der Schwester, die mir geholfen hat. Ich finde, das gehört selbstverständlich dazu. Und wenn es stressig ist oder ein Notfall ruft, dann schicken mich die Schwestern sowieso gleich weiter.